Dienstag, 21. März 2017

FSV Frankfurt – die betrübliche Bilanz eines Traditionsvereins, der in diesen Tagen nicht nur sportlich taumelt

Frankfurter Fußballfreunden und Traditionalisten tut das richtig weh: Der Fußballsportverein, also  der  1899 gegründete FSV Frankfurt, taumelt angeschlagen in die 4. Liga, wenn nicht noch ein ganz überraschendes „Wunder Bernem“ stattfindet. Dreimal am Stück mit dem neuen Trainer verloren, in der Tabelle ganz hinten gelandet – und dazu fehlen auch noch 1,6 Millionen für die Lizenz. Eine traurige Angelegenheit. Der einstmals doch sehr erfolgreiche Vereinaus dem Stadtteil Bornheim, der ruhmreiche Spieler hervorgebracht und sogar am 7. Juni 1925 mit dem 1. FC Nürnberg durch ein 0:1 im Endspiel nur hauchdünn den Gewinn der Deutschen Meisterschaft verpasste, allerdings 1933 Süddeutscher Meister wurde, als der unvergessene Schorch Knöpfle im Frankfurter Waldstadion per „Köpfle“ mit 1:0 gegen TSV 1860 München den Triumph klar machte. Klar, alles Schnee von gestern. Aber all dies gehört zum FSV Frankfurt. Das ist Lebensgeschichte. Und immerhin gelang den Bernemer am 8. Juli der Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft, beispielsweise mit einem Spielführer namens Horst „Schotte“ Trimhold.  Was auch kein Pappenstil dieser schöne und umjubelte  Erfolg damals.

1962/63 wäre man sogar als neuer Meister der Regionalliga Süd in die 1. Liga aufgestiegen, wenn dies nicht das Gründungsjahr der Bundesliga gewesen mit neuem Reglement gewesen wäre.

Leicht haben es die Kicker dieses originellen  Frankfurter Stadtteilvereins allerdings nie gehabt, denn in Frankfurt gab es letztlich noch die größere Eintracht, die 1989 u. a. mit dem unvergessenen Kapitän Alfred Pfaff,  Richard Kress, Egon Feigenspan, Dieter Lindner,  Dieter Stinka, Torhüter Egon Loy sowie dem damaligen  umjubelten ungarischen Wunderstürmer Istvan Sztani, der übrigens am Sonntag 80 Jahre alt wurde,  und seinen allseits bekannten Mannschaftskollegen mit einem 5:3 Endspielsieg (n. V.) erstmals in der Vereinsgeschichte Deutscher Fußballmeister wurde und ganz Frankfurt aus dem Häuschen geriet. Alles vorbei? Nein, die Geschichte lebt immer weiter. Und eines ist sicher: Die Stadt Frankfurt verträgt durchaus zwei erfolgreiche Fußballvereine, wenn man beidseits klug mit dieser Gabe fürs Publikum umgeht. Nur die historische Fortsetzung ist nicht immer so wie gewünscht erfolgreich, wie jetzt leider beim FSV Frankfurt zu erleben.

Aber deswegen schon aufgeben? Absolut nein. Die FSV-Kicker haben eine große Verpflichtung noch zu retten, was zu retten ist. Die 4. Klasse wäre eine Demütigung der Geschichte. Ehrenspielführer Karlheinz Volz und eine ganz treue Seele des FSV sagte mir heute voller Bedauern: „Mit dieser Truppe habe ich derzeit ehrlicherweise wenig Hoffnung, dass noch ein Wunder stattfinden kann. Aber man soll ja nicht aufgeben, wenn noch ein Funken Leben vorhanden ist“. Das hätte garantiert auch der Träger des FSV-Ehrenrings, Josef Fleckenstein gesagt, der als 15jähriger Junge Mitbegründer des FSV wurde und sich auch als Aktiver auf dem Rasen behauptete. Vergangene Zeiten, vergangene Welten im Fußball. Aber es gibt immer wieder Vereinsmitglieder, die an etwas glauben, was eigentlich nicht mehr in Reichweite ist. Einer davon ist Michael Görner. Er hat sich schon in der Vergangenheit enorm für den FSV eingesetzt. Auch mit finanziellen Mitteln, wenn es wieder mal brannte. Görner führte den Verein schon zwischen 2003 und 2007, um dann aus privaten Gründen aus der Amtsverpflichtung auszusteigen. Derzeit ist Julius Rosenthal Präsident. Michael Görner würde ihn  im Herbst beerben. Das Gerangel und Geschiebe und die Diskussionen nehmen derzeit kein Ende. Mehrere Köpfe wollen einen neuen Schub erwirken, was gut ist, aber ohne sinnvolle Strategie in der Regel außer Krach wenig bringt. Aber immerhin. Der FSV ist noch nicht k.o. Gut so.  Noch wichtiger wäre jetzt ein Mann (oder eine Frau), die souverän mithilft, die guten Kräfte und Köpfe des Vereins zusammenzuhalten. Damit es mit verbessertem Geist und noch mehr sinnvoll gesteuerter Motivation erfolgreicher in der Zukunft am Bornheimer Hang weitergeht. Daran ist mit Sicherheit auch Ludwig von Natzmer als langjähriger Vizepräsident interessiert.  Aber derzeit scheint lediglich das interne Chaos zu dominieren. Was sehr bedauerlich ist.

Leute, vertragt Euch. Friedlich vereint läßt sich vieles – auf alle Fälle mehr – bewegen, was im Streit aus Erfahrung meistens überhaupt nicht funktioniert. FSV, Du hast eine Verpflichtung gegenüber der Stadt Frankfurt und den FSV-Anhängern. Mach was draus.

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Freitag, 17. März 2017

Mickey Bohnacker + Tränen und ein großer Bahnhof an seiner Urne

Respektable 88 Jahre alt ist er geworden, der berühmte kleine Fotograf Mickey Bohnacker, dessen Fotos um die Welt gingen. Der Frankfurter Pressefotograf, dessen Leben eine Aufregung nach der anderen mit vielen interessanten Leuten bei teilweise weltbewegenden Ereignissen war, hätte mit seiner humorigen Art heute auf dem Bornheimer Friedhof  vermutlich gesagt: „Ich frach mich, wo all die Leut her komme, doch wohl hoffentlich nicht weche mir.“

In der Tat Rund 90 Menschen haben von dem einstmals kleinsten, aber dazu einem der berühmtesten Fotografen der Medienwelt, Abschied genommen. Seine Urnenbeisetzung war ein Ereignis, bei dem es auch viel zu fotografieren geben hätte. Zweimal verheiratet, immer positiv gestimmt und pfiffig wie kaum ein anderer der Berufskollegen fanden sich alte Freunde, Kollegen, Offizielle  und ein buntes Gemisch an bürgerlicher Welt bis in die Bereiche Kunst, Kultur und Besonderheiten des Lebens ein, um seiner nochmals zu gedenken. Sie erfuhren in diversen Abschiedsreden, dass Mickey zweimal  im Leben geheiratet hat und er seine Mutter bis zu ihrem Tode im Alter von über 100 Jahren gepflegt hat.

Alte Freunde, wie Wölfi und Marion Seitz, „Wirtshaus“-Pächter auf der Fressgass innerhalb von knapp 28 Jahren, waren mit Mickey oft am berühmten runden Mittagsstammtisch oft  im Gespräch, wenn die Sonne schien, waren sowohl traurig wie auch glücklich: „Dass so viele Menschen zu seiner letzten Stunde gekommen sind, das hat die Trauergäste befriedigt und erfreut. Mickey, ein Frankfurter Original, hat seine letzte Ruhe gefunden. Er hatte das Privileg in der Limousine von General Dwight Eisenhower chauffiert zu werden, weil Eisenhower an dem kleinen Fotoreporter seine Freude hatte, wie er in seinem Beruf mit nur 1.52 Körpergrößte das Berufsleben meisterte.  Mit Mickey ist ein Stück Pressehistorie nach dem Krieg in der Metropole Frankfurt und Rhein-Main nunmehr verschwunden, nchdem man ihn noch bis vor wenigen Wochen in der Stadt antreffen konnte.  Aber seine berühmten Bilder für US-Agenturen mit Soldat Elvis Presley in Bad Nauheim oder am Flughafen bei seiner Ankunft zum Dienstantritt eines Weltstars oder Begegnungen mit Präsident Eisenhower  leben und hängen nach wie vor irgendwo in der Welt weiter und erfreuen sich als wertvolle Dokumente einer Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Fotos sind schon seit Jahren sehr wertvoll  und lassen die Menschen immer wieder staunen, was damals so alles, also vor 50 bis 780 Jahren, bei uns in Deutschland so alles abgespielt hat. R, I, P, Mickey!

Deine Bilder lassen Dich noch lange unter uns weiter leben.

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Dienstag, 14. März 2017

Frau Karrenbauer, Respekt ins kleine Saarland!

Respekt vor der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: Keine Auftritte für türkische Politiker. Diese Verfügung beweist, dass diese Regierungschefin mehr Mut zum Handeln hat als alle ihre Kollegen und Kolleginnen in entsprechender Verantwortung. Das Thema „Türkei-Wahlpropaganda in Deutschand“ erregt inzwischen weite Teile der Bevölkerung. Erdogan wird allerdings klar durchschaut mit seinen Absichten, türkische Landsleute, die inzwischen in Deutschland leben, per Auftritt in Deutschland auf seine Seite zu ziehen. Mag sein, dass er einige abgewanderte Landsleute verunsichern kann, aber die meisten werden trotz der Heimatliebe das ruhigere Fahrwasser in Deutschland zu schätzen wissen. Innertürkische Konflikte hätten in Deutschland nichts zu suchen, meinte Frau Kramp-Karrenbauer mutig  in einer Erklärung zu dem Auftrittsverbot. Laut Paragraf 47 des Aufenthaltsgesetzes ist solch ein Verbot für ausländische Politiker jederzeit möglich. Also, klare Kante zur rechten Zeit. Am 26. März ist im Saarland Landtagswahl. Probleme bei solchen Auftritten wären immerhin denkbar. Erdogan taktiert derzeit kräftig mit dem Verfassungsreferendum in der Türkei. Auf schlaue Art, die aber sehr, sehr schwer fällt einigermaßen als akzeptabel auch für die türkischen  Landesinteressen  angesehen zu werden. Nicht nur in Deutschland.

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Montag, 13. März 2017

Anne Will – warum macht sie nicht beim Fernsehen mal etwas anderes?

Man fragt sich ja nach TV-Sendungen öfter mal etwas, wie beispielsweise am Sonntagabend in der ARD-Sendung mit Moderatorin Anne Will, warum sich diese Frau immer wieder auf dieses Parkett wagt. Ihr fehlt nunmal nahezu in jeder Sendung, die etwas anspruchsvolleres Niveau hat oder haben sollte, warum Frau Will nicht anders versorgt wird. Das Thema Türkei und all die Fragen, die zum Teil auch politisch brisant sind, beherrschte sie absolut nicht. Sie wurde einmal nicht wahrgenommen oder aber vorgeführt. Kann ja mal passieren, aber bitte nicht bei fast jeder Sendung. Die ARD könnte ihr doch ein Kindersendung geben. Dann ist sie glücklicher und blamiert sich vermutlich nicht. Und  das Publikum vor den Bildschirmen muss sich nicht über ihre bedauerliche Ahnungslosigkeit u. U. noch ärgern, weil intellektuell oder vom thematischen Grundwissen absolut nichts vorhanden war, was aber da sein müßte um einen solchen Job zu übernehmen.  Da sollte der Sender doch ein bisschen mehr Rücksicht aufs Publikum nehmen, denke ich. Sie mag mir verzeihen, aber auch ihr neuerlicher Beitrag als Moderatorin zum Thema Türkei war von ihrer Seite leider absolut ungenügend. Frau Will tut sich damit keinen Gefallen. Vielleicht sollte man ihr einen Co-Moderator oder eine eine Co-Moderatorin bei ihren Sendungen jeweils dazu geben.

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Mittwoch, 8. März 2017

Der Nockherberg, der größte politische Spaß unserer Zeit aus Bayern

Die TV-Sendung „Nockherberg“ vom Bayrischen Rundfunk heute Abend war ein 100prozentiges Vergnügen mit allen Schattierungen gekonnter Satire mit Witz und Charme. Riesenkompliment an die Drehbuchschreiber und die Regie. Die Darsteller, die sich im Singspiel nicht gegen das Klonen wehren konnten, verblüfften ein ums andere Mal mehr mit ihrem Können, schauspielerisch alles auf die Bühne zu stellen, was lebende Personen der Polit-Prominenz in Bayern sonst im Leben vorgeben und uns vorspielen. Und mittendrin edel und sehr grazil sowie dezent in der Mimik Sarah Wagenknecht, die schönst LINKE, die es je gab. Sie gehörte mit zu den ganz besonderen Gewinnern des Abends. In solch einem Kreis hatte die Bundestagsabgeordnete und Spitzenvertreterin der „Linke“ noch nie einen Auftritt.  Im Publikum und auf der Bühne als Figur mitspielend – das war eine Sternstunde der Wagenknecht-Öffentlichkeitsarbeit.

Sie war so sympathisch geklont und glänzte auch hinterher beim Plaudern im üblichen Kreis der politischen Adabeis mit einem Instinkt für das, was man zu solch einem Abend sagen kann und muss. Die Spekulationen um Horst Seehofer – ob er noch eine Legislaturperiode dranhängt -, nun ja, das kennt. Rauszögern bis zum letzten Wagen und dann wieder aufspringen. Insofern gab es keinerlei neue Erkenntnisse zur Gegenwart in der CSU-Politik, die sich allerdings an diesem Abend recht gut ohne besondere Highlights ohne Klons inszenierte.

 

Überragend die Regie mit so vielen spritzig-witzigen Einfällen, beispielsweise auch bei der Darstellung von Kanzlerin Angela Merkel, Enorm gut dargestellt auch die Figur „Der Söder“. Ein Treffer, diese Figur, die aus Bayrischer Polit-Satire sowie auch der aktuellen Arbeit im Ministerium schon heute nicht mehr wegzudenken ist.

Fazit des Abends: So macht Fernsehen Spaß. Das war handwerklich und künstlerisch sowie darstellerisch eine Hollywood-Inszenierung, die weit über das Bayernland erheiterte.  Danke BR. Für solche Programme zahlt der Bürger gerne TV-gebühren.                                                                             Horst Reber

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Freitag, 3. März 2017

Carlo, die gute Seele vom Operncafe und der Fußball…

Fußball ist das Thema der Frank-Brüder, im Management aktiven Söhne des ehemaligen, leider schon auf Grund eines Tumors verstorbenen Trainer von Mainz 05 und Kickers Offenbach. Da kann Oberncafe-Kultkellner Carlo Milione, ein Kenner des Italo-Fußballs,  sowie Eintracht-Fan, aber durchaus mitreden. Foto: Horst Reber

 

 

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