Dienstag, 26. September 2017

Thomas Berthold kritisiert die Eintracht. Das soll ruhig mal sein. Aber es bleibt die Frage, ob dies allein tatsächlich viel hilft?

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt galt immer als launische Diva. Allerdings als eine, vor der man als Gegner Angst haben mußte. Kam diese Diva mit dem Adler auf der Brust in Spiellaune, dann mussten sich alle ganz warm anziehen. Selbst die Bayern, die Schalker, der HSV. Von Dortmund war damals noch nicht ganz so viel zu sehen wie das heute der Fall ist. Und nun schaut man auch etwas genauer hin, nachdem Thomas Berthold, der Ex-Eintrachtler, in der BILD-Zeitung in Kombination mit Andy Möller, Istvan Sztani und Charly Körbel, also auch verdienstvolle Eintracht-Spieler mit viel Erfahrung, Tacheles aus ihrer Sichtweise geredet haben. Meine Frage: Hilft sowas? Wird die Mannschaft durch solch einen Akt stärker, spielfreudiger, torgefährlicher? Ich behaupte eher mal NEIN. Dem derzeit kritisch ausgerichteten Eintracht-Thema und der Suche nach mehr Leistung, Erfolg und Spielkultur muss man vielfältig auf den Grund gehen, meine ich. Wobei ich absolut anerkenne: Die Truppe macht einen austrainierten Eindruck. Mein Einwurf dazu, sorry, Niko Kovac und Co, mag auf den ersten Blick nicht besonders relevant sein, aber eine Überlegung dürfte er innerhalb der Eintracht doch wert sein. Bei der SGE werden im Kader zu viele Sprachen gesprochen. Immerhin ist das so ziemlich eine ganz besonders bunte BL-Mannschaft, schaut man sich mal die vielen Nationalitäten an. Wer versteht wen so richtig? Man spricht aktuell vermutlich mit mehr Zungen als ein Dolmetscher der UNO. Das mag ja schön und auch romantisch sein, nur in der Praxis sehe ich darin eher ein Handicap. Eine verschworene Truppe wird man nach meiner Erfahrung erst dann, wenn man sich auch bestens versteht. Sprachlich und menschlich. Aber daran scheint es doch etwas zu hapern. Was sich aber ändern läßt.

Gemeinschaft entsteht zunächst durch Sprache und notwendigerweise das Verstehen. Von den Spielern wird erwartet, dass alles auf dem Platz wie einstudiert läuft. Tut es aber nicht. Sieht man auch als normaler Zuschauer. Mancher hochbezahlte Profis ist in seiner Situation als vielbeäugter Kicker eher als Solist denn als Mannschaftsspieler auf dem Rasen. Gemeinschaft entsteht zweifelsohne auch durch Training. Aber das Reden und gleichzeitige echte Verstehen, auch rein menschlich mit den üblichen Unter- und Obertönen gesehen, schweißt mit Sicherheit auch gewaltig zu zusammen. Vor dem und nach dem Training.

Aber wie kann sich eine Truppe als Einheit zu einer besseren Gesamtleistung aufraffen, wenn nur wenig an gegenseitiger Beziehung vorhanden ist. 08/15 dürfte das schon stimmen. Aber große gemeinsame Ziele erreicht man vor allem durch eine Sprache, durch das Verstehen auch außerhalb des Platzes. Ohne diesen Aspekt übertreiben zu wollen: Man könnte doch mal versuchen, neben fußballerischen Mängeln auch die sprachlichen abzulegen. Warum soll nicht dreimal pro Woche eine Stunde Sprach- und Sprechunterricht auf dem Trainingsplan als Zusatzhilfe für größere Ziele stehen? Für mehr Gemeinschaftsleben. Beispielsweise auch ohne Ball. Schaden dürfte dies auf keinen Fall. Weder dem Fußball noch im praktischen Leben in Frankfurt oder sonstwo. hre

Share This:

Der Beitrag Thomas Berthold kritisiert die Eintracht. Das soll ruhig mal sein. Aber es bleibt die Frage, ob dies allein tatsächlich viel hilft? erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2fxHqBg

Sonntag, 24. September 2017

Die Bundestagswahl ist gelaufen – Wehklagen wäre früher wichtig gewesen. AfD punktet ohne Argumente und Sachlichkeit

Alles vorbei in der Parteienlandschaft – fürs erste mal. Aber welche Abgründe von Dummheit, Arroganz und schlechter Erziehung haben sich am Wahlabend aufgetan. SPD-Kandidat Martin Schulz beleidigt die Bundeskanzlerin auf unflätige Weise in seinem Verlierer-Frust, Herr Meuthen (AfD) erweist als ganz schlecht informiert und verteidigt AfD-Positionen, die lächerlich und unglaubhaft dazu sind. Aber seine Partei aus dem Spektrum Ultrarechts mit Herrn Gauland als Scharmacher hatte zu diesem Zeitpunkt schon den Sprung in den Bundestag geschafft. Wie erfreulich dagegen in der „Berliner Runde“ Frau Kipping (Die Linke), Christian Lindner (FDP) oder Frau Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin war wie immer als ruhender Pol mit Weitblick und langjähriger internationaler Erfahrung an Bord und überzeugte sehr sachlich, ohne dabei auch eigene Versäumnisse klein zu reden. Resümee: Das war eine Sendung, die sehr lebhaft und emotional geführt war, aber eines auch deutlich machte: Die ARD hat mit Moderator Becker eine dröge Luftnummer, sorry, in diese hochpolitische aktuelle Runde nach einer Bundestagswahl als Lenker und Leiter für interessante Gespräche geschickt. Er war leider unfähig einen vernünftigen Beitrag für ein interessiertes Publikum beizusteuern, was aber bei der Brisanz nicht schwer gewesen wäre. Frage: Gibt es bei der ARD keine besseren Moderatoren in der ARD-Politik-Redaktion mehr? Solche Flops muss doch auch die Chefredaktion zur Kenntnis nehmen, wenn ein eigener ARD-Mann das Klassenziel als Moderator nicht mehr – warum auch immer – erreicht. Ich bin sicher: Unter dem Nachwuchs warten garantiert einige Jung-Talente auf ihren Einsatz. Sie hätten mehr an Chancen verdient. hre

Share This:

Der Beitrag Die Bundestagswahl ist gelaufen – Wehklagen wäre früher wichtig gewesen. AfD punktet ohne Argumente und Sachlichkeit erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2foT7tR

Sonntag, 17. September 2017

Prof. Albert Speer im Alter von 83 Jahren in Frankfurt gestorben/Er war ein Gentleman und Visionär

Die Todesnachricht von Prof. Albert Speer, der nach einem Sturz im Alter von 83 Jahren in Frankfurt gestorben ist, bewegt mich auch heute noch. Er war ein Gentleman, ein hochsensibler blitzgescheiter Frankfurter Bürger, der es verdient hätte, dass man ein besonders schön gestaltete Straße nach ihm als Andenken erhält. Albert Speer gehört immer zu jenen bedeutenden Persönlichkeiten der Metropole Frankfurt, die sich eine besonders sympathische menschliche Note bewahrt haben. Ich hatte das Glück, ihn und seine Frau, die Filmschauspielerin Ingmar Zeisberg, als Duzfreund über 40 Jahre zu kennen und auch zu bewundern. Der Stadtplaner – oder besser gesagt der Städteplaner – , dessen kreative und praktische Reichweite als Weltarchitekt vom Eisernen Steg in Frankfurt bis nach China reichte, um eine Größenordnung aufzuzeigen, war immer mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben. Auch OB Dr. Walter Wallmann erkannte seine herausragenden Qualitäten schon sehr früh. Städtische Aufträge flankierten Albert Speers Einfallsreichtum.

Trotz der vielen Auszeichnungen, die er für seine international anerkannten Arbeiten und sein Wirken insgesamt in der Welt als Dankeschön erhalten hat. Er lebte glücklich mit seiner charismatischen Frau Ingmar, die ihm im fortgeschrittenen Alter keinerlei Fesseln der so genannten Alters-Vernunft anlegte, sondern mit ihrer Liebe auch maßgeblich zu seinem Wohl förderte, in Frankfurt-Sachsenhausen. Kein Prunk, sondern nur praktisches, gemütliches Wohnen mit Garten waren sein wohnlicher Anspruch und zugleich das Aushängeschild. Mehrfach in der Woche traf man den genialen Architekten, der bis 2016 in der von ihm gegründeten Firma, dem Architekturbüro AS+P in Sachsenhausen anzutreffen war, wenn er nicht gerade bei einem neuen ausländischen Auftraggeber weilte, auch in Neu-Isenburg. Im Schwimmbad. Halle und Freibad. Je nach Wetter. Und immer viele Bahnen. Prof. Speer hielt sich fit, ohne dies immer wieder im Freundeskreis zu betonen, wie dies ja oft gerne getan wird bei älteren Herren, die sportlich sind. Sein Schwimmprogramm war ein wesentlicher Grund, dass er immer schlank geblieben ist und seine bis zuletzt deutliche Dynamik auch am Schreibtisch mit Geist und Körpersprache zum Ausdruck brachte. Das italienische Edel-Restaurant „Alter Haferkasten“ von Saverio und Francesco Pugliese war zumindest eines seiner Lieblingslokale, einstmals gehörte auch das Hotel-Restaurant Wessinger in Neu-Isenburg zu seinen besonders geliebten Adressen und Anlaufstationen für diverse Feierlichkeiten.

Als junger Reporter und Moderator des „Gesprächs am Abend“ der Abendpost/Nachtausgabe gab er mir die Ehre, ihn vor einem großen Publikum zu interviewen. Übrigens gemeinsam mit seiner Frau, deren Spielkunst er wie ein architektonisches Werk bewunderte. Schon damals sagte er: „China ist ein so gewaltiger Kraftmotor, der irgendwann auch Europa maßgeblich sehr stark beeinflussen wird. Dieses Land hat ungeheure Ressourcen. “ Er hat Recht behalten, wie wir heute bestens wissen. Seine Frau Ingmar liebte er über alles. Was er auch mit liebevollen Gesten bei diversen Gelegenheiten zum Ausdruck brachte. Das war eine Verbindung, die für viele Bürger der Stadt als Vorbild diente. Meine Trauer ist groß. Horst Reber

Share This:

Der Beitrag Prof. Albert Speer im Alter von 83 Jahren in Frankfurt gestorben/Er war ein Gentleman und Visionär erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2xH8EN6

Donnerstag, 14. September 2017

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel redete im ZDF „Klartext“: Danke, das war eine Glanzleistung mit immer korrekten Antworten!

Zur ZDF-Sendung am heutigen Donnerstagabend „Klartext, Frau Merkel“ mit dem Moderatorenteam Frey/Schausten: Danke, Frau Bundeskanzlerin! Das war alles sehr verständlich und einleuchtend, dazu souverän und zugleich ein Beispiel für enormes Wissen bei ganz persönlichen oder auch anderen Fragen zum Leben in Deutschland, egal aus welchem Themenbereich. Ich kann Frau Merkel nur bewundern, wie sie mit den schwierigsten und zugleich auch eigentümlichsten Fragen in solch einer Veranstaltung umgeht und was sie aus dem Stand alles an Antworten weiß. Eine bewundernswerte Politikerin, die man zum Teil auch gebrieft und somit bewußt aufs Glatteis führen wollte. Frau Merkel war um keine Antwort auf ein Bündel an schwierigen Fragen verlegen. Sie blieb verbindlich, freundlich, ohne sich anzubiedern.

Eine Glanzleistung nach einem harten Arbeitstag mit vielen fremden Menschen auf der IAA in Frankfurt, Stadtwechsel mit größeren Entfernungen und was sonst noch alles auf diese Frau tagtäglich einprasselt. Ihre blitzschnelle Schärfe im Denken, im Reagieren und zugleich den Menschen auch plausible Lösungen für persönliche Schicksale anzubieten, das ist ganz ungewöhnlich in solchen Sendungen. Halten wir doch mal fest: Sie stand, wie zu anderem Zeitpunkt auch ihr Mitbewerber Martin Schulz zu einem anderen Zeitpunkt dort, wo eine politische Kraft quasi in einem Löwenkäfig vor einem Rudel mit Löwenmähnen und gefletschten Zähnen steht. Die einzige Waffe auf weiter Flur war Frau Merkels hellwacher Geist, ihr enormes Wissen und ihre Erfahrung im politischen Diskurs. Das hat garantiert nicht nur mir enorm imponiert. Das Besondere heute Abend: Die Bundeskanzlerin hat sich bei keinem Fragesteller oder keiner Fragestellerin in irgendeiner Weise, wie sonst öfter bei anderen Politikern/Politikerinnen zu beobachten, angebiedert. Und dies in der härtesten Phase des Wahlkampfes bei einem synchron zu bewältigenden Tagesprogramm mit aktueller Politik in einer sehr bewegten Welt, die täglich international voller Aggressivität und Beschädigungslust steckt. Ich bewundere Frau Merkel. Horst Reber

Share This:

Der Beitrag Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel redete im ZDF „Klartext“: Danke, das war eine Glanzleistung mit immer korrekten Antworten! erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2jtpE3j

Dienstag, 12. September 2017

Ein neuer FC Bayern, glanzlos als Mannschaft wie Flasche leer? Was ist passiert?

Man wundert sich: Der FC Bayern hat nicht mehr das auf der Pfanne, was er mal hatte. Uninspiriertes Gekicke gegen weitaus schwäche Mannschaften, wie jetzt auch Anderlecht, das sich natürlich glücklich schätzte, nur 3:0 verloren zu haben. Championsleague weit weg. Jedenfalls von dem, was die Bayern schon gekonnt haben. Bayern-Coach Ancelotti scheint noch nicht die Türe zur Mannschaft gefunden zu haben. Denn heute war gegen RSC Anderlecht, eine biedere Truppe, wenn man sie ehrlich beurteilt (sorry), nichts zu sehen. Außer von einem unermüdlich marschierenden Ribery und einem akzeptablen Robben. Quo vadis, Bayern?

Share This:

Der Beitrag Ein neuer FC Bayern, glanzlos als Mannschaft wie Flasche leer? Was ist passiert? erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2y3sPSr

Sonntag, 10. September 2017

Offenbachs Bürger müssten sich eigentlich zum großen Teil schämen: Nur 30,6 % Wahlbeteiligung bei der heutigen OB-Wahl 2017

Die Stadt Offenbach ist und war schon früher über Jahre eine nicht leicht zu regierende Stadt. Wenn es um Stadt-Politik und normales Verhalten im bürgerlichen Sinne geht, hat Offenbach aber mit dem Wandel in unserer egomanen Gesellschaft – nach dem Motto „Ich, und nochmals ich“ noch weiter abgebaut. Was jedoch kein OF-Phänomen ist, sondern eine bundesweite höchst bedenklich Entwicklung. Nur zur Klarheit: Felix Schwenke (SPD)

Mag sein, dass der Offenbacher auf Grund der immer schwieriger werden Politsachlage sehr unsicher ist, aber das lassen wir mal offen. Zur Sache: Felix Schwenke (SPD) erhielt 43, 3 % der Wählerstimmen. Peter Freier als CDU-Herausforderer (28,4 % ) und Peter Schneider von den „Grünen“ kam auf 14,2 %. Die restlichen Ergebnisse überlassen wir dem persönlichen Interesse und dem Internet. Dass Wahlbegeisterung nicht aus dem Vollen geschöpft wird, das weiß inzwischen jeder Bürger soweit er medial einiger maßen im Bilde ist. Dass engere wirtschaftliche Verhältnisse dem Bürger immer weniger Freiraum für positives Denken schenken, könnte ein Grund für Unlust beim Wählen sein. Glaube ich aber eher nicht.

Der Bürger an sich erhebt letztlich immer neue Forderungen, die sein Stadtleben mit der Familie verbessern helfen. Ob es um Schul- und Kitaplätze für Kinder geht, Straßenverbesserungen, neue Kulturprogramme, bessere medizinische Versorgung oder neue Feuerwehrautos für Katastrophenhilfe und vereinfachtes Bürgerwohl. Aber der Bürger stellt sich eher träge und (mit Ausnahme von Fußballfans, wenn es um die Kickers auf dem Bieberer Berg geht) beliebig zurückhaltend in seinem Meinungsbild dar. Zumindest bei Wahlen. Ausnahmen bilden natürlich auch hier die Regel.

Aber ich erlaube mir zu sagen: Die Stimmenauszählung der aktuellen Offenbacher Oberbürgermeisterwahl 2017 für die Nachfolge von OB Horst Schneider ist für mich ehrlich gesagt beschämend. Eine Wahlbeteiligung von nur 30,6 % am heutigen Wahl-Sonntag wirft doch die Frage auf: Haben die Offenbacher zum großen Teil die Beziehung zu ihrer Stadt Teil verloren? Ist hier eine eigentlich normale Respekt- oder Freundschaftsbeziehung zu seinem Standort am Aussterben? Oder hat sie inzwischen ein Niveau erreicht, dass man sich leider bei normal entwickeltem Gewissen schämen muss? Die Beliebigkeit im Denken und Tun ist es, die mir sehr zu denken gibt. Die Leidenschaft und die bürgerliche Verpflichtung tritt wohl eigentlich nur noch glaubwürdig dann zutage, wenn die Kickers auf dem Bieberer Berg ein Tor schießen und das Stadion dann vor Freude wackelt. Ist das nahezu alles, was aus Offenbacher Gefühlen und einer OF-Brust kommt, wenn es um ihre Stadt geht?

Jeder Bürger, auch die Neubürger, sollten sich damit mal sachlich und in aller Ruhe auseinandersetzen. Ich gebe zu, dass Politik ein leidvolles Geschäft ist. Für Macher, aber auch für Bürger. Das war in den vergangenen 30/40 Jahren nicht viel anders. Nur die Hinwendung zur Stadt, also dort wo man wohnt, wo man seine Kinder zur Schule schickt oder wo man sich gerne mit Freunden trifft und Gefühle aus unterschiedlicher politischer Richtung austauscht, ist immer tiefer gesunken. Wie eine absterbende Liebe als Basis und Argumentation?

Ist unsere Zukunft bzw. die der Stadt Offenbach mit über 130 000 Bürgern beliebig wie eine Wiese im Umland, die vom Bauer nicht mehr gedüngt und gemäht wird? Eine dröge Sache ohne jedes Herzblut und passende Verantwortung?

So wie es inzwischen leider aussieht, muss man dies immer mehr befürchten. Wie wollen wir Kommunalpolitiker oder ein Stadtoberhaupt kritisieren oder auch motivieren, wenn solche Wahlergebnisse am Ende einer Wahl als Ergebnis vorliegen? Ist das der Bürger-Dank für viele gute kommunale Entscheidungen und Verbesserungen im Rathaus im Sinne einer Bürgerschaft? Kommunalpolitik ist doch wesentlich mehr als ein Platz für Gleichgültigkeit. Jedenfalls in meinen Augen und auch in meinem Denken. Mir tun die Kandidaten leid, die sich von solcher Haltung begleiten lassen müssen. 2011 war die Wahlbeteiligung mit 25,2 % zwar noch geringer. Aber diese kleine Verbesserung der Wahlbeteiligung in diesem Jahr empfinde ich nicht als Beruhigung. Horst Reber

Share This:

Der Beitrag Offenbachs Bürger müssten sich eigentlich zum großen Teil schämen: Nur 30,6 % Wahlbeteiligung bei der heutigen OB-Wahl 2017 erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2xYkCiw

Sonntag, 3. September 2017

Das ARD-Kanzlerduell im in der ARD heute Abend – wo waren da eigentlich gescheite und gut informierte Talker?

Nein, Sender ARD: Das war kein Beitrag, der die Zuschauer befriedigen konnte. Das war 08/15-Fragespiel ohne Landes- und EU-Qualität, die solch eine Sendung allerdings benötigt, um ernst genommen zu werden. Herr Kloeppel, fast eingeschlafen und inkompetent. Früher waren Sie ein ganzes Stück journalistischer! Frau Illner und Frau Maischberger: Wenig Gehalt in den Fragen, die den Anspruch erheben könnten, ein großes Publikum zu interessieren. Schade. Chance für Imagegewinn mit Polit-Fragen verpasst. Herr Strunz: Waren Sie eigentlich die ganzen eineinhalb Stunden mit in der Runde? Ich frage micht: Hat es vorher für alle Beruhigungstee gegeben?

Und zu Bundeskanzlerin Angela Merkel: Auf alle Fälle auch in den Details der Diskussion glaubwürdiger als Martin Schulz, der sich leider ständig wiederholte, um vermutlich die Frage nicht zu vergessen. Inhalts- und Sympathiebonus insbesondere für das Journalisten-Quartett leider nur ganz gering genutzt. Deshalb die Note ausreichend bis mangelhaft. Wollte man oder konnte man nicht? Mein Eindruck: Angela Merkel, die im übrigen auch an solchen Tagen mit brisanten TV-Terminen hart arbeiten muß, hielt sich klugerweise etwas zurück und machte eigentlich keine Fehler.

Nun mag man über meine Meinung streiten, aber sorry: So sehe ich das. Das waren alles Talker, die viel Erfahrung haben und gerne auf den Putz hauen. Diese Sendung wird von bundesweit bekannten Journalisten gestaltet. Es gibt in der Tat Bessere und Informiertere. Raus kam über den ganzen Abend leider verdammt wenig. Immerhin hatten sie eineinhalb Stunden Zeit.

Share This:

Der Beitrag Das ARD-Kanzlerduell im in der ARD heute Abend – wo waren da eigentlich gescheite und gut informierte Talker? erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2eST2LF

Die Flieger-Bombe von Frankfurt – ein Ereignis, das an keinem Bürger ohne Ängste vorübergeht: Helden haben viel Bewunderung und Dank verdient

Ein Sonntag wie noch nie in Frankfurt: Eine zufällig gefundene Fliegerbombe mit intaktem Zündmechanismus sowie gewaltiger Sprengkraft, die im Explosionsfall viele Menschen in den Tod reißen könnte sowie riesigen Schaden an und in Häusern der Umgebung im Radius von 1,5 km anrichten könnte, hielt am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein die Mainmetropole in Atem. Experten versuchten den ganzen Mittag, die Zünder aus dem Riesenexemplar herauszuholen, was sich jedoch als sehr schwierig gestaltete.

Der Hessische Rundfunk berichtete stundenlang über diese Sprengarbeiten und verdiente sich mit einer kompetenten Mannschaft vor Ort ein ganz großes Kompliment für seriöse Berichterstattung und einer Information, die den Menschen Aufmerksamkeit und auch eine gewisse Beruhigung schenkte, also Panik half zu vermeiden. Dafür und insbesondere den vielen Helfern bei dieser Mammut-Aktion im Stadtgebiet mit Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitätern und vielen weiteren Einsatzkräften in der Organisation dieses gewaltigen Kraftaktes über viele – jetzt um 18 Uhr am Sonntag noch andauernde Maßnahmen – ein ganz großes Dankeschön. Für Mut, Ausdauer und Stehvermögen zwecks Schutz von rund 65 000 Bürgern in dem Explosionsgefährdeten Gebiet rund um den Campus der Stadt. Polizeipräsident Gerhard Bereswill, Jahrgang 1957, der seine ersten Schritte in Uniform des Bundesgrenzschutzes von Fulda aus machte, um dann kontinuierlich bis in die höchste Polizeihierarchie aufzusteigen, ließ beim hr erkennen, dass er die Besonnenheit in Person ist. Man spürte das Maß der Verantwortung, das auf seinen und denen seiner Beamten/Beamtinnen und Polizeikräfte an diesem Tag ruhte. Allerdings merklich getragen von Wissen und Geduld für die höchst gefährliche Aufgabe für alle Helfer an diesem Tag – bis zu den Fahrern der vielen Krankenwagen, die sich darum kümmerten, alte und hilflose Menschen aus ihren gefährdeten Krankenhäusern in sichere Quartiere bis zum Ende der größten Rettungsaktion der letzten Jahrzehnte in Frankfurt zu holen.

Es ist jetzt 18.10 Uhr in Frankfurt. Die Art und Weise imponiert auch Millionen TV-Zuschauern, die mit verständlichen Ängsten, aber auch viel Hoffnung fürs Gelingen, das sehr gut vom hr mit großer Mannschaft kommentierte und aktuellen Bildern aufgenommene Geschehen am Bildschirm verfolgen konnten. Ein aufregender Sonntag in Frankfurt für alle Einwohner, aber auch die vielen Bewohner außerhalb in ganz Deutschland. Hoffentlich geht alles gut. Horst Reber

Share This:

Der Beitrag Die Flieger-Bombe von Frankfurt – ein Ereignis, das an keinem Bürger ohne Ängste vorübergeht: Helden haben viel Bewunderung und Dank verdient erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



vonHorst Rebers Tag & Nachtausgabe http://ift.tt/2wyH3Ky