Samstag, 29. April 2017

Tom Jet – ein Musiker und Bandleader für alle Fälle heißer Musik heute in Offenbach-Bieber

„Es ist großartig ein bedeutender Mensch zu sein, aber es ist noch großartiger ein menschlicher Mensch zu sein.“ Ein Spruch des Offenbacher Bandleaders und Entertainers Tom Jet für heiße Musik von Rock bis Blues und mehr. Heute am Samstag, ab 20 Uhr, warten wieder viele Fans diesen begnadeten Musiker, der sowohl mit Guitarre, Piano oder natürlich seiner angenehmen Songstimme seit Jahrzehnten sein Publikum begeistert und fasziniert:  In Offenbach-Bieber „Wiener Hof“, geht Toms Post ab. Auf  seinen Auftritt gemeinsam mit weiteren fünf Mitgliedern seiner Band warten Verehrer sowohl von Chuck Berry wie auch natürlich von Tom Jet, der seit fast vier Jahrzehnten zur populären Musikszene von Rhein-Main und darüber hinaus gehört.

Man kennt ihn, man liebt ihn. Man ist gerne von seinem musikalischen Können und seiner Ausstrahlung gefangen. Der heutige Abend gehört dem Rock, dem Blues, der schrägen Musik, die schon die Welt erobert hat. Es ist ein Erinnerungskonzert für den kürzlich verstorbenen schwarzen Weltstar Chuck Berry („Johnny B. Goode“). „Jeder Platz dürfte besetzt sein“, sagt Peter Hessler, Mitorganisator  dieses Musikgenusses im Szene-Treff „Wiener Hof“, auf dessen Bühne schon viele internationale und nationale Topstars gastierten. Der Erlös des Abends ist für die junge rockige Nachwuchsszene bestimmt, die Tom Jet gerne unterstützt. Er hat schon früh  erkannt,  dass  junge Musiktalente für einen erfolgreichen Weg, wie es sein Eigener  geworden ist, grundsätzlich ein bisschen Rückenwind von den „Alten“ der Szene vertragen können.

Tom, international umtriebig wie ein Twen,  immerhin bereits knapp im Bereich  der Zahl 60 unterwegs,  hat  eine im Musikbusiness eine bemerkenswerte Bilderbuchkarriere hingelegt. Sie begann  eigentlich in Frankfurt in der Festhalle im Alter von 13 Jahren. Damals – er war noch Schüler, hörte und erlebte er das erste Mal Chuck Berry live aus der Bühne. Er war hingerissen und infiziert. Dieser Konzertabend ließ ihn nie mehr los. Aus Begeisterung gründete er kurz darauf eine eigene Band, lernte täglich etwas hinzu – und wurde selbst ein Star. Ein mehrfach preisgekrönter Musiker, der sich auch sehr gerne sozial ins Zeug legt, wie nicht nur das Kulturamt der Stadt Offenbach mit Dankbarkeit  weiß.

Wer ihn heute  am Samstagabend in Offenbach-Bieber live erleben will, sollte mindestens eine halbe Stunde vor Beginn im „Wiener Hof sein“, sagt Art-Direktor und Tom-Jet-Fan Peter Hessler aus Offenbach, der sich auch in diesem Offenbacher Nachwuchsprojekt lobenswert engagiert.

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Dienstag, 25. April 2017

So jubelte einst der unvergessene Eintracht-Präsident Achaz von Thümen, wenn „Grabi“ & Co ein Tor machten…

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Erinnerungen an eine präsidiale Eintracht-Legende: Achaz von Thümen im Waldstadion im Fußball-Glück durch ein Grabowski-Tor

Achaz von Thümen, ein Adelsmann vom Scheitel bis zur Sohle mit großer Leidenschaft für das Spiel mit dem Lederball. Dazu,  was den hessischen Adel von Süd bis Nord mit Fürsten, Grafen und sonstigen Edelmännern und Edelfrauen damals doch generell ein wenig verwunderte, auch sympathisch eigenwillig-schrullig, was sein persönliches Leben mit Outfit angeht, war ein Eintracht-Präsident, den man nicht vergißt. Er überraschte die Mitglieder und auch die Fans oft mit ganz kuriosen Erscheinungsbildern seiner Person. Der Rektor der Universität scheute sich beispielsweise in einem heißen Sommer im Frankfurter Waldstadion nicht nur mit Sandalen (Jesus-Schlappen) ganz ohne Strümpfe oder Socken einzulaufen. Wenn seine Eintracht spielte, dann hatte er auch auf der Tribüne ohne eigene Ballberührung heiße Füße – und natürlich auch ein heißes Herz.  Es schlug natürlich für seine Eintracht, wie es sich gehört.

Bei Niederlagen war er zwar auch geknickt, aber er bewahrte stets Haltung. Das zeichnete Achaz von Thümen generell auch bei vielen anderen Gelegenheiten aus. Sie  machte ihn zu einem „Unvergessenen“. Dieses Foto entstand nach meinen Unterlagen im Waldstadion  bei einem Tor von Jürgen Grabowski – es war das 2:2 – im UEFA-Pokal gegen den FC Zürich, das dann 4:3  für die Eintracht endete.  Schöne Erinnerungen mit Glückgefühlen von damals sowie  dem Schmunzeleffekt dank des Präsidenten. Das 1:0 hatte Wolfgang Kraus geschossen, aber der Zürich-Kicker Risi sorgte zwischenzeitlich für ein 1:2. Als Jürgen Grabowski das 2:2 Remis erzielte und  Stepanovic kurz darauf das 3:2, da  schien alles gelaufen. Aber Torstensson brachte Zürich nochmals heran zum Ausgleich. Krobbach war es, der  drei Minuten vor Ende endgültig für den Eintracht-Sieg sorgte.  Schöne Eintracht-Zeiten, aufregende Stunden mit der „Adlern vom Main“. Ich weiß nicht wie es den FAB-Fans geht. Aber ich hole  gerne ab und an diese Bilder zurück ins Auge und ins Gedächtnis.

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Sonntag, 23. April 2017

Ein Wochenende der Superlative – kalte Füße, dafür ein heißes Herz mit Pluspunkten in der Tabelle

Eintracht Frankfurt  gewinnt, der SC Freiburg ebenso und nicht zu vergessen auch Darmstadt 98, die bis zur letzten Patrone kämpfen. Wunschergebnisse! Und dazu  kommt noch ein wichtiger Punkt (2:2)  für die Offenbacher Kickers. Das hat doch für gute Fußball-Atmosphäre im Hause Reber gesorgt. Und die Bayern – als i-Tüpfelchen trotz Remis (2:2) gegen Mainz 05 unangefochten in der Tabelle vor. Was will man mehr, wenn sonst kein Beinbruch ansteht und sogar gelegentlich die Sonne durch die grauen Wolken blinzelt. Begeistert bin ich vom SC Freiburg, der für mein ästhetisches Empfinden ein tolles Spiel mit hoher Moral und Technik gegen Leverkusen hinlegte und drei Minuten  vor Ende durch Stenzel das Siegestor zum 2:1 klar machte.  Ich bekenne es gerne: Ich bin als gebürtiger Badener ein Fan von Sportclub-Coach Christian Streich aus Freiburg. Er ist eine besondere Persönlichkeit, die ohne eitle Attitüden durchs Leben geht. Noch nicht mal modisch hat er eine Schwäche. Ein authentischer Fußballcoach aus dem Markgräfler Land , der  seine Sprache nicht mit Gewalt auf Effekt fürs Publikum  trimmt, sondern die badische und „symbadische“  Zunge seit vielen Jahren schon  beibehält.  Egal vor welchem Forum oder welchen Fans er gerade steht und spricht. Selbst die attraktive Reporterin und zungenfertige Esther Sedlaczek von Sport 1 kann kann den „Grischtean“  nicht ins Schwanken, högschtens zum Schmunzeln,  bringen, egal wie sehr die Fußballfrau mit (sympathischem) weiblichem Sexappeal beim Interview mit Kickern  vor dem Mikrophon aufwartet.  Das nenne ich Charakter und Beständigkeit mit natürlichem Selbstbewusstsein. Das sind Vertreter des Fußballs, die überall in der sportlichen Welt breite Anerkennung finden. Weil halt so natürlich und echt. Dazu gehört in meinen Augen auch Niko Kovac von der Eintracht, der glücklicherweise wieder einmal ein gutes Wochenende mit dem Ball  hatte.  Samstagnacht nach dem 3:1-Heimsieg  gegen den FC Augsburg konnte er nach Wochen endlich wieder einmal entspannter Schlafen gehen. Leid tut mir der FSV Frankfurt. Eine unrühmliche Entwicklung, die noch sehr viel Kraft und Verstand sowie Wohlwollen bei der Wirtschaft notwendig machen dürfte.

Interessant für mich die Selbstbeobachtung: Haben meine Lieblingsvereine, zu denen übrigens natürlich auch Waldhof Mannheim gehört, Erfolg, dann bin ich am Wochenende auch irgendwie zufriedener. Verrückt, aber es ist halt so. Ich gehöre absolut nicht zu den Fanatikern, aber ich habe dann innerlich in diesem Erlebnisbereich  eine spürbare Freude. Sie ist kombiniert  mit guter Laune insgesamt.

Der Mensch an sich – ein bisschen verrückt ist er schon. Oder etwa nicht? Nicht nur mit seinen Fußballgefühlen. Aber woraus entstehen diese? Ich denke zunächst mal aus guten Erfahrungen, sympathischen Begegnungen und einer menschlichen Nähe, die man auch gerne mit vielen anderen Menschen teilt.

Also, mein Wochenende kann ich mit einem Lächeln als gute Fußball-Erfahrung in die neue Woche schicken. Ein Sportkollege mit Nürnberger Faible, Jan Stärker,   fragt heute über FB nach einem neuen Trainer. Er macht sich Sorgen um „seinen“ 1.  FC Nürnberg.  Ich habe ihm Uwe Rapolder, ehemals Fast-Aufstiegscoach vom Zweitligisten SV Waldhof Mannheim,  vorgeschlagen:  Sieben Minuten haben Uwe Rapolder und dem Verein mal für den Aufstieg in die Bundesliga gefehlt. Aber vorbei. Ein gereifter, blitzgescheiter und emotional intakter Fußballexperte, der  mit allen Erfahrungen gewaschen ist, die man braucht, um nach einer mentalen Pause mit Lust und Laune wieder erfolgreich in die Arena zurück zu kehren. Uwe, sorry, dieser Satz war mir jetzt ein Bedürfnis bei all den professionellen und menschlichen Vorzügen, die ich bei Dir in Mannheim entdecken durfte.

Und jetzt noch schnell ein Blick zur Grande Nation über den Rhein: Wenn nun  die Wahlergebnisse – ab 20 Uhr – in Frankreich Europa-verträglich mit politischer Vernunft geprägt ausfallen, dann war das doch einfach mal wieder ein besonders schönes Wochenende in allen möglichen Bereichen. Aber das müssen wir abwarten. Ich wünsche allen Lesern viel Gesundheit und privates Glück für die neue Woche!

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Mittwoch, 12. April 2017

Ursula Leber – Ehefrau, Mutter und Schriftstellerin mit Würde und Trost in Neu-Isenburg verabschiedet

Die Plätze für die Trauergemeinde reichten bei weitem nicht aus, so tief reichte der Respekt für die Neu-Isenburger Schriftstellerin Ursula Leber, die wenige Tage vor der Feier ihrer Diamantenen Hochzeit mit Ehemann Jockel, Kriminal-Hauptkommissar i. R. nach zwei Jahre andauernder Krankheit die Augen für immer schloss. Sie hatte für ihre letzte Stunde in der Öffentlichkeit alles selbst geplant und bestimmt. Mit ihrer Handschrift wurde es denn auch eine besinnliche bis auch versöhnlich-heitere Verabschiedung mit Klavier- und Gesangsbegleitung auf dem Neu-Isenburger Friedhof unter Teilnahme von Bürgermeister Herbert Hunkel sowie Pfarrer Lösch und Pfarrer Bacchus als ökumenisch-respektvolle Handlung. Die Autorin hat mit  ihrem weltoffenen Geist, den sie auch in ihren diversen Buchveröffentlichungen (u. a. in „Beobachtet, erlebt, beleuchtet, aufgeschrieben“, Engelsdorfer Verlag,  mit Fotos von Silvia Grad) das Leben stets zur Freude vieler Leser meisterlich zum Ausdruck gebracht. In Hadamar (Hessen) aufgewachsen und in Neu-Isenburg mit ihrem Mann Jockel und drei Kindern überall vom Rathaus bis in die Vereine mit ihrem Wissen die Fortsetzung erlebt. Als kluge, engagierte  Organisatiorin und als rechte Hand des ehemaligen Ersten Stadtrats Berthold Depper  sehr geschätzt,  entschloss sich Ursula Leber das Ende ihres Lebens selbst zu gestalten. Den Tod vor Augen  entschloss sie sich sehr gefasst ihre letzten Tage in einem Hospiz in Frankfurt zu verbringen. Dort wartete sie voller Geduld und Einsicht mit regelmäßigem Familienbesuch auf ihre Erlösung.

Zu ihrem Andenken anbei ein Gedicht von ihr zum Thema Liebe:

Liebe ist warm und weich, steht über allen Dingen, füllt die dunkle Nacht mit Licht, lässt die Still klingen, legt sich über Alltagslast , über unsre Sorgen. Liebe hebt, sie trägt uns fort, fragt nicht nach dem Morgen. Liebe ist nicht nur ein Wort, ein Gefühl, ein Beben, Liebe ist das wahre Leben.“

Ursula Lebers diskreter Buch-Hinweis zur Person sagt alles über ihre ganz besonders bescheidene Persönlichkeit; Sie schreibt:

Wer bin ich? Bin nichts Besonderes. Bin ein Mensch, bin da.

 

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Freitag, 7. April 2017

Ferdie Stang – Abschiedsfeier mit viel Gefühl und Kreativität / Ein Meister der Menschlichkeit

Es war meine  7. Trauerfeier in diesem Jahr. Sieben traurige Anlässe, jeder unterschiedlich gestaltet. Die Verabschiedung des Frankfurter Steinmetzmeisters und Damen-Fußballtrainers Ferdie Stang 9) war der mit Abstand kreativste und einfühlsamste Termin, um einem besonders liebenswerten Menschen und Freund Adieu zu sagen.  Der bekannte  Amateur-Fußballer und erfolgreiche Geschäftsmann als Steinmetzmeister, der mit seiner freundlichen und optimistischen Art viele Menschen bis zu deren Tod mit individuellem Grabdekor (Grabsteine) bediente, bekam bei seinem eigenen total überraschenden Abschied aus dem Leben sogar Applaus von den rund 150 Gästen in der Hotelhalle. Es war eine Form der Dankbarkeit für all das, was er anderen Menschen in vielen Jahren mit seiner Persönlichkeit geschenkt hatte. So wurde die  Trauerfeier für Ferdie Stang im Hotel Dorinth in Niederrad zu einem Gefühlsreigen, der schnell alle Tränen trocknete.

Ferdie Stangs ehemalige Torjägerin Regina Senkler von der Niederräder Frauen-Fußballmannschaft „Schützen Oberst Schiel“, die übrigens zum besseren historischen Verständnis zu Beginn der ersten Frauenliga in Deutschland noch als Damenfußballerinnen „firmierten“ und unter ihm Deutscher Vizemeister wurden,  sagte traurig, aber zugleich auch glücklich: „Das war eine Feier ganz nach der besonderen Lebensart von Ferdie – wunderbar einfühlsam, alles mit Respekt und Stil“.  So dürften dies auch seine zwei Ehefrauen Gisela und Marlis empfunden haben, die mit ihrem Ferdie einen Mann verabschieden mussten,  der es trotz einer  Scheidung schaffte, dass anstelle schlechter gegenseitiger Gefühle interne respektvolle Distanz mit  Akzeptanz für die neue Lebensgestaltung  mit neuer Partnerin vorherrschte. Der freie Prediger Hüttinger, der Ferdie Stangs Leben noch ein Stück weit öffnete, schilderte den Verstorbenen als einen Mann, der sowohl viel Gefühl wie auch  Leidenschaft in sein tägliches Tun von der Werkstatt bis hin zu seinem geliebten Fußballsport einbrachte, wo er als Amateurspieler bei Heddernheim ein Aktivposten mit vielerlei Verwendung war.  Als Steinmetzmeister, der in mehr als fünf Jahrzehnten  viele Gräber in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet mit individuellem Grabschmuck ausstattete, hatte sich der Steinmetzmeister schon früh einen großen Kundenkreis geschaffen. Seine Kundschaft wurden generell  von ihm meistens ganz persönlich beraten. Was Ferdie Stang auch immer eine Herzensangelegenheit war: „Wohltätigkeit für Kranke und Bedürftige. So unterstützte er auch mehrfach Margarethe Wallmann als Vorsitzende des Müttergenesungswerks (siehe Foto) sowie die Schützlinge der der MS-Gesellschaft mit ihrer Vorsitzenden Renate von Metzler bei diversen Anlässen zwecks Spenden.

Die Optik dieser Würdigung im Hotel Dorinth  dürfte viel Trauernde  überrascht haben. Der dunkelbraune Sarg, geschmückt mit einem gerahmten Foto sowie Blumen und vielen ganz persönlichen Gegenständen aus dem Leben des Toten, der es auf Hessens Sportplätzen zu über 500 Spieleinsätzen brachte. stand dominant in einem großen Veranstaltungsraum. Das Bild war menschlich und persönlich zugleich. Von seiner vielgenutzten dunkelbraunen Ledersporttasche bis zu seinem Steinmetzbesteck mit Meisel und Bohrmaschine, seinem Harley-Motorradhelm oder einem signierten HSV-Trikot nebst  persönlichen Bildern seiner ehemaligen Spielerinnen von „Oberst Schiel“ oder Eintracht-Lieblingen wie Freund Wolfgang Solz, die sich mit Ferdie Stang gerne für Benefizspiele bis ins Ausland engagieren ließen, war alles dabei, was zu Ferdie Stang bewegtem Leben gehörte.Manches, was viele, die dabei waren, zu Tränen rührten. Otto Jordan,  torgefährlicher Amateur-Hessen-Auswahlspieler und Nürnberg-Profi, der heute im Immobilienbusiness zu Hause ist, versicherte: „Ferdie Stang war nicht nur ein sehr guter Kicker. Er überzeugte insbesondere auch als Mensch mit seiner Hilfsbereitschaft und seinem Humor. Er führte Menschen, auch beim Ebbelwei in Sachsenhausen, mal im „Wagner“, im „Grauen Bock“  oder  im „Gemalten Haus“, wo er gerne abends nach Feierabend nach der Friedhofsarbeit mal einkehrte,  zusammen.“ Harmonie und Freundschaft generell waren  der Frohnatur Ferdie, der zudem im Urlaub das Ambiente der Urlaubsinsel Fuerte Ventura und der bayrischen Gemeinde Bad Wörishofen liebte,  besonders wichtig.“ Als von einer CD mit Liedern von  Weltstar Johnny Cash erklangen, da flossen in den dicht gedrängt sitzenden und stehenden Reihen im Dorinth Tränen. Insbesondere  auch bei  Ferdies Bruder Willi und seiner Frau sowie seinem Freund Wilfried Gaul, über 40 Jahre Spezi. Wilfried Gaul, der 8 Jahre lang Präsident von Zweitligist Waldhof Mannheim war und mit Tochter Nadja sowie Gefährtin Rita Reichardt aus Weinheim angereist war, fand die richtige Formulierung: „Das war die Verabschiedung von einem Freund, den man nie vergessen wird.“

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Mittwoch, 5. April 2017

Verabschiedung des „Brasilianers“ von Eintracht Frankfurt: Der letzte Platz ist ein Urnengrab in Walldorf

Paul Labonte´, der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher von Frankfurt, sagte als prominentester Teilnehmer der Verabschiedung traurig: „Ja, ja, der Wolfgang. Der musste mit 77 Jahren viel zu früh gehen. Er war einer der bekanntesten Niederräder in den letzten 50 Jahren und hat unseren Stadtteil sehr geschmückt.“ Auf dem Friedhof in Walldorf, wo er mit seiner Frau Hannelore  (1 Sohn, 1 Tochter) beheimatet war, wurde am Mittwochmittag die Urne mit der Asche von Ex-Nationalspieler und Bundesliga-Stürmer Wolfgang  Solz (1963 bis 1968 mit 113 BL-Einsätzen und 46 Toren)  beigesetzt. Die letzten Wochen hatte er in einem Pflegeheim verbracht. Rund 60 Trauergäste begleiteten die schlichte Zeremonie und sagten dem einstigen Publikumsliebling von Eintracht Frankfurt ohne SGE-Vereinsbegleitung  Adieu.

Otto Jordan, erfolgreicher  Hessenauswahlspieler und einstig gefürchteter Mittelstürmer zuletzt auch beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg und diversen anderen Vereinen in unteren Ligen,  stand  ebenso wie der ehemalige Allianz-Versicherungsagentur-Partner Adolf Zimmermann, traurig vor der Urne. Für ihn war Wolfgang Solz der besten Trainer in seiner Karriere. Adolf Zimmermann, der  mit dem ehemaligen Eintracht-Profi über viele Jahre nach der Fußballkarriere partnerschaftlich in einer gemeinsam geführten Agentur verbunden war: „Damit hat keiner rechnen können, dass es so schnell geht. Wolfgang war eigentlich immer fit – bis die letzten Monate dann sein Gesundheitszustand sich maßgeblich verschlechterte.“  Der weit über Hessen hinaus beliebte Kicker, den sie ob seiner Spielkunst und seiner großen technischen Fähigkeit oft als „Brasilianer“ bezeichneten, wurde leise und diskret verabschiedet. Keine Reden, keine Musikstücke. Eddy Hausmann, Ex-Amateur-Spieler und erfolgreicher Frankfurter Oktober-Festwirt erinnerte sich an der Seite von Alfred Solz, Wolfgangs Bruder, in einer kleinen privaten Gedenkrunde hinterher beim Kaffee:  „Wolfgang am Ball zu erleben, das war meistens Fußballgenuss.“ Eine neutrale Trauerrednerin erinnerte lediglich offiziell in kurzen Worten an sein Leben, das im Fußball und im Versicherungsbusiness vornehmlich zu Hause war. So aufregend sein Leben im Fußball war, so schlicht, still und leise wurde sein Abschied.

Zur Erinnerung: Wolfgang Solz legte schon früh eine bemerkenswerte Karriere hin. Sie begann als Jugendnationalspieler bei Union Niederrad. Dort wurde er auch als späterer Profi bei der Eintracht und Nationalspieler mit zwei Länderspielen unter Sepp Herberger entdeckt.  Nach erfolgreichen Jahren im Trikot der Eintracht spielte Solz  später auch bei Darmstadt 98, wo er von 1968 bis 1971 als Aktiver sowie zum Finale des Engagements ein Jahr als Spielertrainer tätig war. Seine weiteren Stationen waren  Spvgg Neu-Isenburg,  Bad Homburg 05 und VfR Bürstadt, um nur einige Vereine zu nennen.   Überall gelang es ihm mit  seinem Wissen und seiner Fähigkeit, junge Spieler zu begeistern und diese zu   höheren sportlichen Weihen zu führen. Otto Jordan, ehemalige große Fußballhoffnung von Hessen: „Von Wolfgang habe ich das meiste gelernt, was man im Profifußball braucht.“ In Bad Homburg gelang Wolfgang Solz als Coach der Traum schlechthin in der Kurstadt: Es war der Titel eines Deutschen Amateurmeisters  (1973). Es war zugleich der größte Erfolg in der 05er-Vereinsgeschichte. Von seiner Tätigkeit als Vereinstrainer bis hin nach Aschaffenburg, Bürstadt, Erbach Rot-Weiss Frankfurt, Borussia Fulda und Hanau 93,  wo Wolfgang Solz  ebenfalls tätig war, schwärmen heute noch diverse ältere Semester oder Ex-Aktive von besonders guten Solz-Zeiten.

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