Montag, 23. Oktober 2017

Eisi Gulp – der tolle Typ aus „Dahoam is dahoam“ – aufgeblättert in den BR-Lebenslinien: Ein Genuß ihm zuzuhören und zuzuschauen

Die regelmäßigen Zuschauer der TV-Erfolgsserie „Dahoam is dahoam“ vom Bayrischen Fernsehen kennen und lieben ihn, seit er dabei als „Sascha“ dabei ist. Unkonventionell, offen, biegsam für kompliziertes Leben und aufrecht. So tritt er in dieser Serie, die gerade ihr 10jähriges Jubiläum feierte, und wie schön, kann ich nur dazu sagen. Eisi Gulps Lebenslinien sind so markant, austrainiert und interessant, dass man eigentlich viel mehr noch von ihm und seiner Philosophie hören und sehen will. Er war Straßenkünstler, weil er nach der Mittleren Reife in München die Freiheit brauchte, wenn man kein angepasster Langweiler war. Er reiste aber auch durch die Welt, setzte sich im Endeffekt immer wieder so durch, dass es weiter ging. Zwei Söhne, zwei Frauen, immer das Stück Himmel mit Freiheiten im Blick, ohne die Familie dabei im Stich zu lassen. Das imponierte. Nicht nur die Spießer schauten zu ihm auf. Die Münchner Schickeria sah in Eisi Gulp stets eine Vorbildfigur für selbst gestaltetes Leben mit ungewöhnlichen Lebensentscheidungen.

Er war kein Schön-Lächler. Eher ein Kämpfer der ungewöhnlichen Art. Auch in der körperlichen und sprachlichen Selbstverteidung, dem Angriff und dem außergewöhnlichen Genuss des Tages. Ende der 60er-Jahre lernte ich Eisi bei einer Stadt-Rallye in Frankfurt kennen. Er gehörte zur Münchner Schickeria-Mannschaft, die mit viel Spaß und Lachen bei einem Corso mit Schickeria-Typen in Frankfurt die Motoren und die Mädels aufheulen ließ. Schön wars. Frankfurt staunte über die Münchner, machte gerne den Firlefanz quer durch die Stadt mit. Ich war als Reporter dabei. Meine erste Begegnung mit Eisi. Er war damals schon ein besonderer Typ. Heute Abend in den „Lebenslinien“ wurde mir noch mehr bewußt, warum ich diesen Mitwirkenden gleich mochte. Er verkörperte in jungen Jahren schon jene Freiheit, die in München normal war, in Frankfurt sich nur langsam, aber anders sich entwickelte. Heute wurde mir wieder bewußt: Es gibt eben Begegnungen, auch in jener Art, dass man sich plötzlich bestens und gerne erinnern kann, obwohl man sich später nach der Rallye nie mehr gesehen hat. Eisi, Du warst auch heute, wie in „Dahoam is dahoam“ auf dem BR-Bildschirm etwas Besonderes. Dich in der Wiederholung anzuschauen, das lohnt. Dies als Tipp für alle Altersklassen. Ich hoffe, dass Eisi noch oft zu sehen sein wird. Horst Reber

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Samstag, 14. Oktober 2017

Jupps lockerer Einstand gegen den SC Freiburg. Alles hat gepasst!

Der SC Freiburg hat eine junge und zugleich natürlich nicht ganz ausgereifte Mannschaft. Das war der richtige Gegner für den FC Bayern und seinen neuen und alten Coach Jupp Heynckes. Das 5:0 gegen die Schwarzwälder auf Münchner Boden war wie eine warme Ayurveda-Packung für Jupps Mannschaft, denn der SC Freiburg war insbesondere in der 2. Halbzeit doch recht naiv unterwegs. Selten, dass mal ein etwas längerer Ball, ob mit Kopf oder Fuß gespielt, beim eigenen Mann ankam. Naive Fehler aus dem Schwarzwaldteam ermunterten die Heynckes-Truppe zum Nachlegen. Insofern ist auch die Höhe des Ergebnisses absolut korrekt. Christian Streich hat noch viel Arbeit mit seinem Team, das war doch recht deutlich zu sehen. Unter Druck klappt beim SC viel zu wenig. Auch im Aufbau. Um so einfacher die Aufgabe für den neuen Trainer von Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge, die mit Sicherheit ab sofort ihr neues Ziel in der Bundesliga wieder untermauern werden. Was ihnen gegönnt sei. Nur Christian Streich braucht noch etwas länger für sein Programm des Nichtabstiegs. Aber dafür drücke ich ihm mit vielen Sympathisanten alle Daumen. Eine 5:0-Klatsche gegen den FCB gehört zu dem, was man halt hinnehmen muß, ohne mutlos zu werden. Im Schwarzwald scheint trotzdem die Sonne und läßt mit 24 bis 26 Grad herzlich grüßen und animiert zu einem wunderbaren Sonntagsspaziergang an der Dreisam. Christian, Du schaffst das schon. Horst Reber

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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Roberto Blancos medialer Fehltritt – mehr als Betrug an seiner Frau? Aber klar, dafür muss man sich auch als Freund schämen

Roberto Blanco ist eigentlich ein ganz patenter Zeitgenosse. Fröhlich, umgänglich, intelligent und als Sänger nicht umsonst ein Schlagerstar, der vielen Leuten gefällt. Dieser Eindruck hat seit heute per BILD eine tiefe Delle bekommen. Seine Bekenntnisse über seine Seitensprünge, die eigentlich keinen normalen Menschen interessieren, aber nun in Millionenauflage druckt und verkauft wurden, verbreiten einen schlechten Geschmack. Da kann man sich nur fragen: Roberto, warst Du betrunken, als Du dieses überflüssige Interview gegeben hast. DU hast Deine Frau Mireille, die nach meiner Kenntnis immer großzügig zu Dir stand, in eine total lächerliche Position als Mutter und ehemalige Frau des Schlagerstars Roberto Blanco gebracht.

Verstehen kann ich diese Bloßstellung als „Fremdgeh-Biografie“ nicht. Hast Du Deinen Charakter über Bord gekippt? Wie kannst Du diesen Medienhammer für die Showszene rechtfertigen ? Ich denke, da ist nix, was Du als einleuchtende Entschuldigung anbringen könntest. Da hast Du Dir ein gewaltiges Eigentor geschossen. Warum setzt Du jetzt dieser Kritik aus? Immerhin habt ihr viele gute Jahre gehabt. Und jetzt für alle Augen und Ohren der breiten Öffentlichkeit Dein sittliches Offenbaren, das einem Offenbarungseid gleich kommt. Für jede Frau ein Tiefschlag, und zwar ein ganz und gar unappetitlicher, wie es ausschaut.

Schade, Roberto. Ich habe Dich immer geschätzt und Deine Art, das Leben anzupacken, gemocht. Die Art wie Du durch das Showbiz geturnt bist, war natürlich machohaft, aber für viele Deiner Fans interessant. Aber diese knallharte Bloßstellung hättest Du Dir und Deiner Frau sowie den Töchtern ersparen müssen. Das war ein Rohrkrepierer, keineswegs hitverdächtig. Auch dann nicht, wenn man Schlagzeilen-süchtig ist. Männer machen im Leben manche Dummheit – Frauen natürlich auch. Aber diese Form der Medien-Aufmerksamkeit sind für Dich und Deine Intelligenz außerirdisch. Dein Schallplattenkonsum wird sich eher verringern denn vergrößern.
Horst Reber

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Montag, 9. Oktober 2017

Nur nicht alt und krank sein oder werden! Die Realtität ist schlimmer als wir uns dies vorstellen!

„Hart aber fair“ mit Moderator Frank Plasberg ist eine Sendung, die glücklicherweise nicht nur Bla-Bla-Bla als Endergebnis eines ganz wichtigen volkstümlichen Themas vermittelt. Heute ging es bei Plasberg um den Pflegenotstand in Deutschland. Ein Thema, das in jüngeren Jahren nicht unbedingt als besonders interessant erscheint, wie man weiß. Die informellen Gäste – auch jüngere Kaliber – hatten allerdings alle etwas Vernünftiges – und auch Erschreckendes – aus dem realen Leben dazu zu sagen.

Sehr gut gemacht, was Frank Plasberg mit seiner Radaktion ablieferte! Danke! Aber am Ende der Sendung stellte sich vermutlich fast jeder die logische Frage: Und was bewirkt jetzt diese Sendung, welche Konsequenzen trifft die Politik? Oder was werden die Krankenkassen und Versicherungsträger künftig für eine Verbesserung der Situation um zuwenig Personal sowie auch zuwenig Geld als Gegenmaßnahmen im Interesse des Bürgers vorschlagen? Natürlich gab es auch gute Beispiele zu diesem brisanten Thema. Aber leider reichen diese nicht aus. Es könnte viel, viel besser sein.

Da fängt die Ratlosigkeit an: Pflegenotstand ist ein Krankheitsbild, das so nicht länger stehen bleiben darf in einem Land, das finanziell eigentlich auf guten Fußen steht. Oder in einem Land, in dem ein Profifußballer durchschnittlicher Zweitliga-Liga-Qualität zwischen 350 00O bis 400 000 Euro (und mehr) bei seinem Verein im Monat verdient. Von der Bundesliga mal ganz abgesehen.

Eine ausgebildete Pflegekraft im Heim oder einem Krankenhaus mit Pflegeeinrichtungen muss sich in der Regel brutto mit rund 2100 Euro im Monat abfinden. Also kein Job, um einigermaßen finanziell den Alltag gestalten zu können und auch noch private Beiträge einzahlen zu können. Pflegekräfte sind sehr gesucht – und wie. Mit und ohne Ausbildung, weil der Krankenstand älterer Menschen immer höher und massiver wird. Die Demenz ist nur eine Seite, die in Pflegeheimen als Aufgabe rapide zugenommen hat. Unsere Gesellschaft, egal wie alt oder jung sie ist, muss sich künftig viel mehr um dieses Thema kümmern. Irgendwann kommen die Folgen der Alterung und der Probleme auf alle zu. Jedenfalls auf all jene, die nicht früh sterben müssen.

Dieses Thema sollte man bei den kommenden Politgesprächen allen Abgeordneten wie einen Schellenbaum um den Hals hängen, damit es nicht vergessen wird. „Hart aber fair“ hat die Dringlichkeit dankenswerterweise sehr seriös verdeutlicht. Deutschland hat noch einen großen Katalog an Aufgaben zu bewältigen. Politiker sind auch keineswegs zu beneiden. Jedenfalls nicht diejenigen, die ihre Verpflichtung und Verantwortung ernst nehmen. Anderen europäischen Ländern geht es aber ähnlich.

Auf diesem Sektor liegt schon seit Jahren ein Notstand vor, der immer wieder vor sich hergeschoben wird. Wer das nicht erkennt, dem ist irgendwann nicht mehr zu helfen. Die Politik, die sich gerade um die Jamaika-Farben und die Ergebnisse in der Landespolitik bemüht, ist dringend aufgefordert, sich dieser Themen mit Herz und Verstand sowie bürgerlicher Fürsorge anzunehmen. Wer es noch nicht getan hat, dem sei es dringend empfohlen. Alt und krank – ein schrecklicher Zustand. Aber den kann man auch verbessern. Horst Reber

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Jupp Heynckes hat sich nicht verändert – er ist immer noch der Typ „ehrlich und zuverlässig“. Das beruhigt!

Fast aller TV-Augen waren heute morgen auf Jupp Heynckes, den neuen und alten Trainer des FC Bayern München gerichtet. München und die Fußballwelt drum herum – und das ist ein gewaltiges Spektrum – atmen auf. Jetzt geht es wieder mit Zuversicht an der berühmten Säbener Straße weiter.

Alles neu mit Heynckes, dem Triple-Chef im deutschen Spiel mit dem Ball? Vermutlich nicht unbedingt, der Fußball wird an der Isar nicht neu erfunden. . Aber es gibt einen Unterschied, so vermute ich: Die Spieler haben wieder eine freigeschaufelte Seele, einen freien Kopf und einen neuen Packen Zuversicht in ihrem Gepäck. Sie wissen genau, -auch die jungen Nachrücker im Team – was sie an Jupp Heynckes haben und diese Saison haben werden. Er ist kein Sprücheklopfer für Mut, sondern ein Mann der leisen Töne mit klarem Fußballerblick, Erkenntnisse und wohl auch dessen, was man Instinkt nennt. Das alte Programm wird nicht mehr durchgekaut, der Teller ist neu, aber ganz frisch, belegt, so dass man Lust hat, sofort wieder zuzugreifen. Und zwar von Seiten der Mannschaft und der Fans.

Also kurz zusammengefasst: Ein Psychologie-Professor steht jetzt wieder in der Säbener Straße in München am Dirigenten-Pult, gestützt von Uli Hoeneß (Foto) und Vize Kalle Rummenigge. Auch die Journalisten werden es ihm zu danken wissen, weil auch hier wieder Vertrauen und Zutrauen eingekehrt ist. Carlo Ancelotti tut mir allerdings auch leid als großer Verlierer des Abenteuers FC Bayern München: Häme ist überhaupt nicht angebracht, nebenbei bemerkt an die Adresse der Oberschlauen im weiten Feld des Fußballs, der schon manchen Trainer ganz schnell als Geisel genommen hat.
Das Prozedere in der bayrischen Landeshauptstadt kann man wie bei einer Schulklasse vergleichen, die einen neuen, aber zugleich bekannten und geschätzten Lehrer, wieder zurück erhält, um alle durchs Abitur zu bringen.

Wie viele andere Fußballfreunde traue ich dies Jupp Heynckes zu. Seine Verpflichtung ist wie schönes Wetter nach einer ziemlich verregneten Woche. Ohne Psychologie und Vertrauen geht eben nichts, was wieder besonders erfolgreich werden soll. Ich freue mich mit meiner Frau auf Jupp Heynckes und den FC B. Horst Reber

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Freitag, 6. Oktober 2017

Aufatmen, die Bayern beweisen einmal mehr ihren Grips: Jupp Heynckes ist wieder als Chefcoach zurück.

Die Spekulationen sind vorbei: Jupp Heynckes löst den letzten Bayern-Coach Carlo Ancelotti ab und sorgt allein mit dieser Nachricht wieder für Sonnenschein nach trüberen Tag in der Fußballwelt von München bis überall, wo Bayern-Fans leben. Die Nachricht ist für Deutschland, das inzwischen bekanntlich total Fußballaffin ist, wie ein großer Lottogewinn, Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge ist es gelungen, das Jupp, der mit den Bayern die aller größten Erfolge im internationalen Geschäft erzielt hat, sein Comeback jetzt offiziell bestätigt hat. Kompetenz und Seriosität haben Jupp Heynckes immer ausgezeichnet. Das war immer sein Markenzeichen.

Weltmeister Jupp Heynckes hat schon alles erreicht. Warum sollte es ihm nicht gelingen mit seiner Erfahrung sowie Lust und Respekt für die Bayern und die Mannschaft nochmals daran anknüpfen zu können. Er ist bodenständig genug, um sich dieses Personalakt um die eigene Person reiflich überlegt zu haben. Und mit 72 ist man auch nicht zu alt, um nochmals Großes oder Schönes zu vollbringen. Jupp Heynckes ist ein ganz besonderer Überzeugungstäter der besten und seriösen Art. Ich wünsche ihm und den weiteren Matadoren vom FC Bayern die Kraft und die ganz besondere Einfühlsamkeit, die sie allesamt schon zur Freude von vielen Millionen Fußballfreunden bewiesen haben. Der FC Bayern ist bundesweit das beste, was ein Verein dem Publikum bieten kann. Uli und Kalle – ihr habt nicht nur in meinen Augen alles gold-richtig gemacht. Horst Reber

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