Über Polizei wird bekanntlich öfter mal an Stammtischen gemeckert. Aber meistens geht es dabei um Strafzettel oder Kleinkram. Die täglichen Park-Situationen und die Geschwindigkeiten hinterm Steuer dominieren. Aber kann man sich deswegen einigermaßen beruhig zurücklehnen? Nein, der Aufgabenkatalog der Polizei weitet sich spürbar aus. Der Kripo in Freiburg und den Beamten der Spezial-Abteilungen vom Landeskriminalamt und österreichischen Kollegen gebührt heute ein ganz großes Kompliment. Der Mord an einer attraktiven 27jährigen Joggerin von Endingen am Kaiserstuhl, die vor rund sechs Monaten bei ihrem sportlichen Tun in der Natur ermordet wurde, konnte jetzt nach einer unglaublich akribischen Spurensuche von insgesamt über 4300 Möglichkeiten mit Anhaltspunkten aufgeklärt werden. Ein knapp über 40jähriger rumänischer Fernfahrer, wohnhaft in der Gegend, wurde glücklicherweise als Täter dank der vorbildlichen und energischen Spurensuche der Kriminalbeamten ermittelt.
Freiburg, der Kaiserstuhl und der Breisgau atmen auf. Die Menschen dieser Gegend sind sehr, sehr dankbar, dass diese Tat jetzt aus dem Dunkel dieses Verbrechens endlich inklusiv eines Täters ans Licht gekommen ist, obwohl man anfangs nur wenig Anhaltspunkte hatte, die der Suche nach dem Gewalttäter geholfen hätte. Aber da waren Beamte am Werk, die ihren Job geradezu vorbildlich ausgeführt haben. Auch wenn es einige Monate dauerte, das Mord-Puzzle ohne Tatzeugen zusammenzustellen und die Tätersuche immer mehr einzuengen, das war eine fachliche Topleistung. Sind wir sehr dankbar dafür – überall in Deutschland. Nicht nur im Kreis Freiburg. Denn Verbrecher und Gewalttäter gibt es überall. Aber auch die Bürger müssen die Augen künftig noch mehr als bisher offen halten, um dubiose Beobachtungen festzuhalten und dann auch der Polizei weiter zu geben. Die Welt ist generell unsicherer geworden. Sogar im Kaiserstuhl, wo man in den letzten Jahren nur selten mal solche Horrorbotschaften von Mord und Totschlag verarbeiten mußte.
Dazu die Frage: Wo ist heutzutage der Mensch noch richtig sicher? Moral und Anstand sind zwar nach wie vor die Basis unserer Gesellschaft, aber die Zahl derjenigen, die sich nicht danach richten, steigt. Kriminelles Gedankengut vervielfältigt sich. Was tun dagegen? Das ist die Frage – nicht nur in Deutschland. Unser Planet wird in allen Erdteilen von Gewalt auf unterschiedliche Art verseucht. Die Politik hat täglich eine ganz große Aufgabe vor sich. Hier geht es nicht um lächerliches Politgeplänkel wie „America first“. Es geht um die tägliche Sicherheit für unschuldige Menschen. Es geht generell um die Menschheit, die immer öfter aus der humanen Spur gerät. Moral, Sittlichkeit, Respekt vor anderen Menschen und Nationen und Vernunft mit der Zügelung in vielen Lebensbereichen gehören dringend ins Visier. Also auf den Prüfstand. Und zwar bei jedem Bürger zunächst mal im Kopf und im Herzen. Horst Reber
Der Beitrag Großes Kompliment an die Kripo von Freiburg: Frauenmörder von Endingen jetzt überführt erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.
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