Montag, 30. Oktober 2017

Bernadette Weyland: Treten Sie bitte mit noch mehr Mut zur OB-Wahl an. Eine selbstbewußte Frau wie Sie könnte der Stadt nur gut tun!

Liebe Frau Weyland, ich habe bislang Ihre Bemühungen um das vakante Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters mit großem Interesse verfolgt. Dazu habe ich auch Ihre Vorstellungen „Aufbruch am Main“ gelesen. Verzeihung, alles schön und gut, was da formuliert ist, aber all diese Thesen haben die Bürger schon immer in jüngster Zeit gehört, gelesen, plakatiert erlebt. Darauf reagieren Menschen nur bedingt, selbst mit Ihrem sympathischen Konterfei als bildhafte Ergänzung. Reden Sie mit Ihren Beratern, ob Ihnen nicht mehr einfällt. Denn diese Argumente für eine Personenwahl sind zu dünn. Da bleibt beim Bürger, der das liest, viel zu wenig hängen. Das ist 08/15-Brei, der mit Ihnen als Kandidatin ausgeschenkt wird. Nehmen Sie mir das bitte nicht übel. Aber mir war danach, Ihnen einfach mal wahrheitsgemäß als Bürger und Frankfurt-Fan etwas zu sagen. Nehmen Sie die Vita von Ex-OB Petra Roth zum Anlass, was eine tüchtige Frau auch politisch in Frankfurt alles erreichen kann.
Machen Sie Ihren Wahlkampf zur Herzenssache. Und zwar so, dass es der Bürger spürt. Machen Sie doch mal den praktischen Test: Suchen Sie Frankfurter, die sich gerne mal thematisch einmischen wollen, wenn es um das Wohl der Stadt geht. Machen Sie den Menschen Mut. Die Frankfurter sind gut, sie lieben ihre Stadt und auch bald jene, die vielleicht neu im „Römer“ etwas zu sagen haben.

Zu Ihren Plakatentwürfen: Sicherheit und Ordnung sind natürlich immer sehr wichtig, aber leider plakativ so ausgeblutet, dass man es vermutlich überliest, ohne einmal darüber nachzudenken. Sagen Sie doch mal, was SIE in der Mainmetropole gerne anders ordnen würden. Beispiele sind erhellend. Greifen Sie nicht einfach nach dem Thema Bettler. Das ist kein Thema, das Menschen bewegt. Überlegen Sie doch mal, wie man echten Bettlern wieder auf die Beine helfen könnte. Machen Sie doch mal einen oder mehrere Vorschläge, die zum Nachdenken anregen. Machen Sie es nicht zur Chefsache, sondern zum Thema einer Frau, die helfen will und sich einiges vorgenommen hat. Also praktische Beispiele, die diskussionsfähig sind.

Frankfurter Familien, die schon länger die Stadt als ihre Heimat ansehen, brauchen keine Heimat-Hilfe. Hier muss etwas für einen erschwerten Alltag verkündet werden, der hilft und neue Perspektiven eröffnet. Und dazu auch Empathie. Das nehmen Menschen gerne auf und sorgen für Reaktionen mit eigenen Beispielen. Erklären Sie Heimat – auch für Flüchtlinge aus anderen Ländern. Geben Sie Hilfestellung für all jene, die in Frankfurt zwar eine Bleibe gefunden haben, aber trotzdem allein sind. Wenig echten (menschlichen) Kontakt gefunden haben. Gehen Sie mit Herz und Gefühl auch an diese Neubürger ran, beweisen Sie Ihr soziales Denken auch in diesem Rahmen.

Frage: Welcher einfach gestrickte Mensch soll etwas mit dem Begriff Bildungsstandort anfangen?

Was soll ein Wähler von dem Spruch „Frankfurt qualitativ, nachhaltig und bezahlbar entwickeln“ halten. Was ist aus Ihrer Sicht qualitativ, nachhaltig, bezahlbar? Wer kann was bezahlen? Bitte steigen Sie ins tägliche praktische Leben ein!!!!

Dazu könnte man noch manche Frage stellen. Aber das sollten Ihre Wahlkampf-Berater machen. Und zwar sehr einleuchtend und motivierend.

Sehen Sie mir bitte nach, dass ich Ihnen, sehr geehrte Frau Dr. Weyland so offen schreibe. Aber sorry, Sie finden genau so wenig statt wie Ihr Gegenkandidat, der allerdings schon OB ist. Ich sehe da noch viele offene Felder. Greifen Sie ein. Die Chancen sind vielleicht nicht ganz so hoch, aber sie sind zumindest noch nicht den Main runtergeschwommen. Alles im Sinne von Frankfurt, einer Stadt, der ich mich nicht nur als Journalist sehr verbunden fühle. Knüpfen Sie an die Überraschung des von mir sehr geschätzten Ex-OB Dr. Walter Wallmann an. Er hatte als Bürger aus Marburg eigentlich auch keine reelle Chance zu seiner Zeit, als er gegen Rudi Arndt antrat und mit seinem Charisma den politischen Acker der Stadt Frankfurt so pflügte, dass wir seine Handschrift heute noch bewundern können.
Es grüßt Sie herzlich Horst Reber, der sich als Bürger mit Herz für Frankfurt wünscht, dass Sie mir meine Offenheit nicht übel nehmen.

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Freitag, 27. Oktober 2017

Der Schildbürgerstreich der Neu-Isenburger Verkehrsplanung: Ein Kreisel mit Ampel, das ist niemand erklärbar!

Neu-Isenburg ist ein nettes Städtchen mit rund 38 000 Einwohnern. Aber was hat das Verkehrsreferat der Hugenottenstadt geritten, den Verkehrsknotenpunkt Hugenottenallee/Carl-Ulrich-Straße/Schleussnerstraße so zu gestalten, wie sie sich jetzt den Verkehrsteilnehmern darstellt. Ein Schildbürgerstreich. „Ein Provisorium – angeblich bekanntlich. Da schüttelt man als Bürger nur noch den Kopf über soviel Ahnungslosigkeit der Verkehrsbehörde in Neu-Isenburg. Egal wie es dazu kommen konnte, das ist ein Schildbürgerstreich, ihr Leute im Bau- und Verkehrsdezernat der Stadt wie lange nicht! Der Verkehrsfluß ist morgens wie abends eine Katastrophe. Ohne dass es dafür eine einleuchtende Erklärung gibt. Der Ausschuss für diese Fragen unter Oliver Gröll (CDU), der das Planungsbüro Habermehl und Follmann mit der „Ausarbeitung“ dieses Dilemmas beauftragt hat soll dies bitte mal den Verkehrsteilnehmern erklären, die wegen Fehlplanungen ständig im Stau sehen und den Anwohnern der genutzten Straßen dadurch auch noch täglich die Luft per Auspuff verpesten. Wer ist dafür verantwortlich? Das fragen sich täglich Tausende und Abertausende von Autofahrern, die dort unterwegs sein müssen. Wer hat die Entscheidung abgesegnet, dass Ampeln dort in einem Kreisel für den täglichen Ärger sorgen. Ich wiederhole: An einem Kreisel. Schlimmer und dümmer geht’s nimmer! Bürgermeister Herbert Hunkel wird darüber alles andere als glücklich sein, darf ich mal vermuten. Mal schauen, wie lange dieser Ärger noch anhält! Horst Reber

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Dienstag, 24. Oktober 2017

Die böse Sucht, die uns das Handy eingebrockt hat: Wo man geht, steht oder nur zuhören sollte – das Handy bestimmt unseren Kopf und verletzt den Anstand

Dr. Wolfgang Schäuble (75), gebürtiger Freiburger, ist der neue Bundestagspräsident unseres Landes. Eine sehr gute Wahl, wie auch seine Eröffnungsrede als Neugewählter Präsident dieses gewaltigen politischen Gremiums bewiesen hat. Der Vollblutpolitiker, der sein täglichen Leben mit körperlichem Handicap im Rollstuhl verbringen muss und dabei noch nie, soweit bekannt, die Contenance verlor, hielt eine glänzende und auch zu Herzen gehende Rede im Bundestag in Berlin. Bislang Präsident Lammert, jetzt Präsident Schäuble. Nahtloser Übergang bei bedeutender Qualität – so war auch mein Empfinden. Wir können auf solche Persönlichkeiten als Bürger sehr stolz sein. Das sind Ausnahmeerscheinungen in diesen Feldern der Politik und der Landesführung. Zugleich die Gewähr, dass alles korrekt bleibt und ist im Parlamentarismus in Deutschland auf dieser höchsten Ebene.

Die heutige Sitzung war ein Beispiel für altes und neues Vertrauen auf diese Vertreter unseres Landes. Was man allerdings abschaffen sollte, das ist die Handy-Sucht auch bei solch wichtigen und ehrenvollen Veranstaltungen. Da hat man aufmerksam zu sein und sollte zuhören. Das Handy sollte hier keine Rolle einnehmen. Für mich ist es ein Brüskierung des Augenblicks in diesem hohen Haus. Das sollte bei aller aktuellen politischen Verantwortung von der Bundeskanzlerin bis zum neuesten parteilosen Mitglied dieser Gesellschaft zur Regel werden. Handyverbot im Bundestag. Eine Unart, die permanent erlebt wird, wo Bürger eigentlich die guten Sitten und den von Wolfgang Schäuble angeforderten Anstand ernst nehmen müssten. Im Bundestag ist man Vorbild. Für alle Altersgruppen.
Horst Reber (Blog Horst-Rebers-Tag & Nachtausgabe)

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Montag, 23. Oktober 2017

Eisi Gulp – der tolle Typ aus „Dahoam is dahoam“ – aufgeblättert in den BR-Lebenslinien: Ein Genuß ihm zuzuhören und zuzuschauen

Die regelmäßigen Zuschauer der TV-Erfolgsserie „Dahoam is dahoam“ vom Bayrischen Fernsehen kennen und lieben ihn, seit er dabei als „Sascha“ dabei ist. Unkonventionell, offen, biegsam für kompliziertes Leben und aufrecht. So tritt er in dieser Serie, die gerade ihr 10jähriges Jubiläum feierte, und wie schön, kann ich nur dazu sagen. Eisi Gulps Lebenslinien sind so markant, austrainiert und interessant, dass man eigentlich viel mehr noch von ihm und seiner Philosophie hören und sehen will. Er war Straßenkünstler, weil er nach der Mittleren Reife in München die Freiheit brauchte, wenn man kein angepasster Langweiler war. Er reiste aber auch durch die Welt, setzte sich im Endeffekt immer wieder so durch, dass es weiter ging. Zwei Söhne, zwei Frauen, immer das Stück Himmel mit Freiheiten im Blick, ohne die Familie dabei im Stich zu lassen. Das imponierte. Nicht nur die Spießer schauten zu ihm auf. Die Münchner Schickeria sah in Eisi Gulp stets eine Vorbildfigur für selbst gestaltetes Leben mit ungewöhnlichen Lebensentscheidungen.

Er war kein Schön-Lächler. Eher ein Kämpfer der ungewöhnlichen Art. Auch in der körperlichen und sprachlichen Selbstverteidung, dem Angriff und dem außergewöhnlichen Genuss des Tages. Ende der 60er-Jahre lernte ich Eisi bei einer Stadt-Rallye in Frankfurt kennen. Er gehörte zur Münchner Schickeria-Mannschaft, die mit viel Spaß und Lachen bei einem Corso mit Schickeria-Typen in Frankfurt die Motoren und die Mädels aufheulen ließ. Schön wars. Frankfurt staunte über die Münchner, machte gerne den Firlefanz quer durch die Stadt mit. Ich war als Reporter dabei. Meine erste Begegnung mit Eisi. Er war damals schon ein besonderer Typ. Heute Abend in den „Lebenslinien“ wurde mir noch mehr bewußt, warum ich diesen Mitwirkenden gleich mochte. Er verkörperte in jungen Jahren schon jene Freiheit, die in München normal war, in Frankfurt sich nur langsam, aber anders sich entwickelte. Heute wurde mir wieder bewußt: Es gibt eben Begegnungen, auch in jener Art, dass man sich plötzlich bestens und gerne erinnern kann, obwohl man sich später nach der Rallye nie mehr gesehen hat. Eisi, Du warst auch heute, wie in „Dahoam is dahoam“ auf dem BR-Bildschirm etwas Besonderes. Dich in der Wiederholung anzuschauen, das lohnt. Dies als Tipp für alle Altersklassen. Ich hoffe, dass Eisi noch oft zu sehen sein wird. Horst Reber

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Samstag, 14. Oktober 2017

Jupps lockerer Einstand gegen den SC Freiburg. Alles hat gepasst!

Der SC Freiburg hat eine junge und zugleich natürlich nicht ganz ausgereifte Mannschaft. Das war der richtige Gegner für den FC Bayern und seinen neuen und alten Coach Jupp Heynckes. Das 5:0 gegen die Schwarzwälder auf Münchner Boden war wie eine warme Ayurveda-Packung für Jupps Mannschaft, denn der SC Freiburg war insbesondere in der 2. Halbzeit doch recht naiv unterwegs. Selten, dass mal ein etwas längerer Ball, ob mit Kopf oder Fuß gespielt, beim eigenen Mann ankam. Naive Fehler aus dem Schwarzwaldteam ermunterten die Heynckes-Truppe zum Nachlegen. Insofern ist auch die Höhe des Ergebnisses absolut korrekt. Christian Streich hat noch viel Arbeit mit seinem Team, das war doch recht deutlich zu sehen. Unter Druck klappt beim SC viel zu wenig. Auch im Aufbau. Um so einfacher die Aufgabe für den neuen Trainer von Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge, die mit Sicherheit ab sofort ihr neues Ziel in der Bundesliga wieder untermauern werden. Was ihnen gegönnt sei. Nur Christian Streich braucht noch etwas länger für sein Programm des Nichtabstiegs. Aber dafür drücke ich ihm mit vielen Sympathisanten alle Daumen. Eine 5:0-Klatsche gegen den FCB gehört zu dem, was man halt hinnehmen muß, ohne mutlos zu werden. Im Schwarzwald scheint trotzdem die Sonne und läßt mit 24 bis 26 Grad herzlich grüßen und animiert zu einem wunderbaren Sonntagsspaziergang an der Dreisam. Christian, Du schaffst das schon. Horst Reber

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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Roberto Blancos medialer Fehltritt – mehr als Betrug an seiner Frau? Aber klar, dafür muss man sich auch als Freund schämen

Roberto Blanco ist eigentlich ein ganz patenter Zeitgenosse. Fröhlich, umgänglich, intelligent und als Sänger nicht umsonst ein Schlagerstar, der vielen Leuten gefällt. Dieser Eindruck hat seit heute per BILD eine tiefe Delle bekommen. Seine Bekenntnisse über seine Seitensprünge, die eigentlich keinen normalen Menschen interessieren, aber nun in Millionenauflage druckt und verkauft wurden, verbreiten einen schlechten Geschmack. Da kann man sich nur fragen: Roberto, warst Du betrunken, als Du dieses überflüssige Interview gegeben hast. DU hast Deine Frau Mireille, die nach meiner Kenntnis immer großzügig zu Dir stand, in eine total lächerliche Position als Mutter und ehemalige Frau des Schlagerstars Roberto Blanco gebracht.

Verstehen kann ich diese Bloßstellung als „Fremdgeh-Biografie“ nicht. Hast Du Deinen Charakter über Bord gekippt? Wie kannst Du diesen Medienhammer für die Showszene rechtfertigen ? Ich denke, da ist nix, was Du als einleuchtende Entschuldigung anbringen könntest. Da hast Du Dir ein gewaltiges Eigentor geschossen. Warum setzt Du jetzt dieser Kritik aus? Immerhin habt ihr viele gute Jahre gehabt. Und jetzt für alle Augen und Ohren der breiten Öffentlichkeit Dein sittliches Offenbaren, das einem Offenbarungseid gleich kommt. Für jede Frau ein Tiefschlag, und zwar ein ganz und gar unappetitlicher, wie es ausschaut.

Schade, Roberto. Ich habe Dich immer geschätzt und Deine Art, das Leben anzupacken, gemocht. Die Art wie Du durch das Showbiz geturnt bist, war natürlich machohaft, aber für viele Deiner Fans interessant. Aber diese knallharte Bloßstellung hättest Du Dir und Deiner Frau sowie den Töchtern ersparen müssen. Das war ein Rohrkrepierer, keineswegs hitverdächtig. Auch dann nicht, wenn man Schlagzeilen-süchtig ist. Männer machen im Leben manche Dummheit – Frauen natürlich auch. Aber diese Form der Medien-Aufmerksamkeit sind für Dich und Deine Intelligenz außerirdisch. Dein Schallplattenkonsum wird sich eher verringern denn vergrößern.
Horst Reber

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Montag, 9. Oktober 2017

Nur nicht alt und krank sein oder werden! Die Realtität ist schlimmer als wir uns dies vorstellen!

„Hart aber fair“ mit Moderator Frank Plasberg ist eine Sendung, die glücklicherweise nicht nur Bla-Bla-Bla als Endergebnis eines ganz wichtigen volkstümlichen Themas vermittelt. Heute ging es bei Plasberg um den Pflegenotstand in Deutschland. Ein Thema, das in jüngeren Jahren nicht unbedingt als besonders interessant erscheint, wie man weiß. Die informellen Gäste – auch jüngere Kaliber – hatten allerdings alle etwas Vernünftiges – und auch Erschreckendes – aus dem realen Leben dazu zu sagen.

Sehr gut gemacht, was Frank Plasberg mit seiner Radaktion ablieferte! Danke! Aber am Ende der Sendung stellte sich vermutlich fast jeder die logische Frage: Und was bewirkt jetzt diese Sendung, welche Konsequenzen trifft die Politik? Oder was werden die Krankenkassen und Versicherungsträger künftig für eine Verbesserung der Situation um zuwenig Personal sowie auch zuwenig Geld als Gegenmaßnahmen im Interesse des Bürgers vorschlagen? Natürlich gab es auch gute Beispiele zu diesem brisanten Thema. Aber leider reichen diese nicht aus. Es könnte viel, viel besser sein.

Da fängt die Ratlosigkeit an: Pflegenotstand ist ein Krankheitsbild, das so nicht länger stehen bleiben darf in einem Land, das finanziell eigentlich auf guten Fußen steht. Oder in einem Land, in dem ein Profifußballer durchschnittlicher Zweitliga-Liga-Qualität zwischen 350 00O bis 400 000 Euro (und mehr) bei seinem Verein im Monat verdient. Von der Bundesliga mal ganz abgesehen.

Eine ausgebildete Pflegekraft im Heim oder einem Krankenhaus mit Pflegeeinrichtungen muss sich in der Regel brutto mit rund 2100 Euro im Monat abfinden. Also kein Job, um einigermaßen finanziell den Alltag gestalten zu können und auch noch private Beiträge einzahlen zu können. Pflegekräfte sind sehr gesucht – und wie. Mit und ohne Ausbildung, weil der Krankenstand älterer Menschen immer höher und massiver wird. Die Demenz ist nur eine Seite, die in Pflegeheimen als Aufgabe rapide zugenommen hat. Unsere Gesellschaft, egal wie alt oder jung sie ist, muss sich künftig viel mehr um dieses Thema kümmern. Irgendwann kommen die Folgen der Alterung und der Probleme auf alle zu. Jedenfalls auf all jene, die nicht früh sterben müssen.

Dieses Thema sollte man bei den kommenden Politgesprächen allen Abgeordneten wie einen Schellenbaum um den Hals hängen, damit es nicht vergessen wird. „Hart aber fair“ hat die Dringlichkeit dankenswerterweise sehr seriös verdeutlicht. Deutschland hat noch einen großen Katalog an Aufgaben zu bewältigen. Politiker sind auch keineswegs zu beneiden. Jedenfalls nicht diejenigen, die ihre Verpflichtung und Verantwortung ernst nehmen. Anderen europäischen Ländern geht es aber ähnlich.

Auf diesem Sektor liegt schon seit Jahren ein Notstand vor, der immer wieder vor sich hergeschoben wird. Wer das nicht erkennt, dem ist irgendwann nicht mehr zu helfen. Die Politik, die sich gerade um die Jamaika-Farben und die Ergebnisse in der Landespolitik bemüht, ist dringend aufgefordert, sich dieser Themen mit Herz und Verstand sowie bürgerlicher Fürsorge anzunehmen. Wer es noch nicht getan hat, dem sei es dringend empfohlen. Alt und krank – ein schrecklicher Zustand. Aber den kann man auch verbessern. Horst Reber

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