Samstag, 25. November 2017

Schalke 04 – mit diesem Unentschieden gegen Borussia Dortmund wieder einmal den Beweis geliefert: Kämpfen ist wie Leben

Respekt vor Schalke 04 heute im Bundesliga-Knaller gegen Borussia Dortmund. Zunächst 0:4 – und beim Schlußpfiff 4:4. Das war in der Tat mehr als ein Unentschieden. Dieses Fußballspiel hat hoffentlich auch bei vielen Verzweifelten und Kranken einen Schub ausgelöst, dass es sich grundsätzlich lohnt, im Leben, wo auch immer, zu kämpfen, so lange die Uhr noch nicht abgelaufen ist. Eindrucksvoller kann man sowas in der Öffentlichkeit nicht darstellen. Schalke hat heute in der BL garantiert wieder neue Freunde und Fans gewonnen, weil so beeindruckend mit praller Moral in aller Öffentlichkeit am Ball. Anstelle von Sprüchen und haltlosen Bemerkungen LEISTUNG durch Kampf. Dieses Spiel hat dem Fußball heute mehr gegeben als alle anderen Begegnungen. BVB-Präsident Watzke hat sich noch nicht öffentlich geäußert, wie sonst so gerne, scheint mir. Heute Nacht wird er von Schalke 04 träumen. So Futboll, pflegte der unvergessene Bayern-Trainer Tschik Cajkovski in vergangenen Zeiten zu sagen. Ich finde dieser Spruch sagt alles und lehrt dabei auch eines: Es ist wie es ist und manchmal auch anders.
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Mittwoch, 22. November 2017

Boris Beckers wildes Tennis- und Privatleben waren sehr sehenswert: Bravo und Vorteil für ein Idol

Boris Becker erlebte am Dienstagabend auf der Mattscheibe eine Sternstunde: Sieg auf allen Ebenen der Berichterstattung über einen Jungen, der ein Mann geworden ist. Ich gratuliere Herrn Becker mit großer Freude. Er war ein „Bobbele“, was auf badisch absolut nicht Schlechtes ist. Nur Mundart. Zwischen Heidelberg, Leimen und Freiburg. Klein und niedlich, halt noch nicht erwachsen. Jetzt ist er gestern 50 Jahre alt geworden – das hat man gesehen und gehört.

Alles was er zu seinem Leben äußert, unser größtes Tennisidol aller Zeiten, hat gepasst. Es war ehrlich, vielleicht auch oft sehr überraschend. Aber Boris Becker hat sich glänzend der Öffentlichkeit präsentiert. Da blieb manchem Kritiker der letzten Zeit wohl die Spucke weg. Wie schön, dass Boris Becker so einen harten, klaren und informativen Aufschlag hatte, als er von einem TV-Team auf Schritt und Tritt verfolgt wurde. Er stand cool, aber auch charmant-überzeugend auf allen Plätzen, wo man ihn erwischte. Gut, drei Frauen und vier Kinder ist vielleicht nicht unbedingt die Norm eines Männerlebens, aber das ist doch seine Sache. Und sie wird es hoffentlich auch bleiben. Und die Frage nach seinen Millionen? Geht doch eigentlich niemanden etwas an. Höchstens den Fiskus und vielleicht seine Frau, wenn nichts mehr in der Haushaltskasse sein sollte. Aber damit ist nicht zu rechnen.

Boris ist und bleibt ein Held. Auch als „Herr Becker“. Mir hat dieser Sportsmann enorm imponiert. Ich kann sogar sagen: Mir ging das Herz auf. Satz, Spiel und Sieg – das hat er mit diesem TV-Beitrag geschafft. Irgendwie hat es mich nicht nur gefreut. Ich war erleichtert. Weil Denkmäler in unserem Land gerne mal einfach so angepinkelt werden. Und Retour Pinkeln ist bekanntlich gar nicht so einfach. Jetzt hat er so überzeugend getan, dass Leimen, sein Heimatort bei Heidelberg, gemeinsam mit der deutschen Sportwelt sehr glücklich sein kann. Herr Becker mit Vornamen Boris ist läuferisch zwar nicht mehr so schnell wie einst. Dafür aber erwachsen – und ein Idol!
Horst Reber

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Montag, 20. November 2017

„hartaberfair“ mit Frank Plasberg: Da war Musik drin – und man erkannte einmal mehr, dass auch jemand als Sieger nach Hause gehen kann ohne dabei gewesen zu sein

„Hartaberfair“ – die von Frank Plasberg souverän wie meistens moderierte Polit-Talkshow, die man sich in der ARD immer bis zum Ende anschauen kann, ohne weiter zu zappen, hatte heute Abend hohen Unterhaltungswert. Nach dem „Ausstiegs-Knaller“ der FDP aus einer mal angedachten „Jameika-Koalition“ mit dem überforschen FDP-Chef Christian Lindner, der die bislang recht gefällig gestraffte Leine zur gemeinsamen Parteien-Sondierung kappte – vermutlich in der Hoffnung, dass er damit übergeordnet persönlich beim Wähler punkten kann – zeigten die geladenen Gesprächspartner relativ erstaunliche Geduld in der brisanten Lage. Sogar SPD-Parteivize Ralf Stegner blieb entgegen seinem sonstigen Temperament recht gelassen. Er erklärte allerdings auch mit fester gewohnter Stimme und herabgelassenen Mundwinkeln: „Ich sehe für Kanzlerin Merkel keine Zukunft mehr, sie ist definitiv gescheitert.“ Er versicherte auch, dass es eine neue große Koalition mit der Union nicht geben werde. Alles schön, alles bunt, alles ohne Endergebnis Man verhandelt weiter. Der Unterschied nunmehr: Wir haben eine geschäftsführende Bundeskanzlerin. Das heißt nichts anderes, als dass Frau Merkel weiter im Amt bleibt und souverän regiert. Wenn man alles ernst nehmen würde, was in solchen Runden vollmundig ge- und besprochen wird, müßte man als Wähler eigentlich einige Wochen nach Jamaika in Urlaub gehen. Dort scheint die Sonne. Für alle. Und wenn man dann wieder nach Deutschland zurück kommt, dann hat sich nur Unwesentliches in den Vorhaben verändert – und Kanzlerin ist dann erfreulicherweise nach wie vor Angela Merkel.

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Samstag, 18. November 2017

Na bitte, wieder ein Punkt für die Frankfurter Eintracht: Mit öffentlich erkennbarer Bescheidenheit im Anspruch nach oben in der Bundesliga

Eintracht-Coach Niko Kovac kann am heutigen grauen Bundesliga-Samstag mit dem 1:1 aus Hoffenheim zufrieden sein. Die TSG Hoffenheim war in der Abwägung der 90 Minuten in meinen Augen die etwas bessere Mannschaft, zumindest fast durchgehend in der Zweiten Halbzeit. Sie hatte wesentlich mehr Ballbesitz und noch zwei ziemlich klare Torchancen. Aber das scheint die neue Stärke der Eintracht zu sein: Sie bringt auch schwächere Spiel recht gut über die Runden und punktet.

Was ebenfalls auffällt: Die Jungs mit dem Adler auf der Brust versprühen Optimismus und auch intern gute Laune. Damit hat man schon immer ein bisschen mehr Erfolg gehabt als bei angespanntem Team-Spirit. Bravo an Niko und Robert nebst Trainerteam. Es sind doch oft nur Kleinigkeiten, die dazu führen, dass eine Mannschaft locker und dazu auch noch sinnvoll konstant aufspielt. Wie angenehm für die Eintracht-Fans, dass sie ohne Nervenflattern auswärts antreten können. Das war nicht immer so. Ich gratuliere zu dem Punkt in Hoffenheim, denn die Jungs aus dem Kraichgau haben jede Menge auf der Pfanne. hre

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Donnerstag, 16. November 2017

Mainz 05 hat die Fußballwelt schon oft begeistert. Traurig ist, dass man in diesem Verein nur schwer Ruhe reinbekommt

In Mainz sind viele Dinge sehr wichtig. Ganz vorne steht allerdings neben Kardinal Lehmann, der Fassenacht, dem Rhein allerdings auch Mainz 05, ein Bundesligaverein, der sich in den letzten Jahren viel Respekt verschafft hat. Nachdem nun Harald Strutz, der den Verein aus kleinen Anfängen fast drei Jahrzehnte mit seinem Vorstand geführt hat, vom Aufsichtsrat entlastet wurde, sollte doch in der Karnevalsstadt mehr Ruhe einkehren. Über Wochen hinweg stand Mainz 05 im Mittelpunkt, weil sich Harald Strutz angeblich am Verein, wie auch immer man dies korrekt sehen will, durch angeblich zu hohe Entlohnung bereichert habe. So seine Gegner.

Ich stelle immer wieder fest: Fußball ist ein verdammt kriegerisches Feld, wo es im unterschiedlichen Dialog, der meistens schnell in nicht zu akzeptierende Bösartigkeiten ausufert, keine Verwandten gibt. Ich erinnere mich noch gut daran, als Mainz 05 ein recht gemütlicher Verein mit einem sehr souveränen Präsidenten namens Harald Strutz war. Der auch als Leichtathlet (Dreisprung) sehr erfolgreiche Vereinschef war überglücklich, wenn mehr als 4000 Zuschauer die 05-Kicker und ihren Gegner sehen wollten. Um den Rasen vor der Haupttribüne hatte man – aus mir damals allerdings unerfindlichen Gründen – einen ziemlich stabilen eisernen Zaun aufgestellt, gerade so, als müsste er die Stadion-Akteure schützen. Na ja, ob Spieler oder Zuschauer, sei hier mal offen gelassen.

Harald Strutz war jedoch der Vereinsmann, der dafür sorgte, dass beispielsweise mit dem Sympathie-Trainer Wolfgang Frank, einem ehemals begnadeten Bundesligaspieler, der Ball weitaus besser rollte als je zuvor. Aber mit dem Erfolg der 05-Kicker änderte sich auch innerhalb der Zuschauerschaft der persönliche Anspruch. Klar, man träumte auf einmal – nicht zu Unrecht – von der Bundesliga. Wolfgang Frank zeigte Mainz den Weg – und die Bürger, die dank Frank dem Lederball schon fast genauso viel Herzblut schenkten wie der geliebten Fassenacht – waren ähnlich wie in der Kampagne vom 11. 11. an bis Kampagnen-Ende besonders glücklich.

Fußball-Deutschland hatte Mainz als eine Stadt entdeckt, in der schön und auch erfolgreich gekickt wurde. Wolfgang Frank, inzwischen leider verstorben, hatte das 05-Wunder mit seinem Präsidium, alles honorige Mainzer Leute, möglich gemacht. Aber Erfolg kann auch den Charakter und den Anspruch generell ans Leben und die eigene Bedeutung oft massiv verändern. So auch in Mainz. Plötzlich ging es, weil durch den sportlichen und geschäftlichen Erfolg kräftig gefüttert, um all die Vorteile, die ein erfolgreich kickender Verein inzwischen generiert, auch neben dem Ansehen in der Stadt auch um schnödes Geld. Beispielsweise die „Entlohnung“ des Präsidenten. Auf den im Zivilberuf aktiven Rechtsanwalt, auf den man bislang immer hörte und ihm auch fast immer klaglos folgte, weil Mainz 05 doch auch durch sein fortschrittliches Tun und Wirken mit guten Kontakten in die Geschäftswelt bundesweit so interessant geworden ist. Die Mainzer wissen das alles. Harald Strutz, ein gut aussehender Mann mit enger Mainz-Bindung und trainiertem Rechtsverstand, erlaubte sich mit Wissen seiner Vorstandschaft, für seinen Zeitaufwand, der im Fußball von Jahr zu Jahr im Umfang zugenommen hat, sich einen finanziellen Ausgleich genehmigen zu lassen. Was anfangs kaum jemanden störte. Man hatte doch so viel Freude inzwischen an den 05ern. Und dazu auch einen coolen jungen und zugleich ehrgeizigen Manager namens Christian Heidel, der zugleich ein angesehenes Autohaus leitete und von Jahr zu Jahr auch im Fußball der Stadt Mainz enorm mit seiner Arbeit im Verein punktete. Das neue Stadion vor den Toren der Stadt als Ergänzung des „Hasenkessels“, wie die alte Adresse jahrelang firmierte, dürfte über die neuen Initiativen des Vereins – Vorstandschaft natürlich inbegriffen – sehr dankbar sein. Und der Fußball der Region Rhein/Main ebenso, denn 05 entwickelte sich prächtig. Auf einmal war die Domstadt eine Bundesligastadt. Und auch noch erfolgreich mit seinem jungenhaften Trainer Jürgen Klopp, der die Zeichen der Zeit auch schnell erkannte und handelte. Inzwischen hat man sich in Mainz an das Bundesliga-Gold gewöhnt. Aber was passierte mit den handelnden Personen, die vorher eine einzige Bruderschaft waren? Christian Heidel verabschiedete sich zu Schalke 04, was man als beruflichen Aufstieg ansehen kann. Aber der smarte Autohändler mit dem 05er-Gen war wohl müde geworden. Und gewiss auch der Vereins-Querelen und der Eifersucht und was sonst noch alles in diesen menschlichen Bereich fällt, auch irgendwann überdrüssig. Das Opfer heißt inzwischen Harald Strutz, der ob der neuen Zeit bei Mainz 05 und den damit verbundenen Möglichkeiten des Zugewinns von Kapital und Ansehen auch nicht grußlos an dem Gabentisch vorbei gehen wollte. Was seine Vorstandskollegen dann auch nutzten, wie man weiß: Er stand plötzlich nicht mehr in der 05er-Sonne, sondern quälte sich am Pranger einer Stadt, die im Karneval zwar besonders lustig ist, aber wenn es um Zugewinn egal welcher Art geht, den Neid auspackt.
So ist der Mensch. Nicht nur in Mainz. Man könnte daraus lernen. Aber wer würde dies anerkennen, wenn es noch eine Möglichkeit gäbe, richtig zu streiten, rückblickend abzustrafen und damit aus einer sympathisch-fröhlichen Stadt mit einem interessant gewachsenen Bundesligaverein wieder, wie vor der sportlichen Ära von Trainer Wolfgang Frank, einen neuen „Hasenkessel“ im Ansehen entstehen zu lassen. Was mir übrigens sehr leid tut. Das haben weder Ex-Präsident Harald Strutz, einige Mitstreiter, noch der Verein Mainz 05 oder diese schöne Stadt mit ihren Bürgern verdient. Der große französische Dichter und Stückeschreiber Jean Baptiste Molie`re (1622 – 1675) – „Tartufe“, „Der Geizige“) hat wohl für die Ewigkeit den Spruch geprägt: „Mögen wir noch so viele (gute) Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.“

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Donnerstag, 9. November 2017

Bundestrainer Jogi Löw – der kluge Motivator für Mannschaft und Publikum vor dem England-Spiel

Für Joachim (Jogi) Löw, den deutschen Fußball-Bundestrainer, ist eine DFB-Pressekonferenz stets ein leichtes Spiel, wie man auch heute wieder bei N-TV gesehen hat. Seine badische Ruhe, kombiniert mit Konzentration und gleichzeitiger Lockerheit ist mit seiner Fachkenntnis ein enormer Gewinn für Fußball-Deutschland. Nicht nur wenn es um den Ball, Taktik oder Fitness in diesem Segment seines Lebens geht.

Jogi Löw liebt seinen Job, aber er verliert sich nicht selbstgefällig darin – er läßt auch Journalisten gut aussehen und leben. Mir gefällt es ausgezeichnet, wie er mit generell mit Menschen umgeht. So war im übrigen auch unser unvergessener Helmut Schön, wenn man ihn nicht gerade beim Schlafen während der Mittagspause eines Lehrgangs in seinem Zimmer heimlich fotografiert hat, wie dies in einem Traingslager ganz besonders Hans Krutsch, der BILD-Fotolegende, die übrigens vor wenigen Wochen bei stabiler Gesundheit 90 Jahre alt wurde und sehr viele Glückwünsche erhielt, vor vielen Jahrzehnten gelungen ist. Er wollte, ganz nebenbei, mal dieses Exklusiv-Foto machen und wurde dabei jedoch von dem Opfer dabei „ertappt“. Ein Erlebnis für „Täter“ und „Opfer“. Hans Krutsch war in seiner Zeit als BILD-Fotomann immer für eine besondere Story der ideale Mann vor Ort, wie mir auch der einstige, leider schon verstorbene, Werner Bremser, Ex-Sportchef von BILD Frankfurt, öfter bestätigte: „Was sonst kaum jemand schaffte, das gelang Hans Krutsch“, wußte Werner Bremser mit großer Wertschätzung.

Zurück zu Jogi Löw: Es ist ein Genuss, dem badischen Landsmann zuzuhören. Auch generell vom Fußballfan, woher er auch kommt oder welchen Verein er besonders ins Herz geschlossen hat. Sein symbadischer Akzent vervollständigt das Bild eines Mannes, der stets weiß was er will – und was zu antworten ist im Sinne der News-hungrigen Medien aller Art. Ähnlich effizient waren nach meiner Einschätzung vor Jahren unter anderen bei den lehrenden Fußballkönnern auch immer der besonders in Frankfurt unvergessene Pokalsieger Dietrich Weise (siehe Foto bei einem Gespräch am Abend mit dem Eintracht-Trainer und seinem Lieblingsspieler Jürgen Grabowski im Frankfurter Parkhotel), Waldhof-Coach Uwe Rapolder, dem eisernen Hermann Nuber (wenn er wieder einmal beim OFC einspringen mußte auf dieser Position) oder dem leider so früh verstorbenen Wolfgang Frank bei Mainz 05.

Ich nutze diese heutige Vorstellung von Jogi Löw, um ihm viel Erfolg zu wünschen. Das Glück macht bekanntlich sowieso was es will. Also dann lieber auf Erfolg und gute neue Erkenntnisse von der eigenen Mannschaft! Allerdings auch vom Gegner, der Deutschland mit ziemlicher Sicherheit bald wieder vielleicht auf Augenhöhe begegnen wird.
Horst Reber, Neu-Isenburg

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Dienstag, 7. November 2017

Hans Schäfer vom 1. FC Köln war ein Gentleman. Jetzt ist er mit 90 Jahren gestorben. Er war ein Idol – auch von mir

Es gibt Menschen, die vergisst man einfach nicht. Weil sie außergewöhnlich waren. Meistens in vielerlei Hinsicht. Einer davon aus meinem Gesichtsfeld war seit meinem 7. Lebensjahr der Kölner Fußball-Nationalspieler Hans Schäfer. Damals ein Linksaußen der Extraklasse. Mein Onkel Harald aus Köln kannte den Hans sehr gut – er sorgte auch dafür, dass ich ganz früh ein Autogramm von Hans Schäfer in meiner Sammlung hatte – und stolz auf diesen Besitz darauf war. Nun ist Hans Schäfer, der sein Leben lang ohne jeden Skandal auskam und ein Lieblingsspieler von Sepp Herberger, dem damaligen Bundestrainer war, in seiner Heimatstadt Köln gestorben. Ich schäme mich nicht, es zu bekennen. Die Nachricht trieb mir Tränen in die Augen. Er war ein Idol von mir, das er auch immer mit einem Ehrenplatz geblieben ist. Mit hat nicht nur sein fußballerisches Können als Bub imponiert, sondern auch sein Auftreten, seine Freundlichkeit und sein Verständnis für Bubenwünsche. Als ich ihm dies einmal erzählte, als ich schon Journalist war, war er ganz gerührt. Und sagte mir: „Dat is jot, aber so sin mer doch alle damals jewesen. Dä Fritz, dä Otmar, ich künnt se alle uffzähle. Se waren alle echt jut. Nit nur mit dem Ball, sondern auch mit dem Charakter. Ich bin froh, dat ich die Jungs alle kennenjelernt han.“ So bescheiden war Hans Schäfer, so sympathisch ist er bis zu seinem Tod geblieben.
Hans Schäfer hätte jederzeit bei einem anderen Club spielen können und dabei sicherlich mehr Geld verdient. Aber das wollte er nicht, sagte mir bei unserem Interview. Und warum nicht, das haben doch die meisten Spieler irgendwann in ihrem Lebensplan. Hans Schäfer lächelte ein wenig, um mir dann zu erklären: „Ich war beim FC doch glücklich. Do habe ich immer den Dom jesehn. Dat war ming Heimat und ming Verein. Mer darf et im Lewe doch nit üvertriewe mit dem Glück. Ich han jenuch gehat, um rundum ein zufriedener FCler un dazu och noch Weltmeister von 1954 zu sinn. Viel mehr Jet doch janit. Dat war üvrigens auch die Meinung von ming Frau.“
Dieses Persönlichkeitsbild hat sich bei mir eingeprägt. Bis heute. Und manchem jungen hoffnungsvollen Talent von 2017 kann ich nur raten: Denke mal darüber nach. Schon lange her, aber in der Sache nach wie vor gut.

R.I.P. Hans Schäfer. Ich bin traurig, aber auch glücklich, dass ich Sie als junger Reporter mal interviewt habe.

Horst Reber

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Sonntag, 5. November 2017

Video- und Schiri-Beweis im Fußball: Ein Durcheinander ohne Ende und das Ergebnis wird immer lästiger

Der Videobeweis im deutschen Fußball durch den DFB hat keine glückliche Entwicklung genommen: Er wird bei jedem Spieltag lästiger und zugleich auch unglaubwürdiger, weil es die WAHRHEIT
auch damit nicht 100prozentig gibt. Aber dafür Stress ohne Ende. Sowohl für die Akteure auf dem Platz, das Publikum im Stadion und vor der TV-Kiste. Die Welt wird inzwischen in so vielen Bereichen immer komplizierter gemacht, und zwar ohne jede echte Berechtigung. Das geht bei der Steuererklärung los und endet in einem weiten Bogen nunmehr auch beim fußballerischen Videobeweis in der BL. Eigentlich sollte der DFB das Fußballerlebnis erleichtern und nicht noch mehr zu verkomplizieren, Herr Grindel!
Die Menschen werden inzwischen immer mehr total verunsichert – und dadurch auch eher etwas dümmer gemacht, denn nur die wenigsten blicken richtig durch. Es gibt doch inzwischen mehrere Schiris und zusätzliche Beobachter. Wohin soll das noch führen? Die Fans – und damit meine alle Menschen, die den Fußball als willkommene Abwechslung ansehen – werden doch mit solchen „Attacken“ immer mehr drangsaliert. Es fehlt nur noch, dass sie bald ihren Personalausweis am Eingang vorzeigen müssen, um ihn scannen zu lassen. Eine offene Diskussion mit Verantwortlichen über all diese so genannten „Fortschritte“ könnte vielleicht etwas mehr Licht in dieses Dunkel der wachsenden Formalitäten und Abläufe in einem ganz normalen Fußballspiel bringen. Und damit auch ein Meinungsbild herstellen, was der DFB zukünftig besser lassen würde. Die Stadien sind zwar ziemlich voll, aber wie lange reicht die Geduld des Publikums?
Horst Reber

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