Donnerstag, 16. November 2017

Mainz 05 hat die Fußballwelt schon oft begeistert. Traurig ist, dass man in diesem Verein nur schwer Ruhe reinbekommt

In Mainz sind viele Dinge sehr wichtig. Ganz vorne steht allerdings neben Kardinal Lehmann, der Fassenacht, dem Rhein allerdings auch Mainz 05, ein Bundesligaverein, der sich in den letzten Jahren viel Respekt verschafft hat. Nachdem nun Harald Strutz, der den Verein aus kleinen Anfängen fast drei Jahrzehnte mit seinem Vorstand geführt hat, vom Aufsichtsrat entlastet wurde, sollte doch in der Karnevalsstadt mehr Ruhe einkehren. Über Wochen hinweg stand Mainz 05 im Mittelpunkt, weil sich Harald Strutz angeblich am Verein, wie auch immer man dies korrekt sehen will, durch angeblich zu hohe Entlohnung bereichert habe. So seine Gegner.

Ich stelle immer wieder fest: Fußball ist ein verdammt kriegerisches Feld, wo es im unterschiedlichen Dialog, der meistens schnell in nicht zu akzeptierende Bösartigkeiten ausufert, keine Verwandten gibt. Ich erinnere mich noch gut daran, als Mainz 05 ein recht gemütlicher Verein mit einem sehr souveränen Präsidenten namens Harald Strutz war. Der auch als Leichtathlet (Dreisprung) sehr erfolgreiche Vereinschef war überglücklich, wenn mehr als 4000 Zuschauer die 05-Kicker und ihren Gegner sehen wollten. Um den Rasen vor der Haupttribüne hatte man – aus mir damals allerdings unerfindlichen Gründen – einen ziemlich stabilen eisernen Zaun aufgestellt, gerade so, als müsste er die Stadion-Akteure schützen. Na ja, ob Spieler oder Zuschauer, sei hier mal offen gelassen.

Harald Strutz war jedoch der Vereinsmann, der dafür sorgte, dass beispielsweise mit dem Sympathie-Trainer Wolfgang Frank, einem ehemals begnadeten Bundesligaspieler, der Ball weitaus besser rollte als je zuvor. Aber mit dem Erfolg der 05-Kicker änderte sich auch innerhalb der Zuschauerschaft der persönliche Anspruch. Klar, man träumte auf einmal – nicht zu Unrecht – von der Bundesliga. Wolfgang Frank zeigte Mainz den Weg – und die Bürger, die dank Frank dem Lederball schon fast genauso viel Herzblut schenkten wie der geliebten Fassenacht – waren ähnlich wie in der Kampagne vom 11. 11. an bis Kampagnen-Ende besonders glücklich.

Fußball-Deutschland hatte Mainz als eine Stadt entdeckt, in der schön und auch erfolgreich gekickt wurde. Wolfgang Frank, inzwischen leider verstorben, hatte das 05-Wunder mit seinem Präsidium, alles honorige Mainzer Leute, möglich gemacht. Aber Erfolg kann auch den Charakter und den Anspruch generell ans Leben und die eigene Bedeutung oft massiv verändern. So auch in Mainz. Plötzlich ging es, weil durch den sportlichen und geschäftlichen Erfolg kräftig gefüttert, um all die Vorteile, die ein erfolgreich kickender Verein inzwischen generiert, auch neben dem Ansehen in der Stadt auch um schnödes Geld. Beispielsweise die „Entlohnung“ des Präsidenten. Auf den im Zivilberuf aktiven Rechtsanwalt, auf den man bislang immer hörte und ihm auch fast immer klaglos folgte, weil Mainz 05 doch auch durch sein fortschrittliches Tun und Wirken mit guten Kontakten in die Geschäftswelt bundesweit so interessant geworden ist. Die Mainzer wissen das alles. Harald Strutz, ein gut aussehender Mann mit enger Mainz-Bindung und trainiertem Rechtsverstand, erlaubte sich mit Wissen seiner Vorstandschaft, für seinen Zeitaufwand, der im Fußball von Jahr zu Jahr im Umfang zugenommen hat, sich einen finanziellen Ausgleich genehmigen zu lassen. Was anfangs kaum jemanden störte. Man hatte doch so viel Freude inzwischen an den 05ern. Und dazu auch einen coolen jungen und zugleich ehrgeizigen Manager namens Christian Heidel, der zugleich ein angesehenes Autohaus leitete und von Jahr zu Jahr auch im Fußball der Stadt Mainz enorm mit seiner Arbeit im Verein punktete. Das neue Stadion vor den Toren der Stadt als Ergänzung des „Hasenkessels“, wie die alte Adresse jahrelang firmierte, dürfte über die neuen Initiativen des Vereins – Vorstandschaft natürlich inbegriffen – sehr dankbar sein. Und der Fußball der Region Rhein/Main ebenso, denn 05 entwickelte sich prächtig. Auf einmal war die Domstadt eine Bundesligastadt. Und auch noch erfolgreich mit seinem jungenhaften Trainer Jürgen Klopp, der die Zeichen der Zeit auch schnell erkannte und handelte. Inzwischen hat man sich in Mainz an das Bundesliga-Gold gewöhnt. Aber was passierte mit den handelnden Personen, die vorher eine einzige Bruderschaft waren? Christian Heidel verabschiedete sich zu Schalke 04, was man als beruflichen Aufstieg ansehen kann. Aber der smarte Autohändler mit dem 05er-Gen war wohl müde geworden. Und gewiss auch der Vereins-Querelen und der Eifersucht und was sonst noch alles in diesen menschlichen Bereich fällt, auch irgendwann überdrüssig. Das Opfer heißt inzwischen Harald Strutz, der ob der neuen Zeit bei Mainz 05 und den damit verbundenen Möglichkeiten des Zugewinns von Kapital und Ansehen auch nicht grußlos an dem Gabentisch vorbei gehen wollte. Was seine Vorstandskollegen dann auch nutzten, wie man weiß: Er stand plötzlich nicht mehr in der 05er-Sonne, sondern quälte sich am Pranger einer Stadt, die im Karneval zwar besonders lustig ist, aber wenn es um Zugewinn egal welcher Art geht, den Neid auspackt.
So ist der Mensch. Nicht nur in Mainz. Man könnte daraus lernen. Aber wer würde dies anerkennen, wenn es noch eine Möglichkeit gäbe, richtig zu streiten, rückblickend abzustrafen und damit aus einer sympathisch-fröhlichen Stadt mit einem interessant gewachsenen Bundesligaverein wieder, wie vor der sportlichen Ära von Trainer Wolfgang Frank, einen neuen „Hasenkessel“ im Ansehen entstehen zu lassen. Was mir übrigens sehr leid tut. Das haben weder Ex-Präsident Harald Strutz, einige Mitstreiter, noch der Verein Mainz 05 oder diese schöne Stadt mit ihren Bürgern verdient. Der große französische Dichter und Stückeschreiber Jean Baptiste Molie`re (1622 – 1675) – „Tartufe“, „Der Geizige“) hat wohl für die Ewigkeit den Spruch geprägt: „Mögen wir noch so viele (gute) Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.“

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Donnerstag, 9. November 2017

Bundestrainer Jogi Löw – der kluge Motivator für Mannschaft und Publikum vor dem England-Spiel

Für Joachim (Jogi) Löw, den deutschen Fußball-Bundestrainer, ist eine DFB-Pressekonferenz stets ein leichtes Spiel, wie man auch heute wieder bei N-TV gesehen hat. Seine badische Ruhe, kombiniert mit Konzentration und gleichzeitiger Lockerheit ist mit seiner Fachkenntnis ein enormer Gewinn für Fußball-Deutschland. Nicht nur wenn es um den Ball, Taktik oder Fitness in diesem Segment seines Lebens geht.

Jogi Löw liebt seinen Job, aber er verliert sich nicht selbstgefällig darin – er läßt auch Journalisten gut aussehen und leben. Mir gefällt es ausgezeichnet, wie er mit generell mit Menschen umgeht. So war im übrigen auch unser unvergessener Helmut Schön, wenn man ihn nicht gerade beim Schlafen während der Mittagspause eines Lehrgangs in seinem Zimmer heimlich fotografiert hat, wie dies in einem Traingslager ganz besonders Hans Krutsch, der BILD-Fotolegende, die übrigens vor wenigen Wochen bei stabiler Gesundheit 90 Jahre alt wurde und sehr viele Glückwünsche erhielt, vor vielen Jahrzehnten gelungen ist. Er wollte, ganz nebenbei, mal dieses Exklusiv-Foto machen und wurde dabei jedoch von dem Opfer dabei „ertappt“. Ein Erlebnis für „Täter“ und „Opfer“. Hans Krutsch war in seiner Zeit als BILD-Fotomann immer für eine besondere Story der ideale Mann vor Ort, wie mir auch der einstige, leider schon verstorbene, Werner Bremser, Ex-Sportchef von BILD Frankfurt, öfter bestätigte: „Was sonst kaum jemand schaffte, das gelang Hans Krutsch“, wußte Werner Bremser mit großer Wertschätzung.

Zurück zu Jogi Löw: Es ist ein Genuss, dem badischen Landsmann zuzuhören. Auch generell vom Fußballfan, woher er auch kommt oder welchen Verein er besonders ins Herz geschlossen hat. Sein symbadischer Akzent vervollständigt das Bild eines Mannes, der stets weiß was er will – und was zu antworten ist im Sinne der News-hungrigen Medien aller Art. Ähnlich effizient waren nach meiner Einschätzung vor Jahren unter anderen bei den lehrenden Fußballkönnern auch immer der besonders in Frankfurt unvergessene Pokalsieger Dietrich Weise (siehe Foto bei einem Gespräch am Abend mit dem Eintracht-Trainer und seinem Lieblingsspieler Jürgen Grabowski im Frankfurter Parkhotel), Waldhof-Coach Uwe Rapolder, dem eisernen Hermann Nuber (wenn er wieder einmal beim OFC einspringen mußte auf dieser Position) oder dem leider so früh verstorbenen Wolfgang Frank bei Mainz 05.

Ich nutze diese heutige Vorstellung von Jogi Löw, um ihm viel Erfolg zu wünschen. Das Glück macht bekanntlich sowieso was es will. Also dann lieber auf Erfolg und gute neue Erkenntnisse von der eigenen Mannschaft! Allerdings auch vom Gegner, der Deutschland mit ziemlicher Sicherheit bald wieder vielleicht auf Augenhöhe begegnen wird.
Horst Reber, Neu-Isenburg

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Dienstag, 7. November 2017

Hans Schäfer vom 1. FC Köln war ein Gentleman. Jetzt ist er mit 90 Jahren gestorben. Er war ein Idol – auch von mir

Es gibt Menschen, die vergisst man einfach nicht. Weil sie außergewöhnlich waren. Meistens in vielerlei Hinsicht. Einer davon aus meinem Gesichtsfeld war seit meinem 7. Lebensjahr der Kölner Fußball-Nationalspieler Hans Schäfer. Damals ein Linksaußen der Extraklasse. Mein Onkel Harald aus Köln kannte den Hans sehr gut – er sorgte auch dafür, dass ich ganz früh ein Autogramm von Hans Schäfer in meiner Sammlung hatte – und stolz auf diesen Besitz darauf war. Nun ist Hans Schäfer, der sein Leben lang ohne jeden Skandal auskam und ein Lieblingsspieler von Sepp Herberger, dem damaligen Bundestrainer war, in seiner Heimatstadt Köln gestorben. Ich schäme mich nicht, es zu bekennen. Die Nachricht trieb mir Tränen in die Augen. Er war ein Idol von mir, das er auch immer mit einem Ehrenplatz geblieben ist. Mit hat nicht nur sein fußballerisches Können als Bub imponiert, sondern auch sein Auftreten, seine Freundlichkeit und sein Verständnis für Bubenwünsche. Als ich ihm dies einmal erzählte, als ich schon Journalist war, war er ganz gerührt. Und sagte mir: „Dat is jot, aber so sin mer doch alle damals jewesen. Dä Fritz, dä Otmar, ich künnt se alle uffzähle. Se waren alle echt jut. Nit nur mit dem Ball, sondern auch mit dem Charakter. Ich bin froh, dat ich die Jungs alle kennenjelernt han.“ So bescheiden war Hans Schäfer, so sympathisch ist er bis zu seinem Tod geblieben.
Hans Schäfer hätte jederzeit bei einem anderen Club spielen können und dabei sicherlich mehr Geld verdient. Aber das wollte er nicht, sagte mir bei unserem Interview. Und warum nicht, das haben doch die meisten Spieler irgendwann in ihrem Lebensplan. Hans Schäfer lächelte ein wenig, um mir dann zu erklären: „Ich war beim FC doch glücklich. Do habe ich immer den Dom jesehn. Dat war ming Heimat und ming Verein. Mer darf et im Lewe doch nit üvertriewe mit dem Glück. Ich han jenuch gehat, um rundum ein zufriedener FCler un dazu och noch Weltmeister von 1954 zu sinn. Viel mehr Jet doch janit. Dat war üvrigens auch die Meinung von ming Frau.“
Dieses Persönlichkeitsbild hat sich bei mir eingeprägt. Bis heute. Und manchem jungen hoffnungsvollen Talent von 2017 kann ich nur raten: Denke mal darüber nach. Schon lange her, aber in der Sache nach wie vor gut.

R.I.P. Hans Schäfer. Ich bin traurig, aber auch glücklich, dass ich Sie als junger Reporter mal interviewt habe.

Horst Reber

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Sonntag, 5. November 2017

Video- und Schiri-Beweis im Fußball: Ein Durcheinander ohne Ende und das Ergebnis wird immer lästiger

Der Videobeweis im deutschen Fußball durch den DFB hat keine glückliche Entwicklung genommen: Er wird bei jedem Spieltag lästiger und zugleich auch unglaubwürdiger, weil es die WAHRHEIT
auch damit nicht 100prozentig gibt. Aber dafür Stress ohne Ende. Sowohl für die Akteure auf dem Platz, das Publikum im Stadion und vor der TV-Kiste. Die Welt wird inzwischen in so vielen Bereichen immer komplizierter gemacht, und zwar ohne jede echte Berechtigung. Das geht bei der Steuererklärung los und endet in einem weiten Bogen nunmehr auch beim fußballerischen Videobeweis in der BL. Eigentlich sollte der DFB das Fußballerlebnis erleichtern und nicht noch mehr zu verkomplizieren, Herr Grindel!
Die Menschen werden inzwischen immer mehr total verunsichert – und dadurch auch eher etwas dümmer gemacht, denn nur die wenigsten blicken richtig durch. Es gibt doch inzwischen mehrere Schiris und zusätzliche Beobachter. Wohin soll das noch führen? Die Fans – und damit meine alle Menschen, die den Fußball als willkommene Abwechslung ansehen – werden doch mit solchen „Attacken“ immer mehr drangsaliert. Es fehlt nur noch, dass sie bald ihren Personalausweis am Eingang vorzeigen müssen, um ihn scannen zu lassen. Eine offene Diskussion mit Verantwortlichen über all diese so genannten „Fortschritte“ könnte vielleicht etwas mehr Licht in dieses Dunkel der wachsenden Formalitäten und Abläufe in einem ganz normalen Fußballspiel bringen. Und damit auch ein Meinungsbild herstellen, was der DFB zukünftig besser lassen würde. Die Stadien sind zwar ziemlich voll, aber wie lange reicht die Geduld des Publikums?
Horst Reber

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Montag, 30. Oktober 2017

Bernadette Weyland: Treten Sie bitte mit noch mehr Mut zur OB-Wahl an. Eine selbstbewußte Frau wie Sie könnte der Stadt nur gut tun!

Liebe Frau Weyland, ich habe bislang Ihre Bemühungen um das vakante Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters mit großem Interesse verfolgt. Dazu habe ich auch Ihre Vorstellungen „Aufbruch am Main“ gelesen. Verzeihung, alles schön und gut, was da formuliert ist, aber all diese Thesen haben die Bürger schon immer in jüngster Zeit gehört, gelesen, plakatiert erlebt. Darauf reagieren Menschen nur bedingt, selbst mit Ihrem sympathischen Konterfei als bildhafte Ergänzung. Reden Sie mit Ihren Beratern, ob Ihnen nicht mehr einfällt. Denn diese Argumente für eine Personenwahl sind zu dünn. Da bleibt beim Bürger, der das liest, viel zu wenig hängen. Das ist 08/15-Brei, der mit Ihnen als Kandidatin ausgeschenkt wird. Nehmen Sie mir das bitte nicht übel. Aber mir war danach, Ihnen einfach mal wahrheitsgemäß als Bürger und Frankfurt-Fan etwas zu sagen. Nehmen Sie die Vita von Ex-OB Petra Roth zum Anlass, was eine tüchtige Frau auch politisch in Frankfurt alles erreichen kann.
Machen Sie Ihren Wahlkampf zur Herzenssache. Und zwar so, dass es der Bürger spürt. Machen Sie doch mal den praktischen Test: Suchen Sie Frankfurter, die sich gerne mal thematisch einmischen wollen, wenn es um das Wohl der Stadt geht. Machen Sie den Menschen Mut. Die Frankfurter sind gut, sie lieben ihre Stadt und auch bald jene, die vielleicht neu im „Römer“ etwas zu sagen haben.

Zu Ihren Plakatentwürfen: Sicherheit und Ordnung sind natürlich immer sehr wichtig, aber leider plakativ so ausgeblutet, dass man es vermutlich überliest, ohne einmal darüber nachzudenken. Sagen Sie doch mal, was SIE in der Mainmetropole gerne anders ordnen würden. Beispiele sind erhellend. Greifen Sie nicht einfach nach dem Thema Bettler. Das ist kein Thema, das Menschen bewegt. Überlegen Sie doch mal, wie man echten Bettlern wieder auf die Beine helfen könnte. Machen Sie doch mal einen oder mehrere Vorschläge, die zum Nachdenken anregen. Machen Sie es nicht zur Chefsache, sondern zum Thema einer Frau, die helfen will und sich einiges vorgenommen hat. Also praktische Beispiele, die diskussionsfähig sind.

Frankfurter Familien, die schon länger die Stadt als ihre Heimat ansehen, brauchen keine Heimat-Hilfe. Hier muss etwas für einen erschwerten Alltag verkündet werden, der hilft und neue Perspektiven eröffnet. Und dazu auch Empathie. Das nehmen Menschen gerne auf und sorgen für Reaktionen mit eigenen Beispielen. Erklären Sie Heimat – auch für Flüchtlinge aus anderen Ländern. Geben Sie Hilfestellung für all jene, die in Frankfurt zwar eine Bleibe gefunden haben, aber trotzdem allein sind. Wenig echten (menschlichen) Kontakt gefunden haben. Gehen Sie mit Herz und Gefühl auch an diese Neubürger ran, beweisen Sie Ihr soziales Denken auch in diesem Rahmen.

Frage: Welcher einfach gestrickte Mensch soll etwas mit dem Begriff Bildungsstandort anfangen?

Was soll ein Wähler von dem Spruch „Frankfurt qualitativ, nachhaltig und bezahlbar entwickeln“ halten. Was ist aus Ihrer Sicht qualitativ, nachhaltig, bezahlbar? Wer kann was bezahlen? Bitte steigen Sie ins tägliche praktische Leben ein!!!!

Dazu könnte man noch manche Frage stellen. Aber das sollten Ihre Wahlkampf-Berater machen. Und zwar sehr einleuchtend und motivierend.

Sehen Sie mir bitte nach, dass ich Ihnen, sehr geehrte Frau Dr. Weyland so offen schreibe. Aber sorry, Sie finden genau so wenig statt wie Ihr Gegenkandidat, der allerdings schon OB ist. Ich sehe da noch viele offene Felder. Greifen Sie ein. Die Chancen sind vielleicht nicht ganz so hoch, aber sie sind zumindest noch nicht den Main runtergeschwommen. Alles im Sinne von Frankfurt, einer Stadt, der ich mich nicht nur als Journalist sehr verbunden fühle. Knüpfen Sie an die Überraschung des von mir sehr geschätzten Ex-OB Dr. Walter Wallmann an. Er hatte als Bürger aus Marburg eigentlich auch keine reelle Chance zu seiner Zeit, als er gegen Rudi Arndt antrat und mit seinem Charisma den politischen Acker der Stadt Frankfurt so pflügte, dass wir seine Handschrift heute noch bewundern können.
Es grüßt Sie herzlich Horst Reber, der sich als Bürger mit Herz für Frankfurt wünscht, dass Sie mir meine Offenheit nicht übel nehmen.

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Freitag, 27. Oktober 2017

Der Schildbürgerstreich der Neu-Isenburger Verkehrsplanung: Ein Kreisel mit Ampel, das ist niemand erklärbar!

Neu-Isenburg ist ein nettes Städtchen mit rund 38 000 Einwohnern. Aber was hat das Verkehrsreferat der Hugenottenstadt geritten, den Verkehrsknotenpunkt Hugenottenallee/Carl-Ulrich-Straße/Schleussnerstraße so zu gestalten, wie sie sich jetzt den Verkehrsteilnehmern darstellt. Ein Schildbürgerstreich. „Ein Provisorium – angeblich bekanntlich. Da schüttelt man als Bürger nur noch den Kopf über soviel Ahnungslosigkeit der Verkehrsbehörde in Neu-Isenburg. Egal wie es dazu kommen konnte, das ist ein Schildbürgerstreich, ihr Leute im Bau- und Verkehrsdezernat der Stadt wie lange nicht! Der Verkehrsfluß ist morgens wie abends eine Katastrophe. Ohne dass es dafür eine einleuchtende Erklärung gibt. Der Ausschuss für diese Fragen unter Oliver Gröll (CDU), der das Planungsbüro Habermehl und Follmann mit der „Ausarbeitung“ dieses Dilemmas beauftragt hat soll dies bitte mal den Verkehrsteilnehmern erklären, die wegen Fehlplanungen ständig im Stau sehen und den Anwohnern der genutzten Straßen dadurch auch noch täglich die Luft per Auspuff verpesten. Wer ist dafür verantwortlich? Das fragen sich täglich Tausende und Abertausende von Autofahrern, die dort unterwegs sein müssen. Wer hat die Entscheidung abgesegnet, dass Ampeln dort in einem Kreisel für den täglichen Ärger sorgen. Ich wiederhole: An einem Kreisel. Schlimmer und dümmer geht’s nimmer! Bürgermeister Herbert Hunkel wird darüber alles andere als glücklich sein, darf ich mal vermuten. Mal schauen, wie lange dieser Ärger noch anhält! Horst Reber

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Dienstag, 24. Oktober 2017

Die böse Sucht, die uns das Handy eingebrockt hat: Wo man geht, steht oder nur zuhören sollte – das Handy bestimmt unseren Kopf und verletzt den Anstand

Dr. Wolfgang Schäuble (75), gebürtiger Freiburger, ist der neue Bundestagspräsident unseres Landes. Eine sehr gute Wahl, wie auch seine Eröffnungsrede als Neugewählter Präsident dieses gewaltigen politischen Gremiums bewiesen hat. Der Vollblutpolitiker, der sein täglichen Leben mit körperlichem Handicap im Rollstuhl verbringen muss und dabei noch nie, soweit bekannt, die Contenance verlor, hielt eine glänzende und auch zu Herzen gehende Rede im Bundestag in Berlin. Bislang Präsident Lammert, jetzt Präsident Schäuble. Nahtloser Übergang bei bedeutender Qualität – so war auch mein Empfinden. Wir können auf solche Persönlichkeiten als Bürger sehr stolz sein. Das sind Ausnahmeerscheinungen in diesen Feldern der Politik und der Landesführung. Zugleich die Gewähr, dass alles korrekt bleibt und ist im Parlamentarismus in Deutschland auf dieser höchsten Ebene.

Die heutige Sitzung war ein Beispiel für altes und neues Vertrauen auf diese Vertreter unseres Landes. Was man allerdings abschaffen sollte, das ist die Handy-Sucht auch bei solch wichtigen und ehrenvollen Veranstaltungen. Da hat man aufmerksam zu sein und sollte zuhören. Das Handy sollte hier keine Rolle einnehmen. Für mich ist es ein Brüskierung des Augenblicks in diesem hohen Haus. Das sollte bei aller aktuellen politischen Verantwortung von der Bundeskanzlerin bis zum neuesten parteilosen Mitglied dieser Gesellschaft zur Regel werden. Handyverbot im Bundestag. Eine Unart, die permanent erlebt wird, wo Bürger eigentlich die guten Sitten und den von Wolfgang Schäuble angeforderten Anstand ernst nehmen müssten. Im Bundestag ist man Vorbild. Für alle Altersgruppen.
Horst Reber (Blog Horst-Rebers-Tag & Nachtausgabe)

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