Mittwoch, 25. Januar 2017

Sigi macht Platz, Hobby-Kicker Martin Schulz aus Würselen rückt in die Spitze beim Spiel um Bundestagsstimmen

Sigmar Gabriel, SPD-Chef mit beachtlichem Körpervolumen, ist raus aus der Nummer zum Gegenkandidat von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel  bei der Bundestagswahl in diesem Jahr. Die zuletzt mit 89,5 % von den CDU-Parteimitgliedern gewählte nach wie vor kraftvolle Christdemokratin muss sich jetzt gegen den bisherigen Europamann Martin Schulz stellen. Leichter oder schwerer für Angela Merkel? Die Meinungen gehen da noch auseinander, denn „Sigi“, der sich von ganz unten in bemerkenswerter Weise nach oben innerhalb der SPD geschafft hat, mag kein Himmelsstürmer sein, aber seine Kanten und sein Durchsetzungswillen kamen bei einem Teil seiner Parteifreunde immerhin als Profil eines Kämpfers an. Bislang. Nun ist er aus dieser gewaltigen Nummer raus. Dafür darf er sich h Hoffnungen auf ein neues interessantes Ministeramt machen. Beispielsweise als Nachfolger von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der als Bundespräsident nunmehr einen neuen Horizont vor sich hat. Das kann sich Sigmar Gabriel nur insgeheim freuen, denn ein Amt in spe im Auswärtigen Amt, also Außenminister,  dürfte für ihn auch recht attraktiv sein, zumal er gerne reist und auch knarrende Türen öffnen kann.

Martin Schulz (61), Ex-Präsident des EU-Parlaments und  als ehemaliger mehrsprachiger Bürgermeister von Würselen und Karlspreisträger, angesehener Bürger einer relativ mittleren NRW-Gemeinde der Region Aachen, hat nach Meinung von Siegmar Gabriel die größeren Chancen gegen Angela Merkel im Bundestagswahlkampf entscheidende neue Stimmen nach der schon länger anhaltenden SPD-Stimmenflaute zu holen. Das ist die Frage. Ob der bärtige Polizistensohn mit seiner unbekümmerten jovialen Art, der sich auch dem Fußball seit Kindesbeinen sehr geneigt zeigt, gegen den Trend innerhalb der Stimmenverluste seiner Partei so viel besser ankommt? Seine sympathische Frau wird ihm dabei vermutlich wenig helfen können. Sie ist regional seit vielen Jahren mit der CDU verbandelt. Was aber nichts heißen mag.

 

SPD-Mann Schulz hat sich seine Meriten schon als Europa-Politiker geholt und sein Können im Stimmenfang bestätigt. Im letzten Europa-Wahlkampf holte Schulz für die SPD 27,3 % der Stimmen. Mehr als man ihm vermutlich zugetraut hat. Ein Argument für den bislang ebenfalls wie Gabriel erfolgreichen SPD-Politiker. Man darf gespannt sein, wie das Wahlvolk reagiert. Angela Merkel schaut sich das Ganze jetzt noch einige Tag aus sicherer Distanz an. Aber niemand darf sie deshalb unterschätzen. Frau Merkel ist das Verlieren nicht gewöhnt.

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Sonntag, 22. Januar 2017

Junge Menschen und die Unfähigkeit sie besser zu verstehen: Der Tatort „Schock“ am Sonntagabend war ein Theaterstück auf höchster Autorenebene

„Der Schock“ hallt nach. Soeben in der ARD zu Ende gegangen mit dem bekannten „Tatort-Duo“ Erfolgsduo aus Österreich, Oberstleutnant Harald Krassnitzer (Moritz Eissner) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhaus), zu Ende gegangen. Wobei wobei ich die überzeugende Darstellung von Aaron Karl als sensibler Student in Gewissensnöten – er drohte zunächst seine Eltern und dann sich selbst zu erschießen – nicht unterschlagen darf. Als Geiselnehmer war er wie alle Mitstreiter dieses Krimis ein schauspielerischer Höhepunkt mit hoher intensiver Glaubwürdigkeit, auch auf Grund eines großartigen Drehbuchs. Dieser „Tatort“ war wie ein Theaterstück von Autor und Regisseur Rupert Henning. Aufgebaut auf unserer Leistungsgesellschaft, die viele Menschen, ohne dass es direkt bemerkt wird, überfordert und sie zu Handlungen zwingt, die sie eigentlich nicht wollen oder jemals wollten. Es ist ein Spiegel für unsere Gesellschaft, die den Menschen mehr abverlangt als sie geben können ohne dabei Schaden zu nehmen.

Der „Tatort Schock“ ist ein Psycho-Krimi-Story ohne übliche krawallige Schießereien, Handgreiflichkeiten oder Action-Szenen mit Artisten. Alles geschieht aus nächster Nähe. Psycho pur aus Wien. Die Figuren sprechen für sich. Auch über ihren Gemüts- und Nervenzustand. Ein Krimi-Abend, dem sich wohl kaum ein Zuschauer entziehen konnte, so kribbelig spannend verlief er. Ein wahrer „Leckerbissen“ mit fünf Sternen, wobei dieser Vergleich eigentlich nicht in die Szenerie dieses Top-Krimis passt. Ich sehe mich veranlasst, den Machern dieses TV-Krimi-Abends und seinen Darstellern das Kompliment zu machen, dass ich jetzt tief berührt und voll innerer Spannung, die wohl nur langsam beim Publikum abgebaut werden kann, zu bedanken. Und mir vielleicht im Bett vor dem Einschlafen nochmals einige aktuelle Fragen beantworten. Beispielsweise „Wie geht man vernünftigerweise mit einem (fast noch) jugendlichen Geiselnehmer als  Polizei um, der in seiner Verzweiflung ständig zwischen „Erbarmen oder Abdrücken“ hin und her gefühlsmäßig schwankt?

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Sonntag, 1. Januar 2017

Die Knalltüten zu Sylvester, von denen niemand etwas hat. Wann wird die Menschheit ein bisschen schlauer?

Die Armen und Bedürftigen in unserem Lande nehmen in Zahlen immer mehr zu, aber der Knall mit Böllern zu Sylvester hat inzwischen eine Stärke erreicht, dass einem Angst und Bange werden kann. Was treibt die Menschen in die Geschäfte, wo Feuerwerkskörper für teures Geld zu erwerben sind. Was macht die Menschen so verrückt, dass sie glauben: Je lauter und öfter die Detonation, um so glücklicher wird das neue Jahr. Frankfurt lieferte ein Beispiel von „Sylvester-Spass“ in einer Form, dass Augen und Ohren sich über Stunden geschlossen haben. Was könnte man für das Geld alles an Gutem tun? Für die meisten Raketen könnte man beispielsweise locker essen gehen, ein guten Schoppen trinken oder seinen Strafzettel vom letzten Parkverstoß bezahlen. Hier kommen Beträge zusammen, beispielsweise für Mensch und Tier, denen man enorm helfen könnte. Auch in der Mainmetropole. Aber natürlich nicht nur hier am Main. Mein Großneffe Ralf leitet eine Feuerwehrstation in Südbaden. Sein Eindruck: „Bei Feiern und bei Feuer darf man nicht unbedingt ein großes Maß an Vernunft voraussetzen.“ Der Mensch scheint da ziemlich unbelehrbar. Er hat recht. Leider.

Die Faszination von Feuer und Rauch hat doch schon seit Jahren verdammt realistische und teilweise tödliche Ausmaße mit gewaltigen Schäden und viel Leid an Hab und Gut und Leben in unseren Städten angenommen. Sind wir so schlecht aufgeklärt oder auf Grund von Dummheit so sträflich unvorsichtig? Wer hat etwas von drei bis vier Stunden Knallerei am Stück zu Sylvester – und meistens auch schon Stunden davor?
Mir gehen da positive Gedanken ziemlich ab. Und ich glaube, da stehe ich noch nicht einmal allein. Die Straßen waren heute vormittag übersät mit den Überbleibseln von Raketen und Knallkörpern unterschiedlicher Art, die bekanntlich auch keineswegs bis zum Einsatz nicht gerade preiswert sind. Vernunft – ein bisschen mehr – wäre besser. Aber es knallt munter weiter. Alles ohne ein erkennbare gute Befriedigung. Weil der Staat daran verdient – lässt er alles wie gehabt. Und kaum jemand sagt: Leute, ahbt ihr noch alles Tassen im Schrank. Wer fängt damit mal vernünftigerweise mit Überzeugungen in der Argumentation an?

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Dienstag, 27. Dezember 2016

Torsten Frings für Meier, aber warum soll Dreispiele-Coach Ramon Berndroth nicht auch noch helfen?

Schade, Fußballtrainer Ramon Berndroth wurde nur Lückenbüßer bei dem abstiegsgefährdeten Bundesligisten Darmstadt 98. Nach drei Spielen mit knappen Niederlagen – jeweils gegen echte Brocken – darf er als schnell verpflichteter Interims-Nachfolger von Norbert Meier wieder seine Tasche packen und gehen. Ex-Bundesligaspieler Torsten Frings – ein 79maliger Nationalspieler, u. a. auch bei Werder Bremen, Borussia Dortmund und FC Bayern München – wurde jetzt als neuer Coach der „Lilien“, wie die Darmstädter in heimischen Kreisen auch genannt werden, verpflichtet. Zunächst mal eine Überraschung. Also auch ein Trainer, der noch keinen Verein bislang selbstständig geführt hat. Aber das muss nichts heißen. Bestes aktuelles Beispiel sind Niko und Robert Kovac bei Eintracht Frankfurt. Sie haben auch als „Frischlinge“ in diesem Geschäft vor einigen Monaten am Main begonnen. Und der Erfolg gibt der Eintracht bei diesen beiden Personalien erfreulicherweise ganz bemerkenswert Recht. Die Kovacs gelten inzwischen als ein Glücksfall für Frankfurt.
Klappt das mit Torsten Frings beim Nachbarn Darmstadt auch so? Der Wunsch einer Wiederholung desselben Musters dürfte mit der Phantasie und einem unerschütterlichen Glauben von den 98er der Antrieb gewesen sein. Man wünscht es diesem sympathischen Verein mit Präsident Rüdiger Fritsch, der übrigens mit seiner frischen Art der Bescheidenheit überall bestens ankommt. Klar, er managt mit den 98ern einen Ligaklub, der die kleinsten Brötchen in der Liga backen muss, wie man weiß. Wenig Geld, nur ein (leider viel zu kleines)  Stadion am Böllenfalltor für eine sehr willige und kämpferisch bislang vorbildliche Truppe. Auf dem Platz herzlich gefeiert und anerkannt. Aber jeder 98er-Fan kann ermessen, dass sich dieser Status  kann schnell ändern kann, weil Punkte und Luft wegbleiben.  Der Kampf bis zum letzten Spieltag erfordert nicht nur von den Spielern, sondern auch vom Publikum Stehvermögen und Charakter. Jeder weiß,  diese sympathische, aber wenig erfahrene Truppe muss vielleicht bis zum letzten Spieltag der Saison gegen den Abstieg kämpfen. Der derzeitige 18. Platz hängt wie ein Sack mit Blei an den Hälsen der 98er. Eine irre Belastung, die täglich schon beim Training, beim gemeinsamen Kaffeetrinken, daheim im Bett die Köpfe und das Selbstvertrauen belastet. Also alles andere als rosige Aussichten für den sympathischen Torsten Frings, der allerdings bekanntermaßen als Spieler mit harten Bandagen erfolgreich kämpfen konnte und nie mit irgendwelchen unangenehmen Eskapaden aufgefallen ist. Also halten wir fest: Torsten Frings hat Mut. Aber er und das 98er-Management mit Rüdiger Fritsch brauchen  jetzt neben dem Können bei der Aufholjagd auch einen Batzen Glück, um das vermeintlich Unmögliche zu schaffen. Es wäre ihm und dem Verein absolut zu gönnen.

Kleiner Hinweis: Was vermutlich nicht schaden würde, das wäre noch bis Saisonende eine Vertragsverlängerung von Ramon Berndroth. Er kennt die Mannschaft, die Region, die üblichen Befindlichkeiten. Er ist offen und korrekt sowie auch als fairer Partner in der Szene bekannt und sehr beliebt. Wäre doch wohl kein unmöglicher Kraftakt. Torsten Frings als Chef, Ramon Berndroth als Co-Trainer daneben. Fest steht: Die drei Spiele unter Ramon Berndroth haben gezeigt, dass er bei der Mannschaft auf Anhieb einiges erreicht hat, was Norbert Meier nicht gelang. Die Truppe rückte zusammen, kämpfte und glaubte. Ramons Wissen und seine absolut kollegiale Einstellung würde dem guten Torsten garantiert noch manch gute Erkenntnis für das angestrebte Hexenwerk „Nichtabstieg“ bringen. Glaube wenigstens ich. Aber was nicht ist, das kann ja noch nachgeholt werden. Jetzt ist erst einmal Winterpause. Viel Erfolg IHR LILIEN!

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Sonntag, 25. Dezember 2016

Der Mensch im Wandel des Terrors und der Ohnmacht. Kein Konzept, keine Ideen und keine Sicherheit vor dem Bösen

Der Terror-Anschlag mit einem LKW auf dem Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz in Berlin hat eine grausame Wirklichkeit im Zusammenleben unterschiedlicher Religionen oder Nationen aufgezeigt: Es gibt bei uns so viele kluge Menschen, die genau gewußt hätten, wie es dort nicht sein durfte.  Und dazu der Nachsatz: Hat man denn aus Paris nicht gelernt?

Bei solcher Argumentation sträuben sich mir die Haare.
Naive Fragesteller sind seitdem in Heerscharen auch in den Internetkanälen unterwegs, die Bundesrepublik ist eingekreist von 1000 Fragen. Sehr schön, aber auch Millionen von Schlaubergern  helfen nicht mehr.
Wir müssen feststellen – der Terror ist inzwischen überall. Seit 2001, als Flugzeuge von fanatisierten Attentätern in Wolkenkratzer der Stadt New York gesteuert wurden. Das heißt: Auch auch in den Wolken dieser US-Metropole, wo Stahl und Beton weithin sichtbar für vermeintliche Festigkeit und Sicherheit sorgen, ist der Mensch durch böses Tun der eigenen Gattung gefährdet. Unser Leben hängt mehr denn je vom Zufall unseres jeweiligen Standorts ab. Diese Bedrohung müssen wir  ernster denn je nehmen, denn die Welt steckt noch viel mehr als früher voller Aggression. Wobei die Natur mit ihren eigenen Klimakatastrophen sich einfügt in die Kette der vielen Bedrohlichkeiten.

Nehmen wir zur Kenntnis: Wir Menschen, wir Bürger, egal in welchem Land, leben zwar wenn es normal läuft, sind ziemlich schutzlos geworden. Aber wehe der Ernstfall der Bedrohung trifft ein. Wie kürzlich in Paris, Istanbul  oder jetzt gerade aktuell in Berlin.
Dazu gleich die Frage: Wie verhält sich denn der Mensch generell im Alltag inzwischen auf unserem Planeten? Sicher,  der Zweite Weltkrieg ist über 70 Jahre her. Aber kleinere Kriege, wie auch aktuell in Syrien, dem Irak, in Iran oder afrikanischen Staaten hat es immer geben. Und es  gibt in der Zwischenzeit genügend neue blutige Auseinadersetzungen, die Angst machen und wo wir täglich zuschauen können. Eine Situation, die  immer wieder die Frage aufwirft:  Lernt die Menschheit – und damit sind nicht nur einsame Machthaber gemeint – denn nie etwas dazu?
Nein, sie tut das eben nicht. Weil immer andere Menschen am Werk sind und der Macht erliegen. Fast überall sind menschliche Ungeheuer  mit irgendwelchen Waffen mit Zerstörungs-Phantasien unterwegs. Im Kleinen wie im Großen.

Wir müssten eigentlich zum lokalen Schutz bei Festivitäten keine zusätzlichen Poller als Schutz vor LKWs aufstellen, auch wenn sowas im kleinen Bedarf eines Weihnachtsmarktes vielleicht auf den ersten Blick hilfreich sein kann. Vielmehr muss die Menschheit begreifen, dass Leben  generell – das eigene und das fremde – schützenswert ist und dass dies auch so bleiben muss. Also ist es dringend erforderlich, dass die kranken Hirnhälften mit Psychotherapie und anderen Erkenntnissen  behandelt  werden. Psychotherapeuten und Psychologen  hätten enorm viel Arbeit. Raus mit den erkrankten Windungen, die für Angst und Schrecken sorgen. Aber so einfach wie geschrieben ist das leider nicht. Die Gesellschaft unseres Planeten braucht  dringend neue Hirn-Nahrung, ein verändertes, ein besseres und humaneres Bewußtsein. Eine Denke, die friedlich stimmt. Eine ohne den grenzenlosen Egoismus und die zunehmende Aggressivität, die zu Terror, Zerstörung, Mord und Totschlag animiert. Der Mensch ist nicht mehr berechenbar. Vielleicht war er es auch nie. Jedenfalls nicht lange. Da helfen inzwischen jedoch auch neue schärfere Gesetze nichts, die von der Politik dann stets nach einem unheilvollen Tag mit gewaltigem Mediengetöse gefordert werden. Eine lächerliche Therapie.

Wir brauchen wieder eine gemeinsame Basis für Zusammenleben mit Toleranz und Respekt vor anderen Nationen und anderen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Religion  und Bildung. Der Mensch muss sich inzwischen in erster Linie vor sich selbst in Acht nehmen.  So weit sind wir. Wenn ein 12jähriger Schüler aus Ludwigshafen versucht, wie gerade passiert, eine selbstgebastelte Nagelbombe auf einem Weihnachtsmarkt zu zünden, dann ist aber verdammt viel bei uns in der Gesellschaft schief gelaufen. Das bleibt vermutlich ein Einzelfall in der Fülle von Gewalt. Aber wir können nicht alles auf die Politik schieben. Dort sind – von Berlin bis Frankfurt, München oder Buxtehude –  auch nur Menschen zugange. Das heißt  im Klartext:  Der Mensch an sich muss sich verändern. Nämlich vernünftiger, normaler und angenehmer für alle auftreten.  Also weniger egoistisch und ein großes Stück sozialer.

Aber wer schafft es, diese Botschaft überall hinzutragen, wo unsere Art sich mit insgesamt über 82 Millionen Exemplaren allein in Deutschland aufhält? Ich verzage nicht. Aber ich hoffe, hoffe, hoffe.

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Obendrüber, da schneits! Eine köstliche und lebenskluge ZDF-Inszenierung für den familiären Frieden an Weihnachten hat auch mich erfreut

„Obendrüber, da schneits“. Wer die TV-Komödie heute in der ARD mit Wotan Wilke Möhring als Pfarrer Gregor, Diano Amft und Gisela Schneeberger u. a. nach dem Buch Autorin Astrid Ruppert unter der glänzenden Inszenierung von Vivian Naefe mit unendlich vielen praktischen Botschaften für unsere Gesellschaft gesehen hat, bekam Trost in bunter Reihenfolge für das eigene, oft verkomplizierte Leben. Und dazu auch immer die Lösung: Nämlich geht aufeinander zu, nehmt Euch nicht ganz so wichtig aber dafür ernst. Alles löste sich am Ende mit einem Lächeln im Gesicht bei allen Hausbewohnern auf. Und damit sind wir beim Problem unserer Mammon-Gesellschaft. Wir denken Zuviel ans Geld, an den Zugewinn in unserem kleinen Leben, das wir fast immer für das Wichtigste halten. Ist es aber nicht in den Augen der anderen Drumherum. Jedenfalls meistens, es sei denn, es geht um die Mama. Seltener um den Papa. Warum eigentlich?

Einfache Antwort: Weil Mama im täglichen Bestehen des Lebens klüger, praktischer, handlicher ist. Männer lernen dafür andere Sachen. Beispielsweise Drachen töten oder morsch gewordene Bäume fällen, wenn sie wissen, wo die Axt liegt.  Beim Wechseln von Autoreifen haben die Frauen auch längst ziemlich aufgeholt. Was natürlich auch daran liegt, dass sie in unserem Wohlstand oft ein eigenes Gefährt haben und auch recht gekonnt  damit umgehen. Überhaupt: Frauen wissen viel mehr als Männer bislang gerafft haben. Sollte die Herren der Schöpfung anspornen, nicht ganz abzufallen, was diese Dinge des täglichen und letztlich endlichen Lebens angeht.

Was mir an dieser gescheit-unterhaltenden TV-Weihnachts-Sendung im ZDF neben den schauspielerischen Fähigkeiten innerhalt des ganzen Teams gefallen hat, das war nicht nur die Inszenierung mit einem ständig wiederkehrenden Thema des gegenseitigen Verstehens sowie interessanten Reaktionen beiderlei Geschlechts inklusiv der Kinderdarsteller. Der Film zeigte auch Einblicke ins unsere realistische Welt einer Familie, die mit anderen Familien in einem Haus, also mit einer gemeinsamen Treppe nach oben,  klarkommen muss. Was bekanntlich in einem Leben, das von einer Fülle an Egoismen bestimmt wird, oft irrsinnig schwer, aber nicht unmöglich ist. Man muss nur ein wenig toleranter als sonst sein. Und jeweils pro Person einen kleinen Schritt nach vorne machen. Eben Zueinander. Machen wir das nicht? Ich denke zu oft fehlt er im Zusammenspiel der Menschen in jedem Altern. Von dieser Inszenierung hätten wir einige Beispiele, die im Neuen Jahr manchen Ärger vermeiden könnten. Aber nicht zu vergessen, dafür ist noch Zeit:  Schöne Weihnacht!

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