Montag, 29. Mai 2017

Der DFB muss aufpassen, dass er nicht seine Reputation verliert: Herr Grindel, da läuft einiges aus dem Ruder!

Es mag ja sein, dass hohe Einnahmen aus TV, Sponsoren, Eintrittsgeldern und sonstige Gelder den Blick für die Wirklichkeit verstellen, aber der Deutsche Fußballbund inklusiv der FIFA müssen sich mal ganz schnell auf die neue Wirklichkeit des öffentlichen Interesses und der veränderten Wahrnehmung für ihr „TUN“ einstellen. In der Sicherheit dieser Organisations- und Verwaltungswelt des Fußballs ist eine neue Sachlage entstanden. Und zwar mit neuer Sichtweise der üblichen Organisations- und Verwaltungsakte. Das Internet, die sozialen Medien, die Bürger- und Fan-Meinung sehen heute viel mehr als dem DFB lieb sein kann. Deshalb sollte sich der DFB mit seinen vielen Funktionären und Gremien, die noch vor einigen Jahren relativ gut aufgestellt waren und sich keine außerordentlichen Blößen als Veranstalter gaben, diese veränderten Zeichen der Zeit endlich erkennen. Der normale Fan ist heute mit seiner öffentlichen Meinung anders und kompetenter unterwegs. Als man noch kein Internet kannte und die Heilige Kuh nicht so transparent war, hat sich vielleicht eine Öffentlichkeit ergeben, die heute die Welt durchleuchtet.

Der DFB ist eigentlich das Herz und die Zentrale des deutschen Fußballs und der Fußballfans. Das sei mal ganz nebenbei gesagt. Zur Erinnerung. Aber dort findet man inzwischen jede Menge kranker Stellen. Mal abgesehen von der enorm wichtigen Funktionalität in der Organisation von den Amateuren bis zu den Profis und der Wirkung in der breiten Öffentlichkeit. Diese DFB-Verwaltung mag nicht immer so einfach sein, wie man glaubt, aber was dem DFB in der letzten Zeit alles an Fehlern und Ungereimtheiten passiert ist, das deutet doch ziemlich klar auf eine schlechte Administration hin. Der normale Bürger würde all diese Mängel als „Sauladen“ bezeichnen – und würde damit vermutlich auch oft richtig liegen. Die nicht hinzunehmende Arroganz von Seiten dieser „Fußballbehörde“ muss sich schnell wieder in einen Servicebetrieb mit intelligenten Köpfen und Verantwortungsbewußtsein verwandeln. Sonst besteht die Gefahr, dass das Ansehen und die Wahrnehmung dieser „Behörde“ sehr in Frage gestellt wird. Oliver Rasch, ein Frankfurter Fußballfan und Kenner der Szene hat die Fehler des DFB jetzt allein beim Pokal-Endspiel zwischen Dortmund und Frankfurt sehr seriös aufgelistet. Ein Blick in Facebook genügt – und man schüttelt nur noch den Kopf. Für diese Aufklärung sollte der DFB mit Herrn Grindel und dem ganzen Apparat an der Spitze dankbar sein.

Wilfried Straub als ehemaliger überaus korrekter und angesehener Generalsekretär, der inzwischen leider verstorben ist, würde sich schämen, solche Fehler in der Führung zu erleben. Unter seiner Ägide sind solche Peinlichkeiten nicht passiert. Der DFB läuft Gefahr, sein einstiges gutes und solides Image, das am seidenen Faden hängt, ganz zu verspielen. Horst Reber

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Samstag, 27. Mai 2017

Die Pokalhelden von damals aus Frankfurt – auch schöne Erinnerungen…

In Gedanken bin ich heute am Tag des DFB-Pokal-Endspiels 2017 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund auch nochmals im Jahr 1988. Damals stand die Eintracht gegen den VfL Bochum im Endspiel. Es war auch ein sehr angenehmer Tag, ich war als Reporter der Abendpost/Nachtausgabe im Stadion – und natürlich wie alle rundum in großer Anspannung. Und es kam wie es kommen mußte: Die Eintracht mußte bis zur 78. Minute warten, erst dann konnte sie von Wunderstürmer Lajos Detari dank eine Freistoßes, der knallhart unter der Latte ging, erlöst werden.  70 000 Menschen war im Stadion, ich glaube, die Frankfurter waren bis zur Halbzeit in Angst, als Verlierer wieder an den Main zurückfahren oder -fliegen zu müssen.  Aber nach der Pause wurde die Eintracht mutiger. Sowohl Frank Schulz als auch Dietmar Roth scheiterten jeweils nur knapp an Torhüter VfL-Keeper Zumdick. Die Unruhe   im Stadion, insbesondere bei den Frankfurt-Fans und auch bei mir, war zum Greifen nahe.  Allerdings war die Eintracht in der 2. Halbzeit endlich   weitaus stärker geworden.  Sie fand jetzt auch ins Spiel.

Ich hatte damals von der Abendpost/Nachtausgabe, meinem Arbeitgeber,  den Sonder-Auftrag, abends bei einer Siegesfeier mit der Mannschaft und Trainer Kalli Feldkamp sowie all den Ehrengästen im Hotel zu moderieren und Interviews zu machen. Eine zweifelsohne schöne Aufgabe. Aber mir war klar: Solch ein Auftritt ist bekanntlich mit Siegern weitaus schöner, als wenn man bei einer Niederlage dann doch in einem Tal der Eintracht-Tränen am Mikrophon sitzt.  In der 81. Minute dann die totale Rhein-Main-Erlösung durch den eleganten Ungarn Detari. Sein präziser Freistoß  war für Zumdick nicht zu fassen. Und ich war einer im Stadion, der auch grenzenlos glücklich wurde.

Die Bochumer spielten 1988  im Berliner Olympiastadion mit folgender Mannschaft: Zumdick, Reekers, Oswald, Woelk, Kree, Rzehaczek, Iwan, Legat, Heinemann sowie Nehl (66. Epp), Leifeld.

1981: 3:1 in Stuttgart gegen den 1. FC Kaiserslautern durch Tore von Neuberger, Borchers, Cha Bum und ein Gegentor  (90. min) von Geye. 

Gespielt haben: Pahl, Sziedat, Pezzey, Körbel, Neuberger, Lorant, Nickel, Borchers, Nachtweih, Cha Bum, Hölzenbein.

1975 in Hannover:  1:0 gegen MSV Duisburg in Hannover. Tor durch Charly Körbel. Die Frankfurter Eintracht ließ folgende Spieler auf den Platz: Stein, Schlindwein, Binz, Körbel, Kostner (71. Klepper) Sievers, Schulz, Detari, Roth sowie Friz ( 78. Turowski), Smolarek.

1974: 3:1 gegen den Hamburger SV in Düsseldorf vor 53 000 Zuschauern. :   Die Eintracht war mit folgenden Spielern aufgelaufen. Kunter, Reichel, (106. Müller), Trinklein, Körbel, Kalb,   Beverungen,   Nickel, Weidle (74. Kraus), Grabowski, Hölzenbein, Rohrbach. Tore: 1:0 Trinklein, 1:1 Björnmose, Hölzenbein,Kraus.

1964 hatte die Eintracht das Endspiel mit 2:0 gegen  1860 München in Stuttgart vor 45 000 Zuschauern verloren. Austragungsort das  Berliner Olympiastadion.  Kohlars und Brunnenmeier machten die Tore für die 60er. die Eintracht spielte damals mit: Loy, Lutz, Höfer, Lindner, Landerer, Stinka, H. Kraus, Trimhold, Huberts, Stein, Schämer.

Und heute, Samstag,  steht um 20 Uhr Borussia Dortmund als Gelbe Wand vor der Eintracht aus Frankfurt. Spielergebnis (noch nicht) bekannt um diese Uhrzeit. Derzeit bin ich einer der vielen Fußballfans vor dem Bildschirm, der (noch)  viele gute Hoffnungen (mit einer kleinen normalen respektvollen Skepsis) in der Brust hat. Ich würde mich auch ungemein für das das elegante und meist souverän in sich ruhende Trainergespann aus Frankfurt, Niko Kovac und seinen Bruder Robert mit allen dazu gehörigen Kollegen, wie auch Moppes Petz, Bruno Hübner oder Organisator Rainer Falkenhain  die alle zum Team gehören, sehr, sehr freuen. Die Kovac-Brüder haben bei der Eintracht bislang sehr sympathische Spuren hinterlassen, auch wenn zuletzt eine Flaute für Abstiegsangst sorgte, meine ich. Und für die Eintracht und die Mainmetropole wäre es halt mal wieder ein echtes Glücksgefühl rund um den Römer und die Region, wenn man sich auf dem Römer-Balkon treffen und zeigen könnte.  Also abwarten. Alles ist möglich. Das 1:1 in Minute 45 macht aber etwas her, das natürlich ganz besonders Frankfurt gefällt.

Der couragierte Auftritt nach dem kleinen Schock beim 0:1 hat die Eintracht erfreulicherweise recht bald  zum 1:1 Remis zur Pause  gebracht. Die ganze  „Adler“-Truppe zeigt erfreuliches Selbstbewusstsein.  Leider war es kurz vor dem Pfiff zur Pause nur ein Pfostenschuss gegen BVB-Keeper Bürki. Das hätte vermutlich ab diesem Zeitpunkt einiges auf dem Platz verändert.

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Donnerstag, 25. Mai 2017

Die Kanzlerin – souverän, total im Bilde und sympathisch kämpferisch

Wer Bundeskanzlerin Angela Merkel heute an der Seite des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama im TV beim Evangelischen Kirchentag erlebt hat, konnte sich schon mal vorab ein Bild machen, wie schwer es SPD-Gegenkandidat Martin Schulz bei der nächsten Bundestagswahl haben dürfte. Klar in der Aussage, mutig in der Formulierung, sympathisch locker kam Angela Merkel über den Schirm. So hat man sie schon Wochen nicht gesehen. Für CDU-Wähler vermutlich ein erfreuliches Bild. Für die Mitbewerber um die politische Macht vor der Bundestagswahl war es vermutlich weniger schön, denn Angela Merkel dürfte gepunktet haben.

 

Wie immer ist es bei ihr auch interessant zu sehen, inwieweit die Umgebung und die handelnden Personen rundum ihre Seele, ihren Geist und ihre  generelle Ausstrahlung beeinflussen. Es war ein Bild des Friedens und der Normalität mit positiven Begleiterscheinungen. Heute hatte man das Gefühl, dass ihr diese Veranstaltung richtig Freude gemacht hat. Wobei der lässige Frauentyp Barack Obama sicherlich einen  Teil als Motivator dazu beigetragen hat. Die beiden mögen sich, wie man weiß. Freut mich für Frau Merkel, aber auch für den ehemaligen US-Präsidenten, der solch einen schlimmen Nachfolger bekommen hat. Was für Unterschiede bei diesen beiden Präsidenten vorhanden sind. Amerika ist nicht zu beneiden.

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Samstag, 20. Mai 2017

Eintracht „Quo Vadis ? Kann eine Stadt wie Frankfurt/Main mit dem Verein zufrieden sein?

Der FC Bayern München ist wieder Meister der Bundesliga-Saison  2016/2017. Dazu darf man Uli Hoeneß und seinem Team herzlich gratulieren. Eintracht Frankfurt war anfangs auch ganz gut dabei – bis dann eine lange Leer-Phase in puncto Erfolg kam. Eine verdammt lange, muss man sagen. Die Zuschauer der Eintracht haben das bescheidene Abschneiden der letzten Jahre bislang hingenommen, trotzdem jede Menge Geld in das Saison-Vergnügen SGE-Bundesligaspiele „eingezahlt“. Zufriedenheit in Frankfurt? Nüchtern geantwortet muss man feststellen:  Wirklich nicht. Für die Mainmetropole mit einem gewaltigen Kapital und vielen Ressourcen im Rücken ist das bei der allgemeinen und ständig international wachsenden Fußballbegeisterung in meinen Augen zu wenig. Viel zu wenig. Und warum ist das so?

Nun, es gibt sicherlich viele Ursachen. Vor allen Dingen zu viele Köche, die voller Eitelkeit als Würze in der Eintracht-Suppe rühren. Leider ohne den Geschmack besonders vorteilhaft zu verändern. Eine Bestandsaufnahme der Fehler im Einklang der guten Entscheidungen scheint mir bei der Eintracht dringend erforderlich. Immerhin ist man trotz eines guten und sehr engagierten Trainergespanns mit Niko und Robert Kovac und einer noch lange nicht stabilen Mannschaft in der Tabelle und dem Ansehen viel zu weit hinten gelandet. Ein Abstieg war schließlich bis vor wenigen Tagen auch noch fast zu befürchten.

Das aktuelle Bild der Eintracht mag für Fans, die zwischenzeitlich fast alles goutieren, ja gerade noch so einigermaßen stimmen. Aber nur mit viel Wohlwollen. Die Köpfe eines erfolgreichen Vereins sollten rauchen. Aber nicht vor Eitelkeit und Selbstdarstellung. Viel lieber mit gescheiten Aktionen, die dem Verein Respekt,  Interesse und auch Sponsoren für eine bessere Kassenlage bringen.

Sorry, meine Herren im Vorstand. Viel zu schnell beruhigt man sich in diesem Geschäft, wenn mal 2 bis 3 Spiele hintereinander gewonnen werden. Viel zu gerne lehnt man sich auch bei der Eintracht seit Jahren zurück und läßt sich von einfachen, unkritischen Zeitgenossen feiern. Fußball ist aber auch Politik. Und zwar eine mit klarer Konzeption für längerfristigen guten Erfolg. Und vor allen Dingen eine  mit der Frage nach der Begeisterungsfähigkeit für Mann und Frau.  Eine die den Bürgern und den Fans gefällt. Also mit hoher Akzeptanz. Am besten eine, die nicht nur in die Köpfe, sondern unter die Haut geht.

Deshalb möchte ich jetzt, nachdem es unten im Bundesligakeller andere Vereine beim Thema Abstieg erwischt hat, davor warnen, dass man die Brille der satten Zufriedenheit wieder aufsetzt. Vereinsführung ist Kreativität und nüchterne Verpflichtung. Ein Vereinspräsident und seine Mitstreiter werden in der  Größenordnung einer Metropole wie Frankfurt ständig wie ein Bürgermeister und Magistrat im Auge behalten. Die Eintracht ist täglich, insbesondere Sonntags und Montags,   ein stark frequentiertes Thema bei Hunderttausenden von Menschen. Viele Leute orientieren sich mit ihrer Gefühlswelt vorwiegend an der Eintracht.  Oder aber sie verlieren irgendwann das echte Interesse. Die vielbeschworene Liebe plätschert dann nur noch dahin.

Was der Eintracht natürlich auch fehlt ist eine echte sportliche Konkurrenz in der Nachbarschaft. Weder Kickers Offenbach, Darmstadt 98  noch der gerade in der Versenkung der 4. Liga verschwundene FSV kommen als ernsthafte Konkurrenten in Frage. Das war schon mal anders.

Ist es ein Wunder, dass heute noch ein vor Jahren  verstorbener Kapitän Alfred Pfaff oder  ein Stürmer wie Richard Kress in allerbester Erinnerung sind und Bewunderung trotz deren letzter Ruhestätte auf einem Friedhof erfahren? Oder obwohl der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1959 mit dem 5:3-Erfolg nach Verlängerung  über Kickers Offenbach nur noch im Meisterpokal eingraviert zu finden ist? Ein begnadeter Ex-Spieler wie  Istvan Sztani bekommt heute noch  Respekt und Bewunderung,  auch bei jüngeren Leuten, obwohl diese weder den einen noch anderen jemals aktiv live am Ball gesehen haben. Aber diese Legenden haben sich bis heute erhalten. Dasselbe gilt für Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein, Bernd Nickel  oder Charly Körbel, Dieter Lindner, Dr. Peter Kunter, Egon Loy und Uli Stein, um nur einige Namen aus der Vergangenheit  zu nennen.  Deren Leistung und jener Lustgewinn ist immer noch in irgendeiner respektablen Form erhalten oder auch leicht im Museum beim Leiter  Matthias Thomas nachzuvollziehen, jeweils mit  entsprechenden historischen Zeugnissen.

Ein Verein wie Eintracht Frankfurt hat es glücklicherweise verstanden, sich für den Blick zurück, der zugleich immer einer nach vorne ist, das Eintracht-Museum in der Commerzbank-Arena zu schaffen. Aber das reicht nicht aus. Die Tagesaktualität, die breite Perspektive  muss dazu. Und zwar mit lebenden Personen, die überzeugen.

Ich weiß, es wird manches gemacht oder auch versucht.  Aber eine generelle nüchterne Bestandsaufnahme würde der Eintracht nach meinem Eindruck mal  gut zu Gesicht stehen. Eine allgemeine offene Aussprache mit vielen eigenen Überlegungen in einem internen Kreis könnte ein Anfang sein, um mit neuen Ideen oder  alten Erkenntnissen  wieder die Segel neu am Main zu setzen. Man träumt doch seit Jahren von mehr. Glaubwürdigkeit und Leidenschaft gehören dazu. Nur den Adler sich aufs Revers zu heften, nun, das ist mit Sicherheit zu wenig.

Diese Zeilen  sollen  lediglich zu Gunsten der Eintracht ein kleiner Weckruf oder eine positiv gemeinte Anregung sein. Und zwar aus neutraler Position mit Respekt für den Verein und seine wichtige Tradition. Ich gehe mal davon aus: Es gibt in Frankfurt noch jede Menge wohl meinende Bürger, die  gerne bereit wären, auch mitzudenken. Oder sogar mit zu handeln und  den einen oder anderen Beitrag für einen so bekannten Verein zu leisten, der in der ganzen europäischen Fußballwelt ein Begriff ist.  Selbst wenn die Eintracht jetzt den DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund gewinnen sollte, was allerdings verdammt schwer werden dürfte, dann gäbe es für die Saison 2017/2018 und darüber hinaus noch genügend zu tun, um das Fahrwasser nach weiter oben auf breiterer Basis wieder ein Stück schneller und überzeugender  fließen zu lassen. Frankfurt hat es verdient. Diese Stadt lebt. Die Eintracht ist ein wichtiger Baustein des täglichen städtischen Lebens. Nicht nur in der Sponsor-Abteilung der dominierenden Bankenwelt, die im übrigen wie die Polit- und Parteienlandschaft genügend mit sich selbst zu tun hat.                                                                                Horst Reber

 

 

 

 

 

 

 

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Dienstag, 16. Mai 2017

Der Charme und die Freiheit der 60er/70er-Jahre – was für ein sorgloses Leben für die heute 65- bis 68jährigen

Da musste der Generation, egal ob Mann oder Frau – das Herz und die Sehnsucht nach damals doch aufgehen: RBB-TV brachte am Dienstagabend um 22.45 Uhr den Film „Bist du Beatles oder Stones?“. Diese Dokumentation war ein  Traum für jeden Zuschauer, der in der Lage war, sich in jene Jahre mit authentischen  Lebens- und Zeitgeschichten reinzudenken und reinzufühlen. Fünf Jungs aus Neukölln, die aussahen wie die Beatles und sich zugleich wie die Stones (Rolling Stones) empfanden. Toll gemacht.

Der Blick zurück von diesen jungen Männern,  die bis in ihr heutiges Leben noch einige sichtbare und fühlbare Verhaltensmerkmale oder auch leise anklingende Sehnsüchte von damals in unsere Zeit „gerettet“ haben. Die Jungs aus der Wohngemeinschaft, jeder ein Typ für sich, begeisterten mit ihrer ehrlichen Lebensschilderung, dass einem warm ums Herz wurde. Die 60er- und 70er-Jahren sind zweifelsohne eine Zeit gewesen, die bei vielen Menschen der älteren Jahrgänge noch in guter Erinnerung sind.

Junge Leute waren damls oft zweigeteilt. Einige wollten den Typ Revoluzzer richtig ausleben, andere, die eher stark bürgerlich geprägten, hatten Verständnis für diese Welt, folgten ihr aber nicht.  Sie bewunderten diese freien Typen, übten auch keinerlei Kritik, aber sie den  „Dutschkes“  jedoch nicht.

Der RBB unter der Regie von W. Wittlich machte daraus eine zauberhafte Unterhaltungssendung, die wie ein Lehrbuch voller Sentiments durch diese wilden Jahre in der Bundesrepublik mit Berliner West- und Ostanteil führten. Das Geschichtsunterricht der besten Form an Unterhaltung. In der HÖR ZU war diese Sendung als Tipp aufgeführt. Danke! Es war einer. Ein ausgezeichneter. Dem Sender und seinen Machern dieser Dokumentation ein ganz großes Kompliment. Eine Wiederholung wäre für viele, die heute Abend nicht eingeschaltet haben, ein Geschenk.                                     Horst Reber

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Sonntag, 14. Mai 2017

Darmstadt 98 – ein Verein, der ein großes Vorbild in der Fußballszene geworden ist. Ich gratuliere mit großem Respekt!

Darmstadt 98 hat es allen Bundesligisten und auch vielen anderen Vereinen und sicherlich auch unserer Gesellschaft  gezeigt: Man kann mit Anstand, Würde und Respekt vor anderen im Leben und im Sport absteigen. Die Fans von Darmstadt 98 mit ihrem leider im Alter von 26 Jahren am 8. März 2017 verstorbenen Idol und vorbildlichen Fürsprechers für Fußball und Leben  bis zur letzten Minute des eigenen Daseins, Johnny Heimes, haben sich in meinen Augen ein Mannschafts-Bundesverdienstkreuz verdient, was es leider in dieser Form noch nicht gibt. Eine politische Installierung wäre aber sinnvoll.

Darmstadt ist 2017 sportlich abgestiegen. Darmstadt hat sich jedoch bis zum bitteren Ende, als nichts mehr zu machen war, wunderbar verhalten. Der Respekt für die Darmstädter Mannschaftsleistung unter dem vorbildlichen Kapitän Aytac Sulu mit seinen türkischen Wurzeln und all den sinnvollen Bemühungen des Teams innerhalb des Vereins um eine generelle gute Haltung mit Vorbildcharakter ist für mich das Beste, was ich aus dieser Bundesligasaison mitnehme. Darmstadt 98 – Chapeau!

Dem Präsidenten Rüdiger Fritsch (inklusiv  seiner mit engagierten Ehefrau) , seinen Vorstandsmitgliedern mit dem Team rundherum, Co-Berater Ramon Berndroth  sowie  den super inspirierten Fanclubs des Vereins mit dem „Lilien“-Wappen, OB Jochen Partsch (Grüne) mit Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sowie auch der unterstützenden Weltfirma Merck AG, die zu Gunsten von Johnnys Namen  ein Jahr auf das von ihr gekaufte Namensrecht des Stadions „Böllenfalltor“ verzichtet hatte, gebührt das größte Kompliment, das man vergeben kann. Menschlichkeit, Verstand und Mitgefühl haben den SV Darmstadt 98 in der Fußballbranche zu einem so positiven Sonderthema gemacht, wie es dies bislang noch gegeben hat. Dass die 98er nach zwei Jahren im Oberhaus nunmehr endgültig wieder in die 2. Liga abgestiegen sind, das ist kein Beinbruch. Sie werden wiederkommen in die Erste Bundesliga, da bin ich vollkommen überzeugt.

Ich bin jedenfalls ein Fan dieses Vereins geworden, weil er all die schlechten oder zu kritisierenden Eigenschaften, die man im Fußball bekanntlich auch vorfindet, auf die schönste Art und Weise Lügen straft.  Darmstadt 98 hat eine Kehrtwende begonnen, und zwar so überzeugend, dass einem warm ums Herz wird. Moral und Anstand mit Respekt sollte auch für viele andere Vereine, die oft mehr dem Kommerz hinter jagen als einer kerngesunden Vereinspolitik mit Vorbildeigenschaften  künftig die Vorgabe neben der Tatsache sein, in erster Linie Punkte und finanzielle Umsätze zu sammeln. Drinbleiben ist fraglos wichtig, aber nicht alles. Dafür steht der Fußball inzwischen viel zu sehr im Blickpunkt einer immer noch wachsenden Öffentlichkeit.  Sauberer, menschlicher und sportlich intakter Wettbewerb muss für alle künftig mehr als nur eine gern gebrauchte Floskel bedeuten.  Sie muss auch gelebt werden. Wie bei den 98ern in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.                                   Horst Reber  

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Dienstag, 9. Mai 2017

Thomas Tuchel – ein Mann stellt sich selbst ein Bein. Zu oft inzwischen

Thomas Tuchel, Coach von Borussia Dortmund, nervt nicht nur Borussia-Fans. Er verbreitet generell mit seinem komischen und gepressten Verhalten in der Fußballszene eher schlechte als gute Laune. Der arme Kerl, man kann ihn eigentlich nur bedauern, übt als „Fußballer“ in den Seelen und Gefühlen der Ball-affinen Menschen in unserem Land keinerlei positiven Einfluss aus. Selten im übrigen, dass mal etwas Natürliches oder Herzliches von ihm kommt,  wenn er mit seiner Borussia gewinnt, was ihm ja öfter gelingt.  Zumindest stellt er sich auf dem TV-Schirm eher miesepetrig als heiter und erfreut dar. Thomas Tuchel scheint mit sich und manchem Zeitgenossen in der Umgebung immer unzufrieden zu sein. Ich frage mich schon lange, was hat er?

 

Fest steht: Die Mannschaft steht gut da, nur der Trainer macht immer auf Skepsis, Ablehnung oder tiefsinnige Bedenken. Tuchel kann sich menschlich nicht öffnen. Mehr noch: Auch nicht ehrlichen Herzens freuen. Vielleicht fällt ihm auch das Gönnen schwer, muss man vermuten, so wie er sich verhält. Man sollte  ihm eigentlich den guten Rat geben, sich mal bei einem sehr guten Psychotherapeuten ohne mediale Begleitung auf die Couch zu legen. Irgendwas stimmt mit ihm nicht. Das war schon in Mainz so, wo er durch den fröhlichen muntermachenden Christian Heidel seine erste BL-Chance als Trainer bekommen hat. Trotzdem ist er ein  Unzufriedener geblieben. Mit ihm einfach mal ein Bier zu trinken und zu quatschen, ich glaube, das ist ganz schwer. Was schade ist. Denn er macht bei fast jedem Auftritt im persönlichen Verhalten fast alles falsch. Kein Wunder, dass er bei der Klubführung, aber auch bei Spielern als Mensch nicht besonders hoch im Kurs steht. Eine Seelenkur würde ihm wahrscheinlich gut tun. Wenn Lucien Favre kommt, was wohl noch nicht endgültig ist, dann dürfte bei der Borussia intern auch wieder offen geschmunzelt und herzlich gelacht werden.

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Sonntag, 7. Mai 2017

Frankreich hat sich für eine bürgerliche Fortsetzung entschieden, aber warum bekam Le Pen trotzdem so viele Stimmen?

Wahlergebnisse sind meistens ziemlich rätselhaft. Wie jetzt auch in Frankreich. Klarer Wahlsieger Emmanuel Macron, ein parteiloser Politiker. Einer, der bürgerliche und europäische Vorstellungen signalsierte und 65,5 % der Stimmen bekam.  Marine Le Pen, die rechtsextreme Lady, hat  zwar die Wahl mit 34,5 % klar verloren, kann jedoch trotzdem zufrieden sein. Ein Drittel  des Wahlvolkes ist ihr gefolgt.

Wie geht sowas? Extreme Verhältnisse. Wer sich im Gefühl der Franzosen ein bisschen auskennt, der hat in den letzten Jahren gespürt: Die Franzosen trauern nach den wachsweichen Vertretern Sarkozy und Hollande einem General De Gaulle mit seiner eindeutigen Präsenz nach. Er war der starke Franzose, der im übrigen auch Deutschland in seiner Zeit sehr wohl gesonnen war. General De Gaulle konnte mit uns. Er pflegte die Nachbarschaft über den Rhein. Nicht nur bei der bekannten legendären Veranstaltung auf dem legendären Killesberg in Stuttgart, wo er sich eindeutig zu den Bürgern von Weltkriegsverlierer Deutschland und seinen politischen Spitzen bekannt hat. Dafür muss man ihm heute noch dankbar sein. Denn dieses Bekenntnis hat uns Deutschen sehr geholfen, wieder langsam internationale  Anerkennung zu gewinnen. Vive De Gaulle, vive La France.

Aber was hält man von Le Pen? Diese Politikerin hat es verstanden, sich bei den wirtschaftlich schwächer aufgestellten Bürgern beliebt zu machen und das ausgeprägte Nationalgefühl der Franzosen anzusprechen. Sie vermittelte in ihrer Taktik schlecht verdienenden wirtschaftliche Bürgern Hoffnung und mehr generelle Beachtung insgesamt in einem Land, das mit seiner diffizilen Kolonialgeschichte noch nie einfach zu regieren war. Macron hat eine sehr schwere  Aufgabe übernommen, denn viele Franzosen sind unzufrieden. Aber Macron  ist unbelastet und eloquent mit politischer Vorerfahrung in Amtsverantwortung. Und er hat im Wahlkampf keine übergroßen Versprechungen gemacht, sondern cool sein Konzept der Glaubwürdigkeit und der Machbarkeit verdeutlicht. Jetzt ist er im Geschirr. Nun wird er nicht nur in den nächsten 100 Tagen sehr kritisch beäugt und beim Wort genommen. Im Interesse der deutsch-französischen Freundschaft und einem neu aufgestellten europäischen Geist, in dem Frankreich eine wichtige Rolle spielen dürfte, muss man Monsieur Macron viel Erfolg und Glück wünschen. Auch im Sinne der Bundesrepublik Deutschland.

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