Es mag ja sein, dass hohe Einnahmen aus TV, Sponsoren, Eintrittsgeldern und sonstige Gelder den Blick für die Wirklichkeit verstellen, aber der Deutsche Fußballbund inklusiv der FIFA müssen sich mal ganz schnell auf die neue Wirklichkeit des öffentlichen Interesses und der veränderten Wahrnehmung für ihr „TUN“ einstellen. In der Sicherheit dieser Organisations- und Verwaltungswelt des Fußballs ist eine neue Sachlage entstanden. Und zwar mit neuer Sichtweise der üblichen Organisations- und Verwaltungsakte. Das Internet, die sozialen Medien, die Bürger- und Fan-Meinung sehen heute viel mehr als dem DFB lieb sein kann. Deshalb sollte sich der DFB mit seinen vielen Funktionären und Gremien, die noch vor einigen Jahren relativ gut aufgestellt waren und sich keine außerordentlichen Blößen als Veranstalter gaben, diese veränderten Zeichen der Zeit endlich erkennen. Der normale Fan ist heute mit seiner öffentlichen Meinung anders und kompetenter unterwegs. Als man noch kein Internet kannte und die Heilige Kuh nicht so transparent war, hat sich vielleicht eine Öffentlichkeit ergeben, die heute die Welt durchleuchtet.
Der DFB ist eigentlich das Herz und die Zentrale des deutschen Fußballs und der Fußballfans. Das sei mal ganz nebenbei gesagt. Zur Erinnerung. Aber dort findet man inzwischen jede Menge kranker Stellen. Mal abgesehen von der enorm wichtigen Funktionalität in der Organisation von den Amateuren bis zu den Profis und der Wirkung in der breiten Öffentlichkeit. Diese DFB-Verwaltung mag nicht immer so einfach sein, wie man glaubt, aber was dem DFB in der letzten Zeit alles an Fehlern und Ungereimtheiten passiert ist, das deutet doch ziemlich klar auf eine schlechte Administration hin. Der normale Bürger würde all diese Mängel als „Sauladen“ bezeichnen – und würde damit vermutlich auch oft richtig liegen. Die nicht hinzunehmende Arroganz von Seiten dieser „Fußballbehörde“ muss sich schnell wieder in einen Servicebetrieb mit intelligenten Köpfen und Verantwortungsbewußtsein verwandeln. Sonst besteht die Gefahr, dass das Ansehen und die Wahrnehmung dieser „Behörde“ sehr in Frage gestellt wird. Oliver Rasch, ein Frankfurter Fußballfan und Kenner der Szene hat die Fehler des DFB jetzt allein beim Pokal-Endspiel zwischen Dortmund und Frankfurt sehr seriös aufgelistet. Ein Blick in Facebook genügt – und man schüttelt nur noch den Kopf. Für diese Aufklärung sollte der DFB mit Herrn Grindel und dem ganzen Apparat an der Spitze dankbar sein.
Wilfried Straub als ehemaliger überaus korrekter und angesehener Generalsekretär, der inzwischen leider verstorben ist, würde sich schämen, solche Fehler in der Führung zu erleben. Unter seiner Ägide sind solche Peinlichkeiten nicht passiert. Der DFB läuft Gefahr, sein einstiges gutes und solides Image, das am seidenen Faden hängt, ganz zu verspielen. Horst Reber
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