Mittwoch, 21. Dezember 2016

Der FC Bayern kann eben mehr, wenn er will…Leipzig konnte da nur zuschauen und lernen

Der FC Bayern hat mit dem 3:0 gegen RB Leipzig die Dinge wieder in die Reihe gebracht. Guter Fußball wird zwar auch von den „Bullen“ gespielt, aber die Bayern sind nunmal ein ganzes Stück besser. Jedenfalls am heutigen Mittwochabend. Nach 45 Minuten 3:0 – eine klare Feststellung, wer Chef in der Bundesliga ist. Das heißt ja nicht, dass dies ein Dauerzustand ist, aber mir hat das sehr gut gefallen. Und ich glaube, dass auch der ebenso souveräne wie sympathische Bayern-Coach Carlo Ancelotti denselben Eindruck heute Abend noch bei einem Gläschen Roten verbreitet. Die Bayern spielten wie befreit auf, flogen wie Weihnachtsengel über den Rasen. Und ich kann nicht verhehlen: Mir hat das Ganze bis zur 90. Minute gefallen. Man möge mir das in Leipzig bitte nachsehen, aber der FC Bayern steht mir nunmal nahe. Jeder Bayern-Spieler lief übrigens geradeso übers Feld, als bekäme er von Präsidentenrückkehrer Uli Hoeneß Kilometer- und Motivationsgeld zusätzlich ausgezahlt. Der 1. Platz in der Tabelle macht zumindest in der Winterpause Freude, läßt unterm Weihnachtsbaum auch gute Gefühle ins Jahr 2017 wachsen.

Dasselbe – in ähnlicher Form – wünsche ich auch der Frankfurter Eintracht, die unter Niko und Robert Kovac einen völlig neuen Auftritt bekommen hat. Jetzt dürfte auch der ewige Topspieler der SGE, Jürgen Grabowski, wieder lächeln können. Bevor die Kovacs da waren, da hatte „Grabi“ schon Kummerfalten, weil so wenig klappte. Und wenn jetzt noch der SC Freiburg sich weiter im gesicherten Mittelfeld tummelt und Darmstadt 98, das garantiert mit Vertragsverlängerung von mit Interimstrainer Ramon Berndroth keinen Fehler machen würde –   noch die Rückkehr ins wahre Bundesligafeld, nämlich mindestens Platz 15 erkämpft, dann ist fußballerisch alles im Lot. Jedenfalls von meiner Sichtweise. Jeder hat nunmal den einen oder anderen Verein, den er noch bisschen lieber mag. So ist Fußball. Man hat eben seine Sympathien. Was nicht nur mit der rein sportlichen Präsenz und Leistung zu tun hat. Auch eine professionelle Außendarstellung mit Sympathieträgern, einem guten Innenleben und akzeptablen Selbstdarstellungen  (Fairness und gutes Verhaltens neben dem Rasen) sind eben für die breite Akzeptanz mit dafür verantwortlich. So ist nun mal der Mensch.  Was im übrigen auch ein Indiz dafür ist, dass man sich als Mannschaft auch in die Herzen, nicht nur gewinnbringend in die Vereinskasse spielen muss.

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Montag, 19. Dezember 2016

Ein glücklicher Sportabend mit Idolen – wer setzt noch etwas an Unterstützung drauf?

Die Wahl „Sportler des Jahres“ 2016 aus Baden-Baden hat einmal mehr bewiesen: Sportler, die nie etwas mit Doping zu tun hatten, sind so ziemlich die besten Repräsentanten unseres schönen Landes. Ob das aus Hessen stammende Turn-Idol Fabian Hambüchen, Triathlon-König Jan Frodeno oder Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg aus Wiesbaden oder alle anderen gewählten Top-Athleten und Topathletinnen gingen als Helden dieser Nacht in die Sportgeschichte ein. Natürlich auch vorweg  Tennis–Queen Angelique Kerber oder die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig / Kira Balkenhorst. 

Alle Geehrten, auch die jeweils Nächstplazierten hatten einen glanzvollen Auftritt inmitten vieler auch ehemals verdienstvoller Sportler und Funktionäre. Da konnte man von einer familiären Atmosphäre sprechen. Unter der locker-beschwingten  Moderation von Kathrin Müller-Hohenstein und dem ehemaligen Ex-Eiskunstläufer Rudi Cerne wurden die Vertreter der deutschen Sportszene unter großem Jubel für ihre bemerkenswerten Ergebnisse und Verdienste herzlich gefeiert. Ob männlich oder weiblich – die Welt orientiert sich mit ihrer Sympathie am liebsten an  Sportleistungsträgern.  Sie sind die Helden, die  Vorzeigeidole unserer Zeit.  Die Botschaft ist uralt: Leistung und Fairness lohnen immer.

Das ZDF hat für diesen tollen Wahlabend mit großem Geschick und viel Gefühl Bilder aus dem internationalen Sporterleben, auch aus den kleinen Szenen bei Großveranstaltungen und Wettkämpfen eingefangen. Es war für jeden Zuschauer ein Genuss und ein Tanz mit respektvollen Gefühlen. DANKE für dieses neuerliche Gemälde des Sports, das die bedauerlichen Bilder von Doping glücklicherweise bis zum nächsten Skandal wenigstens vorübergehend  verdrängt.

Es gab so unendlich viel Positives über junge  Menschen und ihre Leidenschaft aus dem Sport zu sehen und zu erfahren: Leistungen und Disziplinen,  oft von fast kaum glaublicher Art, massive Gefühle und nicht für möglich gehaltene Nervenanspannung, begleiteten die Fernsehbilder. Beispielsweise beim Turnen. Dazu jeweils riesige Erleichterung, Glückseligkeit, manchmal auch Enttäuschung. Alles war drin in diesem Fernsehabend des ZDF. Er hat den Zuschauern das Herz geöffnet. Und er lieferte die Erkenntnis: Es geht an einem Sonntagabend auch ohne kriminelle Hauptakteure mit „Tatort“-Kitzel.

Ich hoffe, dass sich diverse erfolgreiche  Sponsoren von diesen sympathischen Sportsmännern und Sportsfrauen heute Abend zusätzlich angesprochen fühlten, um vielleicht mit diesen Bildern des Abends vor Augen Kontakt mit den diversen Instituionen und Offiziellen des Sports, aufzunehmen. Unterstützende Gelder aus dem jährlichen Unternehmensprofit werden immer dankbar entgegengenommen. Sport generell kostet bekanntlich auch Geld. Oft dauert es Jahre bis ein Talent, das vielleicht aus einem kleinen Sportverein kommt, neben dem Applaus auch eine spürbare unterstützende Hand bekommt, um damit irgendwann Deutschland mit einer großen Leistung zu überraschen.

In die Drogen-Prävention wird unbestritten mancher Euro investiert. Das ist wichtig und auch gut so. Aber das ist eine andere Baustelle des Sozialressorts der Bundesregierung. Aber dem sauberen Sport,  angefangen im Kindergarten, könnte man mit bestem Gewissen noch einiges mehr an finanzieller und auch ideeller Hilfe überlassen. Diese Form würde noch manchem kleinen Verein, der Kinder menschlich, sportlich und ehrenamtlich über Jahre betreut, helfen, mit noch besserer Ausrüstung und mehr Personal zielstrebig und noch erfolgreicher zu arbeiten.  Der gut organisierte Unterricht für Körper und Geist ist nach wie die Basis für ein gesundes Erwachen. Bei Alt und Jung. Der ZDF-Abend mit Deutschlands erfolgreichsten Sportlern sollte bei möglichen Sponsoren Lust gemacht haben,  einen eigenen Beitrag zu leisten, wenn nicht schon geschehen. Ich würde es dem Sport allgemein sehr wünschen.

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Sonntag, 11. Dezember 2016

Helmut Markwort – der Mann für (fast alle) alle Fakten sowie der Liebe für gute Nachrichten aller Art

Helmut Markwort, nach dem leider so früh von uns gegangenen Schauspieler Günter Strack inzwischen der berühmteste aktuell auftretende Darmstädter im Focus der letzten 50 Jahre in der Stadt der Wissenschaften und des Sportvereins Darmstadt 98, beschäftigt mich heute. Der Mann mit der Löwenmähne hat als Lebensalter mit einer unglaublichen akustisch und optisch wahrzunehmenden Kondition 80 Jahre an Lebensalter erreicht. Markwort hat im besten Sinne seiner vielseitigen Persönlichkeit und seines journalistischen Berufs Geschichte geschrieben. Und sie geht weiter. Sogar mit seinem Hobby, der Schauspielerei. Als Leser seiner von ihm bedachten und gelenkten Druck-Erzeugnisse im Burda-Verlag, u. a. Zeitschriften wie auch Focus oder Bunte, hat Helmut Markwort vielgelesene deutsche Journalisten-Geschichte geschrieben. Was vor ihm nur wenigen in diesem Metier in dieser breit gestreuten Begabungs-Palette gelungen ist: Er wurde für viele Nachwuchs-Reporter auch ein wichtiges Vorbild mit überregionaler Bedeutung. Der Darmstädter Zeitungsprofi  hat mancher Nachwuchshoffnung auch kleine Flügel verliehen, also ungewollt gute Animation für die Zukunft übernommen. Ohne Honorar und ohne die Absicht begleitet, dafür Applaus zu erhalten. Deshalb will ich heute mal Dankeschön sagen. Auch ich habe mich von seinem unglaublichen Spektrum an Initiative und Ausdruckslust in jungen Jahren beruflich inspirieren und animieren lassen. Helmut Markwort gehörte neben Peter Boenisch (BILD) und Jürgen Juckel (BILD und Abendpost/Nachtausgabe) zu den Helden des Journalistenberufs, die ich sehr bewundert habe. Herr Markwort, Sie standen immer weit vorne in der Garde der Chefredakteure und waren ein maßgeblicher Ansporn in einem Traumberuf, der heute noch weitaus mehr an schwierigen Entscheidungen verlangt als vor 40 – 50 Jahren.
Lieber Herr Markwort, Journalisten können nicht immer aktuell oder auch zum richtigen Zeitpunkt dort sein, wo die Musik spielt.  Oft kommen sie auch bei einem Ereignis hinterhergehinkt, um dann aber vielleicht doch noch die Kurve zur Aktualität zu kriegen. Ich habe heute am Sonntag im Bayrischen Rundfunk – nach Ihrem so gern gesehenen „Stammtisch“ mit ihren ebenfalls blitzgescheiten Tisch-Partnern Prof. Wolfgang M. Heckl und Karikaturist Dieter Hanitzsch sowie den Gästen Simone Solga und dem Münchner/Freisinger Erzbischof Kardinal Reinhard Marx – das sehenswerte Markwort-Porträt zum 80. mir mit großer Freude einverleibt. Und dabei sehr schnell den Wunsch verspürt, Ihnen spontan noch viele Jahre gute Gesundheit und Leidenschaft für das gedruckte Wort zu wünschen. Beides zusammen wären mein Geburtstagsgeschenk für Sie mit weiteren guten Wünschen für die Fortsetzung eines erfülltes Leben mit Ihrer Lebenspartnerin Patricia Riekel und  vielen weiteren netten, großherzigen Menschen. Wobei ich übrigens auch den glücklicherweise wie am normalen Alltag teilnehmenden Uli Hoeneß meine, der mit Ihnen beim FC Bayern u. a. die Leidenschaft für besonders ansehnlichen Fußball für Bayern und die Welt teilt. Was mir auch gefällt.
Es grüßt herzlich

Ihr Horst Reber aus Frankfurt/Neu-Isenburg

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Freitag, 9. Dezember 2016

Ein Schiri hat es schwer. Aber manche gehören einfach nicht auf den Rasen gelassen. Aus Gründen der Sicherheit.

Das Spiel der Fußballbundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Hoffenheim ging glücklicherweise nach dieser eigenartigen Schir-Leistung 0:0 aus. Was für ein Theater wäre auf uns zugekommen, wenn beispielsweise Eintracht Frankfurt mit einem Tor in der letzten Minute noch gewonnen hätte. Was wäre alles auf den Rängen gebrüllt worden? Oder genauso umgekehrt: Was für ein Geschrei, wenn die Hoffenheimer als Sieger dieses äußerst ruppigen und von Bösartigkeiten begleiteten Spiels in die Kabinen gegangen wären. Der Schiedsrichter war leider total überfordert. Aber das ist nunmal sehr gefährlich in einer so aufgeheizten Stimmung. Glücklicherweise waren die beiden Trainer cool genug, keine hitzige Debatte zu führen. Schiris haben weiß Gott keine leichte Aufgabe, das weiß man. Aber bei solch einem desaströsen „Arbeitsnachweise“ kann weiß Gott was in den Fan-Lagern passieren. Der DFB sollte mal wieder einen Schiedsrichter-Lehrgang für „Sitzenbleiber der Zunft mit Pfeife“ ansetzen. Das war ein Lehrbeispiel für Regelkundler mit Pfeife ohne Selbstvertrauen sowie möglicherweise auch schlechten Augen.

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Dienstag, 6. Dezember 2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Mutmacherin für die Zukunft, ein Ansporn für alle Bürger

Angela Merkel: Klug, stark und zuversichtlich – so wirkte die Bundeskanzlerin auf dem Parteitag in Essen auf mich. Allerdings saß ich nur bei N-TV vor dem Bildschirm. Nicht in der Halle, wo sich die Delegierten zusammenfanden. 11 Minuten und 20 Sekunden dauerte der Applaus für Ihre Grundsatzrede nach der Stoppuhr des Sender. Für mich hat diese Aussage keinen besonderen Wert. Aber er ist zumindest ein Indiz für die gute oder wohlmeinende Grundstimmung der CDU, die sich bereits jetzt sorgsam auf das Bundestagswahljahr 2017 vorbereitet. Eineinhalb Stunden hat Angela Merkel ihre Parteimitglieder eingeschworen. Die Stimmung im Saal wurde erkennbar von Minute zu Minute immer besser. Zuletzt strahlte sogar die Chefin. Sie hatte verstanden: Die CDU steht trotz der zuletzt wahr genommenen teilweise Attacken von rechts und links (und manchmal in den eigenen Reihen) unseres Landes hinter dieser bewundernswerten Frau, der Stress anscheinend kaum etwas ausmacht. Sie steht – so auch heute – wie eine EINS.
Wenn ich im Freundes- oder Bekanntenkreis Frau Merkel lobe oder Gesprächspartner bitte aus echter Überzeugung bitte, doch mal ein bisschen mehr nachzudenken, was diese Frau für Deutschland und seine unterschiedlich permanent beeinflussten Bürger auf sich nimmt, dann werden Kritiker in der Regel  ziemlich leise. Was in unserer nach meinem Empfinden etwas zu lauten Ego-Society, die auch immer gerne selbst im Mittelpunkt stehen will, ein signifikantes Indiz für (vielleicht auch nur vorübergehend) etwas mehr Einsicht ist. Aber Frau Merkels Credo „Uns verbindet mehr als uns trennen kann“ dürfte absolut richtig sein. Auch dieser Satz hat Bedeutung: „Keine Scharia, Sicherheit für alle“. Trotz aller flapsigen Bemerkungen aus gelebtem Wohlstand und trotz der Besserwisserei in der großen Politik, die heute viel weniger  als noch in den 90er-Jahren ein Wohlgefallen mit Zuckerschlecken ist. Täglich mindesten 16 Stunden und mehr im Dienst für unser Land. Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel steht keine Gewerkschaft auf, wenn in ihrem Alltag nur selten oder gar kein  „normaler“ Feierabend zur Erholung ansteht. Niemand beschwert sich, wenn sie oft bis Mitternacht oder am Wochenende arbeitet, sich engagiert, Termin erfüllt. Niemandem fällt es auf, wenn Stress, Belastung und Nervenanspannung eigentlich viel zu sehr überhand nehmen. Aber diese Frau legt zugleich das Bekenntnis vor den Delegierten ab, dass sie ihnen zuletzt viel zugemutet habe. Bitte, was denn war für den Bürger ernsthaft wirklich zuviel?

Deutschland ist die Nr. 1 in Europa mit vielen sozialen und humanitären Segnungen sowie genügend Arbeitsplätzen, die letztlich auch nicht hergezaubert werden können. Dazu gehört immer in der Bürgerschaft mit mutigen Menschen eine Überzeugung, dass dies zu schaffen ist. Das geht nur mit einer überzeugenden Führungskraft und einer Politik, der man bei aller Skepsis auch vertrauen kann.

Sehen wir doch mal klar: Das funktioniert nur mit Menschen, die sich darüber freuen, wenn der Hinweis „Made in Germany“ nicht nur gefällt und als schön, dankbar und befriedigend empfunden wird, sondern auch anspornt. Vom Kioskbetreiber bis zum Klein- und Groß-Unternehmer mit eigener Verantwortung. Von dieser Einstellung profitierten inzwischen auch erfreulicherweise Tausende von Migranten, die in ihrem eigenen Land, also dort wo sie geboren wurden, davon nichts oder nur wenig vorgefunden haben und deshalb nicht profitieren konnten, weil von dieser Kraft und Bereitschaft zu wenig vorhanden.

„Unsere Zukunft hängt von unserer Stärke ab“, postulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor dem Schlussapplaus ihrer sehr guten Rede.
Natürlich läuft auch in Deutschland, einer Nation mit über 82 Millionen Menschen, nicht immer alles so wie gewünscht. Aber mal unter uns gesagt: Das gibt es nur im Schlaraffenland. Und dies hat weder einen Namen noch weiß man, wo dieses Paradies zu finden ist. Deutschland lassen wir mal außen vor.

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Freitag, 2. Dezember 2016

Das Glück des positiven Denkens, wenn es um Flüchtlinge und aktive Hilfe geht

Deutschland wird immer politischer. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Es wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen, beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Satz „Das schaffen wir“, entstanden aus einer Situation mit einem Flüchtlingskind in Anwesenheit einer TV-Kamera, mit Boshaftigkeit für Dumme  zu brandmarken. Man versucht sie in eine gewisse Lächerlichkeit mit diesem einmal ausgesprochenen Satz zu schieben. Und zwar  mit permanenter Wiederholung. Ganz schlechter Stil in meinen Augen.  Aber ich glaube, da haben sich diese Verunglimpfer geschnitten. Die Bundeskanzlerin schafft das, auch wenn diverse Medien und Netzwerker permanent in diese Richtung zielen, was ich generell als sehr unfair empfinde. Als könnte Angela Merkel nichts anderes, als diesen Spruch  „Wir schaffen das“ als Argument ihrer jahrelangen Arbeit im Dienste des deutschen Volkes, ihrer Verhandlungen, ihrer politischen Bestrebungen im Sinne von Deutschland und Europa über die Lippen bringen. Der Wind dürfte sich aber noch drehen, vermute ich. Denn Deutschland ist wirklich nicht rechtsradikal eingestellt. Auch wenn es manche unangenehme Zeitgenossen gerne so hätten. Was allerdings auch normal denkende und fühlende  Menschen verdammt böse und zeitweise auch ratlos macht.

Aber – und das tut gut: Die Situation liefert uns erfreulicherweise neben solchen Böswilligkeiten auch sehr häufig mit tollen Beispielen ganz das Gegenteil. All die vielen deutschen freiwilligen Helfer und Unterstützer von geflohenen Menschen aus kriegsgeschädigten Ländern wie Eritrea, Syrien, Iran, Irak, Pakistan und weiteren Nationen, beweisen jede Menge Charakter, Herz und Empathie. Deutschland ist Gott sei Dank nicht rechtsradikal und fremdenfeindlich, auch wenn es ein Grüppchen immer wieder so hinstellen will.

Natürlich gibt es einige unverbesserliche Gruppierungen, die auf einer üblen radikalen und fremdenfeindlichen Brühe der Meinungsmache mit schwimmen. Aber eines steht fest: Die weitaus größere Anzahl der Bundesbürger denkt humanitär. Allerdings lange nicht so laut und öffentlichkeitsintensiv gesteuert wie Rechtspopulisten dies tun. Beispielsweise betont scharf  und unerfreulich in Sachsen.

In der Stadt Offenbach wurden dieser Tage Schüler der Klassen 9 bis 13 – alle mit Migrationshintergrund oder aber aktuell geflüchtet – mit der sinnvollen Aufsatz-Wettbewerbs-Aktion „Quo Vadis“ in den Mittelpunkt einer großartigen Veranstaltung im Gemeindesaal St. Nikolaus in Offenbach-Bieber gestellt. Gemeinsam mit der Offenbach-Post, OB Horst Schneider und Landrat Oliver Quilling, eingeleitet von „Respekt“-Herausgeber Peter Hessler und mehreren Freunden und prominenten Bürgern und Bürgerinnen, standen Schüler aus Migrantenfamilien bei einer wunderbaren Veranstaltung im Rampenlicht. In der bis auf den letzten Platz besetzten Halle war es mucksmäuschenstill, als die Schüler und Schülerinnen etwas zu ihrer Lebenssituation am Mikrophon sagten. Sie erzählten von ihrem Schicksal – und wie erleichtert sie sind, in Offenbach mit offenen Armen aufgenommen worden zu sein. Da bekam man Schicksale überliefert, wie sie auch viele deutsche Familien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg erleben mussten. Mancher ältere Bürger im Saal konnte sich in eigener Sache an solche bitteren Stunden erinnern. Angst, Hunger, Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit gegenüber Frau Merkels deutschem Land, wie ein Schüler betonte,  prägten viele Aufsätze. Man spürte deutlich die Rührung und die Anteilnahme dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Immerhin kam sie aus der deutschen Stadt, wo es inzwischen auf Grund von  Zuzug und Flucht in den letzten Jahren und Monaten die meisten fremdländischen Bürger  gibt. Man spricht von 50 Prozent der Bürgerschaft. Und warum?  Weil Offenbach und viele andere Städte und Gemeinden eine besondere Haltung gegenüber Flüchtlingen eingenommen haben,  muss man hinzufügen. Diese Tatsache mit Willkommenskultur schmückt in meinen Augen ganz Deutschland. Das macht mich und viele andere Menschen  froh und glücklich.

Diese „Quo Vadis“-Veranstaltung, an der ich ehrenamtlich mitwirkte, hat Schüler, Eltern und offizielle Vertreter und Sponsoren, die für die besten Arbeiten der Migranten schöne und sinnvolle Preise stifteten, auch zu Recht stolz gemacht. Das war erfreulicherweise das Gegenteil von unverständlicher und zugleich mieser Rechtsattacke. Und, ich gestehe es, es tat allen gut. Dies konnte man mit einem Blick in den Saal und auch zu den Initiatoren, wie Konrektorin i. R. Helga Burgdorf oder Lehrerin i. R. , Marlies Reber, Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel und sein Integrations-Beauftragter Erwin Kneissl  oder Landrat Oliver Quilling bestätigten. Dass dazu auch noch die aus 35 jungen Musikanten (Jungen und Mädchen) bestehende grossartige Big-Band der Georg-Büchner-Schule in Jügesheim unter Leitung von Bandleader Willy Spahn. herausragend professionell mit zeitlosen Klassikstücken von Deep Purple oder Stevie Wonder aufspielten, nicht zu vergessen das Piano-Solo von Leonidas Metenidis aus Griechenland, war eine Abrundung, wie sie schöner nicht hätte sein können. Ich bin wie alle anderen Akteure glücklich, dabei gewesen zu sein. Die Überschrift in der Offenbach-Post zu dieser gelungenen Veranstaltung, an der auch Chefredakteur Frank Pröse mit einem Interviewbeitrag teilnahm, sagte alles: „In allen Texten Optimismus“.

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Donnerstag, 1. Dezember 2016

Torsten Lieberknecht – echt, kreativ und mit Bodenständigkeit im Fußball ein Traumtyp

Torsten Lieberknecht ist ein Pfälzer Bub aus „Lautere“, wie die Einheimischen sagen. Beim „FCK“, den wichtigsten drei Buchstaben in der Pfalz großgeworden, schon der A-Jugend des „Betze“-Vereins eine starke Persönlichkeit, die er später auch bei Mainz 05 sowie dem SV Waldhof Mannheim nachhaltig unter Beweis gestellt hat, ist jetzt seit Jahren schon als Trainer bei Eintracht Braunschweig ein hoch angesehener Mann. Warum? Die Antwort: Weil Torsten Lieberknecht echt ist. Kein bisschen verstellt, alles andere als verträumt und sehr, sehr fleißig. Sagen jedenfalls alle, die mit dem Sympathikus schon im Fußball oder im Privatleben eine Bindung hatten oder haben. Jetzt hat er Reporter Frank Heike von der FAZ ein Interview gegeben, das heute auf Seite 31 nachzulesen ist. Diesen Fragen und Antworten zu folgen, das macht Freude. Und genau dazu will ich Torsten, den ich als Spieler bei Waldhof Mannheim kennen und schätzen gelernt habe, gratulieren. Er hat dem sauberen, dem anständigen Fußball sein Gesicht und seinen Charakter zur Verfügung gestellt und damit diesem Sport mit all seinen Verführungen, Möglichkeiten  und Unwägbarkeiten einen großen Gefallen getan. Derzeit mit Braunschweig Spitzenreiter in der Zweiten Bundesliga darf sich Torsten Lieberknecht mit seiner Eintracht  berechtigte Hoffnungen zu machen, dieser schönen Stadt wieder Bundesligaluft zu vermitteln. Die Chancen stehen gut.
Einige Sätze aus dem FAZ-Interview von Frank Heike: Frage: Wie erleben Sie Ihre Rolle als Trainer eines Traditionsvereins?
Lieberknecht: „Ich bin schon traditionell angehaucht. Ich erfahre ein Privileg, in diesem Verein so lange arbeiten zu dürfen.
Nächste Frage: Wie arbeiten Sie mit den Trainern des Nachwuchsleistungszentrums zusammen?
Antwort: „Ich profitiere von ihrer guten Arbeit. Das hat bei mir viel mit Wertschätzung zu tun.“
Frage: Sie wirken wenig distanziert, muss man dies hier sein?
Antwort: „Ich möchte den Verein mit einbeziehen. Der Verein steht für Kontinuität. Ich liebe zu sehr den Fußball, den Fan und das Drumherum, um keine Nähe zuzulassen. Ich war genau wie meine Brüder, früher auch FSK-Fan. Ich kenne noch die Vorfreude aufs Spiel auf den Fahrten. Das Stadiongefühl in der Kurve. Ich muss keine Distanz aufbauen, nur weil ich Fußball-Lehrer bin. Wir dürfen die Nähe zu den Fans nicht verlieren.“

Soweit Auszüge aus dem FAZ-Interview. Mit einem jungen Coach aus Braunschweig, der damit das Wesentliche von Erfolg im Fußball neben seinem Talent und Wissen um Ball und Mensch zum Ausdruck gebracht hat.

Torsten, Chapeau!  Der deutsche Fußball und natürlich seit 2008 auch speziell Eintracht Braunschweig haben  mir Dir einen Goldklumpen in der Tasche. Dich zu sehen, zu erleben und zu analysieren – das macht Freude.

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