Donnerstag, 29. September 2016

Die Schnapsidee mit der Frankfurter Zeugenkarte – da schüttelt man als Bürger nur den Kopf und fragt sich: Was hat sich Herr Frank dabei gedacht?

Hauptsache Aktion! So empfinden viele Frankfurter, die jetzt mitbekommen hat, dass Stadtrat Markus Frank zwecks Sicherheit in der Stadt eine so genannte „Zeugenkarte“ der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Also Verhaltensregeln, wenn „Mann/Frau“ etwas gesehen hat, das nach Polizei ruft. Man kommt mit dem Kopfschütteln nicht mehr nach. Frankfurt entwickelt sich kommunalpolitisch bei diversen Römer-Entscheidungen zur „Comedy-Metropole“. In diesem Fall mit der Zeugen-Karte wirkte sogar noch der Präventionsrat der Stadt mit. Also Menschen, die mithelfen wollen vorzubeugen. Beispielsweise auch bei Gewalttätern, bösen Buben, Trickdieben. Ein Blick auf diese kuriose Karte – und schon weiß jeder Zeuge, was und wie er als Zeuge bei einer Straftat, die er miterlebt hat,  auszusagen hat. Und was notiert er sich? Naiver gehts wohl nicht mehr. Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass man sich die Notizen mit Täterbeschreibung auch noch sofort oder kurz danach von Amtspersonen mal schnell abzeichnen läßt. Und mit diesem Zettel geht man dann in den Gerichtssaal, wenn es dann dazu kommen sollte. Dezernent Markus Frank darf ja jederzeit naiv sein. Aber bitte nicht im Amt. Frankfurt ist kein Provinzstädtchen, Herr Frank. Die Bürger leben in einer europäischen stark prosperierenden Metropole. Naive Politiker kann sich die Stadt eher nicht leisten. Es sei denn man lebt und handelt nach dem altbekannten Frankfurter Ebbelwei-Spruch: „Bevor isch misch jetzt uffresch, dann iss es mir liewwer egal…“ Mir ist es nicht egal.

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Mittwoch, 28. September 2016

Das tollste Parfüm hilft leider nicht – auf der Zeil riecht es nach Ärger, Unrat und Stadtkritik

Klaus Kobberger, 58jähriger Drogist mit sehr erfolgreicher Parfümerie-Karriere in zwei sehr angesehenen Dependancen in der Stadt Frankfurt, ist ein kontrollierter Mann der Tat: Nachdem seine Beschwerden bei der Stadt Frankfurt über das Bettler- und Obdachlosen-Unwesen  an der Zeil 127 in der Nachbarschaft der Hauptwache nie etwas gefruchtet haben, zog er die unternehmerische Reißleine: „Nichts wie weg. Hier ändert sich doch nie etwas“.

So kam es, dass Klaus Kobberger entschieden hat, die bisherige Zeil-Adresse seines renommierten Parfümerie-Imperiums von der Hauptwache ab Februar 2017   ins  Thurn- und Taxis-Palais der benachbarten Großen Eschenheimer Straße zu verlegen. Die einstmals sehr gute Adresse gegenüber der Hauptwache hat sich in seinen Augen leider katastrophal geändert. Der Unternehmer, der in seiner Freizeit gerne ausreitet,  war mit dem Zustand und der ständig schlimmer werdenden Entwicklung vor seinem eleganten Geschäft in der City mit nunmehr 83jähriger Parfümerie-Tradition nicht mehr einverstanden. Zuviele Pennbrüder, Trunkenbolde und aggressive Gruppierungen von unbekannten Leuten aus Ost-Europa haben ihn jetzt dazu veranlasst, sein bisheriges Domizil zu verlegen. Der Entscheid fiel ihm trotzdem schwer. Eine Situation mit neuen Wechsel-Gedanken aus ganz sachlichen Erwägungen, die dem Kaufmann nicht leicht gefallen sind, wie auch all seine Stammkunden wissen.

Kobbergers  neues Standortglück liegt rund 250 Meter weiter in Richtung Große Eschenheimer Straße, direkt im Südflügel des historischen Palais Thurn und Taxis. Sein Credo: „Ich kann die Entwicklung vor dem Geschäft nicht mehr mit ansehen, das ist Kunden auf Dauer nicht mehr länger zuzumuten.“ So wird er mit seinen über 20 langjährigen Mitarbeitern umziehen, um im neuen Jahr ab Februar seinem Anspruch als maßgebliches Geschäft im Einzelhandel mit klaren Vorstellungen für Qualität und Umfeld neu zu definieren. Mehrere Versuche, das unkontrollierte Bettlerunwesen vor seinem alten Geschäftsbereich mit städtischer Hilfe zu unterbinden sind leider fehlgeschlagen. Das heißt genau: Die Stadt Frankfurt rührte sich nicht.

Was zunächst als sehr ärgerlich erscheint, das könnte sich künftig zum Guten oder zum Besseren wenden. Das Thurn- und Taxis-Palais ist eine sehr renommierte neue Adresse in der Frankfurter Geschäftswelt. Zudem sind die Mieten erträglicher als bislang gegenüber der Zeil an der Hauptwache. Der Unmut könnte sich bis zum 100jährigen Jubiläum des Fachgeschäftes mit rund 25 Mitarbeitern in Glücksgefühle verwandeln. Aber die Stadt hat damit ihr Bettler-Problem keineswegs nicht gelöst. Oberbürgermeister Peter Feldmann scheint die Bedeutung einer attraktiven Innenstadt mit guten Geschäftsadressen allerdings anders zu sehen als Klaus Kobberger und sein in Frankfurt bekannter „Maitre de Parfüm“, Dirk Usener,  der bei seinen vorwiegend weiblichen  Kunden ob seiner Freundlichkeit seinem großem Fachwissen ein Star der Branche geworden ist. Die Kobberger-Mannschaft freut sich schon jetzt auf die neue Edeladresse im Thurn- und Taxis-Palais. Auch ihr war die jährlich anwachsende Anzahl schräger Gestalten vor dem Geschäft schon lange nicht mehr geheuer. Die Parfümerie in Sachsenhausen als zweite Adresse des Unternehmens bleibt wie gehabt.

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Dienstag, 27. September 2016

No Donald Trump, Yes Hillary Clinton? Aber ist das für die Amerikaner und die Weltpolitik die optimale Lösung?

Das erste US-Duell der Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton gegen Donald Trump brachte eigentlich keine neuen Erkenntnisse: Beide Kandidaten sind wie sie sind, haben sich nicht positiv verändert oder aus der Vergangenheit Wesentliches gelernt. So sah ich das TV-Spektakel der beiden Wahlkämpfer am Bildschirm. Als nicht betroffener Zuschauer, der Respekt vor den großen US-Leistungen hat, aber deshalb auch nicht verstehen kann, dass nur diese beiden Kandidaten nun das „Gelbe vom Ei“ für die US-Politik  sein sollen. Wo ist die gelassene Souveränität bei Trump, wo der besondere Intellekt, wie zuverlässig und wie besonnen ist dieser Mann in außergewöhnlichen Stress-Situationen? Dafür gab es keine erklärenden Anhaltspunkte in dieser ersten TV-Gegenüberstellung. Ist Hillary Clinton wirklich so berechnend kalt, wie sie oft auf dem Schirm erscheint? Kann diese Frau  als Nr. 1 für ein Land wie den USA und unserem unruhigen  Planeten insgesamt, also  weltweit, vorbildhaft bestehen?  Ansätze waren da – mehr aber auch nicht.

Unsere Sichtweise ist auf alle Fälle eine andere als die des amerikanischen Bürgers. Ich habe mich  für die Nacht von Montag auf Dienstag zum Auftakt  mit offenen Augen und interessierten Ohren vor den Bildschirm gesetzt. Viele Millionen und mehr haben sich dieses Spektakulum aus den USA angeschaut. Mein Zwischeneindruck: Ich  bin so skeptisch wie zuvor. Beide Kandidaten haben kein absolut überzeugendes oder herausragendes Format, wie es mir vorkam. Wobei mir allerdings Hillary Clinton als kluge Person, allerdings auch als sehr schwierige Persönlichkeit,  einmal mehr näher gerückt ist.  Trump ist ein lauter Hausverkäufer, der seine Provisionen  im Auge hat und seine Eitelkeit mit seinen begrenzten Darstellungstalenten befriedigen möchte. Nun, das geht und ging schon vielen  anderen Politbarden so. Trump oder Clinton? Die Ausgangslage scheint offen zu sein, mit leichten Vorteilen für Hillary Clinton.

Aber wir in Europa dürfen nicht vergessen: Amerika hat eine große Verpflichtung gegenüber vielen anderen Kontinenten. Beispielsweise in der Friedenspolitik. Menschen an der Macht sind andere Kaliber. Nicht nur gegenüber dem eigenen Land. Und dafür braucht die US-Regierung auch Politiker, die besonders fähig und weitsichtig sind. Im Zweifelsfall müssten sie sogar in der Lage sein, mit eigenen Entscheidungen die in Schieflage geratene Welt zu retten oder wenigstens wieder in die Waagrechte zu bringen. Das Anforderungsprofil ist heute noch ein ganzes Stück höher als zu Kennedys Zeiten. Kennedy war in brisanten Stunden, als der Frieden gefährdet war, sogar auf besonders geschickte Weise plötzlich „ein Berliner“. Das war nicht nur für Berlin eine großartige Entscheidung von höchster Stelle der Alliierten.  Wir können uns mit unserer deutschen Regierungsmannschaft im Vergleich zu den USA (noch) glücklich schätzen. Unsere Politiker sind transparenter und in meinen Augen auch berechenbarer.

Aber warten wir mal im Sinne der USA die nächsten TV-Shows aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mal in Ruhe ab und beobachten das alles aus sicherer Entfernung. Bis wir dann bald selbst in der  Frage der Besetzung des Kanzlerstuhls und der Regierung in spe selbst sehr gefragt sind und hoffentlich auch unsere Stimme abgeben. Jeder trägt Verantwortung. Die Kandidaten ganz oben – wir Wähler hier unten.

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Montag, 26. September 2016

Keine Polit-Vorbilder aus den USA: Weder Trump noch Clinton könnten deutsche Wähler begeistern

Die Welt schaut in wenigen Stunden auf eine TV-Debatte zwischen  Donald Trump und Hillary Clinton –  beide Kandidaten hätten in Deutschland kaum eine Chance geliebt oder als Politführer  anerkannt zu werden.  Mister Trump mag ja an Dollars und Firmen reich sein – immerhin war er allerdings schon viermal pleite als Unternehmer – , aber es dürfte nur relativ wenige Germans geben, die ihm ihr Vertrauen schenken würden. Grund: Kein Format, das Gegenteil eines Vorbilds aus allen möglichen Blickwinkeln, keine Person des Vertrauens nach unseren Maßstäben.

Das Beste an  Frau Clinton ist in meinen Augen ihr Ehemann Bill, der Ex-Präsident. Sein Handicap in der öffentlichen Wahrnehmung zur Person. Sein präsidialer Freizeit-Gestaltungsstil war zuletzt auch nicht gerade das, was normalerweise  Vertrauen einflößt. Aber Bill, der rein politisch in seiner Amtszeit zumindest einen passablen und besonnenen Eindruck hinterließ,  hat inzwischen nichts mehr auf der großen Bühne zu vermelden. Und ansonsten? Wohl nur wenige Leute wissen genau, ob er und Hillary überhaupt noch das sind, was man unter einem normalen Ehepaar versteht. Aber das ist deren ganz persönliche Sache. Sei´s drum. Aber es sei gestattet, mal ganz nebenbei zu bemerken: Beide Kandidaten erfüllen keine Vorbild-Norm nach klassischen normal-strengen europäischen  Maßstäben, an Personen in diesen so wichtigen Ämtern. Ich gebe aber auch zu, dass es die Mächtigen unseres Planeten nicht nur im Amt, sondern auch drumherum verdammt schwer haben, immer gut anzukommen. Aber – und darauf kommt es an – beide brauchen Vertrauen in ihre Person, und zwar von von vielen Millionen Menschen. Beide  könnten bald ein Land regieren, das der Welt Hoffnung, Kraft und Vertrauen in die globale Zukunft gegeben hat und dies auch künftig geben soll. Der Wahlkampf hat allerdings für diese Vision noch wenig hergegeben. Als amerikanischer Staatsbürger würde ich bis zum Wahltag vermutlich nur mit schwerlastigen Gedanken einschlafen. Diese Voraussetzung gilt nicht nur bei den Amerikanern. Dafür spielen die USA generell eine viel zu wichtige Rolle in der Weltpolitik, im Frieden, in der Wirtschaft, der Hygiene und Zuverlässigkeit des politischen Lebens. Wir in Europa wissen doch, wenn Amerika an der Polit-Front versagt oder gravierende Fehler sich leistet, dann muss gleichzeitig auch Europa in bedeutsame faule Äpfel mit reinbeißen. Und genau dies macht vielen Menschen Angst.  US-Präsident   Obama war bislang aus unserer europäischen Sicht solide und berechenbar. Und sympathisch dazu. Aber auf was kann man bei Trump und Clinton in den Vereinigten Staaten hoffen und bauen? Die angesehene „New York Times“ traute sich sogar, Trump als den „schlimmsten Kandidaten aller Zeiten“ darzustellen. Das sagt mehr über diesen Präsidentschaftskandidaten als je über einen der Vorgänger veröffentlicht wurde. Zugleich ist diese Aussage und auch viele Reaktionen aus Trumps eigenem Polit-Zirkel  ein Indiz für die Verzweiflung, die nicht nur  den gescheiten Redakteuren dieses US-Blattes schon heute zu schaffen macht. Vertrauen sieht anders aus. Da können wir mit Angela Merkel und ihrem Kabinett doch einigermaßen hörbar aufatmen. Dazu auch noch hoffnungsvoll zum deutschen Lieblingsthema Flüchtlinge sagen, auch wenn es manchem AfD-Liebäugler nicht gefällt: Wir geben nicht auf!  Wir sind aber inzwischen ein Stück weiter. Wenn auch noch nicht ganz am Ziel unserer Wünsche für diese großen Probleme, die nicht mit einem Federstrich zu bewältigen sind. Dafür ist unsere Welt viel zu sehr in einer schwierigen Phase des Wandels. Und jenen müssen die Menschen in vielen Ländern verkraften, was zum Teil sehr, sehr  schwer ist.

Meine Meinung: Politik ist wie ein Stein,  der eine Zeit lang beharrlich sowie sehr kunstvoll behauen werden muss, ehe er das wird, das sich der Künstler vorstellt. Fehlschläge sind in der Werkstatt inbegriffen. Deutschland als die Nr. 1 in Europa  ist jedoch besser dran als Amerika. Darauf bauen derzeit mehr Menschen als manche Auguren glauben.

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Mittwoch, 21. September 2016

Wer eine neue Heimat gefunden hat, braucht Wohlwollen und öfter mal eine helfende Hand

Quo Vadis? – das ist eine OF-Aktion von wohlmeinenden Bürgern, begleitet von Honoratioren aus Politik und Wirtschaft sowohl von der Stadt Offenbach wie auch dem OF-Landkreis. Eigentlich eine einfache, aber zugleich sehr sympathische und zielführende Idee: Jugendliche Migranten aus den Klassen 9 bis 13 haben in diesen Wochen Aufsätze geschrieben, um ihre eigenen Gedanken zum neuen Leben mit Migration und den jeweiligen Erlebnissen aus eigener Anschauung zu schreiben. Eine sehr erfahrene Jury – mit den ehemaligen OF-Lehrerinnen Helga Burgdorf und Marlies Reber  sowie Susanne Meissner als  offizielle Vertreterin des Schulamtes Offenbach –  bewertet diese Arbeiten. Öffentlich  beurteilt und bei der Schlußfeier mit Preisen ausgezeichnet werden die Ergebnisse dieses Aufsatzwettbewerbes   bei einer Abschluss-Veranstaltung am Abend des 17. November im Festsaal der St. Nikolaus-Gemeinde in OF-Bieber. Die Big-Band der Rodgauer Georg-Büchner-Schule unter Leitung von Willy Spahn  wird die Aktion „Quo Vadis?“ musikalisch einrahmen, die engagierte Redaktion der Offenbach- Post mit Chefredakteur Frank Pröse und Thomas Kirstein   stellt sich schon seit Jahren mit ihrer medialen Kraft in den Dienst von Menschen in Not,  die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben

Das Thema Flüchtlinge oder Migration bewegt viele europäische Länder bis in jene Gebiete, wo seit Jahren Krieg, Hoffnungslosigkeit, Armut und Angst an der Tagesordnung sind und Menschen vertrieben haben. Ein angstvoller Zustand, der bedauerlicherweise schon einige Jahre anhält und viele Menschen auch in Deutschland beschäftigt. Offenbach hat einen besonders hohen Migrantenanteil in der Bevölkerung. Deshalb haben auch OB  Horst Schneider  und Landrat Oliver Quilling die Idee von „Respekt“-Magazin-Herausgeber Peter  Hessler (im Foto rechts mit Helga Burgdorf und Marlies Reber) sehr begrüßt, mit und für junge Migranten einen interessanten Wettbewerb in Offenbach  zu starten, der sowohl der eigenen Seele hilft, aber auch die Bevölkerung in der neuen Heimat besser über Beweggründe und menschliche Notsituationen in Ländern wie Afghanistan, Syrien, Osteuropa oder Nordafrika, um nur einige geographische Schwerpunkte zu nennen, besser informiert.

Susanne Meissner, vom Staatlichen Schulamt: „Eine hervorragende Idee, junge Migranten, die inzwischen auch dank zahlreicher Sprachkurse der deutschen Sprache recht mächtig sind, in solch ein Informationsprogramm zu integrieren. So kann der Bürger aus erster Hand zu erfahren, was junge Menschen erlebt haben oder wie sie ihre neue Lebenssituation inzwischen beurteilen.“ Für Peter Hessler, der seit Wochen damit beschäftigt ist,  alles ein Akt des völkerverbindenden Respekts: „Egal wie schwer der Weg von Flüchtlingen aus der fernen Heimat bis nach Deutschland bzw. Offenbach als neue Heimatadresse war oder noch ist – darüber muss man offen reden und sich damit auch in die Seele schauen lassen.“

 

Zahlreiche Firmen aus Offenbach und Umgebebung, allen voran die EVO, haben Preise für die besten Aufsätze gestiftet. Thomas Gackstätter, Inhaber des Kaffeemaschinen-Herstellers „Saframo“ in Neu-Isenburg, war von dem Vorhaben als einer von diversen Unternehmern auch stark beeindruckt. Der gelernte Kaufmann spendete als Preis für einen der Aufsätze eine wertvolle Kaffeemaschine aus seinem großen  Sortiment. Der knapp vor dem 70. Lebensjahr stehende ehemalige Spieler in der 1. und 2. Mannschaft  der Spielvereinigung 03 Neu-Isenburg, Vater einer Tochter und von zwei Söhnen, der auch schon 21 Mal einen Marathon (u. a. Frankfurt, New York, Monte Carlo) in einer sportlich respekablen Zeit ins Ziel gebracht hat, denkt kosmopolitisch: „Alles, was man in diesen unruhigen Zeiten für Flüchtlinge tun kann, ist für beide Seiten ein Gewinn. Für die Schüler wie auch  spendable Firmen, die vielleicht bald schon einen neuen jungen Mitarbeiter aus dem Kreis der Flüchtlinge in ihrer Firma anstellen können.“ Gedanken, die zur begrüßenswerten deutschen Einstellung des Helfens und zur standfesten Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in diesem Thema passen. Thomas Gackstätter dazu: „Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es neben den Amerikanern auch unsere Nachbarländer, die deutschen Familien wieder lebensfähigen Boden unter die Füße gelegt haben. Diese Gesinnung stiftet Gutes und bleibt auch meistens sehr lange in den Köpfen hängen.“ Recht hat er. Allen Helfern auch von dieser Stelle ein großes Dankeschön.

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Dienstag, 20. September 2016

Paralympics in Rio: Jetzt noch mehr Respekt vor behinderten Menschen

Die Paralympics haben Millionen gesunde Menschen fasziniert und begeistert. Die Leistungen und das Selbstbewußtsein der Teilnehmer, die zum Teil gravierende Beeinträchtigungen durch ihr Leben tragen, waren phänomenal. Wie oft jammern gesunde Bürger über kleine Wehwehchen, wenn die Schulter schmerzt, die Gelenke steif daher kommen oder die Muskulatur Probleme macht – und diese Paralympics-Teilnehmer zeigten der Welt wie man mit Behinderungen umgeht und dabei Weltklasse-Leistungen im Sport und in der Psyche erbringen kann. Die Bilder gingen um die Welt – und diese staunte, wie Beinamputierte auf zwei stählernen „Ersatzbeinen“ durch die Arena in Rio fegten. Oder ein Einbeiniger Athlet beim Stabhochsprung sich gen Himmel schraubte und auf einem Fuß landete. Diese Bilder sollten man all jenen öfter zeigen, die glauben, dass sie benachteiligt sind. Rio hat beeindruckend bewiesen, dass der Mensch zu unglaublichen Daseinsberechtigungen auch sportlicher Art imstande ist. Den weltweit aktiven Organisatoren, die all dies bewerkstelligt haben, auch in den kleinen Vereinen mit geduldigen Trainer mit Herz und Gefühl, ein ganz großes Dankeschön. Sie haben auch GOLD verdient. Rio hat uns bei den Paralympics Momente geschenkt, die man nicht mehr vergisst und selbst als gesunder Bürger davon lange profitiert. Eine Fußball-WM kann da nicht mithalten. Die wahren Helden haben wir in Rio bei den Paralympics gesehen.

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Sonntag, 11. September 2016

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Eintracht-Präsident Achaz von Thümen vor 35 Jahren: Fans sind unsere Gäste, so müssen sie sich auch in der Öffentlichkeit darstellen

Achaz von Thümen, der ehemalige Eintracht-Präsident (1973 bis 1981), der davor auch einige Jahre lang Vorsitzender des Verwaltungsrates war, war nicht nur in den Augen der FAZ ein Edelmann. Einer, der sich als preußischer Beamter verstand und auch so lebte. Er sorgte als Kurator der Universität auf dem Campus im Stadtteil Bockenheim für wesentliche bauliche Verbesserungen. Alles ohne besonderes Erscheinen in der Öffentlichkeit. Er liebte einen scharfen Geist und das Understatement. „Lieber bescheiden und effektiv in der Sache, aber kein Bohei um die eigene Person“, pflegte er stets sein Leben zu beschreiben. In der populären Talkshow der 1988 eingestellten Boulevard-Zeitung Abendpost/Nachtausgabe, die ich 50 Mal mit großem Vergnügen anfangs in den Goethe-Terrassen der BfG und später im „Parkhotel“ am Wiesenhüttenplatz  sowie dann bis zum Ende der Zeitung im Hotel Kempinski  organisierte und moderierte, Co-Moderatorin war anfangs die Journalistin Claudia Korenke (re)  – sagte er in live ins Mikrphon, wie er Menschen generell empfinde:  „Leute, die sich laut gebärden, die viel Tamtam machen, die haben auch meistens enorme Schwachstellen. In der Regel ist es besser für sie, wenn man sich nicht die Mühe macht dahinter zu schauen…“

Ein kluger Mann, dieser Herr von Thümen. Er war preußisch geprägt, auch in der Zeit noch, als er  der Eintracht vorstand. Zu offiziellen Sitzungen kam er im Sommer auch mal ganz leger mit offenen Sandalen ohne Strümpfe. Dazu war  immer sehr höflich und ein aufmerksamer Zuhörer.  Es war schwer ihm irgendetwas zu erzählen, was nicht war. Das merkten auch ganz schnell seine Spieler. Zum Thema Fans hatte er damals auch eine klare Meinung, allerdings war das Fanwesen in seiner aktiven Zeit ganz anders gestrickt und lange nicht so organsiert wie heute: Nämlich meistens normal  im Verhalten, so gut wie nie exzessiv oder gar mit Gewalt auch auf Randale aus.

Andere Zeiten, anderes Verhalten. Und generell eine andere Haltung im täglichen Leben. Er ist nicht nur mir als Journalist unvergessen. Als ich ihn in der A/N-Talkshow fragte, wie er denn als Universitätsprofessor ein Fußballfan geworden sei, da sagte er nur: „Weil mir das Spiel mit dem Ball schon sehr früh gefallen hat. Ich sah für mich die Möglichkeiten, in dieses Spiel auch jede Menge Intelligenz einzubringen…“

So war er, der gute Achaz von Thümen. Gott habe ihn selig. Er war ein blitzgescheiter, manchmal etwas skurril erscheinender, aber grundsätzlich sehr  anerkannter Mann mit großer Liebe für den Fußball. Ich denke öfter mal an ihn. Seine besondere Persönlichkeit setzte auch personell und sportlich in seiner Zeit Maßstäbe. Immerhin gewann die Eintracht in seiner Ära drei Mal den DFB-Pokal (1974, 1975, 1981) und 1980 den UEFA-Cup. 1996 wurde Achaz von Thümen zum Ehrenpräsidenten der Eintracht ernannt.

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Das Leid oder die Freud mit den Fußballfans…

Mal sind es die, mal die anderen. Im Fußball – und nicht nur dort – machen die Zuschauer sprich die Fans die Musik im Stadion, wenn der Ball rollt. Leider bestimmt immer ein kleiner Teil der Fanszene die Schlagzeilen oder die TV- und Hörfunk-Berichterstattung. Und weil der DFB das letzte richterliche Wort hat, kommt aus der DFB-Zentrale dann auch u. U. die Bestrafung. In der Regel allerdings nicht für die Verursacher, sondern die Verurteilung geht zu Lasten des Vereins, der in dieser Frage auch zugegebenermaßen öfter überfordert ist. Und dann bekommt der Verein auch noch eine saftige Geldstrafe aufgebrummt.  Wobei genau dies dann die Wurzel des Übels überhaupt nicht trifft. Oder nur ganz, ganz  selten.
Wenn ich ins Theater gehe und dort mit Pyrotechnik ein Freudenfeuerchen abziehe, dann kommt die Polizei. Glücklicherweise. Dasselbe erwarte ich bei allen anderen Veranstaltungen mit großem Publikum. Warum ist das im Fußballgeschäft so schwer zu handeln! Das Rhein-Main-Derby zwischen Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt hat diese Problematik wieder einmal in den Mittelpunkt gerückt. Und dann kommt die meist nur vage zu klärende Frage: Wer hat angefangen. Das kennt man ja schon aus dem Sandkasten.
Voraussetzung für mehr Frieden auf diesem Sektor ist allerdings, dass sich ein Verein auch selbst für sich und seine eigenen Fans, die allerdings nicht immer aus einem ordentlichen Fanclub stammen, klare Richtlinien gibt. Korrektes Handeln und entsprechende Strafen sind hier gefragt. Ohne Ansehen, nur durch die Verfehlungen, nicht nach den Personen,  bestimmt. Vereinsvertreter, die sich durch großzügiges Hinwegsehen die Hände selbst binden,  sind dann auch nicht für solche Positionen geeignet. Da gibt es eine ganze Reihe von Kandidaten, die sich eben in diesem Personenkreis auch gerne anbiedern. Also für sich dort qodurch auch immer  gutes Wetter machen. Was dann die vielen anständigen und frei von Gewaltgedanken beeinflussten Zuschauer eigentlich verdammt ärgern müsste. Denn sie werden mit den Außenseitern der Fanszene, die letztlich erst für Stimmung im Stadion sorgt,  in einen Topf geschmissen. Die Anständigen kriegen also böses Fan-Imagefett ab. Die Eitelkeit diverser Vereinsvertreter lässt es aber nicht immer zu, hier konsequent klare Richtlinien inklusiv Bestrafung bei Fehlverhalten konsequent einzuführen. Präsidenten, Manager und alle anderen Kompetenzler der Vereine sollten endlich Mut zeigen, und zwar geschlossen. Randalierer im Stadion sind genauso hart und konsequent zu bestrafen wie diese Gruppierung im sonstigen öffentlichen Leben. Rabauken schaden allen. Insbesondere zunächst sich selbst.

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Freitag, 9. September 2016

Der Krimi-Autor mit der spitzen Feder für Spannung und Details

dscn1277Krimi-Verehrer, hier mal ein Tipp: Da geht ein neuer Stern für Krimi-Spannung am Rhein-Main-Himmel auf. Zumindest habe das eindeutige Gefühl, dass Olaf Jahnke als Autor seinen Weg machen wird.  Sein neuestes Werk „Patientenrache“, das gerade  auf den Büchermarkt geschoben wurde, kann sich bereits nach kurzer Zeit an einer recht großen Leserschaft erfreuen. Seine Lesung am Donnerstagnachmittag im renommierten Branchenführer „Hugendubel“ an der Hauptwache in Frankfurt war so gut besucht, dass einige Besucher kein Problem darin sahen, dem Autor auch klaglos im Stehen zu lauschen.

Olaf Jahnke, gut aussehend und gepflegt, dazu im besten Mannesalter, also um die 40, begeisterte im „Hugendubel“ mit seiner gepflegten Sprache zum einen. Aber ganz schnell kam man als Zuhörer dahinter, dass seine Details, die auf eine sehr gründliche Recherche schließen lassen, jeden Leser noch schlauer machen. Der Autor weiß, was beispielsweise in Krankenhäusern so alles zwischen und hinter den Kulissen gut und auch schlecht läuft. Mit Patienten und mit dem Personal zwischen OP und Warteraum.

Mich hat diese Lesung ganz besonders gefreut, denn Olaf Jahnke ist ein Selfmademan. Er hat schnell gelernt, was man mit Auge und Ohr, aber auch mit der Kamera sofort festhalten muss. Als blutjunger Mitarbeiter bei Kult-Fotograf Harald Joppen in den 80erjahren – Harald Joppen, der auch täglich für die Abendpost/Nachtausgabe und speziell für mein Ressort in und um Frankfurt von früh bis spät auf der Jagd nach Fotomotiven fürs Blatt unterwegs war – ist er für mich Legende. Er war in seinem ewigen schwarzen Anzug, der immer nicht zu bändigende Schuppenspuren auf seinen Schultern erkennen ließ – auch mit mir als Reporter der A/N zwecks Foto unterwegs und ist bis heute in  meinen Augen der fleißigste Fotoreporter und Branchen-Geschäftsmann, den ich in meinem Leben kennenlernte. Sein kleines Geschäft an der Rückseite des Frankfurter Hofs war jahrlang Anlaufadresse für Tages-Fotografie der 70er- und 80er-Jahre in Frankfurt. Ob Passbilder oder auch gelegentlich erotische Aufnahmen – Harald nahm alles für die Dunkelkammer, in der er Laboranten beschäftigte. Sonderaufträge, die gut bezahlt waren, schätzte er ebenso wie offizielle Termine im Römer oder der Paulskirche.  Und ich sage es voller nostalgischer Freude: Harald Joppen war überall gern gesehen.  Die Hotels mit ihren eigenen Veranstaltungen oder die Restaurants mit prominenten Gästen waren seine Spezialität. Wo immer es etwas abzulichten gab, sowie die stets von ihm gern abgelichtete Stadtgesellschaft vom Oberbürgermeister bis zu den Theaterpremieren, die vielen  Adabeis, die es nach wie vor reichlich in Frankfurt und auf der Welt gibt, wußte was sie an an dem kleinen flinken Mann mit den weiss-grauen Haaren hatte. Leider zeigte sie es nicht, als Harald Joppen von der oft elenden Hetze dieses Berufs krank und verbraucht war. Als er einsam in einem Altenheim in Niederrad starb, bekam es kaum jemand mit.

Aber zurück zu Olaf Jahnke: Er hat bei Harald Joppen, der ursprünglich gelernter Drogist war, viel abschauen können. Vor allem auch das Abstreifen jeglicher Hemmungen vor großen Tieren im Gesellschaftsleben. Harald Joppen, dessen Sohn Martin übrigens inzwischen auch ein angesehener und geschäftlich sehr erfolgreicher Repräsentant der Szene rund ums Bild mit passenden Menschen ist, konnte dem Buchautor Olaf Jahnke in der gemeinsamen Zeit jede Menge praktische Geistesblitze als Einstieg hinterlassen. Sie dürften ihm jetzt als Autor mit Sicherheit öfter eingefallen sein.

Es hat sehr viel Spass gemacht, Olaf Jahnke zuzuhören, denn er hat zudem nicht nur eine sehr einfühlsame Schreibe, sondern auch eine sehr gute Stimme. Aber noch wichtiger ist der Spannungsbogen, der die „Patientenrache“ zum Kaufobjekt macht. Das ist meine Empfehlung fürs Wochenende. Gut zu wissen: Es ist viel Frankfurt und auch Taunus mit Überraschungen drin.

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Donnerstag, 8. September 2016

So macht Pinkeln noch mehr Spass…

Heute schon BILD gelesen? Wenn nicht – einfach mal in OF in einem Restaurant pinkeln gehen. Wo, das sage ich hier nicht. Sonst stehen dort plötzlich lange Schlangen. Und das will man dem Restaurant natürlich nicht zumuten. Aber die BILD-Leiste ist sehr originell und informativ. Wasser lassen – und gleichzeitig über das Weltgeschehen informieren. Ein Extra-Stern für den Einfallsreichtum in der Gastronomie!

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Das originelle stille OF-Restaurant-Örtchen: Pinkeln und dabei BILD lesen

Origineller Luxus in OF: Pinkeln und dabei im Stehen BILD lesen

Origineller Luxus in OF: Pinkeln und dabei im Stehen BILD lesen

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Mittwoch, 7. September 2016

Wolfgang Frank hat Mainz 05 die wichtigsten Impulse für Erfolg hinterlassen

Vor drei Jahren machte Wolfgang Frank, der sehr geliebte und nicht nur in der Welt des Fußballs geschätzte Trainer, der bei Mainz 05 für eine neue Zeitrechnung im Vereinsleben sorgte, für immer die Augen zu. Er wurde nur 62 Jahre alt. Sein Todesdatum ist heute vielen Fußballfreunden noch ein schöner Grund seiner dankbar zu gedenken. Menschlich und sportlich ist mit Wolfgang Frank  ein fachlicher Riese aus der Fußballwelt gegangen, der übrigens am liebsten 4-4-2 von seinen Mannschaften spielen ließ. Also Kontrolle in allen Segmenten des Rasens. Ein Tumor setzte aber leider seinem erfolgreichen Wirken ein quälendes Ende. Der gebürtige Schwabe und Ex-Profikicker aus Reichenbach an der Fils, der beim VfB Stuttgart zuerst in der Amateurmannschaft auflief, um dann ab 1971 erstmals in der Bundesliga mit 215 Einsätzen. Später wurde er als gefürchteter Stürmer mit außergewöhnlicher Kopfballstärke  auch 6 Mal in der B-Nationalmannschaft für Deutschland eingesetzt. Als Coach wurde Frank, der nur 1.72 m groß aber in der Sprungkraft vielen Riesen ebenbürtig war, bei mehren Vereinen tätig. Der maßgebliche Durchbruch als Trainer begann bei ihm dann bei Mainz 05. Dort öffnete er ein ganz neues Feld der Unterhaltung. Der Fußball machte plötzlich dem Karneval Konkurrenz. Menschlich und sportlich war Wolfgang Frank etwas Besonderes.  Dazu stets seriös und einfühlsam auch bei Schicksalen und Momentaufnahmen anderer Menschen im jeweiligen Umfeld. Eine heutige seltene Form von Auftritt.

Geschätzt wurden Wolfgang Franks Charaktereigenschaften bei jedem Verein, wo er wirkte. Angefangen  beim FC Glarus in der Schweiz. Danach bei Aarau, Wettingen und Rot-Weiss Essen. Dann übernahm er Mainz 05. Das war von 1995 bis 1997 und ein zweites Mal von 1998 bis 2000. Die Mainzer Karnevalisten spielten plötzlich mit Frank einen ernst zu nehmen Fußball.  Sein Ruf eines außergewöhnlichen Trainers mit großen Persönlichkeitsmerkmalen – eines seiner Vorbilder war Branco Zebec – führte ihn aber auch nach Duisburg, zur Spvgg Unterhaching, Sachsen Leipzig und zu Kickers Offenbach. OFC-Präsident Waldemar Klein sagte mir bei einem Interview: „Herr Frank ist in meiner Zeit eigentlich der interessante Trainer der letzten Jahrzehnte, auch was seine Seriösität und Konsequenz im Handeln angeht.“ In Offenbach wirkte Wolfgang Frank bei den Kickers von 2006 bis 2007. Aber markante Spuren hinterließ er auch im belgischen Eupen von 2011 bis 2012. Davor noch bei der Austria in Wien (19977/98, oder beim MSV Duisburg, Unterhaching , Leipzig oder auch Austria Wien, um einige Stationen seines Lebens zu nennen. Ein unruhiges Leben, das allerdings weniger sein Wesen repräsentierte, sondern eher seine konsequente Suche nach Perfektion und Haltung in einem Verein. Und genau dort fand er oft nicht das, was er von sich und seinem Umfeld verlangte. Genauer gesagt die Seriösität vom Scheitel bis zur Sohle und einem entsprechenden Umgang mit den aktiven Spielern. Der im Zeichen des Zwillings geborene Frank war ein Verfechter der Anständigkeit. Etwas, was heute an allen Ecken – so kommt es auch mir vor – leider fehlt. Bis in die nationalen und internationalen Verbände. Ich denke auch oft an Wolfgang. Wir mochten uns. Nicht nur,  wenn gerade ein Sieg zu feiern war. R.I.P. Wolfgang. Du hast im Fußball Gold als Erbe und jede Menge Respekt hinterlassen.

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Dienstag, 6. September 2016

Johnny hilft uns allen – er ist nicht nur bei Darmstadt 98 ein Symbol für Werte, die unser Leben bestimmen

Die Stadt Darmstadt hat einen  Meilenstein für Menschlichkeit und sportliche Werte, die über Sieg und Niederlage auf dem Rasen weit hinaus gehen, gesetzt. Das alte Stadion am Böllenfalltor trägt in diesem Jahr ganz neu den Namen eines Jungen, der als krebskranker Bub und Fan seines Lieblingsvereins aus der Bundesliga, mit dem SV Darmstadt 98, ganz neue Akzente für Gefühl und Verantwortung entwickelte. Und den Slogan für alle Schwachen und Kranken auf dieser Welt: „Du musst kämpfen“. In diesem Fall auch um die Gesundheit, die bei uns allen so schnell in eine böse Krankheit umschlagen kann.

Der begabte junge Fan, der mal hessischer Tennis-Jugendmeister war, aber bei dem mit 14 Jahren plötzlich ein Gehirntumor entdeckt wurde, starb Alter von 26 Jahren. Johnny hatte mit einer bewundernswerten Einstellung zum Leben bis zur letzten Minute seines Daseins um seine Idee gegen Krebs zu kämpfen mit eigenen Aktionen gerungen. Mit diversen Ideen, u. a. einem Armbändchen, das mit der besagten Aufschrift „Du musst kämpfen“ im Stadion verkauft wurde, sammelte er über 300 000 Euro zu Gunsten der Krebsbekämpfung. Seine guten Ideen hat er mit seinem positiven Denken in Tausende von Köpfen und Herzen gesetzt. Das 98er-Präsidium und Sponsor Merck, ein Pharmahersteller, sind auf Grund dieses außergewöhnlichen jungen Mannes, der dem Sport generell so sehr verbunden war, auf die Idee gekommen, das Böllenfalltor in „Jonathan-Heimes-Stadion“ umzubenennen. Merck verzichtet dafür auf seine bisherige Werbe-Vorherrschaft bei den 98ern in Darmstadt. Eine beeindruckende Entscheidung von beiden Seiten. Sie spricht für den Darmstädter guten Geist, auf den übrigens auch schon zu Lebzeiten der große unvergessene Schauspieler und Fernsehstar Günter Strack, der auch nicht mehr unter uns weilt, gesetzt hat. Er wäre sehr stolz darauf gewesen, wenn er diese Johnny-Geste in seiner geliebten Heimatstadt noch hätte erleben können.

Ein Jahr lang soll das Böllenfalltor nach Johnny genannt werden. Der Schriftzug und die Erkenntnis werden bleiben: Darmstadt 98, die Firma Merck und der Fan Johnny Heimes sind einzigartig. Präsident Rüdiger Fritsch, dessen Frau übrigens auch bei der administrativen Bewältigung des Bundesliga-Zirkusses ehrenamtlich mithilft, haben der gesamten Bundesliga – und nicht nur dort – etwas geschenkt, was viel, viel höher als ein guter Tabellenplatz einzuschätzen ist. Sie haben sich auf den Menschen besonnen. Und der Ball läuft trotzdem weiter über den Rasen des „Johnny-Heimes-Stadions“. Aber eines ist gewiss: Solch ein Stadion besucht man als Zuschauer besonders gerne. Danke, ihr 98er! Die Fußballfans in ganz Deutschland drücken euch die Daumen und sagen Danke! Horst Reber

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Montag, 5. September 2016

Hart aber fair – eine Flüchtlingsdiskussion des Leidens…

Frank Plasbergs Sendung „Hart aber fair“ am Montagabend zeigte einmal mehr, wie gelähmt und ohnmächtig die politische Welt derzeit das Problem der Flüchtlinge analysiert oder zur Kenntnis nimmt. Es wird nicht gehandelt, nur geschwätzt und „geklugscheissert“. Die Ursachen des Flüchtlingsstroms kommt doch nicht von den durchlässigen oder nicht mehr vernünftig kontrollierbaren Grenzen, sondern aus Ländern, die entweder eine unfähige sowie zum Teil korrupte Regierung haben, schon auf Grund eines lang anhaltenden sinnlosen Krieges kaputt sind oder aber die kein sichtbares Interesse daran haben, diesen Menschen in ihrer ursprünglichen Heimat vernünftige und einigermaßen lebenswerte Bedingungen, also wieder eine Zukunft  für  ein normales Leben,  zu bieten. Zum Teil haben diese Länder, wie auch Afghanistan, Irak, Iran auch kaum noch reale Möglichkeiten dafür. weil die Infrastruktur und der politische Wille für ein einigermaßen geregeltes Dasein ihrer Bürger nicht mehr vorhanden ist. Krieg ohne Ende, ohne Verstand und Willen, die Luft wieder bleifrei zu machen und das Morden einzustellen. Die EU erweist sich schon seit vielen Monaten in diesen Fragen der Flüchtlingsversorgung als unfähig. Mich hätte mal interessiert bei all den Diskussionen, wie die AFD mit diesen Problemen umgegangen wäre, wäre sie wie CDU, SPD, FDP, Grüne oder Linke, um bei diesen Parteien mal zu bleiben, in einer entsprechenden Position des Handelns gewesen.  Diese Partei war allerdings brutal schlau. Sie hat sich aus solcherlei Fragen nach Möglichkeit rausgehalten und hat das Problem mit hämischem Hinweis auf die Kanzlerin abgewälzt.  Keine Verantwortung, keine Meinung, keine Gedanken als Diskussionsgrundlage mit AFD-Appeal.  Trotzdem wurde sie in der Abrechnung der Wahlstimmen in Mecklenburg-Vorpommern stärker als jemals vermutet  gewählt. Deutschland geht mit dieser Flüchtlingsproblematik und dem daraus folgenden Unmut leider nicht nur jede Menge sachlicher Verstand, sondern auch insgesamt die politische Kompetenz für schwierige Situationen verloren.

Wo ist der verbindende Unionsgedanke der EU-Länder  geblieben? Wie es aussieht, steckt er in der tiefsten Krise seit Bestehen. Und Deutschland verliert Substanz wie nie davor. Glücklicherweise ist Deutschland dank seiner Wirtschaft (noch) stark und handlungsfähig. Von echter Partnerschaft und gemeinsamer Verantwortung kann allerdings schon lange keine Rede mehr sein. Links und rechts duckt man sich weg, als sei dieses Weltproblem nur eines von Frau Angela Merkel, unserer Bundeskanzlerin. Erfahrung hat mit dieser Situation kein Land gehabt. Aber Deutschland und wohlgemerkt viele, viele ehrenamtlich aktive Bürger unseres Landes machen inzwischen dank einer durchaus generell zu lobenden Haltung gegenüber Flüchtlingen ohne Halt und Boden aus humanitärer Sicht die absolut beste Figur in Europa. Deutschland kann auf seine bisherige Handlungsweise, auch wenn nicht immer alles bestens abgewickelt wurde oder werden konnte, stolz sein. Dass der Merkel-Satz „Wir schaffen das“, geboren aus einem Moment der menschlichen Not, permanent von leider viel zu vielen Politikern und Kritikern mit Häme und Bösartigkeit ohne Tiefgang in der Sache durch die Medienwelt geschleudert wird, ist inzwischen eine kulturelle Schande. Sie zeugt nur davon, wie herzlos, überheblich, dumm und vor allem vielfach verantwortungslos das Flüchtlingsthema insgesamt diskutiert wird. Der AFD hat dies natürlich rein gefühlsmäßig für Stimmengewinne genutzt. Jetzt soll und muss diese Partei mit Frau Petry & Parteifreunden  aber auch beweisen, dass sie politisch und menschlich wohl überlegt und sinnvoll für die Zukunft von Menschen und Ländern handeln kann. Dass es bei ihr nicht nur bis zur pauschalen Merkel-Anklage reicht.
Horst Reber

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Donnerstag, 1. September 2016

Obermanns großer Tag mit alten Freunden…

Obermann Holger Hofmann Peter 03 spvggFür Holger Obermann war der Mittwoch aus vielerlei Gründen ein Tag der Freude, nicht nur wegen seines 80. Geburtstages. Zum Gratulieren ins Restaurant „Classico“ bei Luigi waren im Kreis der kompletten Familie auch viele langjährige Gefährten aus dem Berufsleben angetreten, nicht zu vergessen der Bürgermeister der 24 000-Seelen-Gemeinde, der launig erzählte, wie er Holger Obermann als Bürger zunächst über den Bildschirm aus der Sportschau der ARD kennenlernte. Auch Börsenexperte Frank Lehmann mit Frau waren herzliche Gratulanten vor Ort, gemeinsam mit Lottofee-Evergreen Karin Tietze, die ohne jedes Alter attraktiv wie einst im Mai präsent war. Als aufmerksamen Beobachter des Geschehens konnte man auch den witzigen Regisseur Reinhard Koch entdecken, der mit Holger Obermann für den hr einst eine ausgezeichnete New-York- Reportage drehte – bis hoch hinaus in die luftigen Höhen der Wolkenkratzer. Auch Ex- Eintracht-Profi Peter Reichel und der ehemalige Frankfurter SPD-Stadtverordnete Dieter Wimmel sowie Gerd Reifschneider von „Luftfahrt ohne Grenzen“ schwelgten mit dem Jubilar. Es ging um Beruf aber natürlich auch um jüngere Stadion-Erinnerungen. Der nach wie vor von besonderem Witz zehrende Regisseur Reinhard Koch sorgte für internationales Plauder-Flair. Er ist Holger Obermann auf den Spuren eines Buchautors gefolgt und heute glücklich darüber ist, dass er sich dieser Mühe nach 42 Jahren beim hr ausgesetzt hat und sein Memory-Meisterwerk namens „Rücksichten“ mit herrlichen Stories über Max Schmeling, Filmdiva Zsa Zsa Gabor, der Ehefrau von Hotelkönig Conrad Hilton, sowie auch einer langen Reise mit dem Orient-Express an Freunde verschenken kann. Für alle Gäste ein schöner Tag.

Zum Bild: Holger Obermann (re) mit dem Trainer der Spvgg Neu-Isenburg 03 anlässlich einer Fußball-Demonstration für junge Neu-Isenburger Kicker im Sportpark.

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