Sonntag, 16. Oktober 2016

Jo Mei, dr Stammtisch, dös is aber fei bunt, wie em Frühling, Sommer un Herbscht

Der TV-Sonntagsstammtisch im Bayerischen Rundfunk, jeden Sonntag um 11 Uhr, wenn nicht gerade ein bedeutender Tag das Programmschema vorübergehend kippt,  ist eine Sendung mit Lehrstunden-Charakter wie in der Volkshochschule. Nur noch dank der Form etwas abwechslungsreicher. Das Ehepaar Reber gönnt sich diese Form der zuschauenden Art nahezu jeden Sonntagvormittag nach dem Frühstück – und diskutiert dann auch mal hausintern über den einen oder anderen Eindruck. Was auch Spass macht, neben dem Zuhören. Meistens sind wir auf einer Linie. Ergebnis – mit einem Lächeln: Man hat wenigstens auch darüber mal gesprochen.

Öfter mal kommt es vor, dass im Freundeskreis gefragt wird: Wie empfindet  IHR eigentlich den Stammtisch? Wie ist er denn politisch und thematisch zu beurteilen? Mit wem hat man es denn da eigentlich neben zusätzlich eingeladenen Gästen zu tun?

  1. Generell gesagt: Mit Menschen, die etwas zu sagen haben. Das muss im Detail  nicht immer so ganz genau stimmen, wie alles auf unserem Planeten. Ist dafür aber sehr unterhaltend und oft eben Lücken füllend auf sehr unterschiedlichen Wissensgebieten. Also, kurz gesagt,  bis lehrreich, amüsant und gelegentlich auch etwas verwunderlich in der Entdeckung von ganz besonderen Eitelkeiten.
  2. Mit Themen, die in der Luft oder ganz aktuell im breiteren Interesse der Bürger liegen. Meistens ausfüllend. Zumindest immer  anregend für eigene Überlegungen in der Sache oder der Person.  Wenn nicht, dann hat das gerade behandelte Thema aber auch niemandem etwas genommen, sondern war halt mal gerade im Markwortschen Fokus bzw. im Sprachrohr eines versierten ehemaligen „Focus-Chefredakteurs, der ein sehr gutes Gespür für Themen und Menschen hat.
  3. Mit individuellen Merkmalen von gestandenen, jeweils neuen am Stammtisch sitzenden  Gästen,  die für das Publikum auf dem Schirm generell nett und sympathisch sind und diesen Eindruck gerne – mitunter erkennbar bemüht – auch  pflegen. Nur selten ist mal ein wässriger  Ausrutscher dabei. Und wenn, dann wird dies von der Ausstrahlung der  Stammtisch-Zusammensetzung unter der Wegführung von Helmut Markwort sowie der Beihilfe seiner Eckpfeiler  Dieter Hanitzsch (Zeichner, Autor)  und Prof. Wolfgang M. Heckl Museumschef) meistens gekonnt, mitunter geradezu witzig oder in der Diktion absolut  erträglich-moderat  für die Zuschauer aufgefangen.
  4. Einer prominenter Gast war heute zum wiederholten Male dabei, der mit Verstand, viel Lust an der Kommunikation, aber auch mit einer erkennbar steigernden Stammtisch-Form und gewachsenen Reife jedes Mal wieder ganz neue Pluspunkte als Politiker sammelt. Sie vermuten schon richtig: Der Söder ist es. Dieser fränkische Staatsmann schafft es mit jedem Auftritt stets ein bisschen mehr, ihn  als kommenden bayerischen Ministerpräsidenten zu sehen. Heute war wieder so ein Tag. Herr Söder, Ihr Beitrag war wieder bayerisch, bissig und bunt. Anmerkung: Ihr Auftritt war staatsmännisch-sympathisch. So geht (meistens)  bayerische Politik!
  5. Wer den Stammtisch noch nicht kennt: Nächsten Sonntag – oder aber die BR-Mediathek aufrufen. 

Der Beitrag Jo Mei, dr Stammtisch, dös is aber fei bunt, wie em Frühling, Sommer un Herbscht erschien zuerst auf Horst Rebers Tag & Nachtausgabe.



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