Dienstag, 27. Dezember 2016

Torsten Frings für Meier, aber warum soll Dreispiele-Coach Ramon Berndroth nicht auch noch helfen?

Schade, Fußballtrainer Ramon Berndroth wurde nur Lückenbüßer bei dem abstiegsgefährdeten Bundesligisten Darmstadt 98. Nach drei Spielen mit knappen Niederlagen – jeweils gegen echte Brocken – darf er als schnell verpflichteter Interims-Nachfolger von Norbert Meier wieder seine Tasche packen und gehen. Ex-Bundesligaspieler Torsten Frings – ein 79maliger Nationalspieler, u. a. auch bei Werder Bremen, Borussia Dortmund und FC Bayern München – wurde jetzt als neuer Coach der „Lilien“, wie die Darmstädter in heimischen Kreisen auch genannt werden, verpflichtet. Zunächst mal eine Überraschung. Also auch ein Trainer, der noch keinen Verein bislang selbstständig geführt hat. Aber das muss nichts heißen. Bestes aktuelles Beispiel sind Niko und Robert Kovac bei Eintracht Frankfurt. Sie haben auch als „Frischlinge“ in diesem Geschäft vor einigen Monaten am Main begonnen. Und der Erfolg gibt der Eintracht bei diesen beiden Personalien erfreulicherweise ganz bemerkenswert Recht. Die Kovacs gelten inzwischen als ein Glücksfall für Frankfurt.
Klappt das mit Torsten Frings beim Nachbarn Darmstadt auch so? Der Wunsch einer Wiederholung desselben Musters dürfte mit der Phantasie und einem unerschütterlichen Glauben von den 98er der Antrieb gewesen sein. Man wünscht es diesem sympathischen Verein mit Präsident Rüdiger Fritsch, der übrigens mit seiner frischen Art der Bescheidenheit überall bestens ankommt. Klar, er managt mit den 98ern einen Ligaklub, der die kleinsten Brötchen in der Liga backen muss, wie man weiß. Wenig Geld, nur ein (leider viel zu kleines)  Stadion am Böllenfalltor für eine sehr willige und kämpferisch bislang vorbildliche Truppe. Auf dem Platz herzlich gefeiert und anerkannt. Aber jeder 98er-Fan kann ermessen, dass sich dieser Status  kann schnell ändern kann, weil Punkte und Luft wegbleiben.  Der Kampf bis zum letzten Spieltag erfordert nicht nur von den Spielern, sondern auch vom Publikum Stehvermögen und Charakter. Jeder weiß,  diese sympathische, aber wenig erfahrene Truppe muss vielleicht bis zum letzten Spieltag der Saison gegen den Abstieg kämpfen. Der derzeitige 18. Platz hängt wie ein Sack mit Blei an den Hälsen der 98er. Eine irre Belastung, die täglich schon beim Training, beim gemeinsamen Kaffeetrinken, daheim im Bett die Köpfe und das Selbstvertrauen belastet. Also alles andere als rosige Aussichten für den sympathischen Torsten Frings, der allerdings bekanntermaßen als Spieler mit harten Bandagen erfolgreich kämpfen konnte und nie mit irgendwelchen unangenehmen Eskapaden aufgefallen ist. Also halten wir fest: Torsten Frings hat Mut. Aber er und das 98er-Management mit Rüdiger Fritsch brauchen  jetzt neben dem Können bei der Aufholjagd auch einen Batzen Glück, um das vermeintlich Unmögliche zu schaffen. Es wäre ihm und dem Verein absolut zu gönnen.

Kleiner Hinweis: Was vermutlich nicht schaden würde, das wäre noch bis Saisonende eine Vertragsverlängerung von Ramon Berndroth. Er kennt die Mannschaft, die Region, die üblichen Befindlichkeiten. Er ist offen und korrekt sowie auch als fairer Partner in der Szene bekannt und sehr beliebt. Wäre doch wohl kein unmöglicher Kraftakt. Torsten Frings als Chef, Ramon Berndroth als Co-Trainer daneben. Fest steht: Die drei Spiele unter Ramon Berndroth haben gezeigt, dass er bei der Mannschaft auf Anhieb einiges erreicht hat, was Norbert Meier nicht gelang. Die Truppe rückte zusammen, kämpfte und glaubte. Ramons Wissen und seine absolut kollegiale Einstellung würde dem guten Torsten garantiert noch manch gute Erkenntnis für das angestrebte Hexenwerk „Nichtabstieg“ bringen. Glaube wenigstens ich. Aber was nicht ist, das kann ja noch nachgeholt werden. Jetzt ist erst einmal Winterpause. Viel Erfolg IHR LILIEN!

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Sonntag, 25. Dezember 2016

Der Mensch im Wandel des Terrors und der Ohnmacht. Kein Konzept, keine Ideen und keine Sicherheit vor dem Bösen

Der Terror-Anschlag mit einem LKW auf dem Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz in Berlin hat eine grausame Wirklichkeit im Zusammenleben unterschiedlicher Religionen oder Nationen aufgezeigt: Es gibt bei uns so viele kluge Menschen, die genau gewußt hätten, wie es dort nicht sein durfte.  Und dazu der Nachsatz: Hat man denn aus Paris nicht gelernt?

Bei solcher Argumentation sträuben sich mir die Haare.
Naive Fragesteller sind seitdem in Heerscharen auch in den Internetkanälen unterwegs, die Bundesrepublik ist eingekreist von 1000 Fragen. Sehr schön, aber auch Millionen von Schlaubergern  helfen nicht mehr.
Wir müssen feststellen – der Terror ist inzwischen überall. Seit 2001, als Flugzeuge von fanatisierten Attentätern in Wolkenkratzer der Stadt New York gesteuert wurden. Das heißt: Auch auch in den Wolken dieser US-Metropole, wo Stahl und Beton weithin sichtbar für vermeintliche Festigkeit und Sicherheit sorgen, ist der Mensch durch böses Tun der eigenen Gattung gefährdet. Unser Leben hängt mehr denn je vom Zufall unseres jeweiligen Standorts ab. Diese Bedrohung müssen wir  ernster denn je nehmen, denn die Welt steckt noch viel mehr als früher voller Aggression. Wobei die Natur mit ihren eigenen Klimakatastrophen sich einfügt in die Kette der vielen Bedrohlichkeiten.

Nehmen wir zur Kenntnis: Wir Menschen, wir Bürger, egal in welchem Land, leben zwar wenn es normal läuft, sind ziemlich schutzlos geworden. Aber wehe der Ernstfall der Bedrohung trifft ein. Wie kürzlich in Paris, Istanbul  oder jetzt gerade aktuell in Berlin.
Dazu gleich die Frage: Wie verhält sich denn der Mensch generell im Alltag inzwischen auf unserem Planeten? Sicher,  der Zweite Weltkrieg ist über 70 Jahre her. Aber kleinere Kriege, wie auch aktuell in Syrien, dem Irak, in Iran oder afrikanischen Staaten hat es immer geben. Und es  gibt in der Zwischenzeit genügend neue blutige Auseinadersetzungen, die Angst machen und wo wir täglich zuschauen können. Eine Situation, die  immer wieder die Frage aufwirft:  Lernt die Menschheit – und damit sind nicht nur einsame Machthaber gemeint – denn nie etwas dazu?
Nein, sie tut das eben nicht. Weil immer andere Menschen am Werk sind und der Macht erliegen. Fast überall sind menschliche Ungeheuer  mit irgendwelchen Waffen mit Zerstörungs-Phantasien unterwegs. Im Kleinen wie im Großen.

Wir müssten eigentlich zum lokalen Schutz bei Festivitäten keine zusätzlichen Poller als Schutz vor LKWs aufstellen, auch wenn sowas im kleinen Bedarf eines Weihnachtsmarktes vielleicht auf den ersten Blick hilfreich sein kann. Vielmehr muss die Menschheit begreifen, dass Leben  generell – das eigene und das fremde – schützenswert ist und dass dies auch so bleiben muss. Also ist es dringend erforderlich, dass die kranken Hirnhälften mit Psychotherapie und anderen Erkenntnissen  behandelt  werden. Psychotherapeuten und Psychologen  hätten enorm viel Arbeit. Raus mit den erkrankten Windungen, die für Angst und Schrecken sorgen. Aber so einfach wie geschrieben ist das leider nicht. Die Gesellschaft unseres Planeten braucht  dringend neue Hirn-Nahrung, ein verändertes, ein besseres und humaneres Bewußtsein. Eine Denke, die friedlich stimmt. Eine ohne den grenzenlosen Egoismus und die zunehmende Aggressivität, die zu Terror, Zerstörung, Mord und Totschlag animiert. Der Mensch ist nicht mehr berechenbar. Vielleicht war er es auch nie. Jedenfalls nicht lange. Da helfen inzwischen jedoch auch neue schärfere Gesetze nichts, die von der Politik dann stets nach einem unheilvollen Tag mit gewaltigem Mediengetöse gefordert werden. Eine lächerliche Therapie.

Wir brauchen wieder eine gemeinsame Basis für Zusammenleben mit Toleranz und Respekt vor anderen Nationen und anderen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Religion  und Bildung. Der Mensch muss sich inzwischen in erster Linie vor sich selbst in Acht nehmen.  So weit sind wir. Wenn ein 12jähriger Schüler aus Ludwigshafen versucht, wie gerade passiert, eine selbstgebastelte Nagelbombe auf einem Weihnachtsmarkt zu zünden, dann ist aber verdammt viel bei uns in der Gesellschaft schief gelaufen. Das bleibt vermutlich ein Einzelfall in der Fülle von Gewalt. Aber wir können nicht alles auf die Politik schieben. Dort sind – von Berlin bis Frankfurt, München oder Buxtehude –  auch nur Menschen zugange. Das heißt  im Klartext:  Der Mensch an sich muss sich verändern. Nämlich vernünftiger, normaler und angenehmer für alle auftreten.  Also weniger egoistisch und ein großes Stück sozialer.

Aber wer schafft es, diese Botschaft überall hinzutragen, wo unsere Art sich mit insgesamt über 82 Millionen Exemplaren allein in Deutschland aufhält? Ich verzage nicht. Aber ich hoffe, hoffe, hoffe.

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Obendrüber, da schneits! Eine köstliche und lebenskluge ZDF-Inszenierung für den familiären Frieden an Weihnachten hat auch mich erfreut

„Obendrüber, da schneits“. Wer die TV-Komödie heute in der ARD mit Wotan Wilke Möhring als Pfarrer Gregor, Diano Amft und Gisela Schneeberger u. a. nach dem Buch Autorin Astrid Ruppert unter der glänzenden Inszenierung von Vivian Naefe mit unendlich vielen praktischen Botschaften für unsere Gesellschaft gesehen hat, bekam Trost in bunter Reihenfolge für das eigene, oft verkomplizierte Leben. Und dazu auch immer die Lösung: Nämlich geht aufeinander zu, nehmt Euch nicht ganz so wichtig aber dafür ernst. Alles löste sich am Ende mit einem Lächeln im Gesicht bei allen Hausbewohnern auf. Und damit sind wir beim Problem unserer Mammon-Gesellschaft. Wir denken Zuviel ans Geld, an den Zugewinn in unserem kleinen Leben, das wir fast immer für das Wichtigste halten. Ist es aber nicht in den Augen der anderen Drumherum. Jedenfalls meistens, es sei denn, es geht um die Mama. Seltener um den Papa. Warum eigentlich?

Einfache Antwort: Weil Mama im täglichen Bestehen des Lebens klüger, praktischer, handlicher ist. Männer lernen dafür andere Sachen. Beispielsweise Drachen töten oder morsch gewordene Bäume fällen, wenn sie wissen, wo die Axt liegt.  Beim Wechseln von Autoreifen haben die Frauen auch längst ziemlich aufgeholt. Was natürlich auch daran liegt, dass sie in unserem Wohlstand oft ein eigenes Gefährt haben und auch recht gekonnt  damit umgehen. Überhaupt: Frauen wissen viel mehr als Männer bislang gerafft haben. Sollte die Herren der Schöpfung anspornen, nicht ganz abzufallen, was diese Dinge des täglichen und letztlich endlichen Lebens angeht.

Was mir an dieser gescheit-unterhaltenden TV-Weihnachts-Sendung im ZDF neben den schauspielerischen Fähigkeiten innerhalt des ganzen Teams gefallen hat, das war nicht nur die Inszenierung mit einem ständig wiederkehrenden Thema des gegenseitigen Verstehens sowie interessanten Reaktionen beiderlei Geschlechts inklusiv der Kinderdarsteller. Der Film zeigte auch Einblicke ins unsere realistische Welt einer Familie, die mit anderen Familien in einem Haus, also mit einer gemeinsamen Treppe nach oben,  klarkommen muss. Was bekanntlich in einem Leben, das von einer Fülle an Egoismen bestimmt wird, oft irrsinnig schwer, aber nicht unmöglich ist. Man muss nur ein wenig toleranter als sonst sein. Und jeweils pro Person einen kleinen Schritt nach vorne machen. Eben Zueinander. Machen wir das nicht? Ich denke zu oft fehlt er im Zusammenspiel der Menschen in jedem Altern. Von dieser Inszenierung hätten wir einige Beispiele, die im Neuen Jahr manchen Ärger vermeiden könnten. Aber nicht zu vergessen, dafür ist noch Zeit:  Schöne Weihnacht!

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Freitag, 23. Dezember 2016

Rote Karten für Pöbler und Spalter – wir haben Kultur für Menschenfreundlichkeit und Respekt

Der Mensch an sich ist gut, wenn es nur nicht so viele oft nicht zu erklärende Verführungen gäbe, die sein angestrebtes gutes Image mit häßlichen Flecken bedecken. Mir fällt in diesen Tagen der Trauer von Berlin alles ein, nur kein Respekt vor der AfD und deren Protagonisten. Diese gefährlichen Polit-Zungen sind schon so oft gespalten worden, dass sie eigentlich gar nicht mehr funktionsfähig sein dürften. Das Thema Ausländer, auf AfD-Art immer wieder aufs Neue mit wechselnder hinterhältiger Weise in die Öffentlichkeit getragen, widert mich und viele, viele andere Bürger so an. Gerade wieder in diesen Tagen, nachdem heraus kam, dass der schon länger erfolglos unter Beobachtung stehende Attentäter Anis Amri aus Tunesien stammt und der IS-Miliz zugeordnet werden muss. Ein grauenhafter Fall. Aber kein Grund ihn zu verallgemeinern und gewissenlos auf Flüchtlinge zu übertragen.

Die AfD-Vorstands-Taktierer, Frau Petry und Vize Gauland, können doch niemandem mehr außer den eigenen Spießgesellen und Gesellinnen ohne Scham ins Gesicht blicken. Dafür haben sie schon zu viele Beispiele geliefert, wie hinterhältig sie im Feld der Populisten agieren. Diese Parteifreunde fischen in verdammt trüben Gewässern.

Anis Amri, der 24jährige LKW-Attentäter von Berlin ist nun tot – erschossen bei einer Personenkontrolle mit einer italienischen Polizeiwaffe. Kein Bedauern deshalb auf breiter Front. Eine kriminelle Sachlage war der  Ausgangspunkt. Der Handlung kann man als Mensch mit Vernunft folgen.  Nun kann sich die AfD aus dieser Sache nicht mehr mit giftigen Gefühlen und Kommentaren bedienen. Allzu schnell hat man die Gelegenheit wahrgenommen, um Flüchtlinge generell zu brandmarken. Angela Merkel hat man sogar dafür verantwortlich gemacht, dass Menschen in höchster Not aus hochproblematischen Lebensverhältnissen fliehen und in Deutschland Asyl beantragen oder hier unterschlüpfen wollen. Natürlich sind darunter auch schlechte Charaktere, wie in jedem anderen Land. Gewiss auch Kriminelle. Aber bitte, – dem stehen auch Millionen Menschen anderer Nationen seit den 50erjahren in Deutschland unangefochten  als angesehene Bürger gegenüber. Es sind Menschen, die bei uns in den letzten 50/60  Jahren oder erst vor einigen Monaten eine neue Heimat, Brot und Arbeit oder sogar ihr privates Glück gefunden haben. Viele der Migranten – aus welchen Ländern auch immer – haben sich wunderbar in unser deutsches Leben eingefügt. So wie dies auch in anderen Ländern von Europa oder auf einem anderen Kontinent passiert. Auch wenn es Donald Trump nicht gefällt – nicht zuletzt galt  Amerika auch über Jahrzehnte als klassisches Einwanderungsland.
Ich erinnere mich: In den 60erjahren waren es vornehmlich Italiener und Spanier, die zu uns kamen. Gastarbeiter nannte man sie. Angeblich kamen nur zum Arbeiten, um dann nach einiger Zeit wieder in ihre Heimat abzudampfen. Angeblich passten sie auch einigen Leuten  nicht so richtig in unser Leben, in unser Wertesystem. Und heute? Gerade diese besagten Nationalitäten haben es geschafft, unser Kulturleben beispielsweise auch mit phantasievollem Essen und Trinken, Kultur und Freundlichkeit sowie einem fröhlichem Ambiente insgesamt zu bereichern. Fast jeder Deutsche liebt sein ausländisches Restaurant. Den Italiener, den Griechen, den Chinesen.

Es gab aber auch Zeiten, da schlug diesen fremden Küchenchefs Argwohn und  Ablehnung aus einigen Kreisen unseres deutschen Lebens entgegen. Man spürte plötzlich  Konkurrenz. Die einfachen Nudel-Restaurants aus der Poebene machten plötzlich Umsatz. Als  Kolumnist für das Gesellschaftsleben der Abendpost/Nachtausgabe, die gerne über Land und Leute mit besonderer Gastlichkeit berichtete, mußte auch ich mir manche Kritik anhören, wenn ich ein schönes italienisches Lokal lobte oder deren neues Ambiente mit Pfiff in einer Kolumne herausstrich. Deutsche Gastronomen fragten erbost: Wie kann man denn über Spaghettikocher so positiv schreiben?

Aber der Zungenschlag hat sich mit dem neuen Wissen und Respekt vor fremden Pfannen geändert. Seit den 80ern kommt aus vielen Küchen ein neuer Duft mit neuem Öl und anderen Kräutern. Das war der Zeitpunkt, als wir in Deutschland querbeet gemerkt haben, wie gut uns Spaghetti, eine Pasta oder auch ein Döner sowie Wein aus der Toscana oder Umbrien schmecken. Oder wie ansteckend die gute Laune eines netten Kellners aus Kalabrien ist.
Der Argwohn gegenüber den Tellern anderer Machart, also das Gegenteil von Rippchen mit Sauerkraut, Leberwürsten, Sauerbraten  oder Bratkartoffeln aus der eigenen Küche, verflüchtigte sich schneller als man schauen konnte. Diese Form der Ablehnung entwickelte sich jetzt in Begeisterung für „seinen“ Italiener. Und so war es auch kein Wunder, dass immer mehr Lokale dieser Art auf den Markt drängten. Gäbe es sie nicht – wir würden fast verhungern.
Wer wollte denn seinen geliebten Pizzabäcker schlecht reden, wo der doch auch noch nach 23 Uhr bereit ist, in der Küche für alle späten Gäste etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Der Deutsche an sich ist nun mal etwas schwerblütiger als der Südländer, das weiß man hinlänglich. Und wenn es um alte Gewohnheiten geht, dann flutscht der Wechsel nicht unbedingt sofort. Erst mal probieren.

UND SIEHE DA. Das hat sich alles gravierend geändert. Glücklicherweise sind die Germanen nicht mehr so in ihren Geschmacksrichtungen festgelegt. Der deutsche Gaumen ist internationaler geworden, er hat sich weiter entwickelt. Heute erkennt er Küchengeheimnisse anderer Länder mit einem Zungenschnalzer an.

Aber es gibt immer noch Landsleute zwischen München, Hamburg oder Köln, nur diese Städte plakativ zu nennen, die alte Gewohnheiten im Urteilen über Fremde gerne mal ausgraben, um sich interessant und noch etwas deutscher zu machen. Insbesondere nach dem neuesten schrecklichen Attentat per LKW auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit 12 Toten und 50 Verletzten.

Die dumme Vorurteils-Generalität stört enorm und stößt ab. Insbesondere wenn damit Ausländer, die längst zum größten Teil inzwischen unsere eigenen Lebensregeln und Gewohnheiten übernommen haben und vornehmlich laut Gesetz Bürger ohne Fehl und Tadel geworden sind, desavouiert werden. Der böse Stachel hat ausgestochen.  Kriminelle Karrieren gibt es letztlich genügend, auch jene, die made in Germany entstehen. Klar, darüber ärgert man sich auch oder im besten Falle schämt man sich.  Aber meistens ziemlich leise. Bei Tätern anderer Nationalität oder Hautfarbe  fällt das Beil allerdings schnell.

Geht es um Fußball, ist die Sachlage inzwischen total anders. Wenn ein Afrikaner, ein Serbe, Chilene oder ein anderer Staatsangehöriger aus fernen Landen für unsere Vereinsmannschaft Tore schießt, dann findet man dies wunderbar. Wenn es möglich wäre, würde man diese Lieblingen aus fremden Ländern jedes Mal dafür küssen oder vor Freude umarmen. Da spielt weder die Hauptfarbe noch der Pass und die Herkunft eine Rolle. Boateng vom FC Bayern oder Kölns Modeste sind das Sinnbild dafür. Jeder Fußballfan weiß, wie wertvoll, effektiv auf dem Platz  und auch wie sympathisch diese Kicker mit etwas anderer Hautfarbe sind.

Natürlich kann nicht jeder Ausländer ein populärer Boateng oder Modeste sein oder werden. Da kommt es auf die Leistung an. Aber gehen wir eine Ecke weiter. Mitten ins einfache Leben, wo kein Ball rollt. Dort könnten wir generell  gesehen  Pöblern und den geifernden Dreckschleudern  an einigen Stammtischen ruhig öfter deutlich die rote Karte zeigen. Diese überflüssigen Typen, die man auch öfter als Fremdenfeinde ansehen kann,  sind glücklicherweise in der Minderzahl. Dazu gehören aber auch jene, die ganz versteckt hetzen. Die heimlichen Polit- Spalter, die meine ich. Nach außen tolerant, aber intern immer auf der Lauer, um versteckt Unrat ohne Verantwortung dafür zu übernehmen unters Volk zu bringen. Diese Leute müssen von den vielen Anständigen unter uns in Deutschland viel öfter direkt gestoppt werden. Klare Kante. Auch bei künftig anstehenden Wahlen.

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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Der FC Bayern kann eben mehr, wenn er will…Leipzig konnte da nur zuschauen und lernen

Der FC Bayern hat mit dem 3:0 gegen RB Leipzig die Dinge wieder in die Reihe gebracht. Guter Fußball wird zwar auch von den „Bullen“ gespielt, aber die Bayern sind nunmal ein ganzes Stück besser. Jedenfalls am heutigen Mittwochabend. Nach 45 Minuten 3:0 – eine klare Feststellung, wer Chef in der Bundesliga ist. Das heißt ja nicht, dass dies ein Dauerzustand ist, aber mir hat das sehr gut gefallen. Und ich glaube, dass auch der ebenso souveräne wie sympathische Bayern-Coach Carlo Ancelotti denselben Eindruck heute Abend noch bei einem Gläschen Roten verbreitet. Die Bayern spielten wie befreit auf, flogen wie Weihnachtsengel über den Rasen. Und ich kann nicht verhehlen: Mir hat das Ganze bis zur 90. Minute gefallen. Man möge mir das in Leipzig bitte nachsehen, aber der FC Bayern steht mir nunmal nahe. Jeder Bayern-Spieler lief übrigens geradeso übers Feld, als bekäme er von Präsidentenrückkehrer Uli Hoeneß Kilometer- und Motivationsgeld zusätzlich ausgezahlt. Der 1. Platz in der Tabelle macht zumindest in der Winterpause Freude, läßt unterm Weihnachtsbaum auch gute Gefühle ins Jahr 2017 wachsen.

Dasselbe – in ähnlicher Form – wünsche ich auch der Frankfurter Eintracht, die unter Niko und Robert Kovac einen völlig neuen Auftritt bekommen hat. Jetzt dürfte auch der ewige Topspieler der SGE, Jürgen Grabowski, wieder lächeln können. Bevor die Kovacs da waren, da hatte „Grabi“ schon Kummerfalten, weil so wenig klappte. Und wenn jetzt noch der SC Freiburg sich weiter im gesicherten Mittelfeld tummelt und Darmstadt 98, das garantiert mit Vertragsverlängerung von mit Interimstrainer Ramon Berndroth keinen Fehler machen würde –   noch die Rückkehr ins wahre Bundesligafeld, nämlich mindestens Platz 15 erkämpft, dann ist fußballerisch alles im Lot. Jedenfalls von meiner Sichtweise. Jeder hat nunmal den einen oder anderen Verein, den er noch bisschen lieber mag. So ist Fußball. Man hat eben seine Sympathien. Was nicht nur mit der rein sportlichen Präsenz und Leistung zu tun hat. Auch eine professionelle Außendarstellung mit Sympathieträgern, einem guten Innenleben und akzeptablen Selbstdarstellungen  (Fairness und gutes Verhaltens neben dem Rasen) sind eben für die breite Akzeptanz mit dafür verantwortlich. So ist nun mal der Mensch.  Was im übrigen auch ein Indiz dafür ist, dass man sich als Mannschaft auch in die Herzen, nicht nur gewinnbringend in die Vereinskasse spielen muss.

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Montag, 19. Dezember 2016

Ein glücklicher Sportabend mit Idolen – wer setzt noch etwas an Unterstützung drauf?

Die Wahl „Sportler des Jahres“ 2016 aus Baden-Baden hat einmal mehr bewiesen: Sportler, die nie etwas mit Doping zu tun hatten, sind so ziemlich die besten Repräsentanten unseres schönen Landes. Ob das aus Hessen stammende Turn-Idol Fabian Hambüchen, Triathlon-König Jan Frodeno oder Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg aus Wiesbaden oder alle anderen gewählten Top-Athleten und Topathletinnen gingen als Helden dieser Nacht in die Sportgeschichte ein. Natürlich auch vorweg  Tennis–Queen Angelique Kerber oder die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig / Kira Balkenhorst. 

Alle Geehrten, auch die jeweils Nächstplazierten hatten einen glanzvollen Auftritt inmitten vieler auch ehemals verdienstvoller Sportler und Funktionäre. Da konnte man von einer familiären Atmosphäre sprechen. Unter der locker-beschwingten  Moderation von Kathrin Müller-Hohenstein und dem ehemaligen Ex-Eiskunstläufer Rudi Cerne wurden die Vertreter der deutschen Sportszene unter großem Jubel für ihre bemerkenswerten Ergebnisse und Verdienste herzlich gefeiert. Ob männlich oder weiblich – die Welt orientiert sich mit ihrer Sympathie am liebsten an  Sportleistungsträgern.  Sie sind die Helden, die  Vorzeigeidole unserer Zeit.  Die Botschaft ist uralt: Leistung und Fairness lohnen immer.

Das ZDF hat für diesen tollen Wahlabend mit großem Geschick und viel Gefühl Bilder aus dem internationalen Sporterleben, auch aus den kleinen Szenen bei Großveranstaltungen und Wettkämpfen eingefangen. Es war für jeden Zuschauer ein Genuss und ein Tanz mit respektvollen Gefühlen. DANKE für dieses neuerliche Gemälde des Sports, das die bedauerlichen Bilder von Doping glücklicherweise bis zum nächsten Skandal wenigstens vorübergehend  verdrängt.

Es gab so unendlich viel Positives über junge  Menschen und ihre Leidenschaft aus dem Sport zu sehen und zu erfahren: Leistungen und Disziplinen,  oft von fast kaum glaublicher Art, massive Gefühle und nicht für möglich gehaltene Nervenanspannung, begleiteten die Fernsehbilder. Beispielsweise beim Turnen. Dazu jeweils riesige Erleichterung, Glückseligkeit, manchmal auch Enttäuschung. Alles war drin in diesem Fernsehabend des ZDF. Er hat den Zuschauern das Herz geöffnet. Und er lieferte die Erkenntnis: Es geht an einem Sonntagabend auch ohne kriminelle Hauptakteure mit „Tatort“-Kitzel.

Ich hoffe, dass sich diverse erfolgreiche  Sponsoren von diesen sympathischen Sportsmännern und Sportsfrauen heute Abend zusätzlich angesprochen fühlten, um vielleicht mit diesen Bildern des Abends vor Augen Kontakt mit den diversen Instituionen und Offiziellen des Sports, aufzunehmen. Unterstützende Gelder aus dem jährlichen Unternehmensprofit werden immer dankbar entgegengenommen. Sport generell kostet bekanntlich auch Geld. Oft dauert es Jahre bis ein Talent, das vielleicht aus einem kleinen Sportverein kommt, neben dem Applaus auch eine spürbare unterstützende Hand bekommt, um damit irgendwann Deutschland mit einer großen Leistung zu überraschen.

In die Drogen-Prävention wird unbestritten mancher Euro investiert. Das ist wichtig und auch gut so. Aber das ist eine andere Baustelle des Sozialressorts der Bundesregierung. Aber dem sauberen Sport,  angefangen im Kindergarten, könnte man mit bestem Gewissen noch einiges mehr an finanzieller und auch ideeller Hilfe überlassen. Diese Form würde noch manchem kleinen Verein, der Kinder menschlich, sportlich und ehrenamtlich über Jahre betreut, helfen, mit noch besserer Ausrüstung und mehr Personal zielstrebig und noch erfolgreicher zu arbeiten.  Der gut organisierte Unterricht für Körper und Geist ist nach wie die Basis für ein gesundes Erwachen. Bei Alt und Jung. Der ZDF-Abend mit Deutschlands erfolgreichsten Sportlern sollte bei möglichen Sponsoren Lust gemacht haben,  einen eigenen Beitrag zu leisten, wenn nicht schon geschehen. Ich würde es dem Sport allgemein sehr wünschen.

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Sonntag, 11. Dezember 2016

Helmut Markwort – der Mann für (fast alle) alle Fakten sowie der Liebe für gute Nachrichten aller Art

Helmut Markwort, nach dem leider so früh von uns gegangenen Schauspieler Günter Strack inzwischen der berühmteste aktuell auftretende Darmstädter im Focus der letzten 50 Jahre in der Stadt der Wissenschaften und des Sportvereins Darmstadt 98, beschäftigt mich heute. Der Mann mit der Löwenmähne hat als Lebensalter mit einer unglaublichen akustisch und optisch wahrzunehmenden Kondition 80 Jahre an Lebensalter erreicht. Markwort hat im besten Sinne seiner vielseitigen Persönlichkeit und seines journalistischen Berufs Geschichte geschrieben. Und sie geht weiter. Sogar mit seinem Hobby, der Schauspielerei. Als Leser seiner von ihm bedachten und gelenkten Druck-Erzeugnisse im Burda-Verlag, u. a. Zeitschriften wie auch Focus oder Bunte, hat Helmut Markwort vielgelesene deutsche Journalisten-Geschichte geschrieben. Was vor ihm nur wenigen in diesem Metier in dieser breit gestreuten Begabungs-Palette gelungen ist: Er wurde für viele Nachwuchs-Reporter auch ein wichtiges Vorbild mit überregionaler Bedeutung. Der Darmstädter Zeitungsprofi  hat mancher Nachwuchshoffnung auch kleine Flügel verliehen, also ungewollt gute Animation für die Zukunft übernommen. Ohne Honorar und ohne die Absicht begleitet, dafür Applaus zu erhalten. Deshalb will ich heute mal Dankeschön sagen. Auch ich habe mich von seinem unglaublichen Spektrum an Initiative und Ausdruckslust in jungen Jahren beruflich inspirieren und animieren lassen. Helmut Markwort gehörte neben Peter Boenisch (BILD) und Jürgen Juckel (BILD und Abendpost/Nachtausgabe) zu den Helden des Journalistenberufs, die ich sehr bewundert habe. Herr Markwort, Sie standen immer weit vorne in der Garde der Chefredakteure und waren ein maßgeblicher Ansporn in einem Traumberuf, der heute noch weitaus mehr an schwierigen Entscheidungen verlangt als vor 40 – 50 Jahren.
Lieber Herr Markwort, Journalisten können nicht immer aktuell oder auch zum richtigen Zeitpunkt dort sein, wo die Musik spielt.  Oft kommen sie auch bei einem Ereignis hinterhergehinkt, um dann aber vielleicht doch noch die Kurve zur Aktualität zu kriegen. Ich habe heute am Sonntag im Bayrischen Rundfunk – nach Ihrem so gern gesehenen „Stammtisch“ mit ihren ebenfalls blitzgescheiten Tisch-Partnern Prof. Wolfgang M. Heckl und Karikaturist Dieter Hanitzsch sowie den Gästen Simone Solga und dem Münchner/Freisinger Erzbischof Kardinal Reinhard Marx – das sehenswerte Markwort-Porträt zum 80. mir mit großer Freude einverleibt. Und dabei sehr schnell den Wunsch verspürt, Ihnen spontan noch viele Jahre gute Gesundheit und Leidenschaft für das gedruckte Wort zu wünschen. Beides zusammen wären mein Geburtstagsgeschenk für Sie mit weiteren guten Wünschen für die Fortsetzung eines erfülltes Leben mit Ihrer Lebenspartnerin Patricia Riekel und  vielen weiteren netten, großherzigen Menschen. Wobei ich übrigens auch den glücklicherweise wie am normalen Alltag teilnehmenden Uli Hoeneß meine, der mit Ihnen beim FC Bayern u. a. die Leidenschaft für besonders ansehnlichen Fußball für Bayern und die Welt teilt. Was mir auch gefällt.
Es grüßt herzlich

Ihr Horst Reber aus Frankfurt/Neu-Isenburg

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Freitag, 9. Dezember 2016

Ein Schiri hat es schwer. Aber manche gehören einfach nicht auf den Rasen gelassen. Aus Gründen der Sicherheit.

Das Spiel der Fußballbundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Hoffenheim ging glücklicherweise nach dieser eigenartigen Schir-Leistung 0:0 aus. Was für ein Theater wäre auf uns zugekommen, wenn beispielsweise Eintracht Frankfurt mit einem Tor in der letzten Minute noch gewonnen hätte. Was wäre alles auf den Rängen gebrüllt worden? Oder genauso umgekehrt: Was für ein Geschrei, wenn die Hoffenheimer als Sieger dieses äußerst ruppigen und von Bösartigkeiten begleiteten Spiels in die Kabinen gegangen wären. Der Schiedsrichter war leider total überfordert. Aber das ist nunmal sehr gefährlich in einer so aufgeheizten Stimmung. Glücklicherweise waren die beiden Trainer cool genug, keine hitzige Debatte zu führen. Schiris haben weiß Gott keine leichte Aufgabe, das weiß man. Aber bei solch einem desaströsen „Arbeitsnachweise“ kann weiß Gott was in den Fan-Lagern passieren. Der DFB sollte mal wieder einen Schiedsrichter-Lehrgang für „Sitzenbleiber der Zunft mit Pfeife“ ansetzen. Das war ein Lehrbeispiel für Regelkundler mit Pfeife ohne Selbstvertrauen sowie möglicherweise auch schlechten Augen.

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Dienstag, 6. Dezember 2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Mutmacherin für die Zukunft, ein Ansporn für alle Bürger

Angela Merkel: Klug, stark und zuversichtlich – so wirkte die Bundeskanzlerin auf dem Parteitag in Essen auf mich. Allerdings saß ich nur bei N-TV vor dem Bildschirm. Nicht in der Halle, wo sich die Delegierten zusammenfanden. 11 Minuten und 20 Sekunden dauerte der Applaus für Ihre Grundsatzrede nach der Stoppuhr des Sender. Für mich hat diese Aussage keinen besonderen Wert. Aber er ist zumindest ein Indiz für die gute oder wohlmeinende Grundstimmung der CDU, die sich bereits jetzt sorgsam auf das Bundestagswahljahr 2017 vorbereitet. Eineinhalb Stunden hat Angela Merkel ihre Parteimitglieder eingeschworen. Die Stimmung im Saal wurde erkennbar von Minute zu Minute immer besser. Zuletzt strahlte sogar die Chefin. Sie hatte verstanden: Die CDU steht trotz der zuletzt wahr genommenen teilweise Attacken von rechts und links (und manchmal in den eigenen Reihen) unseres Landes hinter dieser bewundernswerten Frau, der Stress anscheinend kaum etwas ausmacht. Sie steht – so auch heute – wie eine EINS.
Wenn ich im Freundes- oder Bekanntenkreis Frau Merkel lobe oder Gesprächspartner bitte aus echter Überzeugung bitte, doch mal ein bisschen mehr nachzudenken, was diese Frau für Deutschland und seine unterschiedlich permanent beeinflussten Bürger auf sich nimmt, dann werden Kritiker in der Regel  ziemlich leise. Was in unserer nach meinem Empfinden etwas zu lauten Ego-Society, die auch immer gerne selbst im Mittelpunkt stehen will, ein signifikantes Indiz für (vielleicht auch nur vorübergehend) etwas mehr Einsicht ist. Aber Frau Merkels Credo „Uns verbindet mehr als uns trennen kann“ dürfte absolut richtig sein. Auch dieser Satz hat Bedeutung: „Keine Scharia, Sicherheit für alle“. Trotz aller flapsigen Bemerkungen aus gelebtem Wohlstand und trotz der Besserwisserei in der großen Politik, die heute viel weniger  als noch in den 90er-Jahren ein Wohlgefallen mit Zuckerschlecken ist. Täglich mindesten 16 Stunden und mehr im Dienst für unser Land. Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel steht keine Gewerkschaft auf, wenn in ihrem Alltag nur selten oder gar kein  „normaler“ Feierabend zur Erholung ansteht. Niemand beschwert sich, wenn sie oft bis Mitternacht oder am Wochenende arbeitet, sich engagiert, Termin erfüllt. Niemandem fällt es auf, wenn Stress, Belastung und Nervenanspannung eigentlich viel zu sehr überhand nehmen. Aber diese Frau legt zugleich das Bekenntnis vor den Delegierten ab, dass sie ihnen zuletzt viel zugemutet habe. Bitte, was denn war für den Bürger ernsthaft wirklich zuviel?

Deutschland ist die Nr. 1 in Europa mit vielen sozialen und humanitären Segnungen sowie genügend Arbeitsplätzen, die letztlich auch nicht hergezaubert werden können. Dazu gehört immer in der Bürgerschaft mit mutigen Menschen eine Überzeugung, dass dies zu schaffen ist. Das geht nur mit einer überzeugenden Führungskraft und einer Politik, der man bei aller Skepsis auch vertrauen kann.

Sehen wir doch mal klar: Das funktioniert nur mit Menschen, die sich darüber freuen, wenn der Hinweis „Made in Germany“ nicht nur gefällt und als schön, dankbar und befriedigend empfunden wird, sondern auch anspornt. Vom Kioskbetreiber bis zum Klein- und Groß-Unternehmer mit eigener Verantwortung. Von dieser Einstellung profitierten inzwischen auch erfreulicherweise Tausende von Migranten, die in ihrem eigenen Land, also dort wo sie geboren wurden, davon nichts oder nur wenig vorgefunden haben und deshalb nicht profitieren konnten, weil von dieser Kraft und Bereitschaft zu wenig vorhanden.

„Unsere Zukunft hängt von unserer Stärke ab“, postulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor dem Schlussapplaus ihrer sehr guten Rede.
Natürlich läuft auch in Deutschland, einer Nation mit über 82 Millionen Menschen, nicht immer alles so wie gewünscht. Aber mal unter uns gesagt: Das gibt es nur im Schlaraffenland. Und dies hat weder einen Namen noch weiß man, wo dieses Paradies zu finden ist. Deutschland lassen wir mal außen vor.

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Freitag, 2. Dezember 2016

Das Glück des positiven Denkens, wenn es um Flüchtlinge und aktive Hilfe geht

Deutschland wird immer politischer. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Es wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen, beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Satz „Das schaffen wir“, entstanden aus einer Situation mit einem Flüchtlingskind in Anwesenheit einer TV-Kamera, mit Boshaftigkeit für Dumme  zu brandmarken. Man versucht sie in eine gewisse Lächerlichkeit mit diesem einmal ausgesprochenen Satz zu schieben. Und zwar  mit permanenter Wiederholung. Ganz schlechter Stil in meinen Augen.  Aber ich glaube, da haben sich diese Verunglimpfer geschnitten. Die Bundeskanzlerin schafft das, auch wenn diverse Medien und Netzwerker permanent in diese Richtung zielen, was ich generell als sehr unfair empfinde. Als könnte Angela Merkel nichts anderes, als diesen Spruch  „Wir schaffen das“ als Argument ihrer jahrelangen Arbeit im Dienste des deutschen Volkes, ihrer Verhandlungen, ihrer politischen Bestrebungen im Sinne von Deutschland und Europa über die Lippen bringen. Der Wind dürfte sich aber noch drehen, vermute ich. Denn Deutschland ist wirklich nicht rechtsradikal eingestellt. Auch wenn es manche unangenehme Zeitgenossen gerne so hätten. Was allerdings auch normal denkende und fühlende  Menschen verdammt böse und zeitweise auch ratlos macht.

Aber – und das tut gut: Die Situation liefert uns erfreulicherweise neben solchen Böswilligkeiten auch sehr häufig mit tollen Beispielen ganz das Gegenteil. All die vielen deutschen freiwilligen Helfer und Unterstützer von geflohenen Menschen aus kriegsgeschädigten Ländern wie Eritrea, Syrien, Iran, Irak, Pakistan und weiteren Nationen, beweisen jede Menge Charakter, Herz und Empathie. Deutschland ist Gott sei Dank nicht rechtsradikal und fremdenfeindlich, auch wenn es ein Grüppchen immer wieder so hinstellen will.

Natürlich gibt es einige unverbesserliche Gruppierungen, die auf einer üblen radikalen und fremdenfeindlichen Brühe der Meinungsmache mit schwimmen. Aber eines steht fest: Die weitaus größere Anzahl der Bundesbürger denkt humanitär. Allerdings lange nicht so laut und öffentlichkeitsintensiv gesteuert wie Rechtspopulisten dies tun. Beispielsweise betont scharf  und unerfreulich in Sachsen.

In der Stadt Offenbach wurden dieser Tage Schüler der Klassen 9 bis 13 – alle mit Migrationshintergrund oder aber aktuell geflüchtet – mit der sinnvollen Aufsatz-Wettbewerbs-Aktion „Quo Vadis“ in den Mittelpunkt einer großartigen Veranstaltung im Gemeindesaal St. Nikolaus in Offenbach-Bieber gestellt. Gemeinsam mit der Offenbach-Post, OB Horst Schneider und Landrat Oliver Quilling, eingeleitet von „Respekt“-Herausgeber Peter Hessler und mehreren Freunden und prominenten Bürgern und Bürgerinnen, standen Schüler aus Migrantenfamilien bei einer wunderbaren Veranstaltung im Rampenlicht. In der bis auf den letzten Platz besetzten Halle war es mucksmäuschenstill, als die Schüler und Schülerinnen etwas zu ihrer Lebenssituation am Mikrophon sagten. Sie erzählten von ihrem Schicksal – und wie erleichtert sie sind, in Offenbach mit offenen Armen aufgenommen worden zu sein. Da bekam man Schicksale überliefert, wie sie auch viele deutsche Familien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg erleben mussten. Mancher ältere Bürger im Saal konnte sich in eigener Sache an solche bitteren Stunden erinnern. Angst, Hunger, Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit gegenüber Frau Merkels deutschem Land, wie ein Schüler betonte,  prägten viele Aufsätze. Man spürte deutlich die Rührung und die Anteilnahme dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Immerhin kam sie aus der deutschen Stadt, wo es inzwischen auf Grund von  Zuzug und Flucht in den letzten Jahren und Monaten die meisten fremdländischen Bürger  gibt. Man spricht von 50 Prozent der Bürgerschaft. Und warum?  Weil Offenbach und viele andere Städte und Gemeinden eine besondere Haltung gegenüber Flüchtlingen eingenommen haben,  muss man hinzufügen. Diese Tatsache mit Willkommenskultur schmückt in meinen Augen ganz Deutschland. Das macht mich und viele andere Menschen  froh und glücklich.

Diese „Quo Vadis“-Veranstaltung, an der ich ehrenamtlich mitwirkte, hat Schüler, Eltern und offizielle Vertreter und Sponsoren, die für die besten Arbeiten der Migranten schöne und sinnvolle Preise stifteten, auch zu Recht stolz gemacht. Das war erfreulicherweise das Gegenteil von unverständlicher und zugleich mieser Rechtsattacke. Und, ich gestehe es, es tat allen gut. Dies konnte man mit einem Blick in den Saal und auch zu den Initiatoren, wie Konrektorin i. R. Helga Burgdorf oder Lehrerin i. R. , Marlies Reber, Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel und sein Integrations-Beauftragter Erwin Kneissl  oder Landrat Oliver Quilling bestätigten. Dass dazu auch noch die aus 35 jungen Musikanten (Jungen und Mädchen) bestehende grossartige Big-Band der Georg-Büchner-Schule in Jügesheim unter Leitung von Bandleader Willy Spahn. herausragend professionell mit zeitlosen Klassikstücken von Deep Purple oder Stevie Wonder aufspielten, nicht zu vergessen das Piano-Solo von Leonidas Metenidis aus Griechenland, war eine Abrundung, wie sie schöner nicht hätte sein können. Ich bin wie alle anderen Akteure glücklich, dabei gewesen zu sein. Die Überschrift in der Offenbach-Post zu dieser gelungenen Veranstaltung, an der auch Chefredakteur Frank Pröse mit einem Interviewbeitrag teilnahm, sagte alles: „In allen Texten Optimismus“.

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Donnerstag, 1. Dezember 2016

Torsten Lieberknecht – echt, kreativ und mit Bodenständigkeit im Fußball ein Traumtyp

Torsten Lieberknecht ist ein Pfälzer Bub aus „Lautere“, wie die Einheimischen sagen. Beim „FCK“, den wichtigsten drei Buchstaben in der Pfalz großgeworden, schon der A-Jugend des „Betze“-Vereins eine starke Persönlichkeit, die er später auch bei Mainz 05 sowie dem SV Waldhof Mannheim nachhaltig unter Beweis gestellt hat, ist jetzt seit Jahren schon als Trainer bei Eintracht Braunschweig ein hoch angesehener Mann. Warum? Die Antwort: Weil Torsten Lieberknecht echt ist. Kein bisschen verstellt, alles andere als verträumt und sehr, sehr fleißig. Sagen jedenfalls alle, die mit dem Sympathikus schon im Fußball oder im Privatleben eine Bindung hatten oder haben. Jetzt hat er Reporter Frank Heike von der FAZ ein Interview gegeben, das heute auf Seite 31 nachzulesen ist. Diesen Fragen und Antworten zu folgen, das macht Freude. Und genau dazu will ich Torsten, den ich als Spieler bei Waldhof Mannheim kennen und schätzen gelernt habe, gratulieren. Er hat dem sauberen, dem anständigen Fußball sein Gesicht und seinen Charakter zur Verfügung gestellt und damit diesem Sport mit all seinen Verführungen, Möglichkeiten  und Unwägbarkeiten einen großen Gefallen getan. Derzeit mit Braunschweig Spitzenreiter in der Zweiten Bundesliga darf sich Torsten Lieberknecht mit seiner Eintracht  berechtigte Hoffnungen zu machen, dieser schönen Stadt wieder Bundesligaluft zu vermitteln. Die Chancen stehen gut.
Einige Sätze aus dem FAZ-Interview von Frank Heike: Frage: Wie erleben Sie Ihre Rolle als Trainer eines Traditionsvereins?
Lieberknecht: „Ich bin schon traditionell angehaucht. Ich erfahre ein Privileg, in diesem Verein so lange arbeiten zu dürfen.
Nächste Frage: Wie arbeiten Sie mit den Trainern des Nachwuchsleistungszentrums zusammen?
Antwort: „Ich profitiere von ihrer guten Arbeit. Das hat bei mir viel mit Wertschätzung zu tun.“
Frage: Sie wirken wenig distanziert, muss man dies hier sein?
Antwort: „Ich möchte den Verein mit einbeziehen. Der Verein steht für Kontinuität. Ich liebe zu sehr den Fußball, den Fan und das Drumherum, um keine Nähe zuzulassen. Ich war genau wie meine Brüder, früher auch FSK-Fan. Ich kenne noch die Vorfreude aufs Spiel auf den Fahrten. Das Stadiongefühl in der Kurve. Ich muss keine Distanz aufbauen, nur weil ich Fußball-Lehrer bin. Wir dürfen die Nähe zu den Fans nicht verlieren.“

Soweit Auszüge aus dem FAZ-Interview. Mit einem jungen Coach aus Braunschweig, der damit das Wesentliche von Erfolg im Fußball neben seinem Talent und Wissen um Ball und Mensch zum Ausdruck gebracht hat.

Torsten, Chapeau!  Der deutsche Fußball und natürlich seit 2008 auch speziell Eintracht Braunschweig haben  mir Dir einen Goldklumpen in der Tasche. Dich zu sehen, zu erleben und zu analysieren – das macht Freude.

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