Dienstag, 27. Dezember 2016

Torsten Frings für Meier, aber warum soll Dreispiele-Coach Ramon Berndroth nicht auch noch helfen?

Schade, Fußballtrainer Ramon Berndroth wurde nur Lückenbüßer bei dem abstiegsgefährdeten Bundesligisten Darmstadt 98. Nach drei Spielen mit knappen Niederlagen – jeweils gegen echte Brocken – darf er als schnell verpflichteter Interims-Nachfolger von Norbert Meier wieder seine Tasche packen und gehen. Ex-Bundesligaspieler Torsten Frings – ein 79maliger Nationalspieler, u. a. auch bei Werder Bremen, Borussia Dortmund und FC Bayern München – wurde jetzt als neuer Coach der „Lilien“, wie die Darmstädter in heimischen Kreisen auch genannt werden, verpflichtet. Zunächst mal eine Überraschung. Also auch ein Trainer, der noch keinen Verein bislang selbstständig geführt hat. Aber das muss nichts heißen. Bestes aktuelles Beispiel sind Niko und Robert Kovac bei Eintracht Frankfurt. Sie haben auch als „Frischlinge“ in diesem Geschäft vor einigen Monaten am Main begonnen. Und der Erfolg gibt der Eintracht bei diesen beiden Personalien erfreulicherweise ganz bemerkenswert Recht. Die Kovacs gelten inzwischen als ein Glücksfall für Frankfurt.
Klappt das mit Torsten Frings beim Nachbarn Darmstadt auch so? Der Wunsch einer Wiederholung desselben Musters dürfte mit der Phantasie und einem unerschütterlichen Glauben von den 98er der Antrieb gewesen sein. Man wünscht es diesem sympathischen Verein mit Präsident Rüdiger Fritsch, der übrigens mit seiner frischen Art der Bescheidenheit überall bestens ankommt. Klar, er managt mit den 98ern einen Ligaklub, der die kleinsten Brötchen in der Liga backen muss, wie man weiß. Wenig Geld, nur ein (leider viel zu kleines)  Stadion am Böllenfalltor für eine sehr willige und kämpferisch bislang vorbildliche Truppe. Auf dem Platz herzlich gefeiert und anerkannt. Aber jeder 98er-Fan kann ermessen, dass sich dieser Status  kann schnell ändern kann, weil Punkte und Luft wegbleiben.  Der Kampf bis zum letzten Spieltag erfordert nicht nur von den Spielern, sondern auch vom Publikum Stehvermögen und Charakter. Jeder weiß,  diese sympathische, aber wenig erfahrene Truppe muss vielleicht bis zum letzten Spieltag der Saison gegen den Abstieg kämpfen. Der derzeitige 18. Platz hängt wie ein Sack mit Blei an den Hälsen der 98er. Eine irre Belastung, die täglich schon beim Training, beim gemeinsamen Kaffeetrinken, daheim im Bett die Köpfe und das Selbstvertrauen belastet. Also alles andere als rosige Aussichten für den sympathischen Torsten Frings, der allerdings bekanntermaßen als Spieler mit harten Bandagen erfolgreich kämpfen konnte und nie mit irgendwelchen unangenehmen Eskapaden aufgefallen ist. Also halten wir fest: Torsten Frings hat Mut. Aber er und das 98er-Management mit Rüdiger Fritsch brauchen  jetzt neben dem Können bei der Aufholjagd auch einen Batzen Glück, um das vermeintlich Unmögliche zu schaffen. Es wäre ihm und dem Verein absolut zu gönnen.

Kleiner Hinweis: Was vermutlich nicht schaden würde, das wäre noch bis Saisonende eine Vertragsverlängerung von Ramon Berndroth. Er kennt die Mannschaft, die Region, die üblichen Befindlichkeiten. Er ist offen und korrekt sowie auch als fairer Partner in der Szene bekannt und sehr beliebt. Wäre doch wohl kein unmöglicher Kraftakt. Torsten Frings als Chef, Ramon Berndroth als Co-Trainer daneben. Fest steht: Die drei Spiele unter Ramon Berndroth haben gezeigt, dass er bei der Mannschaft auf Anhieb einiges erreicht hat, was Norbert Meier nicht gelang. Die Truppe rückte zusammen, kämpfte und glaubte. Ramons Wissen und seine absolut kollegiale Einstellung würde dem guten Torsten garantiert noch manch gute Erkenntnis für das angestrebte Hexenwerk „Nichtabstieg“ bringen. Glaube wenigstens ich. Aber was nicht ist, das kann ja noch nachgeholt werden. Jetzt ist erst einmal Winterpause. Viel Erfolg IHR LILIEN!

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Sonntag, 25. Dezember 2016

Der Mensch im Wandel des Terrors und der Ohnmacht. Kein Konzept, keine Ideen und keine Sicherheit vor dem Bösen

Der Terror-Anschlag mit einem LKW auf dem Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz in Berlin hat eine grausame Wirklichkeit im Zusammenleben unterschiedlicher Religionen oder Nationen aufgezeigt: Es gibt bei uns so viele kluge Menschen, die genau gewußt hätten, wie es dort nicht sein durfte.  Und dazu der Nachsatz: Hat man denn aus Paris nicht gelernt?

Bei solcher Argumentation sträuben sich mir die Haare.
Naive Fragesteller sind seitdem in Heerscharen auch in den Internetkanälen unterwegs, die Bundesrepublik ist eingekreist von 1000 Fragen. Sehr schön, aber auch Millionen von Schlaubergern  helfen nicht mehr.
Wir müssen feststellen – der Terror ist inzwischen überall. Seit 2001, als Flugzeuge von fanatisierten Attentätern in Wolkenkratzer der Stadt New York gesteuert wurden. Das heißt: Auch auch in den Wolken dieser US-Metropole, wo Stahl und Beton weithin sichtbar für vermeintliche Festigkeit und Sicherheit sorgen, ist der Mensch durch böses Tun der eigenen Gattung gefährdet. Unser Leben hängt mehr denn je vom Zufall unseres jeweiligen Standorts ab. Diese Bedrohung müssen wir  ernster denn je nehmen, denn die Welt steckt noch viel mehr als früher voller Aggression. Wobei die Natur mit ihren eigenen Klimakatastrophen sich einfügt in die Kette der vielen Bedrohlichkeiten.

Nehmen wir zur Kenntnis: Wir Menschen, wir Bürger, egal in welchem Land, leben zwar wenn es normal läuft, sind ziemlich schutzlos geworden. Aber wehe der Ernstfall der Bedrohung trifft ein. Wie kürzlich in Paris, Istanbul  oder jetzt gerade aktuell in Berlin.
Dazu gleich die Frage: Wie verhält sich denn der Mensch generell im Alltag inzwischen auf unserem Planeten? Sicher,  der Zweite Weltkrieg ist über 70 Jahre her. Aber kleinere Kriege, wie auch aktuell in Syrien, dem Irak, in Iran oder afrikanischen Staaten hat es immer geben. Und es  gibt in der Zwischenzeit genügend neue blutige Auseinadersetzungen, die Angst machen und wo wir täglich zuschauen können. Eine Situation, die  immer wieder die Frage aufwirft:  Lernt die Menschheit – und damit sind nicht nur einsame Machthaber gemeint – denn nie etwas dazu?
Nein, sie tut das eben nicht. Weil immer andere Menschen am Werk sind und der Macht erliegen. Fast überall sind menschliche Ungeheuer  mit irgendwelchen Waffen mit Zerstörungs-Phantasien unterwegs. Im Kleinen wie im Großen.

Wir müssten eigentlich zum lokalen Schutz bei Festivitäten keine zusätzlichen Poller als Schutz vor LKWs aufstellen, auch wenn sowas im kleinen Bedarf eines Weihnachtsmarktes vielleicht auf den ersten Blick hilfreich sein kann. Vielmehr muss die Menschheit begreifen, dass Leben  generell – das eigene und das fremde – schützenswert ist und dass dies auch so bleiben muss. Also ist es dringend erforderlich, dass die kranken Hirnhälften mit Psychotherapie und anderen Erkenntnissen  behandelt  werden. Psychotherapeuten und Psychologen  hätten enorm viel Arbeit. Raus mit den erkrankten Windungen, die für Angst und Schrecken sorgen. Aber so einfach wie geschrieben ist das leider nicht. Die Gesellschaft unseres Planeten braucht  dringend neue Hirn-Nahrung, ein verändertes, ein besseres und humaneres Bewußtsein. Eine Denke, die friedlich stimmt. Eine ohne den grenzenlosen Egoismus und die zunehmende Aggressivität, die zu Terror, Zerstörung, Mord und Totschlag animiert. Der Mensch ist nicht mehr berechenbar. Vielleicht war er es auch nie. Jedenfalls nicht lange. Da helfen inzwischen jedoch auch neue schärfere Gesetze nichts, die von der Politik dann stets nach einem unheilvollen Tag mit gewaltigem Mediengetöse gefordert werden. Eine lächerliche Therapie.

Wir brauchen wieder eine gemeinsame Basis für Zusammenleben mit Toleranz und Respekt vor anderen Nationen und anderen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Religion  und Bildung. Der Mensch muss sich inzwischen in erster Linie vor sich selbst in Acht nehmen.  So weit sind wir. Wenn ein 12jähriger Schüler aus Ludwigshafen versucht, wie gerade passiert, eine selbstgebastelte Nagelbombe auf einem Weihnachtsmarkt zu zünden, dann ist aber verdammt viel bei uns in der Gesellschaft schief gelaufen. Das bleibt vermutlich ein Einzelfall in der Fülle von Gewalt. Aber wir können nicht alles auf die Politik schieben. Dort sind – von Berlin bis Frankfurt, München oder Buxtehude –  auch nur Menschen zugange. Das heißt  im Klartext:  Der Mensch an sich muss sich verändern. Nämlich vernünftiger, normaler und angenehmer für alle auftreten.  Also weniger egoistisch und ein großes Stück sozialer.

Aber wer schafft es, diese Botschaft überall hinzutragen, wo unsere Art sich mit insgesamt über 82 Millionen Exemplaren allein in Deutschland aufhält? Ich verzage nicht. Aber ich hoffe, hoffe, hoffe.

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Obendrüber, da schneits! Eine köstliche und lebenskluge ZDF-Inszenierung für den familiären Frieden an Weihnachten hat auch mich erfreut

„Obendrüber, da schneits“. Wer die TV-Komödie heute in der ARD mit Wotan Wilke Möhring als Pfarrer Gregor, Diano Amft und Gisela Schneeberger u. a. nach dem Buch Autorin Astrid Ruppert unter der glänzenden Inszenierung von Vivian Naefe mit unendlich vielen praktischen Botschaften für unsere Gesellschaft gesehen hat, bekam Trost in bunter Reihenfolge für das eigene, oft verkomplizierte Leben. Und dazu auch immer die Lösung: Nämlich geht aufeinander zu, nehmt Euch nicht ganz so wichtig aber dafür ernst. Alles löste sich am Ende mit einem Lächeln im Gesicht bei allen Hausbewohnern auf. Und damit sind wir beim Problem unserer Mammon-Gesellschaft. Wir denken Zuviel ans Geld, an den Zugewinn in unserem kleinen Leben, das wir fast immer für das Wichtigste halten. Ist es aber nicht in den Augen der anderen Drumherum. Jedenfalls meistens, es sei denn, es geht um die Mama. Seltener um den Papa. Warum eigentlich?

Einfache Antwort: Weil Mama im täglichen Bestehen des Lebens klüger, praktischer, handlicher ist. Männer lernen dafür andere Sachen. Beispielsweise Drachen töten oder morsch gewordene Bäume fällen, wenn sie wissen, wo die Axt liegt.  Beim Wechseln von Autoreifen haben die Frauen auch längst ziemlich aufgeholt. Was natürlich auch daran liegt, dass sie in unserem Wohlstand oft ein eigenes Gefährt haben und auch recht gekonnt  damit umgehen. Überhaupt: Frauen wissen viel mehr als Männer bislang gerafft haben. Sollte die Herren der Schöpfung anspornen, nicht ganz abzufallen, was diese Dinge des täglichen und letztlich endlichen Lebens angeht.

Was mir an dieser gescheit-unterhaltenden TV-Weihnachts-Sendung im ZDF neben den schauspielerischen Fähigkeiten innerhalt des ganzen Teams gefallen hat, das war nicht nur die Inszenierung mit einem ständig wiederkehrenden Thema des gegenseitigen Verstehens sowie interessanten Reaktionen beiderlei Geschlechts inklusiv der Kinderdarsteller. Der Film zeigte auch Einblicke ins unsere realistische Welt einer Familie, die mit anderen Familien in einem Haus, also mit einer gemeinsamen Treppe nach oben,  klarkommen muss. Was bekanntlich in einem Leben, das von einer Fülle an Egoismen bestimmt wird, oft irrsinnig schwer, aber nicht unmöglich ist. Man muss nur ein wenig toleranter als sonst sein. Und jeweils pro Person einen kleinen Schritt nach vorne machen. Eben Zueinander. Machen wir das nicht? Ich denke zu oft fehlt er im Zusammenspiel der Menschen in jedem Altern. Von dieser Inszenierung hätten wir einige Beispiele, die im Neuen Jahr manchen Ärger vermeiden könnten. Aber nicht zu vergessen, dafür ist noch Zeit:  Schöne Weihnacht!

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Freitag, 23. Dezember 2016

Rote Karten für Pöbler und Spalter – wir haben Kultur für Menschenfreundlichkeit und Respekt

Der Mensch an sich ist gut, wenn es nur nicht so viele oft nicht zu erklärende Verführungen gäbe, die sein angestrebtes gutes Image mit häßlichen Flecken bedecken. Mir fällt in diesen Tagen der Trauer von Berlin alles ein, nur kein Respekt vor der AfD und deren Protagonisten. Diese gefährlichen Polit-Zungen sind schon so oft gespalten worden, dass sie eigentlich gar nicht mehr funktionsfähig sein dürften. Das Thema Ausländer, auf AfD-Art immer wieder aufs Neue mit wechselnder hinterhältiger Weise in die Öffentlichkeit getragen, widert mich und viele, viele andere Bürger so an. Gerade wieder in diesen Tagen, nachdem heraus kam, dass der schon länger erfolglos unter Beobachtung stehende Attentäter Anis Amri aus Tunesien stammt und der IS-Miliz zugeordnet werden muss. Ein grauenhafter Fall. Aber kein Grund ihn zu verallgemeinern und gewissenlos auf Flüchtlinge zu übertragen.

Die AfD-Vorstands-Taktierer, Frau Petry und Vize Gauland, können doch niemandem mehr außer den eigenen Spießgesellen und Gesellinnen ohne Scham ins Gesicht blicken. Dafür haben sie schon zu viele Beispiele geliefert, wie hinterhältig sie im Feld der Populisten agieren. Diese Parteifreunde fischen in verdammt trüben Gewässern.

Anis Amri, der 24jährige LKW-Attentäter von Berlin ist nun tot – erschossen bei einer Personenkontrolle mit einer italienischen Polizeiwaffe. Kein Bedauern deshalb auf breiter Front. Eine kriminelle Sachlage war der  Ausgangspunkt. Der Handlung kann man als Mensch mit Vernunft folgen.  Nun kann sich die AfD aus dieser Sache nicht mehr mit giftigen Gefühlen und Kommentaren bedienen. Allzu schnell hat man die Gelegenheit wahrgenommen, um Flüchtlinge generell zu brandmarken. Angela Merkel hat man sogar dafür verantwortlich gemacht, dass Menschen in höchster Not aus hochproblematischen Lebensverhältnissen fliehen und in Deutschland Asyl beantragen oder hier unterschlüpfen wollen. Natürlich sind darunter auch schlechte Charaktere, wie in jedem anderen Land. Gewiss auch Kriminelle. Aber bitte, – dem stehen auch Millionen Menschen anderer Nationen seit den 50erjahren in Deutschland unangefochten  als angesehene Bürger gegenüber. Es sind Menschen, die bei uns in den letzten 50/60  Jahren oder erst vor einigen Monaten eine neue Heimat, Brot und Arbeit oder sogar ihr privates Glück gefunden haben. Viele der Migranten – aus welchen Ländern auch immer – haben sich wunderbar in unser deutsches Leben eingefügt. So wie dies auch in anderen Ländern von Europa oder auf einem anderen Kontinent passiert. Auch wenn es Donald Trump nicht gefällt – nicht zuletzt galt  Amerika auch über Jahrzehnte als klassisches Einwanderungsland.
Ich erinnere mich: In den 60erjahren waren es vornehmlich Italiener und Spanier, die zu uns kamen. Gastarbeiter nannte man sie. Angeblich kamen nur zum Arbeiten, um dann nach einiger Zeit wieder in ihre Heimat abzudampfen. Angeblich passten sie auch einigen Leuten  nicht so richtig in unser Leben, in unser Wertesystem. Und heute? Gerade diese besagten Nationalitäten haben es geschafft, unser Kulturleben beispielsweise auch mit phantasievollem Essen und Trinken, Kultur und Freundlichkeit sowie einem fröhlichem Ambiente insgesamt zu bereichern. Fast jeder Deutsche liebt sein ausländisches Restaurant. Den Italiener, den Griechen, den Chinesen.

Es gab aber auch Zeiten, da schlug diesen fremden Küchenchefs Argwohn und  Ablehnung aus einigen Kreisen unseres deutschen Lebens entgegen. Man spürte plötzlich  Konkurrenz. Die einfachen Nudel-Restaurants aus der Poebene machten plötzlich Umsatz. Als  Kolumnist für das Gesellschaftsleben der Abendpost/Nachtausgabe, die gerne über Land und Leute mit besonderer Gastlichkeit berichtete, mußte auch ich mir manche Kritik anhören, wenn ich ein schönes italienisches Lokal lobte oder deren neues Ambiente mit Pfiff in einer Kolumne herausstrich. Deutsche Gastronomen fragten erbost: Wie kann man denn über Spaghettikocher so positiv schreiben?

Aber der Zungenschlag hat sich mit dem neuen Wissen und Respekt vor fremden Pfannen geändert. Seit den 80ern kommt aus vielen Küchen ein neuer Duft mit neuem Öl und anderen Kräutern. Das war der Zeitpunkt, als wir in Deutschland querbeet gemerkt haben, wie gut uns Spaghetti, eine Pasta oder auch ein Döner sowie Wein aus der Toscana oder Umbrien schmecken. Oder wie ansteckend die gute Laune eines netten Kellners aus Kalabrien ist.
Der Argwohn gegenüber den Tellern anderer Machart, also das Gegenteil von Rippchen mit Sauerkraut, Leberwürsten, Sauerbraten  oder Bratkartoffeln aus der eigenen Küche, verflüchtigte sich schneller als man schauen konnte. Diese Form der Ablehnung entwickelte sich jetzt in Begeisterung für „seinen“ Italiener. Und so war es auch kein Wunder, dass immer mehr Lokale dieser Art auf den Markt drängten. Gäbe es sie nicht – wir würden fast verhungern.
Wer wollte denn seinen geliebten Pizzabäcker schlecht reden, wo der doch auch noch nach 23 Uhr bereit ist, in der Küche für alle späten Gäste etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Der Deutsche an sich ist nun mal etwas schwerblütiger als der Südländer, das weiß man hinlänglich. Und wenn es um alte Gewohnheiten geht, dann flutscht der Wechsel nicht unbedingt sofort. Erst mal probieren.

UND SIEHE DA. Das hat sich alles gravierend geändert. Glücklicherweise sind die Germanen nicht mehr so in ihren Geschmacksrichtungen festgelegt. Der deutsche Gaumen ist internationaler geworden, er hat sich weiter entwickelt. Heute erkennt er Küchengeheimnisse anderer Länder mit einem Zungenschnalzer an.

Aber es gibt immer noch Landsleute zwischen München, Hamburg oder Köln, nur diese Städte plakativ zu nennen, die alte Gewohnheiten im Urteilen über Fremde gerne mal ausgraben, um sich interessant und noch etwas deutscher zu machen. Insbesondere nach dem neuesten schrecklichen Attentat per LKW auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit 12 Toten und 50 Verletzten.

Die dumme Vorurteils-Generalität stört enorm und stößt ab. Insbesondere wenn damit Ausländer, die längst zum größten Teil inzwischen unsere eigenen Lebensregeln und Gewohnheiten übernommen haben und vornehmlich laut Gesetz Bürger ohne Fehl und Tadel geworden sind, desavouiert werden. Der böse Stachel hat ausgestochen.  Kriminelle Karrieren gibt es letztlich genügend, auch jene, die made in Germany entstehen. Klar, darüber ärgert man sich auch oder im besten Falle schämt man sich.  Aber meistens ziemlich leise. Bei Tätern anderer Nationalität oder Hautfarbe  fällt das Beil allerdings schnell.

Geht es um Fußball, ist die Sachlage inzwischen total anders. Wenn ein Afrikaner, ein Serbe, Chilene oder ein anderer Staatsangehöriger aus fernen Landen für unsere Vereinsmannschaft Tore schießt, dann findet man dies wunderbar. Wenn es möglich wäre, würde man diese Lieblingen aus fremden Ländern jedes Mal dafür küssen oder vor Freude umarmen. Da spielt weder die Hauptfarbe noch der Pass und die Herkunft eine Rolle. Boateng vom FC Bayern oder Kölns Modeste sind das Sinnbild dafür. Jeder Fußballfan weiß, wie wertvoll, effektiv auf dem Platz  und auch wie sympathisch diese Kicker mit etwas anderer Hautfarbe sind.

Natürlich kann nicht jeder Ausländer ein populärer Boateng oder Modeste sein oder werden. Da kommt es auf die Leistung an. Aber gehen wir eine Ecke weiter. Mitten ins einfache Leben, wo kein Ball rollt. Dort könnten wir generell  gesehen  Pöblern und den geifernden Dreckschleudern  an einigen Stammtischen ruhig öfter deutlich die rote Karte zeigen. Diese überflüssigen Typen, die man auch öfter als Fremdenfeinde ansehen kann,  sind glücklicherweise in der Minderzahl. Dazu gehören aber auch jene, die ganz versteckt hetzen. Die heimlichen Polit- Spalter, die meine ich. Nach außen tolerant, aber intern immer auf der Lauer, um versteckt Unrat ohne Verantwortung dafür zu übernehmen unters Volk zu bringen. Diese Leute müssen von den vielen Anständigen unter uns in Deutschland viel öfter direkt gestoppt werden. Klare Kante. Auch bei künftig anstehenden Wahlen.

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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Der FC Bayern kann eben mehr, wenn er will…Leipzig konnte da nur zuschauen und lernen

Der FC Bayern hat mit dem 3:0 gegen RB Leipzig die Dinge wieder in die Reihe gebracht. Guter Fußball wird zwar auch von den „Bullen“ gespielt, aber die Bayern sind nunmal ein ganzes Stück besser. Jedenfalls am heutigen Mittwochabend. Nach 45 Minuten 3:0 – eine klare Feststellung, wer Chef in der Bundesliga ist. Das heißt ja nicht, dass dies ein Dauerzustand ist, aber mir hat das sehr gut gefallen. Und ich glaube, dass auch der ebenso souveräne wie sympathische Bayern-Coach Carlo Ancelotti denselben Eindruck heute Abend noch bei einem Gläschen Roten verbreitet. Die Bayern spielten wie befreit auf, flogen wie Weihnachtsengel über den Rasen. Und ich kann nicht verhehlen: Mir hat das Ganze bis zur 90. Minute gefallen. Man möge mir das in Leipzig bitte nachsehen, aber der FC Bayern steht mir nunmal nahe. Jeder Bayern-Spieler lief übrigens geradeso übers Feld, als bekäme er von Präsidentenrückkehrer Uli Hoeneß Kilometer- und Motivationsgeld zusätzlich ausgezahlt. Der 1. Platz in der Tabelle macht zumindest in der Winterpause Freude, läßt unterm Weihnachtsbaum auch gute Gefühle ins Jahr 2017 wachsen.

Dasselbe – in ähnlicher Form – wünsche ich auch der Frankfurter Eintracht, die unter Niko und Robert Kovac einen völlig neuen Auftritt bekommen hat. Jetzt dürfte auch der ewige Topspieler der SGE, Jürgen Grabowski, wieder lächeln können. Bevor die Kovacs da waren, da hatte „Grabi“ schon Kummerfalten, weil so wenig klappte. Und wenn jetzt noch der SC Freiburg sich weiter im gesicherten Mittelfeld tummelt und Darmstadt 98, das garantiert mit Vertragsverlängerung von mit Interimstrainer Ramon Berndroth keinen Fehler machen würde –   noch die Rückkehr ins wahre Bundesligafeld, nämlich mindestens Platz 15 erkämpft, dann ist fußballerisch alles im Lot. Jedenfalls von meiner Sichtweise. Jeder hat nunmal den einen oder anderen Verein, den er noch bisschen lieber mag. So ist Fußball. Man hat eben seine Sympathien. Was nicht nur mit der rein sportlichen Präsenz und Leistung zu tun hat. Auch eine professionelle Außendarstellung mit Sympathieträgern, einem guten Innenleben und akzeptablen Selbstdarstellungen  (Fairness und gutes Verhaltens neben dem Rasen) sind eben für die breite Akzeptanz mit dafür verantwortlich. So ist nun mal der Mensch.  Was im übrigen auch ein Indiz dafür ist, dass man sich als Mannschaft auch in die Herzen, nicht nur gewinnbringend in die Vereinskasse spielen muss.

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Montag, 19. Dezember 2016

Ein glücklicher Sportabend mit Idolen – wer setzt noch etwas an Unterstützung drauf?

Die Wahl „Sportler des Jahres“ 2016 aus Baden-Baden hat einmal mehr bewiesen: Sportler, die nie etwas mit Doping zu tun hatten, sind so ziemlich die besten Repräsentanten unseres schönen Landes. Ob das aus Hessen stammende Turn-Idol Fabian Hambüchen, Triathlon-König Jan Frodeno oder Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg aus Wiesbaden oder alle anderen gewählten Top-Athleten und Topathletinnen gingen als Helden dieser Nacht in die Sportgeschichte ein. Natürlich auch vorweg  Tennis–Queen Angelique Kerber oder die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen Laura Ludwig / Kira Balkenhorst. 

Alle Geehrten, auch die jeweils Nächstplazierten hatten einen glanzvollen Auftritt inmitten vieler auch ehemals verdienstvoller Sportler und Funktionäre. Da konnte man von einer familiären Atmosphäre sprechen. Unter der locker-beschwingten  Moderation von Kathrin Müller-Hohenstein und dem ehemaligen Ex-Eiskunstläufer Rudi Cerne wurden die Vertreter der deutschen Sportszene unter großem Jubel für ihre bemerkenswerten Ergebnisse und Verdienste herzlich gefeiert. Ob männlich oder weiblich – die Welt orientiert sich mit ihrer Sympathie am liebsten an  Sportleistungsträgern.  Sie sind die Helden, die  Vorzeigeidole unserer Zeit.  Die Botschaft ist uralt: Leistung und Fairness lohnen immer.

Das ZDF hat für diesen tollen Wahlabend mit großem Geschick und viel Gefühl Bilder aus dem internationalen Sporterleben, auch aus den kleinen Szenen bei Großveranstaltungen und Wettkämpfen eingefangen. Es war für jeden Zuschauer ein Genuss und ein Tanz mit respektvollen Gefühlen. DANKE für dieses neuerliche Gemälde des Sports, das die bedauerlichen Bilder von Doping glücklicherweise bis zum nächsten Skandal wenigstens vorübergehend  verdrängt.

Es gab so unendlich viel Positives über junge  Menschen und ihre Leidenschaft aus dem Sport zu sehen und zu erfahren: Leistungen und Disziplinen,  oft von fast kaum glaublicher Art, massive Gefühle und nicht für möglich gehaltene Nervenanspannung, begleiteten die Fernsehbilder. Beispielsweise beim Turnen. Dazu jeweils riesige Erleichterung, Glückseligkeit, manchmal auch Enttäuschung. Alles war drin in diesem Fernsehabend des ZDF. Er hat den Zuschauern das Herz geöffnet. Und er lieferte die Erkenntnis: Es geht an einem Sonntagabend auch ohne kriminelle Hauptakteure mit „Tatort“-Kitzel.

Ich hoffe, dass sich diverse erfolgreiche  Sponsoren von diesen sympathischen Sportsmännern und Sportsfrauen heute Abend zusätzlich angesprochen fühlten, um vielleicht mit diesen Bildern des Abends vor Augen Kontakt mit den diversen Instituionen und Offiziellen des Sports, aufzunehmen. Unterstützende Gelder aus dem jährlichen Unternehmensprofit werden immer dankbar entgegengenommen. Sport generell kostet bekanntlich auch Geld. Oft dauert es Jahre bis ein Talent, das vielleicht aus einem kleinen Sportverein kommt, neben dem Applaus auch eine spürbare unterstützende Hand bekommt, um damit irgendwann Deutschland mit einer großen Leistung zu überraschen.

In die Drogen-Prävention wird unbestritten mancher Euro investiert. Das ist wichtig und auch gut so. Aber das ist eine andere Baustelle des Sozialressorts der Bundesregierung. Aber dem sauberen Sport,  angefangen im Kindergarten, könnte man mit bestem Gewissen noch einiges mehr an finanzieller und auch ideeller Hilfe überlassen. Diese Form würde noch manchem kleinen Verein, der Kinder menschlich, sportlich und ehrenamtlich über Jahre betreut, helfen, mit noch besserer Ausrüstung und mehr Personal zielstrebig und noch erfolgreicher zu arbeiten.  Der gut organisierte Unterricht für Körper und Geist ist nach wie die Basis für ein gesundes Erwachen. Bei Alt und Jung. Der ZDF-Abend mit Deutschlands erfolgreichsten Sportlern sollte bei möglichen Sponsoren Lust gemacht haben,  einen eigenen Beitrag zu leisten, wenn nicht schon geschehen. Ich würde es dem Sport allgemein sehr wünschen.

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Sonntag, 11. Dezember 2016

Helmut Markwort – der Mann für (fast alle) alle Fakten sowie der Liebe für gute Nachrichten aller Art

Helmut Markwort, nach dem leider so früh von uns gegangenen Schauspieler Günter Strack inzwischen der berühmteste aktuell auftretende Darmstädter im Focus der letzten 50 Jahre in der Stadt der Wissenschaften und des Sportvereins Darmstadt 98, beschäftigt mich heute. Der Mann mit der Löwenmähne hat als Lebensalter mit einer unglaublichen akustisch und optisch wahrzunehmenden Kondition 80 Jahre an Lebensalter erreicht. Markwort hat im besten Sinne seiner vielseitigen Persönlichkeit und seines journalistischen Berufs Geschichte geschrieben. Und sie geht weiter. Sogar mit seinem Hobby, der Schauspielerei. Als Leser seiner von ihm bedachten und gelenkten Druck-Erzeugnisse im Burda-Verlag, u. a. Zeitschriften wie auch Focus oder Bunte, hat Helmut Markwort vielgelesene deutsche Journalisten-Geschichte geschrieben. Was vor ihm nur wenigen in diesem Metier in dieser breit gestreuten Begabungs-Palette gelungen ist: Er wurde für viele Nachwuchs-Reporter auch ein wichtiges Vorbild mit überregionaler Bedeutung. Der Darmstädter Zeitungsprofi  hat mancher Nachwuchshoffnung auch kleine Flügel verliehen, also ungewollt gute Animation für die Zukunft übernommen. Ohne Honorar und ohne die Absicht begleitet, dafür Applaus zu erhalten. Deshalb will ich heute mal Dankeschön sagen. Auch ich habe mich von seinem unglaublichen Spektrum an Initiative und Ausdruckslust in jungen Jahren beruflich inspirieren und animieren lassen. Helmut Markwort gehörte neben Peter Boenisch (BILD) und Jürgen Juckel (BILD und Abendpost/Nachtausgabe) zu den Helden des Journalistenberufs, die ich sehr bewundert habe. Herr Markwort, Sie standen immer weit vorne in der Garde der Chefredakteure und waren ein maßgeblicher Ansporn in einem Traumberuf, der heute noch weitaus mehr an schwierigen Entscheidungen verlangt als vor 40 – 50 Jahren.
Lieber Herr Markwort, Journalisten können nicht immer aktuell oder auch zum richtigen Zeitpunkt dort sein, wo die Musik spielt.  Oft kommen sie auch bei einem Ereignis hinterhergehinkt, um dann aber vielleicht doch noch die Kurve zur Aktualität zu kriegen. Ich habe heute am Sonntag im Bayrischen Rundfunk – nach Ihrem so gern gesehenen „Stammtisch“ mit ihren ebenfalls blitzgescheiten Tisch-Partnern Prof. Wolfgang M. Heckl und Karikaturist Dieter Hanitzsch sowie den Gästen Simone Solga und dem Münchner/Freisinger Erzbischof Kardinal Reinhard Marx – das sehenswerte Markwort-Porträt zum 80. mir mit großer Freude einverleibt. Und dabei sehr schnell den Wunsch verspürt, Ihnen spontan noch viele Jahre gute Gesundheit und Leidenschaft für das gedruckte Wort zu wünschen. Beides zusammen wären mein Geburtstagsgeschenk für Sie mit weiteren guten Wünschen für die Fortsetzung eines erfülltes Leben mit Ihrer Lebenspartnerin Patricia Riekel und  vielen weiteren netten, großherzigen Menschen. Wobei ich übrigens auch den glücklicherweise wie am normalen Alltag teilnehmenden Uli Hoeneß meine, der mit Ihnen beim FC Bayern u. a. die Leidenschaft für besonders ansehnlichen Fußball für Bayern und die Welt teilt. Was mir auch gefällt.
Es grüßt herzlich

Ihr Horst Reber aus Frankfurt/Neu-Isenburg

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Freitag, 9. Dezember 2016

Ein Schiri hat es schwer. Aber manche gehören einfach nicht auf den Rasen gelassen. Aus Gründen der Sicherheit.

Das Spiel der Fußballbundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Hoffenheim ging glücklicherweise nach dieser eigenartigen Schir-Leistung 0:0 aus. Was für ein Theater wäre auf uns zugekommen, wenn beispielsweise Eintracht Frankfurt mit einem Tor in der letzten Minute noch gewonnen hätte. Was wäre alles auf den Rängen gebrüllt worden? Oder genauso umgekehrt: Was für ein Geschrei, wenn die Hoffenheimer als Sieger dieses äußerst ruppigen und von Bösartigkeiten begleiteten Spiels in die Kabinen gegangen wären. Der Schiedsrichter war leider total überfordert. Aber das ist nunmal sehr gefährlich in einer so aufgeheizten Stimmung. Glücklicherweise waren die beiden Trainer cool genug, keine hitzige Debatte zu führen. Schiris haben weiß Gott keine leichte Aufgabe, das weiß man. Aber bei solch einem desaströsen „Arbeitsnachweise“ kann weiß Gott was in den Fan-Lagern passieren. Der DFB sollte mal wieder einen Schiedsrichter-Lehrgang für „Sitzenbleiber der Zunft mit Pfeife“ ansetzen. Das war ein Lehrbeispiel für Regelkundler mit Pfeife ohne Selbstvertrauen sowie möglicherweise auch schlechten Augen.

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Dienstag, 6. Dezember 2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Mutmacherin für die Zukunft, ein Ansporn für alle Bürger

Angela Merkel: Klug, stark und zuversichtlich – so wirkte die Bundeskanzlerin auf dem Parteitag in Essen auf mich. Allerdings saß ich nur bei N-TV vor dem Bildschirm. Nicht in der Halle, wo sich die Delegierten zusammenfanden. 11 Minuten und 20 Sekunden dauerte der Applaus für Ihre Grundsatzrede nach der Stoppuhr des Sender. Für mich hat diese Aussage keinen besonderen Wert. Aber er ist zumindest ein Indiz für die gute oder wohlmeinende Grundstimmung der CDU, die sich bereits jetzt sorgsam auf das Bundestagswahljahr 2017 vorbereitet. Eineinhalb Stunden hat Angela Merkel ihre Parteimitglieder eingeschworen. Die Stimmung im Saal wurde erkennbar von Minute zu Minute immer besser. Zuletzt strahlte sogar die Chefin. Sie hatte verstanden: Die CDU steht trotz der zuletzt wahr genommenen teilweise Attacken von rechts und links (und manchmal in den eigenen Reihen) unseres Landes hinter dieser bewundernswerten Frau, der Stress anscheinend kaum etwas ausmacht. Sie steht – so auch heute – wie eine EINS.
Wenn ich im Freundes- oder Bekanntenkreis Frau Merkel lobe oder Gesprächspartner bitte aus echter Überzeugung bitte, doch mal ein bisschen mehr nachzudenken, was diese Frau für Deutschland und seine unterschiedlich permanent beeinflussten Bürger auf sich nimmt, dann werden Kritiker in der Regel  ziemlich leise. Was in unserer nach meinem Empfinden etwas zu lauten Ego-Society, die auch immer gerne selbst im Mittelpunkt stehen will, ein signifikantes Indiz für (vielleicht auch nur vorübergehend) etwas mehr Einsicht ist. Aber Frau Merkels Credo „Uns verbindet mehr als uns trennen kann“ dürfte absolut richtig sein. Auch dieser Satz hat Bedeutung: „Keine Scharia, Sicherheit für alle“. Trotz aller flapsigen Bemerkungen aus gelebtem Wohlstand und trotz der Besserwisserei in der großen Politik, die heute viel weniger  als noch in den 90er-Jahren ein Wohlgefallen mit Zuckerschlecken ist. Täglich mindesten 16 Stunden und mehr im Dienst für unser Land. Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel steht keine Gewerkschaft auf, wenn in ihrem Alltag nur selten oder gar kein  „normaler“ Feierabend zur Erholung ansteht. Niemand beschwert sich, wenn sie oft bis Mitternacht oder am Wochenende arbeitet, sich engagiert, Termin erfüllt. Niemandem fällt es auf, wenn Stress, Belastung und Nervenanspannung eigentlich viel zu sehr überhand nehmen. Aber diese Frau legt zugleich das Bekenntnis vor den Delegierten ab, dass sie ihnen zuletzt viel zugemutet habe. Bitte, was denn war für den Bürger ernsthaft wirklich zuviel?

Deutschland ist die Nr. 1 in Europa mit vielen sozialen und humanitären Segnungen sowie genügend Arbeitsplätzen, die letztlich auch nicht hergezaubert werden können. Dazu gehört immer in der Bürgerschaft mit mutigen Menschen eine Überzeugung, dass dies zu schaffen ist. Das geht nur mit einer überzeugenden Führungskraft und einer Politik, der man bei aller Skepsis auch vertrauen kann.

Sehen wir doch mal klar: Das funktioniert nur mit Menschen, die sich darüber freuen, wenn der Hinweis „Made in Germany“ nicht nur gefällt und als schön, dankbar und befriedigend empfunden wird, sondern auch anspornt. Vom Kioskbetreiber bis zum Klein- und Groß-Unternehmer mit eigener Verantwortung. Von dieser Einstellung profitierten inzwischen auch erfreulicherweise Tausende von Migranten, die in ihrem eigenen Land, also dort wo sie geboren wurden, davon nichts oder nur wenig vorgefunden haben und deshalb nicht profitieren konnten, weil von dieser Kraft und Bereitschaft zu wenig vorhanden.

„Unsere Zukunft hängt von unserer Stärke ab“, postulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor dem Schlussapplaus ihrer sehr guten Rede.
Natürlich läuft auch in Deutschland, einer Nation mit über 82 Millionen Menschen, nicht immer alles so wie gewünscht. Aber mal unter uns gesagt: Das gibt es nur im Schlaraffenland. Und dies hat weder einen Namen noch weiß man, wo dieses Paradies zu finden ist. Deutschland lassen wir mal außen vor.

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Freitag, 2. Dezember 2016

Das Glück des positiven Denkens, wenn es um Flüchtlinge und aktive Hilfe geht

Deutschland wird immer politischer. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Es wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen, beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Satz „Das schaffen wir“, entstanden aus einer Situation mit einem Flüchtlingskind in Anwesenheit einer TV-Kamera, mit Boshaftigkeit für Dumme  zu brandmarken. Man versucht sie in eine gewisse Lächerlichkeit mit diesem einmal ausgesprochenen Satz zu schieben. Und zwar  mit permanenter Wiederholung. Ganz schlechter Stil in meinen Augen.  Aber ich glaube, da haben sich diese Verunglimpfer geschnitten. Die Bundeskanzlerin schafft das, auch wenn diverse Medien und Netzwerker permanent in diese Richtung zielen, was ich generell als sehr unfair empfinde. Als könnte Angela Merkel nichts anderes, als diesen Spruch  „Wir schaffen das“ als Argument ihrer jahrelangen Arbeit im Dienste des deutschen Volkes, ihrer Verhandlungen, ihrer politischen Bestrebungen im Sinne von Deutschland und Europa über die Lippen bringen. Der Wind dürfte sich aber noch drehen, vermute ich. Denn Deutschland ist wirklich nicht rechtsradikal eingestellt. Auch wenn es manche unangenehme Zeitgenossen gerne so hätten. Was allerdings auch normal denkende und fühlende  Menschen verdammt böse und zeitweise auch ratlos macht.

Aber – und das tut gut: Die Situation liefert uns erfreulicherweise neben solchen Böswilligkeiten auch sehr häufig mit tollen Beispielen ganz das Gegenteil. All die vielen deutschen freiwilligen Helfer und Unterstützer von geflohenen Menschen aus kriegsgeschädigten Ländern wie Eritrea, Syrien, Iran, Irak, Pakistan und weiteren Nationen, beweisen jede Menge Charakter, Herz und Empathie. Deutschland ist Gott sei Dank nicht rechtsradikal und fremdenfeindlich, auch wenn es ein Grüppchen immer wieder so hinstellen will.

Natürlich gibt es einige unverbesserliche Gruppierungen, die auf einer üblen radikalen und fremdenfeindlichen Brühe der Meinungsmache mit schwimmen. Aber eines steht fest: Die weitaus größere Anzahl der Bundesbürger denkt humanitär. Allerdings lange nicht so laut und öffentlichkeitsintensiv gesteuert wie Rechtspopulisten dies tun. Beispielsweise betont scharf  und unerfreulich in Sachsen.

In der Stadt Offenbach wurden dieser Tage Schüler der Klassen 9 bis 13 – alle mit Migrationshintergrund oder aber aktuell geflüchtet – mit der sinnvollen Aufsatz-Wettbewerbs-Aktion „Quo Vadis“ in den Mittelpunkt einer großartigen Veranstaltung im Gemeindesaal St. Nikolaus in Offenbach-Bieber gestellt. Gemeinsam mit der Offenbach-Post, OB Horst Schneider und Landrat Oliver Quilling, eingeleitet von „Respekt“-Herausgeber Peter Hessler und mehreren Freunden und prominenten Bürgern und Bürgerinnen, standen Schüler aus Migrantenfamilien bei einer wunderbaren Veranstaltung im Rampenlicht. In der bis auf den letzten Platz besetzten Halle war es mucksmäuschenstill, als die Schüler und Schülerinnen etwas zu ihrer Lebenssituation am Mikrophon sagten. Sie erzählten von ihrem Schicksal – und wie erleichtert sie sind, in Offenbach mit offenen Armen aufgenommen worden zu sein. Da bekam man Schicksale überliefert, wie sie auch viele deutsche Familien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg erleben mussten. Mancher ältere Bürger im Saal konnte sich in eigener Sache an solche bitteren Stunden erinnern. Angst, Hunger, Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit gegenüber Frau Merkels deutschem Land, wie ein Schüler betonte,  prägten viele Aufsätze. Man spürte deutlich die Rührung und die Anteilnahme dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Immerhin kam sie aus der deutschen Stadt, wo es inzwischen auf Grund von  Zuzug und Flucht in den letzten Jahren und Monaten die meisten fremdländischen Bürger  gibt. Man spricht von 50 Prozent der Bürgerschaft. Und warum?  Weil Offenbach und viele andere Städte und Gemeinden eine besondere Haltung gegenüber Flüchtlingen eingenommen haben,  muss man hinzufügen. Diese Tatsache mit Willkommenskultur schmückt in meinen Augen ganz Deutschland. Das macht mich und viele andere Menschen  froh und glücklich.

Diese „Quo Vadis“-Veranstaltung, an der ich ehrenamtlich mitwirkte, hat Schüler, Eltern und offizielle Vertreter und Sponsoren, die für die besten Arbeiten der Migranten schöne und sinnvolle Preise stifteten, auch zu Recht stolz gemacht. Das war erfreulicherweise das Gegenteil von unverständlicher und zugleich mieser Rechtsattacke. Und, ich gestehe es, es tat allen gut. Dies konnte man mit einem Blick in den Saal und auch zu den Initiatoren, wie Konrektorin i. R. Helga Burgdorf oder Lehrerin i. R. , Marlies Reber, Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel und sein Integrations-Beauftragter Erwin Kneissl  oder Landrat Oliver Quilling bestätigten. Dass dazu auch noch die aus 35 jungen Musikanten (Jungen und Mädchen) bestehende grossartige Big-Band der Georg-Büchner-Schule in Jügesheim unter Leitung von Bandleader Willy Spahn. herausragend professionell mit zeitlosen Klassikstücken von Deep Purple oder Stevie Wonder aufspielten, nicht zu vergessen das Piano-Solo von Leonidas Metenidis aus Griechenland, war eine Abrundung, wie sie schöner nicht hätte sein können. Ich bin wie alle anderen Akteure glücklich, dabei gewesen zu sein. Die Überschrift in der Offenbach-Post zu dieser gelungenen Veranstaltung, an der auch Chefredakteur Frank Pröse mit einem Interviewbeitrag teilnahm, sagte alles: „In allen Texten Optimismus“.

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Donnerstag, 1. Dezember 2016

Torsten Lieberknecht – echt, kreativ und mit Bodenständigkeit im Fußball ein Traumtyp

Torsten Lieberknecht ist ein Pfälzer Bub aus „Lautere“, wie die Einheimischen sagen. Beim „FCK“, den wichtigsten drei Buchstaben in der Pfalz großgeworden, schon der A-Jugend des „Betze“-Vereins eine starke Persönlichkeit, die er später auch bei Mainz 05 sowie dem SV Waldhof Mannheim nachhaltig unter Beweis gestellt hat, ist jetzt seit Jahren schon als Trainer bei Eintracht Braunschweig ein hoch angesehener Mann. Warum? Die Antwort: Weil Torsten Lieberknecht echt ist. Kein bisschen verstellt, alles andere als verträumt und sehr, sehr fleißig. Sagen jedenfalls alle, die mit dem Sympathikus schon im Fußball oder im Privatleben eine Bindung hatten oder haben. Jetzt hat er Reporter Frank Heike von der FAZ ein Interview gegeben, das heute auf Seite 31 nachzulesen ist. Diesen Fragen und Antworten zu folgen, das macht Freude. Und genau dazu will ich Torsten, den ich als Spieler bei Waldhof Mannheim kennen und schätzen gelernt habe, gratulieren. Er hat dem sauberen, dem anständigen Fußball sein Gesicht und seinen Charakter zur Verfügung gestellt und damit diesem Sport mit all seinen Verführungen, Möglichkeiten  und Unwägbarkeiten einen großen Gefallen getan. Derzeit mit Braunschweig Spitzenreiter in der Zweiten Bundesliga darf sich Torsten Lieberknecht mit seiner Eintracht  berechtigte Hoffnungen zu machen, dieser schönen Stadt wieder Bundesligaluft zu vermitteln. Die Chancen stehen gut.
Einige Sätze aus dem FAZ-Interview von Frank Heike: Frage: Wie erleben Sie Ihre Rolle als Trainer eines Traditionsvereins?
Lieberknecht: „Ich bin schon traditionell angehaucht. Ich erfahre ein Privileg, in diesem Verein so lange arbeiten zu dürfen.
Nächste Frage: Wie arbeiten Sie mit den Trainern des Nachwuchsleistungszentrums zusammen?
Antwort: „Ich profitiere von ihrer guten Arbeit. Das hat bei mir viel mit Wertschätzung zu tun.“
Frage: Sie wirken wenig distanziert, muss man dies hier sein?
Antwort: „Ich möchte den Verein mit einbeziehen. Der Verein steht für Kontinuität. Ich liebe zu sehr den Fußball, den Fan und das Drumherum, um keine Nähe zuzulassen. Ich war genau wie meine Brüder, früher auch FSK-Fan. Ich kenne noch die Vorfreude aufs Spiel auf den Fahrten. Das Stadiongefühl in der Kurve. Ich muss keine Distanz aufbauen, nur weil ich Fußball-Lehrer bin. Wir dürfen die Nähe zu den Fans nicht verlieren.“

Soweit Auszüge aus dem FAZ-Interview. Mit einem jungen Coach aus Braunschweig, der damit das Wesentliche von Erfolg im Fußball neben seinem Talent und Wissen um Ball und Mensch zum Ausdruck gebracht hat.

Torsten, Chapeau!  Der deutsche Fußball und natürlich seit 2008 auch speziell Eintracht Braunschweig haben  mir Dir einen Goldklumpen in der Tasche. Dich zu sehen, zu erleben und zu analysieren – das macht Freude.

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Dienstag, 29. November 2016

Respekt, Herr Verbeek! Bochum setzt mit dem VfL ein gutes Zeichen für politische Verantwortung im Fußball

Gertjan Verbeek, Trainer des VfL Bochum hat ein großes Zeichen gesetzt: Er wollte ursprünglich vor einiger Zeit mit seiner Mannschaft ins Winter-Trainingslager in Belek (Türkei) fliegen. Nach den mannigfachen Pressionen von Staatschef Erdogan gegenüber Menschen, die ihm politisch nicht gefolgt sind oder wisselns waren, seine Politik mitzumachen – inklusiv Journalisten – sagte Verbeek jetzt die Türkei-Reise ab. Nun wird stattdessen in Bochum trainiert. Verbeek zeigte eine klare politische und menschliche Haltung: „Ich will mit Erdogan nichts zu tun haben“. Wer die Menschenrechte sowie auch die Pressefreiheit als Staat so respektlos behandelt, muss auch das Echo in Kauf nehmen. Leider trifft es in diesem Fall wie so oft die Falschen. Erdogan verliert nur mehr und mehr ein Stück seines massiv verschwindenden Images, was ihm in seiner Geltungssucht nichts ausmacht. Aber die Touristik in dem wunderbaren Reiseziel am Bosporus wird weitaus weniger Umsätze generieren als zuvor. Aber immerhin. Wenn ein Verein mit solch einer respektablen Haltung beginnt, dann werden sich auch andere Vereine genau überlegen, ob die Türkei das richtig Ziel für ein Trainingslager ist. Im Winter logierten allein in Belek, dem Zentrum, alljährlich viele internationale Fußballclubs, um dort im türkischen Winter sich Fitness zu holen. Gertjan Verbeek hat nachgedacht – und bleibt nun in Bochum. Respekt. Allein für diese Haltung wünsche ich ihm mit dem VfL Bochum den Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga. Ich würde mir wünschen, dass sich auch andere Vereine in dieser Frage bezüglich eines Trainingslagers in diesem schönen, aber politisch inzwischen sehr schwierigen  Land anschließen. Sonne und Trainingsplätze mit guten Hotels  gibt es auch anderswo.

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Sonntag, 27. November 2016

Das neue Denken und Handeln bei Eintracht Frankfurt – eine Chance für viel Fußballglück am Main

Frankfurt 2016  im Fußballrausch. Tut ja wirklich mal wieder gut nach den vielen Enttäuschungen der zurückliegenden Zeit. Aber jetzt scheint eine neue Ära angebrochen. Die Kovac-Brüder und alle, die bei der Eintracht im inneren Zirkel dazu gehören, haben eine neue Zeitrechnung im Auge. Und bislang hat sich da schon recht viel Überzeugendes im Sinne der Anhänger getan. Der begeisternde 2:1 – Sieg über Borussia Dortmund an diesem Wochenende war natürlich ein Erdbeertörtchen mit Muntermachersahne in diesen letzten Monaten nach einer kargen Saisonleistung.  Aber nun heißt es, auch bei aller Euphorie,  an Bord zu bleiben und weiter konzentriert den Erfolg für die komplette Spielzeit zu suchen.

Niko Kovac sagt es goldrichtig. Alles nur eine Momentaufnahme. Ein kluger Satz zur rechten Zeit, denn Frankfurt neigt im allgemeinen dazu, der Übertreibung im Moment des Sieges alle Hände zu reichen. Das darf nun nicht mehr  sein. Oder besser gesagt: Das sollte sich die Eintracht ersparen. Die Saison ist noch lang. Und die kommenden Gegner werden jetzt wissen, wozu diese junge Mannschaft fähig ist. Also auf frankforderisch: Uffbasse. Übrigens Sportmanager Bobic hat alle Lügen gestraft, die ihm zu Beginn seiner Frankfurter Tätigkeit bei der Eintracht den „Bruder Leichtfuß“ unterstellt haben. Im TV-„Doppelpass“ hat er einen exzellenten gereiften Eindruck gemacht. Mit Augenmaß und cooler Zunge. Mir hat er sehr gut gefallen. Ich bin davon überzeugt, die Eintracht kann in dieser Saison die Fans ein ganzes Stück glücklicher  machen. Aber nur, wenn man nicht glaubt, schon Deutscher Meister wie einst mit  „Don Alfredo“  Pfaff, Istvan Sztani, Egon Loy  und Dieter Lindner & Co. zu sein. Aber diese Vorbilder haben ihren guten Ruf mit einem bislang einmaligen Ereignis in der Mainmetropole, nämlich dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft am 28. Juni 1959 im Endspiel über Kickers Offenbach, bis heute bravourös erhalten. Keine Skandale, keine Entgleisungen, immer  schön auf dem Teppich geblieben. Auch das ist eine großartige Leistung, die Respekt verdient in einer sich auch moralisch so rasend schnell verändernden Welt.

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Samstag, 26. November 2016

Schwierig, schwierig, aber Michael Balk (FNP) hat ins Schwarze getroffen!

Uli Hoeneß, der ins freie, aber auch stürmische Leben des Fußballs in unserem Lande zurückgekehrte Präsident des FC Bayern, ist insbesondere nach seinem gestrigen Triumph der Rückkehr und der großen Geste der Bayern-Mitglieder (284 000) auch heute in aller Munde. Egal aus welcher Richtung man schaut – Hoeneß ist ein autarke Persönlichkeit, wie man sie nur ganz selten im öffentlichen Fokus findet. Mich hat heute morgen ganz besonders interessiert, wie die Medien diesem Comeback entgegengehen (oder dagegen) gehen. BILD verhielt sich sehr zurückhaltend bis klug neutral. Man muss doch künftig mit dem Uli wieder arbeiten. Also verständlich. Auch  aus beruflichen Erwägungen. Der heutige Kommentar in der Frankfurter Neuen Presse gefällt mir, sorry, besonders gut. Michael Balk, eigentlich innerhalb der Redaktion ein sehr geschätzter Wirtschaftsfachmann, hat ihn zu Papier gebracht. Ich gebe es zu: Und dabei auch mein Herz und meinen Verstand beim Lesen erfreut.
Ich zitiere: „Eine zweite Chance hat auch ein Vorbestrafter verdient. Er muss euch Bayern-Hasser ja nicht gefallen. Da brauchen wir keine klugen Ratschläge. Rechtlich ist das nämlich alles astrein. Es gibt kein Gesetz, das verbietet, dass verurteilte Steuerbetrüger Präsident eines Vereins werden dürfen.“

Und einige Zeilen weiter oben dies: „Ein Fußballverein ist eben mehr als ein Global Player. Das hat Hoeneß begriffen wie kein Zweiter. Er hat Leidenschaft und Geschäft zusammengebracht und so den erfolgreichsten deutschen Fußballverein geformt.“

Finde ich großartig auf den Punkt gebracht. Das Hoeneß-Thema bewegt, interessiert, spaltet, befriedigt  und füllt den Medienwald mit Schlagzeilen. Lieber Michael Balk, Leser Reber dankt.

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Freitag, 25. November 2016

Uli Hoeneß, der Mann, der sich nicht brechen ließ und wieder beim FC Bayern als Präsident gewählt wurde

Uli Hoeneß ist wieder da – in unserer Welt des Fußballs. Könnte man meinen, aber dem ist nicht generell so. Der alte und der neue Bayern-Präsident mußte erst durch die Hölle gehen und körperlich und seelisch sowie mit Häme mehr büßen als ein Gewaltverbrecher. Jubel und Gewaltausbrüche sind miteinander verwandt, wohnen Tür an Tür. Bei all dem karitativen Tun in unserer Gesellschaft und in unserem Land macht sich mentale Traurigkeit breit: Der Egoismus, die Niedertracht und die Gehässigkeit nehmen allgemein seit Jahren permanent zu.

Die gnadenlose Gesellschaft vergrößert sich zusehends. Ich erschrecke mich oft, wenn ich nur den Fernseher für Nachrichten einschalte. Böse Bilder überfallen den Konsumenten in breiter Front. Großformat für kleinkarierte Voyeure sind dabei Trumpf. Im Alltag, im Beruf, im ganz normalen Leben. Wären da im Tagesgeschehen nicht erfreulicherweise auch viele positive Beispiele von Hilfsbereitschaft, Verständnis und Mitleid vorhanden, die man allerdings in den Medien relativ selten – auch aus Ahnungslosigkeit oder fehlenden Infos – anspricht, müsste man fast aus dem menschlichen Anspruch in unserer Welt verzweifeln.

Uli Hoeneß, Deutschlands durch seine großartige Fußballkarriere gefeierter, aber  zuletzt der am meisten gebrandmarkte Sportfunktionär mit WM- und EM-Titel ist da ein herausragendes Beispiel. Klar, er hat in einer schwachen Phase seines gestressten Funktionärslebens aus niedrigen Instinktenbeurteilt. Als ein Steuersparer, den es bekanntlich in vielen Variationen gibt, hat er einen großen Fehler gemacht. Diesen dann leider zu spät als solchen erkannt und zu zögerlich reagiert.  Alle Versuche den Schaden wieder gutzumachen, scheiterten dann auch an der Gesetzgebung. Dreieinhalb Jahre Gefängnis. Auch wenn die Haft teilweise  dank guter Führung etwas erleichtert wurde, war diese Verurteilung eine angemessene Strafe für einen Mann, der in aller Welt als Bayernpräsident mit anerkannter hoher Sozialkompetenz berühmt wurde. Er ist und bleibt ein  Fußballprofi mit einem Namen wie kaum ein anderer in diesem Genre mit und ohne Ball, das heute den höchsten Stellenwert in der Unterhaltung hat.  Bis zum Zeitpunkt seiner Verhaftung und Anklage hatte Deutschland und die Welt von dem begnadeten Kicker und späteren Sportmanager ein sehr gutes Bild. Er agierte auf der Fußballbühne und auch im Privatleben, begleitet von viererlei Ehrungen auf höchster Ebene, souverän. Aber auch teilweise mit unterschiedlichen Gefühlen aus der eigenen Brust. Je nach Vereinsliebe wurde er geliebt oder gehasst.  Dies über viele Jahre seiner Auftritte und einer fraglosen Kompetenz in diesem Geschäft. Bis dann die Staatsanwaltschaft bei ihm mit Polizeibeamten auftauchte.

Uli Hoeneß hat heute, wo er sich nochmals der Aufgabe und der zweifellosen großen Anstrengung und den vielfältigen Mühe als neuer und alter Vereinspräsident des FC Bayern, für den er sich viele Jahre auf dem Rasen und am Schreibtisch in der Säbener Straße in München erfolgreich eingesetzt hat,   bestimmt einige Zentner Genugtuung erhalten, aber möglicherweise auch Zweifel im Kopf gehabt. Ist das auch alles richtig, was Du da machst?  Nun ist er wieder Präsident vom größten Fußballverein in deutschen Landen. Das will etwas heißen. Aber nun, das er sich nochmals in einer aufsehenerregenden Wahl ein zweites Mal mit überragendem Erfolg zur Wahl gestellt hat, wird seine Seele sicherlich brennen. Aber sie ist bestimmt eine Seele voller Narben.

Erinnern wir uns:  Kaum aufgedeckt als Steuerbetrüger wurde Uli Hoeneß plötzlich gehasst, geschmäht und verteufelt, weil er Steuern hinterzogen hat, wie das viele Bürger in allen Ländern mit Steuergesetzgebung tun. Allerdings meistens in weitaus  kleineren Dimensionen.  Unser Rechtssystem reagiert auf solche Tatbeständen nun mal mit harter Strafbemessung.  Uli Hoeneß hat sich in der Haft, soweit bekannt, nie beschwert. Er hat sich allerdings auch nie im Strafraum des Gesetzes fallen lassen, sondern zeigte, soweit nach draußen hin erkennbar, Buße und Einsicht. Diese Fähigkeiten nehme ich ihm auch ab. Hoeneß ist allerdings nicht der einzige, der eine ganz Zeit lang gefeiert und gesalbt wurde, weil halt aus aktueller Sicht einfach gut. Auch in sozialer Hinsicht. Er tat viel für soziale Zwecke, oft noch nicht einmal wie anderswo an die große Glocke  gehängt. Aber der Erfolg in dieser Spur der öffentlichen Huldigung hat auch eine ganz hochsensible Seite: Der Neid wetzt täglich seine Klingen. Bei uns in Deutschland, in Europa und auch im ganz Ausland. Nur bei uns in der Gesellschaft werden diese Messer besonders sorgfältig geschliffen. Oft mit nicht mit Hass begleitet.

Vielleicht ist der ziemlich grenzenlos gewordene Neid  der Preis eines besonderen Wohlstandes. In einem öffentlichen Tages- und Nachtbild, in dem besondere Menschen mit herausragenden Fähigkeiten, wohlgemerkt  auch im guten Sinne,  täglich unterwegs sind und sich manche Dinge erlauben können, die anderswo nicht so günstig beurteilt werden. Oder wo die Leistung an sich kaum oder gar nicht gesehen wird oder  Anerkennung findet. Den Begriff Empathie können die in Sachen Sprache besser informierten Bürger wohl problemlos übersetzen,  aber wie ist es generell mit dem Fühlen?
Wie ist es in der Praxis, in der Anwendung von Mensch zu Mensch? Von Nachbar zu Nachbar. Von Kollegen und auch Bekannten und zu Freunden? Neid und Missgunst kennen leider nur selten  Gnade. Das Urteil darüber kann meistens nur harsch ausfallen, am liebsten hinter vorgehaltener Hand, also unerkannt. Darüber sollten wir alle in unserem Land, das uns wiederum auch nicht allein gehört, ernsthaft reden. Auf alle Fälle mehr als über die neueste Modelinie aus Italien oder Frankreich. Was auch selbstverständlich auch sein soll, um mich nicht falsch zu verstehen. Dies soll nur ein Beispiel von vielerlei Möglichkeiten sein.

Zu bewundernde Alltagshelden gibt es in Deutschland glücklicherweise auch jede Menge. Aber sie spielen in der Gesellschaft oder der breiten Öffentlichkeit meistens nur eine ganz bescheidene oder kurzfristige  Rolle. Aber genauso gibt’s es auch viele charakterlose Dumpfbacken ohne Bildung und Herz. An diesen Gegensätzen sollten wir öfter mal  gedanklich stehen bleiben. Daran sollten wir arbeiten. Fraglos auch die Medien, die von Menschen gemacht werden. Mehr denn je sind unter uns jedoch Menschen mit Herz und Verstand gefragt. Viel weniger sollten wir auf Glanzfotos von Artgenossen achten, die wenig oder gar nichts im Leben oder auch vom Leben gelernt haben, aber pausenlos im Licht stehen.  Auch die Vertreter und Vertreterinnen der Politik sollten sich dies zur Aufgabe im täglichen Verhalten und ihrer Fähigkeit der Beurteilung  machen. Mehr als je zuvor.

Aber um bei Uli Hoeneß zu bleiben: Ich freue mich über seine „Wiederauferstehung“ beim FC Bayern. Ich traue ihm ohne Wenn und Aber viel Gutes zu. Ich bewundere seinen Mut, es nochmals anzupacken. Ich gönne ihm dieses Comeback von Herzen. Ich bin mir jedoch dabei nicht sicher, ob sein Weg mit dem FC Bayern auch nach Verbüßung von dreieinhalb Jahren Gefängnis – ohne jeden Makel hinter Gittern nicht seine Kraft ausgelaugt hat.

Lieber Uli Hoeneß, ich habe Sie mehrfach interviewt und dabei in Ihrer Haltung und Kompetenz sehr schätzen gelernt. Ich wünsche Ihnen und Ihrer bewundernswerten Frau, die bedingunglos an Ihrer Seite alles mit durchgestanden hat und dabei auch erkennbar grau geworden ist,  von Herzen alles Gute. Aber bedenken Sie hin und wieder dabei: Egal wie stark man ist. Wir  kennen nur ein Leben.                                                                                                                                                                                                                                                         Horst Reber

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Dienstag, 22. November 2016

Offenbach in einem sehr positiven Licht: Menschlich und souverän im Umgang mit anderen Nationalitäten

Wer die harmonische Veranstaltung für Migranten und Flüchtinge der Aktion „Quo Vadis“ im Festsaal der St. Nikolaus-Gemeinde in Offenbach-Bieber dieser Tage miterlebt hat, konnte eines ganz besonders feststellen: Alle Teilnehmer dieses von „Respekt“-Herausgeber Peter Heßler initiierten Aufsatz-Wettbewerbs an Schulen im Stadt- und Landkreis OF strahlten Zuversicht und Lebensfreude in den diversen Gesprächen auf der Bühne und auch hinterher beim Büffet mit Snacks der Spenderfirma Firma ESSwerk aus. Alle waren irgendwie froh und glücklich, dass sie bei ihrer Suche nach neuem Glück hier bei uns in der Region gelandet sind. Darüber sollten auch wir nachdenken, die wir uns doch öfter als unzufrieden mit der derzeitigen Lage unseres deutschen Lebens darstellen. Die Region kann für sich in Anspruch nehmen, dass sie nicht nur humanitäre Hilfe bei Menschen in Not geleistet hat, sondern auch zukunftsweisend Brücken baut oder weiterhin dabei hilft, sicheren Boden unter die Füße zu bekommen. Landrat Oliver Quilling, der auch in seinen 13 Gemeinden die Flüchtlingsfrage mit Herz und Verstand angepackt hat, sagte im Interview: „Ich freue mich sehr, dass wir, also Stadt und Land mit vielen hilfsbereiten Bürgern, soviel menschliche Initiative auch in diesen bewegenden Fragen unserer Zeit zeigen. Umso schöner der heutige Abschlussabend dieses Migranten-Aufsatzwettbewerbs, der doch jede Menge an Schülern motiviert hat, über ihr Schicksal aus dem Heimatland bis zur Ankunft nach teilweise quälender Flucht bis in unsere Region schriftlich zu berichten. Unsere Welt ist insgesamt zwar sehr unruhig geworden, aber es lohnt sich immer, positiv zu denken und Schwächere zu handeln.“

Eine Feststellung, die eigentlich jedem vernünftigen Bürger Freude machen müsste. Dieser Ansicht  schloß sich erfreulicherweise auch Willy Spahn, der hochmotivierte Bandleader der Georg-Büchner-Schulband aus Jügesheim an, die zum ganz großen Konzert mit 35 jungen Musikern und Musikerinnen aufspielte. Ebenso, wie durch ihre stundenlange Aktivität deutlich zum Ausdruck kam, äußerten sich die beiden ehemaligen Lehrerinnen der Geschwister-Scholl-Schule in Offenbach-Bieber,  Helga Burgdorf und Marlies Reber. Sie hatten  ganze Packen handschriftliche Aufsätze der Klassen 9 bis 13  unter ihre Fittiche genommen, die dann letztlich auch die stolzen  Gewinner aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Griechenland, Iran, Irak usw. ermittelten.

Diese gelungene Initiative, angestoßen von dem Offenbacher ART-Direktor Peter Heßler und seinem kleinen Team, ist ein OF-Kompliment für alle, die wir hier leben sowie die aktiven Mitglieder dieser „Quo Vadis“-Aktion unter der Schirmherrschaft von Oliver Quilling und OB Horst Schneider in Verbindung mit Chefredakteur Frank Pröse von der Offenbach-Post als Medienpartner. Der Wettbewerb für junge Flüchtlinge beweist wieder einmal: OF ist weitaus  besser als sein Ruf, der gerne von außerhalb mit spöttischer Zunge zwecks Selbsterhöhung von außerhalb begleitet wird. Dass Offenbach die meisten fremdländischen Bürger in diesen unruhigen Zeiten aufgenommen hat, betrachte ich als eine große Geste von einer Stadt, die seit Jahren zu kämpfen hat.  OF – die menschliche Hessen-Region in Stadt und Land. Davor kann man nur  den Hut, soweit vorhanden, ziehen.                                                                                                                                                                                                                                      Horst Reber

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Dienstag, 15. November 2016

„Quo Vadis“- Migranten-Aufsätze, die uns junge Menschen aus Offenbach ein ganzes Stück näher bringen

Am Donnerstagabend ab 18.30 Uhr stehen junge Schüler aus Migrantenfamilien sowie Flüchtlinge der neueren Zeit aus Offenbacher Schulen sowie des Landkreises mit ihren besten Aufsätzen über ihre bisherigen Erlebnisse im Herkunftsland sowie in ihrer neuen Heimat Deutschland im Mittelpunkt. Auf Anregung von Magazin-Herausgeber Peter Hessler („Respekt“) wurde gemeinsam mit den Landrat Oliver Quilling vom OF-Landkreis sowie OF-Oberbürgermeister Horst Schneider sowie einer kleinen Mannschaft mit den ehemaligen Lehrerinnen Helga Burgdorf und Marlies Reber (Geschwister-Scholl-Schule) sowie Susanne Meissner, Leiterin OF-Schulamt eine sehr sinnvolle Initiative gegründet, um Migranten-Kindern der Klassen 9 bis 12 in der Region Gelegenheit zu geben, sich und ihr Leben mit eigenen Worten per Aufsatz  in einem schulischen Wettbewerb darzustellen auch erstmals breit zu öffnen. Mit selbst geschriebenen Erlebnissen der Flucht aus Ländern, wo es keine Freiheit gibt sowie Gewalt und Folter vorherrscht, wo man unterwegs auf gefährlichen Wegen mit quälenden Momenten unterwegs ist, aber auch vielseitige  helfende Hände in der Stadt Offenbach und dem Landkreis öffentlich das Leben erleichtert haben und eine Zukunft sicherten. Peter Hessler fand zudem mit OP-Chefredakteur Frank Pröse und Ressortleiter Thomas Kirstein von der Offenbach-Post maßgebliche mediale Unterstützer dieser exzellenten Idee für ein humanes Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen. Von dieser privat entstandenen Initiative überzeugt und hilfreich bei der Ausgestaltung mit Preisen waren u. a. auch auch zahlreiche Offenbacher Institutionen und Honoratioren der Region. Beispielsweise der OF-Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel, Winfried Männche von der Bürgerstiftung, Klaus Liedke von der Stiftung Lebensräume und Firma ESSwerk (stiftet Leckereien für die Gäste) , Klingsport-Museumschef Stefan Soltek , Designerin Marita Prieur (Unikatwertvoll), die EVO und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. Thomas Gackstätter (Safrano, Neu-Isenburg) stiftete eine Kaffeemaschine, Alexander Wessinger (Hotelier Neu-Isenburg) Verzehr-Gutscheine des Hauses. Hilfe kam auch von der Kaffeerösterei Laier, vom FRIZZ-Magazin sowie vom Vorsitzenden des Ausländerbeirats Abdelkader Rafoud. um einige der Förderer neben Willy Spahn zu nennen, der mit der Big Band der Georg Büchner-Schule aus Rodgau-Jügesheim für ganz besondere musikalische Unterhaltung bei dieser Veranstaltung sorgt. Eine sicherlich sehr sinnvolle Initiative in einer Stadt, die inzwischen einen über 40prozentigen Anteil von Bürgern aus anderen Nationen aufweist und sich besondere Anerkennung mit außerordentlichem Human-Respekt erworben hat.

Ich habe die Ehre diese sinnvolle und begrüßenswerte Veranstaltung am Donnerstag zu moderieren. Mit allen Aktiven und den Schülern, die neben Preisen auch eine Urkunde für ihre Arbeiten erhalten, freue auch ich mich sehr darauf, bei dieser Gelegenheit Menschen mit Herz, Verstand und guten Gefühlen für andere Kulturen zu begegnen.  Dass diese Initiative aus Offenbach kommt, beweist einmal mehr, wie wertvoll diese Stadt neben der Metropole Frankfurt ist.

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Viel Respekt vor Schülern aus Migranten-Familien in Offenbach und dem Landkreis

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Mittwoch, 9. November 2016

Die Eitelkeiten, wenn die TV-Kamera und ein Mikro zur Verfügung stehen…

Maischberger ist in der ARD ein Markenzeichen und auch oft eine recht informative bzw. unterhaltende Sendung mit Gästen, die zu einem bestimmten Thema etwas zu sagen haben, was interessieren könnte.  Am Mittwochabend ging es an diesem Maischberger-Diskussionstisch leider wieder wie  Kraut und Rüben durcheinander, so dass man keinem Diskutanten richtig zuhören konnte. Eine Erscheinung, die speziell bei Maischberger oft stattfindet. Der TV-Zuschauer ist dann immer der Leidtragende, gemeinsam mit jenem Gast, der gerade angefangen hat zu sprechen. Völlig unverständlich, dass man die TV-Talks nicht besser disziplinieren kann. Das muss doch möglich sein. Ich hätte heute Abend (Mittwoch) nach der US-Präsidenten-Wahl sehr gerne mehr von Thomas Roth, dem eloquentesten und souveränsten Gesprächspartner in der Runde, zugehört. Aber Pfeifendeckel. Entweder fiel ihm Oskar Lafontaine oder sonst jemand, wie beispielsweise die stets hochmotivierte Alice Schwarzer, massiv ins Wort. Digital-BILD-Chefredakteur Julian Reichelt war zu höflich, er hielt sich dann mehr zurück. Auch von ihm hätte man gerne mehr gehört, aber da intonierte gleich wieder Frau Schwarzer ihre Oper. Nur nicht ausreden lassen – scheint das Motto zu sein. Die geladenen Probanden tun sich alle keinen Gefallen mit ihrer massiven Art, den nebenan sitzenden Gesprächspartner abzuwürgen. Meistens gleich so vehement und lautstark, dass man eigentlich Lust hätte, die Kiste oder den gewählten Sender  sofort abzuschalten. Keine Diskussionskultur. Eine verdammte Unsitte, geboren aus Disziplinlosigkeit und der permanenten Eitelkeit, mehr als jeder andere zu sagen. So macht man eine Sendung unsympathisch und nicht mehr einschaltbar, Frau Maischberger. Sie könnten das ändern. Genügend Selbstbewußtsein und Routine bringen Sie doch mit.

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Dienstag, 8. November 2016

Anne Will – Ihr Name ist in aller Munde. Aber sehr fragwürdig in der Beurteilung!

Die Anne-Will-Provokation in ihrer Talkshow mit Gästen zum global angelegten Thema „Islam und Kinder“mit einer nicht zu ertragenden radikalen schweizerischen Islamistin und radikal anmutenden undurchsichtigen Diskutantin („Frauenbeauftragte“) namens Nora Illi im Nikab einer Talkrunde schlägt weiterhin hohe Wellen. Glücklicherweise, kann man dazu nur bemerken.  Ich hoffe, dass Frau Will in ihrer provozierenden Gestaltungs-Dummheit ihrer selbst für die ARD produzierten Sendung viel Wasser schlucken muss in diesem jetzt vorhandenen Wellental der breiten Empörung.  Was sie dem TV-Publikum vorgesetzt und somit zugemutet hat, das war die Fernseh-Frechheit des Jahres für jeden Gebührenzahler und normal denken Konsumenten.  Mag sein, dass Frau Will dies sogar so wollte. Ich würde es ihr u. U. sogar zutrauen. Das wäre dann noch übler.

Also Frau Will, generell festgestellt: Toleranz ist ein ganz hohes Gut. Es gilt für alle, die unterschiedlicher Meinung sind. Aber Sie haben alle Grenzen gesprengt. Der deutschsprachige Raum hat von Ihnen einen Tiefschlag der Unterhaltung vorgesetzt bekommen. Wer weiß, vielleicht kommen Sie dadurch ins Straucheln. Die ARD müsste sich über Sie und Ihre Verantwortung Gedanken machen. Ich hätte mir gewünscht, der sonst so mutige und erfrischende Bundestagsabgeordnete Bosbach wäre in der Sendung aufgestanden und hätte den Ort dieses Fernsehspektakels verlassen. Vielleicht auch mit Herrn Mansour, dem das  Spiel mit schwarzer Verhüllung auch nicht geheuer  vorkam. Jeder hat wohl darauf gewartet, dass die Schweizerin von einem bislang recht unbekannten „Verein“ den Mut findet, ihre Gesichtsverkleidung abzunehmen, um der Diskussion eine bessere BASIS ZU GEBEN:  Wenn man einem Gesprächspartner in solch einer Runde nicht ins Gesicht schauen kann, dann muss man sich doch am falschen Ort mit falschen Leuten fühlen. Oder vorgeführt. Also eiskalt  verschaukelt, Frau Will!  

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Samstag, 5. November 2016

Die neue Eintracht unter Niko und Robert: Power bis zur letzten Minute!

Die Frankfurter Eintracht bewegt sich stetig nach oben. Der 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln hat dies einmal mehr bestätigt. In der Truppe ist ein neuer Zug. Ein neues Selbstbewußtsein mit Torhunger ohne Angst. Das macht den Zuschauern Freude. Da kommt auch wieder mehr Besucher-Spass in die Fußballszene der Mainmetropole. Niko Kovac und sein Bruder Robert als Trainergespann scheinen die richtigen Stellschrauben gefunden zu haben, denn das ist nicht mehr die Eintracht der vergangenen Saison. Soviel Selbstbewußtsein hat man bei der Truppe lange nicht mehr gesehen. Haben die Kovac-Brüder die richtige neue Ansprache, die auch verstanden und schnell verinnerlicht wird? Ich glaube ja. Auch das Körperbewußtsein ist ein anderes geworden. Jeder Spieler bringt inzwischen volle Leistung, setzt seinen Body auch beim Spiel Mann gegen Mann sehr erfolgreich ein. Und der letzte Gegner, der ebenfalls erstarkte 1. FC Köln, der keineswegs  kölsche Waisenknaben mit Fastnachtskonfetti in die Commerzbank-Arena geschickt hat, wie man auch in der zweiten Halbzeit gesehen hat, musste unentwegt um jeden Meter Rasen kämpfen. Man sieht wieder mit etwas Phantasie alte Bilder mit erfolgreicher Eintracht-Vergangenheit.  Beispielsweise mit Grabowski, Hölzenbein, Nickel und Körbel. Diese Zeiten sind unvergessen. Zumindest bei Leuten, die älter als 35 Jahre sind. Denn das waren Jahre mit Höhepunkten, mit DFB-Pokalerfolgen. Da konnte auch der leidenschaftliche Eintracht-Fan ziemlich ruhig schlafen, weil ihn keine Ängste, wie in einigen darauffolgenden Jahren  plagten. Na ja, wollen wir nicht übertreiben, aber goldene Zeiten könnten ruhig so langsam wieder den Weg nach Frankfurt zur den „Adlern“ finden. Sagt auch Istvan Sztani, der einstige Wunderstürmer, der als „Flüchtling“ aus Ungarn glücklicherweise in Frankfurt landete und unter dem legendären Coach Paul Oßwald im Eintracht-Trikot das Zaubern anfing. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1959 steht schon verdammt lange ohne echte Nachfolger in den Vitrinen, des von Matthias Thoma und Mitarbeiter  bestens gehüteten und zum Besuch jederzeit empfehlenswerten Eintracht-Museums.

Also, mich und viele Tausend andere Fußballfans freut es, wieder selbstbewußten Angriffs-Fußball mit der Eintracht zu erleben. Wenn ich allein den Unterschied bei Chandler sehe. Zuletzt ein Kandidat der braven Mittelmäßigkeit. Neuerdings eine Rakete. Fast könnte man sagen, dass Armin Hary, unser olympscher Goldjunge, ihm Unterricht gegeben hätte. Chandlers  Laufstil hat sich sogar ein ganzes Stück dynamisiert. Er ist schneller und standhafter geworden. Und genauso geht es innerhalb des Teams positiv mit den Beobachtungen weiter. Auch  der 33jährige Torjäger Alex Meier dürfte nach seiner langwierigen Verletzung so langsam wieder Torhunger mit Leistung beweisen. Auch bei den Neueinkäufen bin ich guten Mutes. Dieser Eintracht darf man vermutlich noch eine ganze Zeit Applaus garantieren. Bravo Niko, Bravo Robert! Bitte nicht abheben, dafür durchhalten, SGE!  Es lohnt sich in Frankfurt erfolgreich zu kicken.

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Freitag, 4. November 2016

Der helle Wahnsinn, der seit Monaten aus Amerika zu uns kommt. Er macht auch uns Europäer krank

Seriös und überzeugend in der moralischen Haltung ist das, was aus dem Präsidenten-Wahlkampf zwischen den Kandidaten Trump und Clinton in den USA per Bildschirm zu uns kommt. absolut nicht. Diese Berichterstattung, diese Beschädigungen und Formulierungen mit Verleumdungscharakter von beiden Anwärtern für das höchste Amt sind ein Hohn für jeden Wähler auf unserem Planeten. Wem und wie soll der Bürger da Vertrauen für die Zukunft bekommen? Eigentlich liefert der US-Wahlkampf derzeit das schlechteste Beispiel für politische Arbeit. Der Wahlkampf ist wie ein ganz schlechter Film aus Hollywood.  Quo Vadis USA? Wohin gehst Du politische US-Kultur?  Europa muss bangend zuschauen, wie dieses billige und zugleich abstoßende US-Spektakulum dann letztlich ausgeht. Die seit Wochen stattfindende Inszenierung lebt ausschließlich von schlechtem Geschmack und Bösartigkeit. Und zwar  in jedweder Hinsicht.

Leider machen auch  unsere deutschen Privatsender zwecks Quoten-Grabscherei zum größten Teil in der Berichterstattung mit. Das Ergebnis: Aggressionen und Depressionen marschieren inzwischen Hand in Hand in die Köpfe der Zuschauer. Wir alle wissen: Auf unserem Erdball der fünf Kontinente regiert niemand mehr ganz allein. Einer hängt am anderen. Und jede Dummheit oder Absurdität der US-Politik-Show müssen beispielsweise auch die Europäer in dieser aufgeheizten Phase mit Millionen Flüchtlingen und riesigen menschlichen Problemen mittragen. Es kommt mir vor, als hätte man inzwischen die Dümmsten unserer Artgenossen und -Genossinnen aufgeweckt und an die Mikrophone der Welt im US-Wahlkampf eingeladen. Wer stoppt diesen medial verbreiteten Irrsinn? Er macht nichts anderes als krank. Glücklicherweise scheint unsere Bundeskanzlerin einigermaßen gesund zu sein.

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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Manfred Krug – ein Mann wie ein Baum mit viel Verstand

Manfred Krug hatte ein sehr bewegtes und zugleich auch sehr erfolgreiches Schauspielerleben, kombiniert mit musikalischem Entertainment, das er besonders liebte. Anmerkung: Wer noch in einem gut sortierten Schallplattengeschäft eine Krug-CD mit Liedern von ihm ergattern kann, dürfte diesen Kauf nie bereuen.
Zur Vita in Kurzform: In Duisburg geboren, mit 12 Jahren mit seinen Eltern in die DDR. wo er allerdings nicht glücklich wurde, Als sein Freund Wolf Biermann in der DDR ausgebürgert wurde, da hatte er „auch die Schnauze voll von der sozialistischen Staatsmacht und kam in den Westen zurück. Nicht ohne auch entsprechend Krach zu machen, denn der von seinem Freund Jurek Becker geschriebene TV-Serienstar „Liebling Kreuzberg“, wie eine seiner Rollen mit Vornamen Robert in seiner populären gleichnamigen TV-Serie hieß, war im täglichen Leben sowie in der TV-Serie „Auf Achse“ ein unerschrockener Mann. So sah ihn allerdings auch sein mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet Drehbuchautor, der polnische Schriftsteller  Jurek Becker  und der Krimi-Regisseur Heinz Schirk. „Ich bin nunmal einer, der der massiv protestiert, egal wo es ist, wenn ich merke, da läuft was falsch“, sagte mir Manfred Krug anlässlich eines Interviews in Begleitung seiner Gelegenheits-Promoterin Edith Koch vom hr, die leider schon vor Jahren gestorben ist.
Mit zwei Portionen Pasta Mista, Eis als Nachtisch und einer Flasche Rotwein saßen wir uns bei dem einstmals gefragten italienischen Frankfurter Gastronom Pietro Samueli im Reuterweg/Elsheimer Straße, der in den 50er-Jahren zu den ersten Italo-Gastronomen nach dem Krieg in Frankfurt gehörte, und eine der besten Italo-Ausbildungs-Adressen für Köche und Kellner in Frankfurt wurde.  Unser ausgedehntes Gespräch ist mir unvergessen, weil Krug den ganzen Abend so souverän und zugleich liebenswürdig war. Ich erinnere mich: Er nahm meine Einladung  nur unter der Bedingung an, dass er die von mir bestellte Flasche Wein selbst bezahlen dürfe. Was dann nach seiner Meinung unter dem Motto „Wein, Frankfurt und Abendpost/Nachtausgabe – das passt“ auch so lächelnd und intensiv plaudernd abgewickelt wurde.
Ein Abend, der mir deutlich machte, dass Manfred Krug ein Typ war, wie er nicht allzu oft im Genre Schauspiel und Bühne sowie seiner besonderen Liebe zum Gesangs-Entertainment zu finden war. So sagte er beispielsweise auch dies: „Herr Reber,  Sie können schreiben was sie wollen,  machen Sie mich auf keinen Fall aber schöner und besser als ich wirklich bin. Sonst sagt meine Frau: Siehste, so hätte ich Dich auch mal gern.“ (Anmerkung ganz nebenbei gesagt: Er war als Mann mit Draufgängergen sicherlich kein Heiliger, aber seine Frau Ottilie liebte Krug über alles. So wie er war.)
Manfred Krugs  Weg als Kind in die DDR und dann wieder retour als Erwachsener war jedesmal mit Schwierigkeiten verbunden, insbesondere der Weg zurück. Krugs Protest brachte ihm zunächst ein Teilberufsverbot ein. Der in der DDR auch als Sänger sehr populäre spätere „Tatort“-Kommissar im Westen, dem Rollen wie die des „Tatort“-Kommissars Paul Stoever mit 41 Folgen wie auf den Leib und seinen ursprünglichen eigenwilligen und zugleich liebenswerten Charakter geschrieben waren, war auch im privaten Leben ein Gerechtigkeitsfanatiker. „Für einen Freund oder eine Freundin kann ich mich jederzeit prügeln, wenn es sein muss“, erzählte er mir. Mit Eitelkeit und auf den Putz hauen hatte er nichts zu tun: „Als Schauspieler weiß ich natürlich, dass man sich verstellen und sich tarnen kann. Aber spätestens nach der zweiten Begegnung fliegt man doch auf. Also habe ich dieses Spiel von Anfang an gelassen…“ R.I.P. Herr Krug, Sie waren eine Begegnung mit enormer Strahlkraft. Und Ihre Lieder höre ich mir nach wie vor mindestens zwei bis dreimal  im Jahr zu Hause an. 

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Sonntag, 23. Oktober 2016

Die Damen so athletisch wie Herren – Angelique Kerber ganz gross

An Helga Masthoff (74),  die achtfache Deutsche und Internationale Tennismeisterin, die von 1972 bis 1974 als Nr. 4 der Welt geführt wurde,  die das Damentennis in jenen Jahren in Deutschland ziemlich beherrschte, musste ich mal vorübergehend respektvoll denken, als ich mir heute mittag das WTA-Tennismatch zwischen Angelique Kerber als Weltranglistenerste und der Slowenin Domenika Cibulkova (2:1 nach Sätzen.) im Fernsehen anschaute. Aber was für ein Unterschied von heute zu jenen (guten) Jahren. Kerber als aktuelle Nr. 1 weltweit musste gegen die Nr. 7  aus Slowenien mit allem was sie drauf hatte, erbittert kämpfen, um die nächste Runde zu erreichen. Man glaubte kaum, dass hier zwei Frauen auf den Ball schlugen. Was für ein schnelles und kraftvolles Spiel, das  man vor einigen Jahren bei Steffi Graf auch erlebte, aber doch nicht ganz so schnell wie heute bei Kerber und Cibulkova. Aber gehen wir noch einige Jahr mal zurück auf dem roten Sand.  Helga Masthoff war in ihrer großen Zeit als Königin der deutschen Spielerinnen ebenfalls eine Ausnahmespielerin, aber man sah damals eigentlich sofort, dass eine Frau auf dem Platz stand. Ein etwas anderer Bewegungsablauf, alles einige km/h langsamer in den Schlägen. Steffi Graf hat Helga Masthoff dann auch schnell erkennbar überholt. Bei Angelique Kerber, die es jetzt inzwischen zur Weltspitze der heutigen Zeit geschafft hat, sieht der Bewegungsablauf nunmehr sogar nach Formel-1-Tempo aus. Permanent Vollgas mit Vor- und Rückhandschlägen. Angelique ist eine exorbitante Topathletin geworden, die es in puncto Kondition und Ballgeschwindigkeit nahezu mit den meisten männlichen Gegnern in der oberen Spielklasse aufnehmen kann. Der athletische Unterschied zwischen Mann und Frau ist nur noch relativ gering. Was für eine Entwicklung.

Irgendwie reizt dann auch der Vergleich im Fußball: Dort ist bei den Frauen die körperliche Leistung noch nicht ganz soweit fortgeschritten wie im Tennis. Aber wenn die Entwicklung und der Ehrgeiz des schönen Geschlechts so weiter marschiert – und damit ist bei dem weltweit zu beobachtenden Ehrgeiz zu rechnen – dann sind Autogramme von Fußballerinnen bald genauso wertvoll und gefragt wie die der Männer. Was zwar den letzten verbliebenen Machos im Fußball, wie beispielsweise Ex-Nationalspieler Mario Basler,  nicht besonders viel Freude machen dürfte. Er hat da seine eigene Meinung, wie ich kürzlich gelesen habe. Aber so langsam muss das männliche Geschlecht den Aufstieg der Damen in die männliche Leistungsklasse akzeptieren. Ich hoffe voller Respekt. Hier ist ein Wandel festzustellen, den vor 40 Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Das erste Frauen-Länderspiel erlebte ich in den 60er-Jahren in Südbaden. Damals spielte Deutschland gegen Holland. Das Ergebnis habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich  dachte mir damals: Fußball ist kein Sport für Mädchen oder Frauen.

So kann man sich als Mann auch in dieser Kategorie des Lebens täuschen. Was jedoch gut ist und den Sport noch ein ganzes Stück interessanter macht. Die meisten Männer wissen das aber schon seit einigen Jahrzehnten. Die meisten beweisen auch den nötigen Respekt. Man kann nunmehr festhalten: Die Ohrfeige mancher Frau tut heutzutage genauso weh wie die von einem Kerl. Mannsbilder müssen umlernen…

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Freitag, 21. Oktober 2016

Eintracht-Coach Niko Kovac ist ein Glücksfall. Aber nicht nur wegen des 3:0-Auswärtssieges beim HSV

Fußballtrainer brauchen Können im Fach, Charisma generell und ein bisschen Zeit, um einer Mannschaft ein Profil zu geben, das auf Erfolg ausgerichtet ist. Niko Kovac bringt diese Fähigkeiten mit. Und zwar auf ganz ruhige, unaufdringliche und zugleich überzeugende Weise mit. Die Spieler merken bei ihm, dass er der Chef ist, ohne dabei arrogant zu sein. Ein großartiges Profil, finde ich, das der Eintracht wieder richtig gut tut. Und der Mannschaft sowieso.

Man liest im Boulevard keine schrägen Geschichten, keine Homestories mit dümmlichem Vorzeigedrang. Alles Akzente, die für Niko Kovac sprechen, mal abgesehen von seiner praktischen und psychologischen Arbeit, gemeinsam mit seinem Co-Trainer, Bruder Robert. Die oft bei Trainern gerne gepflegten Eitelkeiten, vielleicht auch noch  mit einem Hauch Nachtleben oder von Selbstverliebtheit mit einem Spritzer „Schaut mich an“  haben die Medien bislang bei Niko Kovac nicht entdecken können. Obwohl der ehemalige Bayernspieler  ein sehr attraktives Mannsbild ist. Diese selbstinszenierten Zutaten für ein kompaktes Trainerbild braucht er nicht. Ein kluger Kopf mit Selbstdisziplin. Mit dieser Einstellung kommt man dem Erfolg nahe. Das weiss Niko Kovac – er ist lang genug mit dem Ball unterwegs. So überzeugt man eine hungrige Metropole, die schon lange darauf wartet, endlich mal wieder mit Stolz auf die Eintracht aus Frankfurt verweisen zu können. Ich gratuliere und freue mich sehr über diese Entwicklung. Diese Übung möge lange anhalten. Sie wirkt schon jetzt wie Puderzucker auf einem selbstgebackenen Kuchen für Freunde und Fans.

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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Armes Land Amerika – Diese Kandidaten hast Du nicht verdient

Wer die dritte Runde und damit auch die letzte in der Auseinandersetzung der beiden Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton erlebt hat, muss sich fragen: Ist dieses politische Niveau der Weisheit letzter Schluss in den USA für die nächsten Jahre? Kann dieses große Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten niemanden Besseren aufbieten als diese beiden Antwärter für den Stuhl des Präsidenten? Es war einmal ein Armutszeugnis, was der TV-Zuschauer aus diesen drei Diskussions-Terminen serviert bekam. Mal abgesehen vom Stil und der Diskussions-Qualität, die noch nicht mal das Niveau eines Hinterwäldler-Stammtisches erreichten. Da muss jedem Zuschauer doch Angst und Bange geworden sein. Quo Vadis USA? Weder Trump noch Clinton haben sich in diesen Präsentation als geeignet oder auch würdig erwiesen. Amerika blamiert sich in diesem Wahlkampf auf eine Art und Weise wie nie zuvor in der Geschichte. Und wir müssen tatenlos zuschauen und denken: Da geht es uns mit Frau Merkel und ihrem Kabinett aber viel, viel besser. Amerika kann zwar mit einer Rakete den Mars erreichen und dort nach Wasser suchen lassen. Aber die Realtität des menschlichen Lebens spielt sich in New York, den anderen 50 Staaten sowie auf dem Boden unserer Kontinente ab. Dort zahlen sich Moral, Geist, Wissen und Menschenfreundlichkeit in allen Facetten aus. Es dürfte den USA sehr schwer fallen, all die nunmehr gesammelten Vorurteile gegen die Demokratin Hillary Clinton oder den Republikaner Donald Trump – sofern die Wahl normal über die politische Bühne geht – wieder zu vergessen. Deutschland und Europa ist gut und weitaus besser bedient, auch wenn wir mit den handelnden Personen als Bürger auch öfter hadern. Aber nun müssen wir dem US-Wahlkampf leider zunächst mal mutig entgegensehen und gleichzeitig beten, dass die Weltlage nicht schlimmer wird und Amerikas Abgeordnete cool bleiben und klug die Zukunft ihres bedeutenden Landes mitbestimmen.

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Dienstag, 18. Oktober 2016

Susan Prinzessin Reuss auf der Buchmesse: Der märchenhafte Einstieg in Frankfurt. Jetzt stellt sie auf der Buchmesse ihren Erstling vor

Ein kleines Reiseköfferchen und einen hellen Kopf. Das war das „Gepäck“ von Susan Prinzessin Reuss, mit dem die junge Perserin aus Teheran, bildhübsche Tochter eines Bankdirektors und einer Schulrektorin mit 4000 Schülern, Frankfurt eroberte, als sie 1985 in Frankfurt landete. Sie hatte ein Flugticket nach Frankfurt und weiter nach Los Angeles in der Handtasche. Aber die Mainmetropole wurde dann ihre neue zweite Heimat. Hier bezauberte die bildhübsche junge Frau mit dem zart gebräunten Teint die Society der Mainmetropole. Und wie es ihr eine Wahrsagerin prophezeit hat, lernt sie einen Mann mit blauen Augen kennen, mit dem sie dann auch 18 Jahre verheiratet war:  Heinrich Prinz Reuss.

Zur gerade begonnen Buchmesse steuerte die ehemalige Politikstudentin, die in Frankfurt gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes als Mannequin auf dem Laufsteg ihre ersten deutschen Brötchen verdiente, an einem eigenen kleinen Stand einen Erstling bei. Manches Mitglied der Stadtprominenz dürfte bei ihr vorbeischauen. Nur einer fehlt Susan Prinzessin Reuss ganz besonders: Buno H. Schubert, der verstorbene Henninger-Chef. „Bruno war eine Goldgrube mit unglaublich vielen interessanten Menschen, die gerne seine Nähe suchten“, denkt sie wehmütig zurück an den Mann, der die Society der Stadt täglich an seinem langen Esstisch mit dem Blick auf einen Käfig mit einem Ara als lebendes Sprach-Kunstwerk begrüßen konnte.

Ein Jahr lang hat sich die attraktive Frau, die im Diplomaten viertel lebt, dafür Zeit genommen. Herausgekommen sind rund 190 Seiten in einem braunen Einband über das Leben in Persien. Manches Kapitel erscheint wie eine Schilderung von 1001 Nacht. Aber es folgen auch Schilderungen mit Not und großen Problemen. Die Autorin sagt dazu: „Mit dem Buch wollte ich für meine vielen deutschen Freunde einen Wegweiser erstellen, der Lust auf das Leben im  Iran macht.“ Das ist in der Tat gelungen. Einfache, aber spannende und blumige Schilderungen von Menschen aus einer anderen Welt. Charmante Schilderungen aus dem Familienleben und Eigenheiten eines Landes, das geheimnisvoll und fremd in den Lebensgewohnheiten bis heute geblieben ist. Beispielsweise Ehe auf Zeit. Manche dauern nur 30 Minuten, andere fast 100 Jahre. Beispielweise per Vertrag.  Eheverträge lassen sich beliebig oft verlängern. Alle Schilderungen machen neugierig. Stets in enger Verbindung zu Susan,  einer Frau mit vielen Talenten. Es lohnt sich ihr auf diesem Wegweiser zu folgen.

Gefolgt ist sie allerdings selbst gerne dem Ratschlag, doch mal ihren Landsmann Youssef Oloumi, den Zeitungskönig am Schweizer Platz in Frankfurt-Sachsenhausen (Foto) zu besuchen.Der Iraner betreibt dort einen Kiosk, der alles anbietet, was der Mensch so braucht. Zeitungen, Bücher, Süßigkeiten, Getränke, Tabakwaren und vieles mehr. Ein origineller, gebilder Mann, der nach wie vor seine persische Heimat liebt, aber in Frankfurt sein Glück und viele Stammkunden gefunden hat. Sein Vorschlag, das Buch der Prinzessin zu verkaufen, fand bei der Autorin große Zustimmung. Und so lernt man auf diese Weise am Schweizer Platz jetzt durch ihre Schilderungen die fremde Welt des Iran und den Charme sowie das Talent von Susan Prinzessin Reuss kennen.

(Verlag tredition. Euro 12.90)

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